Archiv der Kategorie: Relaxen

230522 – Durch die Quebrada de Humahuca nach Süden >

Montag / Monday, May 22, 2023

Tag 400 / 376 – Durch die Quebrada de Humahuca nach Süden

Heute früh ist es wirklich, wirklich kalt: 9°C herinnen, 1° draußen, und wir haben Kopfweh. Und keine Heizung. Es wird Zeit, die Höhenlagen zu verlassen und wärmere Gefilde aufzusuchen, den nördlichsten Zipfel von Argentinien, den wir besuchen wollten, haben wir jetzt gesehen. Zuerst versuchen wir noch, in Abra Pampas einen Mechaniker zu finden und landen schließlich beim Autocentro von Señor Jairo Cruz. Er kann zumindest feststellen, dass unser Ölverlust minimal ist und dass alle Schrauben und Dichtungen fest sitzen. Bezüglich des nicht funktionierenden Abblendlichtes wissen wir jetzt, dass die LED und die Sicherungen in Ordnung sind; Jairo vermutet einen Kurzschluss bei den Kabeln, kann das aber nicht selbst beheben. Also schreiben wir an Señor Federico von IVECO Salta mit der Bitte um einen neuerlichen Termin für unser armes krankes Krasses Pferd.

Am Weg nach Süden passieren wir wieder Tres Cruces, jetzt sind die „Schlafenden Giganten“, die außergewöhnlichen Felsformationen mit den halbkreisförmigen Sedimentschichten, etwas besser zu fotografieren. Auch die „Puente del Diablo“, die Brücke des Teufels, eine natürliche Felsbrücke über eine kleine Schlucht, ist gut zu sehen. Ein wenig später bleiben wir beim Schild „Achtung! Eis auf der Fahrbahn!“ verwundert stehen – der Wasserfall, der rechts den Felsen herunterfallen sollte, ist tatsächlich vereist, auf dieses Stück Felswand fällt kein Sonnenstrahl und auf der Straße liegt eine dünne Eisschicht. 

Weiter auf der R9, streichen wir schweren Herzens den Abstecher zum pittoresken Bergdorf Iruya von unserer Liste – es wären zweimal 50 km nicht asphaltierte Piste, davon haben wir eigentlich genug. Und unser Krasses Pferd auch. Wir bleiben am Asphalt und fahren wieder durch die Quebrada de Humahuaca, eigentlich keine Quebrada – Schlucht, sondern das farbenprächtige Tal des Río Grande, von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Im Ort Humahuaca haben wir dann ein Purmamarca-Déjà-vu – rund um die Plaza 25 de Mayo und die Stiegen hinauf zum pompösen Unabhängigkeitsdenkmal wimmelt es vor Touristen und Souvenir-Ständen, mit genau dem gleichen Angebot wie in Puramarca. Wir machen brav Fotos von der hübschen Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria und von dem Holzbalkon, an dem die Figur des San Francisco Solano täglich um 12 Uhr mittags heraustritt, um die Anwesenden zu segnen. Das technische Wunderwerk stammt aus Nürnberg, wir hätten es gern gesehen, aber es ist 14 Uhr, heute hat er schon gearbeitet.

Wesentlich gemütlicher geht es in Huazadurazno zu, wo uns zuerst die riesige Lama-Skulptur auffällt, dann erst sehen wir die kleineren, lebendigen Artgenossen. Diese sind wohlerzogen – sie spucken nicht – und gut trainiert – die Spende, die wir in die Sammelbox werfen, ist ihnen egal, wir müssen mit frischem Grünzeug bezahlen, erst dann ist Streicheln erlaubt. In Uquía halten wir bei der hübschen, weiß getünchten Adobe-Kirche Iglesia de Sa Francisco de Paula mit dem opulenten vergoldeten Altar, in Huacalera überqueren wir wieder den Wendekreis des Steinbocks und in Maimará klettern wir auf den Mirador el Monolitho, der eine grandiose Aussicht über die bunten Gesteinsschichten der Quebrada de Humahuaca bietet.

Es gäbe an dieser Strecke noch sehr viel mehr zu sehen – hübsche Kirchen, nette lokale Museen und Pucarás, Festungsreste auf Hügeln. Aber wir wollen bis zu den Thermen vor San Salvador de Jujuy kommen, also müssen wir eine Auswahl treffen. Uns fällt auf, dass die Schienen neben der Ruta 9 plötzlich neu aussehen; in Volcán bleiben wir stehen, um die alte Bahnhofsgebäude zu fotografieren, und finden eine Baustellentafel, die die Revitalisierung der Bahnstrecke ankündigt.

Zurück bei unserem Heim auf Rädern, fällt uns ein seltsamer schwarzer Faden auf, der unter der Stoßstange hervorschaut. Sigi zieht mal kurz an und hat dann plötzlich ein seltsames, schwarzes Gummi-Dings in der Hand. Die Hoffnung, dass das irgendein Müll ist, der sich an unser Auto geheftet hat, erfüllt sich nicht – es ist der Antriebsriemen für den Klimakompressor. Langsam wird es unlustig – keine Heizung, kein Warmwasser, die Kühlschrankverriegelung gebrochen, ein Abblendlicht funktioniert nicht, wir verlieren Öl und nun auch der kaputte Riemen. Kann es sein, dass unser treues Krasses Pferd genug vom Abenteuer und Heimweh hat? Gottseidank hat uns Señor Federico von IVECO Salta für Mittwoch einen Termin zugesagt. Wir fahren – bereits in der Abenddämmerung – noch bis zu den Termas de los Reyes und parken uns dort zwischen mehreren anderen Wohnmobilen aus Holland und aus Uruguay ein. Morgen früh wollen wir uns erstmal Entspannung im heißen Wasser gönnen, bevor wir nach San Salvador de Jujuy weiterfahren.

Day 400 / 376 – Through the Quebrada de Humahuca south

This morning, it is really, really cold: 48,2 F inside and 33,8 F outside, and we both feel a headache. And we have no heating. It´s time to leave the mountains and go to lower, warmer regions – we have seen the northernmost part of Argentina which we wanted to see anyway. But first, we try to find a mechanic in Abra Pampas and find Señor Jairo Cruz at Autocentro. He assures us that the oil loss is minimal and that all screws and seals are sitting tight. He also checks the non-functioning head light – the fuses and the LED itself are ok, he suspects an electric shortage somewhere along the cables but he can´t repair it himself. So we send Señor Federico at IVECO Salta a message, asking if we may come in again with our poor sick Brave Camper.

On the way south we pass Tres Cruces again, now we are able to take better pictures of the “Sleeping Giants”, the unusual hills with the semi-circular sediment pattern. We also get to see the “Devil´s bridge – Puente del Diablo”, a natural rock bridge spanning a gorge. A bit later we stop at a road sign “Attention! Ice on the road!” – the waterfall which is supposed to fall down the rocks here is made of solid ice, no sunrays reach this part of the rock and there is a thin ice cover on the road.

Continuing on R9 south, we cross the visit to the picturesque mountain village of Iruya off our wish list – we would have to drive 31 miles, twice, on an unpaved dirt road, and we´ve had enough of that. And our Brave Camper, too. So we stick to the asphalt and continue through the Quebrada, the gorge of Humahuaca south – it is not really a gorge, it is the colorful valley of Río Grande de Jujuy, declared world heritage by UNESCO. In Humahuaca village we are having a Purmamarce-Déjà-vu – around the Plaza de 25 Mayo and up the stairs to the gigantic Independence Monument, there are troves of tourists and souvenir vendors, with exactly the same merchandise as in Purmamarca. We take pictures of the nice Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria and of the wooden balcony, where the figure of San Francisco Solano comes out every day at noon to bless the people at the main plaza. The machinery behind the figure came from Nuremberg, Germany, we would have loved to see that but it´s 2 pm, we missed it.

In Huazadurazno we first see a giant lama sculpture and then the smaller live ones. These are well-trained lamas, they don´t spit, and they insist on payment – they don´t care for the paper money we throw into the collection box, we have to pay with fresh greens before they let us touch them. In Uquía, we stop at the nice, white adobe church of San Francisco de Paula with the ornately gilded altar, in Huacalera we cross the Tropic of Capricorn again and in Maimará we climb up to the Viewpoint “El Monolitho” which offers a great view of the multicolor rock formations of the Quebrada de Humahuaca.

There is so much more to see here – picturesque little churches, nice local museums and pucarás, ruins of fortresses on hills. But we want to reach the thermal baths north of San Salvador de Jujuy tonight, so we need to pick only a few sights. Then we notice that the train tracks along Ruta 9 suddenly are suddenly looking new. In Volcán we stop for pictures of the old train station buildings and there we find a large construction sign, announcing the revitalization of the train line.

Back at our home on wheels, we notice a strange, black thread beneath the front bumper. Sigi pulls at it, and out comes a strange, long black rubber thingy. At first we hope that this is some roadside garbage which just happened to stick to our vehicle, but – no such luck. It turns out to be the belt for the AC compressor. We are getting a bit uneasy, the list of broken or malfunctioning things is growing longer – no heating, no warm water, the lock of the fridge broken, one head light not working, loosing motor oil and now this? Could it be that our Brave Camper has had enough adventure and just wants to go home? Fortunately, Señor Federico from IVECO Salta is waiting for us on Wednesday. It´s already getting dark, but we make it the thermal baths of los Reyes, finding a spot between several other campers, from the Netherlands and Uruguay. Tomorrow morning, we want to relax a bit in the warm water before continuing to San Salvador de Jujuy.

Route 230522

230517 – Salta >

Mittwoch / Wednesday, May 17, 2023

Tag 395 / 371 – Salta

In der Früh geht es nochmals zu IVECO. Die Reifen werden rotiert, Bremsen und Lenkradspiel kontrolliert, und dann ist unser treues Krasses Pferd fit für die Weiterreise. Wir wollen zahlen, aber Federico, der Service-Chef, winkt ab – wir haben ja gestern schon bezahlt. Ja schon, aber heute haben die Señores ja auch noch fast drei Stunden gearbeitet? Nein, alles gut, Entgegenkommen von IVECO. Wow! Bei der Ausfahrt aus dem Werksgelände müssen wir dann dem Portier, der die Rechnungen kontrolliert, erklären, dass es heute keine Rechnung gibt – er lächelt und sagt auf Englisch „Welcome to Argentina“. Uns bleibt der Mund offen stehen. 

Wir fahren zurück zum Campingplatz, legen eine Mittagspause ein und machen uns dann auf den Weg in die Stadt, aber ohne Krasses Pferd, es gibt ohnehin keine Parkplätze im Stadtzentrum. Wir winken einem Taxi – die Leute im Taxi winken zurück – es sind tatsächlich Julie und Peter, die soeben aus der Stadt zurückkehren. Wenn wir uns das ausgemacht hätten, hätte das nie geklappt.

Salta ist eine hübsche Stadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind alle in Gehdistanz rund um die Plaza de 9 de Mayo zu finden. Das MAAM, das Museo de Arqueología de Alta Montaña, wurde extra für die Mumien gebaut, die 1999 in 6.700 m Höhe am Lluillaillaco, dem erloschenen Vulkan an der Grenze zu Chile, gefunden wurden. Die drei Kinder im Alter von 6, 7 und 15 Jahren, Opfer für die Götter, samt reichlich Grabbeigaben wurden geborgen, wissenschaftlich untersucht und dann, den klimatischen Bedingungen an ihrem Fundort entsprechend kryokonserviert, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Ganz in der Nähe steht der Cabildo, ein typischer spanischer Kolonialbau mit Säulengang, ehemals als Markthalle, dann als Wohnhaus verwendet, heute das Stadtmuseum. Zwei Blocks weiter hat das Museo Uriburu unerwartet offen – also besichtigen wir dieses nette alte Haus, einst im Besitz des argentinischen Präsidenten Uriburu, mit original Möbeln, Hausrat und Kleidung. Am Convento San Bernardo bewundern wir anschließend das wunderschön geschnitzte Holzportal, und dann haben wir noch drei Kirchen am Programm – und das sind die prächtigsten Kirchen, die wir seit langem gesehen haben.

Die ganz in Terracotta, weiß und gelb gehaltene Basilika Menor de San Francisco ist genauso alt wie Salta selbst – die Gründungsurkunde von Salta wird hier in der Bibliothek aufbewahrt. Sowohl das Innere der Kirche als auch die Fassade sind unglaublich detailreich ausgeführt, ebenso der Campanil, der extra stehende Glockenturm, der mit 54 m der höchste von ganz Südamerika ist und einen schönen Ausblick auf die Stadt bietet. (Und jetzt kennen wir auch den Unterschied zwischen Campanil und Campanario, obwohl beides Glockenturm bedeutet; ein Campanil steht extra, abgesetzt von der Kirche, während ein Campanario ein Teil der Kirchenkonstruktion ist). Die Fassade der Kathedrale von Salta trifft genau meine Richtung, sie ist verspielt, verschnörkselt und rosa. Der Innenraum ist prunkvoll, mit bombastischen, vergoldeten Altären. Das Highlight ist dann zum Abschluss die Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria de la Viña, mit Fassade in rosa und himmelblau und einem wunderschön gestalteten Innenraum.

Einigermaßen erschöpft, nehmen wir in Taxi zurück zum Campingplatz. Die mobile Wäsche-Dame bringt unsere frisch gewaschene, duftende Wäsche zurück, und nach einem schnellen Abendessen fallen wir ins Bett. Morgen geht es wieder in die Berge.

Day 395 / 371 – Salta

In the morning we go to IVECO again where the mechanics rotate the tires, control the brake pads and the steering wheel, and then our Brave Camper is ready to travel on. We want to pay, but Federico, the head of services, explains that here isn´t anything to pay today, we´ve paid yesterday. Yes, but the guys have worked almost three hours today as well? No, everything´s fine, courtesy of IVECO. Wow! As we leave the premises, we have to explain to the guard at the entrance who controls the bills, that there is no bill today. He smiles and says, in English, “Welcome to Argentina”. WOW again!

We drive back to our campsite for lunch break and then we plan to visit the city, without our vehicle, there is no space to park in Salta. So, we signal a taxi – and the people inside this taxi wave back at us – it´s Julie and Peter, just returning from the city. You can´t plan these coincidences, that would never work.

Salta is a pretty town, the most important sights all are in convenient walking distance around the Plaza de 9 de Mayo. The MAAM, the Museo de Arqueología de Alta Montaña, has been built specifically for the mummies which were found in 1999 at almost 22.000 ft at Mt. Lluillaillaco, an inactive volcano at the border to Chile. The three children, age 5, 6 and 15 years, sacrifices to the gods, and the ritual offerings found with them, were brought down the mountain, scientifically examined and then, cryo-conserved according to the climate they were found in, presented to the public.

Right next to the MAAM, there is the Cabildo in typical Spanish colonial style, a former market place then living quarter, today a history museum. Two blocks further, the Casa Uriburu is open for a visit – a nice and well-maintained old building, the former house of Argentinian president Uriburu, presenting original interior, furniture and clothes of the period. Afterwards, we walk to the Convent of San Bernardo, marveling at the beautiful wooden portal. Finally, there are three churches we want to see – and these are the most beautiful we have seen in a long time.

The Basilika Menor de San Francisco, with its façade in white, yellow and terracotta, is as old as Salta itself – the city´s founding documents are kept here in the library. The façade and the interior of the church are beautiful with a lot of details, as is the campanil, the bell tower, at 177 ft the highest campanil in South America, offering a great view over the city (And we learned the difference between campanil and campanario – the latter is attached to the church as a part of the construction while a campanil is standing apart from the church building). The Cathedral of Salta has a very detailed, ornate façade as well – and it´s pink. I like it. The interior is also very beautiful with fantastic golden altars. The last church we visit, the Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria de la Viña, is also very pretty, in pink and baby blue and a beautiful interior as well.

After walking through Salta all afternoon, we are tired; we take a taxi back to our camp ground. The laundry lady brings our laundry back, clean and with a fresh scent, and after a quick supper we fall into our beds. Tomorrow, we will head towards the mountains again.

Route 230517

230516 – – In Salta bei IVECO >

Dienstag / Tuesday, May 16, 2023

Tag 394 / 370 – In Salta bei IVECO

Pünktlich um 8:30 fahren wir bei IVECO Rani in Salta vor. Wir erklären das Problem mit der Stabilisator-Aufhängung und hängen gleich noch eine Service-Liste dran – die Iveco-Mannschaft macht sich unverzüglich ans Werk – wäre in Europa kaum denkbar, ohne einen wochenlang vorher gebuchten Termin. Ein Faktor ist vielleicht auch, dass alle unser Krasses Pferd bewundern, weil es den IVECO in 4×4-Ausführung hier einfach nicht gibt. Leider gibt es auch keine Ersatz-Stoßstange aus Metall – bei den hiesigen Fahrzeugen sind sie aus Kunststoff, also wird unsere schon etwas malträtierte vordere Stoßstange bis Ende des Abenteuers durchhalten müssen. 

Die Stabilisatoraufhängung wird geschweißt, wir räumen inzwischen wieder einmal unser Heckkompartment aus und holen die Ersatzteile hervor – Luftfilter, Ölfilter, Kraftstofffilter – im Februar hat uns Enrique von Gato Garage in Ushuaia ja freundlicherweise ausreichend Ersatz besorgt. Alle Filter und das Motoröl werden gewechselt, die schiefe Stoßstange wird gerade gerichtet, gegen 15 Uhr ist unser Krasses Pferd für heute fertig – man hat andere Autos von anderen Kunden auch noch, an denen gearbeitet werden muss. Wir mögen doch bitte morgen wieder kommen, dann wir der Rest erledigt.

Wir bezahlen – in bar – und beschließen, gleich wieder ins Shopping-Center zu Western Union zu fahren, um erneut Bargeld zu beschaffen. Überraschung: von gestern auf heute hat sich der Peso-Kurs erneut zu unseren Gunsten verändert – für einen Euro bekamen wir gestern 498 Pesos, heute bereits 507. Gut für uns, nicht gut für Argentinien und die Argentinier. Sigi gönnt sich einen – dringend nötigen – Haarschnitt, ich gehe einkaufen und am Weg zum Auto springen uns noch ein paar Süßigkeiten an, die hervorragend zum Kaffee passen. Haben wir uns heute verdient, übersetzen und erklären, was bei unserem Krassen Pferd alles erforderlich ist, war anstrengend – das ganze technisch-mechanische Vokabular gehört nicht unbedingt zu meinem Standard-Spanisch-Wortschatz – ich habe viel gelernt heute.

Wir kehren zum Campingplatz zurück, die mobile Wäsche-Lady kommt und holt unsere Wäsche für die Reinigung ab, und Peter zaubert heute Teriyaki-Filetspitzen mit Erdäpfel-Pürree (oder Kartoffel-Stampfe, wie er es nennt). Wir überlegen unsere weitere Route – vielleicht können wir ja morgen in Salta irgendwie Tickets für den „Tren a las Nubes“, den „Zug zu den Wolken“ in San Antonio de los Cobres bekommen, danach können wir die weitere Strecke planen.

Day 394 / 370 – At IVECO in Salta 

At 8:30 am we arrive at IVECO Rani in Salta. We explain the problem with the suspension of the stabilizer and even add a service list, and the staff immediately begins to work on our vehicle. This would not be possible in Europe, without an appointment weeks ahaead.One factor might be that everyone admires our Brave Camper because the IVECO 4×4 simply doesn’t exist here. Unfortunately, bumpers made of metal also don´t exist for this type of car, the local vehicles all have plastic ones – so our somewhat damaged front bumper will have to endure until the end of our adventure.

The stabilizer suspension gets welded, in the meantime we once again dive deep into our rear compartment for the spare parts – air filter, oil filter, diesel filter – in February, Enrique at Gato Garage in Ushuaia got us enough spare parts for the rest of our journey. After changing all the filters and also the motor oil, the guys of IVECO manage to align the front bumper – it is not completely fixed but it is far better than before. At 3 pm they are done for today – they have other vehicles from other clients to work on, of course. We are asked to come in again tomorrow for the remaining work.

We pay cash and decide to go to the Shopping-Mall again to get some more cash at Western Union. Surprise: the exchange rate went from 498 pesos for 1 Euro yesterday to 507 pesos for 1 Euro today. Good for us, not good for Argentina and the Argentinians. At the Shopping-Mall, Sigi gets a – very necessary – haircut, I do some shopping and, on the way out, we buy some very tempting sweets at a café.  We earned that today, it was an exhausting day – translating and explaining all the necessary repair work wasn´t easy, the technical and mechanical vocabulary was not part of my Spanish knowledge – I learned a lot today.

We return to the campsite, the Señora from the mobile laundry service comes to collect our laundry, and Peter prepares Teriyaki-Filet and sweet potato mash for dinner. We talk about which route we are going to take from Salta. We will try to get tickets for the “Tren a las Nubes” in San Antonio de los Cobres, the “train to the clouds”, at the tourism office in Salta tomorrow. Then we can decide where we will go next.

Route 230516

230508 – Ein tierischer Tag ohne Flamingos >

Montag / Monday, May 8, 2023

Tag 386 / 362 – Ein tierischer Tag ohne Flamingos

Kleine grüne Krachmacher auf den Leitungen begrüßen uns in der Früh, als wir unseren Nachtplatz bei den Thermen von Tinogasta verlassen. Freundlicherweise haben sie uns eine ruhige Nacht gegönnt, ganz im Gegensatz zu ihren Artgenossen in Chilecito die Nacht davor – da hatten wir das Gefühl, in Schönbrunn im Vogelhaus gelandet zu sein, die kleinen grünen Papageien haben die ganze Nacht den Schnabel offen gehabt.

Und es geht tierisch weiter – an der Ortseinfahrt von Fiambalá grüßt uns eine große Kondorskulptur, dick und fett wie ein Truthahn. Am Hauptplatz stehen ein Choique (Ñandu) und ein Kondor, kunstvoll aus alten Autoreifen gefertigt. Eine halbe Stunde später einer der Höhepunkte des Tages: ein Gürteltier quert vor uns die RN 60 auf 2.200 m Höhe. Ich bin schneller aus dem Auto als der Kleine im Gebüsch, und somit muss er für ein paar Fotos stillhalten. 100 Höhenmeter später steht eine Herde Esel? Mulis? mit etlichen weißen Tieren am Straßenrand.

Dann durchqueren wir die Quebrada las Angosturas – wieder einmal eine Fahrt wie durch ein Lehrbuch der Geologie – eine traumhafte schöne Strecke. Auf der Hochebene des Valle de Chaschuil, kurz vor der Abzweigung zum Vulkan Pissis, kreisen Geier in der Luft, Guanakos grasen. Die Strecke zum mit 6.795 m zweithöchsten Vulkan der Welt ist sicher landschaftlich mindestens genauso schön – aber 90 km „ripio“ sind uns doch zuviel.

Kurz nach der Abzweigung werden wir angehalten und müssen Maut zahlen – in Form eines Apfels, dann dürfen wir auch Fotos mit dem Esel machen.

Schließlich erreichen wir die Lagune bei Cortaderos auf 3.360m, es gibt jede Menge Blesshühner, Enten und große Gänse zu sehen, aber (außer mir) nichts in pink. Keine Flamingos weit und breit, nicht ein einziger. Schade, denn das war eigentlich der Hauptgrund für diesen Abstecher in die Berge, aber trotzdem war es eine wunderschön zu fahrende Route. Wir machen Mittagspause am See, es ist idyllisch und friedlich hier, kaum Verkehr, keine Touristen.

Dann geht es die 100 km zurück nach Fiambalá, der Esel steht 50 m abseits der Straße im Feld und lässt sich auch mit einer Birne nicht locken. Vielleicht erinnert er sich nicht mehr an die Ottenweinerts. Oder es war ein anderer Esel. Die Herde Mulis ist auch noch unterwegs, aber das Gürteltier hat scheinbar genug für heute und lässt sich nicht mehr blicken. Wir kommen gegen 18 Uhr in Fiambalá an, besorgen Abend-Tickets für die Thermen, und fahren die 16 km in die Berge. Etwa 2 km vor dem Eingang zum Thermenkomplex stehen wir vor einem Schranken – man darf wirklich erst kurz vor 20:30 hinauffahren, wenn die letzten Nachmittags-Gäste den Komplex verlassen haben – die Parkplätze oben sind einfach limitiert. Also bereiten wir unser Abendessen mitten auf der Straße zu, und dann kommt auch noch eine Lebensmittelinspektion auf vier Pfoten an Bord. Die Hühnerreste von gestern werden restlos vernichtet, dann möchte unser Gast gar nicht mehr aussteigen. Schließlich dürfen wir zum Thermenkomplex hinauffahren und versenken uns dankbar im heißen Wasser, 39° war genau richtig und angenehm entspannend nach einem langen Tag.

Day 386 / 362 – Animal Encounters but no Flamingos

Little green noisemakers sitting on the phone cables greet us in the morning, as we leave Tinogasta. Fortunately, they have been quiet during the night – unlike their relatives the night before in Chilecito – there we felt like being in the middle of a parakeet meet-and-greet. Those birds there just didn´t shut up. All night. 

A bit later, at Fiambalá we see a huge Condor sculpture, at the main plaza there are a Choique (Ñnadu) and another Condor made of old tires, and half an hour later we see an Armadillo crossing the road in front of us, on Ruta 60. The armadillo tries to run and hide but I am faster, so he has to pose for some pictures with me. Sometime later, we see a pack of donkeys or mules including some all-white specimens.

We drive through the Quebrada las Angosturas, the narrow gorge, with incredibly beautiful and colorful rock formation, arriving at the plain of the Valley of River Chaschuil. Near the turn off to Pissis Volcano, we see guanacos and vultures are circling above us. The road to the volcano, the second highest in the world at 22.295 ft, must be beautiful, but we don´t want to drive an extra 55 miles “ripio” – one way.

Shortly after the turn off, we get stopped and have to pay toll – one apple, then we are allowed to take pictures with the donkey. Finally, we reach the Laguna de Cortaderos at 11.024ft, there are lots of coots, Andean Geese and other water fowl, but nothing pink (except myself). No flamingos, not one. Pity, because this was the main reason for the drive through the mountains; on the other hand, it was a very scenic drive and it is beautiful here, quiet and peaceful, no tourists, so we stay for lunch break.

Then we drive back to Fiambalá; we see the donkey again, but he won´t come near, not even when we offer more fruit – maybe he doesn´t remember the Ottenweinerts. Or maybe it´s another donkey. We also see the pack of mules again, but the armadillo has had enough for today and is nowhere to be seen. We arrive in Fiambalá at 6 pm, get tickets for the night visit to the hot springs and then drive the 10 miles up into the mountains. But, surprise, about a mile before the entrance we have to stop – we really have to wait until the last guests of the afternoon-shift have left – there isn´t much space on the parking lot up there. So, we prepare dinner in the middle of the road, interrupted by a food inspection on four paws. She takes care of yesterday´s chicken leftovers and then settles comfortably in our living room, not intending to leave again. Finally, we are allowed to drive up to the really nice thermal complex with many pools with different temperatures. We choose the 102°F pool to relax after a long day.

Route 230508

230504 – Von Ischigualasto nach Talampaya >

Donnerstag / Thursday, May 4, 2023

Tag 382 / 358 – Von Ischigualasto nach Talampaya

Nach dem gestrigen Abendausflug haben wir uns ausschlafen wirklich verdient. Am späteren Vormittag besuchen wir noch das Naturwissenschaftliche Museum hier im „Parque Triassico Ischigualasto“, und hier wird deutlich, wieviel Spaß die Paläontologen in diesem Tal haben müssen. Die hier ausgegrabenen Knochen von Dinosauriern als auch Reptilien- und Säugetier-Vorgängern, sind unvorstellbare 220 Millionen Jahre alt – die ältesten bisher gefundenen Fossilien. Auch die aktuelle Fauna im Park wird nochmals vorgestellt – der Größenvergleich ist eindrucksvoll, ein ausgewachsener Kondor ist etwa 1,40 m hoch, bei einer Flügelspannweite von 3 Metern.

Die rötliche, bis zu 1850 m hohe Sierra aus Sandstein, die das „Mondtal“ im Osten begrenzt, ist zugleich die Trennlinie zwischen den Provinzen San Juan und La Rijoa und die Westgrenze für den Parque Nacional Talampaya auf der anderen Seite. Und das ist auch unser nächstes Ziel. Wir kommen am Nachmittag dort an, Julie und Peter sind auch schon da. Wir erkundigen uns beim Personal – ja, das beste Licht zum Fotografieren in der Talampaya-Schlucht ist am Vormittag, so wie es im Buch steht. Also verschieben wir den Besuch des Canyons auf Morgen und erlauben uns einen Nachmittag ohne touristisches Programm – gestern war ein bisschen stressig. 

Wir haben trotzdem genug zu tun – Blog schreiben, Fotos sortieren, Ölstand kontrollieren, Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen, Dichtungen einlassen, Türscharniere wieder mal festziehen bzw. Schrauben ersetzen – und hin und wieder mit der Kamera aufspringen, wenn Berg-Karakaras im Tiefflug über uns hinwegsegeln oder Weißbrauen-Spotdrosseln sich fotogen postieren und ihre unglaublich variablen Arien zum Besten geben. 

Die Abenddämmerung zaubert einen rosa Wolkenschleier hinter den über 6.000 m hohen Cerro General Belgrano im Nordosten. Wir brauchen uns heute nicht ums Abendessen kümmern, wir bringen nur eine Flasche Rotwein aus der Weinert Bodega von Luján de Cuyo mit zu unseren lieben Nachbarn – Julie serviert ein köstliches chinesisches Dinner mit Huhn, Chow Mein und chinesischem Gurkensalat. Sogar mit Blumenvase am Tisch. Wir sind tief beeindruckt!

Day 382 / 358 – From Ischigualasto to Talampaya

After yesterday´s night tour, we sleep in – we have earned it. Late morning, we visit the Museum of Natural Sciences here at „Parque Triassico Ischigualasto“, and now we realize how much fun the paleontologists must have here. The bones they dug up, from dinosaurs as well as from predecessors of reptiles and mammal, are incredible 220.000.000 years old, the oldest fossils found so far. There is also information about the actual fauna in the park – an adult condor can reach 4,6 ft of height and a wingspan of almost 10 ft.

The reddish, up to 6.070 ft high sandstone Sierra which limits the “Valle de la Luna” in the east, is the border between the provinces of San Juan and La Rijoa, and also the western limits of the Parque Nacional Talampaya on the other side. And this is our next destination, we arrive late afternoon, Peter and Julie are there already. We ask at the tourist information – yes, the best time to take pictures in the Talampaya gorge is in the morning. So we postpone the visit to the canyon till tomorrow and allow ourselves an afternoon without a touristic schedule – yesterday was a bit stressful. 

But we still have a lot to do – write the blog, sort the pictures, check the oil, fill up on windscreen cleaner, take care of the window and door seals, tighten loose screws of the door hinges (again) or even replace them – and grab the camera, when mountain Caracaras are flying low over our heads or chalk-browed mocking jays pose in front of us, singing their incredibly variable songs.

The sunset paints am array of pink clouds behind the snow-caped Mt. General Belgrano, more than 20.00 ft high, northeast of us. We don´t have to cook dinner tonight, we just take a bottle red wine from the Bodega Weinert from Luján de Cuyo over to our lovely neighbors – Julie has prepared a delicious Chinese dinner with chicken, chow mein and Chinese cucumber salad. There is even a vase with flowers on the dinner table. We are really impressed!

Route 230504

230310 – Immer noch in Ushuaia >

Freitag / Friday, March 10, 2023

Tag 327 / 303 – Immer noch in Ushuaia

Wir schlafen uns heute mal aus, das haben wir verdient. Dann gibt´s ein gemütliches Frühstück, wir bringen einen Sack Wäsche in die Wäscherei, besorgen noch ein paar Souvenirs und dann geht´s zurück zum Mechaniker. Edgardo kann nach detektivischer Kleinarbeit auch das Problem mit unserer Hydraulik lösen und am Nachmittag ist dann endlich alles erledigt, die Service-Checkliste abgehakt und die Unmengen Ersatzteile verstaut. Edgardo hat sich eine 5 Sterne Bewertung auf Google Maps und eine tolle Rezension auf IOverlander verdient.

Inzwischen hat sich Rosa gemeldet, ob wir vielleicht noch Zeit für einen Kaffee oder Abendessen hätten? Ja, sehr gern – wir verabreden uns zum Abendessen. Wir verlassen gerade die Tankstelle, da fallen mir aus dem Augenwinkel heftig gestikulierende Arme auf – Graciela und Harald haben unser Krasses Pferd mit dem „Austria“-Schild an der Zapfsäule stehen gesehen und sind uns hinterhergelaufen (in der Annahme, dass das unser Camper ist – es sind grad nicht so viele Österreicher mit Camper in Ushuaia). Und somit gehen wir alle gemeinsam essen, verbringen zu fünft einen netten Abend, plaudern über unser soeben gemeinsam erlebtes Abenteuer, über andere, frühere Reisen und weitere Pläne. Und vielleicht schaffen wir es ja, bei der Rückfahrt Richtung Norden bei Graciela und Harald in Salta vorbeizuschauen.

Schließlich parken wir uns wieder am Hafen ein, mit Blick auf die Mole, wo die Ausflugs- und Expeditionsschiffe vor Anker liegen. Irgendwie lässt uns dieser Ort hier nicht los. Die National Geographic Resolution liegt noch vor Anker, aber die Ocean Victory ist heute vormittags bereits wieder ausgelaufen. Es war unsere erste Kreuzfahrt, aber hoffentlich nicht unsere letzte!

Day 327 / 303 – Still in Ushuaia

We sleep in today, we have earned that, and a nice breakfast, too. Afterwards, we deliver a bag of laundry to the “lavandería”, grab some souvenirs on the way, and then we drive back to our mechanic. After a lot of detective work and several phone calls, Edgardo is able to solve the problem with our hydraulics. In the late afternoon, all the work is finished, the service checklist is complete and the spare parts are stowed in the boxes in the rear compartment. Edgardo has earned a five-star rating on Google maps and a superb review on IOverlander.

In the meantime, Rosa has sent a message – if we are available for coffee or dinner? Yes, of course, we would love to have dinner together. We are at the gas station, just leaving, as I see two waiving arms – Graciela and Harald are trying to catch up with us, they just saw our camper with the “Austria” sign and thought, it might be us (not so many Austrians in campers in Ushuaia right now). So, we all have dinner together, spending a nice evening, chatting about the adventure we just experienced, about past travels and future travel plans. And we hope to stop in Salta on our way north to visit Graciela and Harald.

We decide to park at the harbor again, the tour boats and expedition ships in our view. Somehow, this place got to us. The National Geographic Resolution is still here, but the Ocean Victory left this morning. It was our first expedition cruise, but hopefully not our last!

Route 230310

230210 – Villa General Belgrano oder Wolfi, Klaus und Kärntnerstübchen >

reitag / Friday, February 10, 2023

Tag 299 – Villa General Belgrano oder Wolfi, Klaus und Kärntnerstübchen

Wir frühstücken mit Renate und Peter, und dann machen sich die beiden auf den Weg in einen der Nationalparks in der Sierra. Wir sind unschlüssig, ob wir auch schon aufbrechen (und in welche Richtung) oder noch einen Tag bleiben. Wir sichern unsere Laptops (angesichts des Problems mit Sigis MacBook eine Notwendigkeit), schreiben Blog, erledigen emails und zahlen Rechnungen, gehen schwimmen, trinken Kaffee und tratschen mit den netten Campingplatz-Betreibern, zwei Deutschen, die sich vor 40 Jahren hier niedergelassen haben. Wir trödeln solange herum, bis es Mittag ist und damit ist uns die Entscheidung ohnehin abgenommen – wir bleiben noch. Und die Pause tut uns gut.

Am Nachmittag schwingen wir uns auf unsere Fahrräder und radeln ins Zentrum von Villa General Belgrano – und finden Fachwerkbauten, blumengeschmückte Balkone, Hotel Blumig, Hotel Prater und Hotel Edelweiß, Bierlokale wie Alt-München oder Berlin und die Restaurants Ottilia und Uhu. Shops wie „Wolfi“, „Klaus“ oder „Kärntnerstübchen“ bieten Spezialitäten aus der Region und Souvenirs wie Bierkrüge und Gläser mit Wappen aller möglichen deutschen und auch österreichischen Bundesländer. Soviel Kitsch auf engstem Raum haben wir selten gesehen, und spätestens beim Hinweis auf das hiesige Oktoberfest ist alles klar – der Ort (in dem übrigens auch die Überlebenden der „Graf Spee“ untergebracht waren) ein Nachbau eines deutschen oder österreichischen Alpendorfs, lebt vom Tourismus, mit entsprechend vielen Souvenirshops und Restaurants. Aber wir finden zumindest einen Argentinien-Aufkleber für unser Krasses Pferd, und eine Österreich-Fahne, die wir an der Heck-Reling befestigen wollen.

Am Abend beratschlagen wir dann nochmals, wie wir weiterfahren – wir haben die Straßenkarte aus Papier (ja, so etwas besitzen und benutzen wir noch) an unserem Whiteboard befestigt – erst jetzt bekommen wir langsam eine Vorstellung davon, wie groß Argentinien wirklich ist. Wir müssen spätestens am 26.2. ganz unten im Süden, in Ushuaia sein, das sind noch über 3.000 km, also werden wir morgen mal Richtung Süden starten.

Day 299 – Villa General Belgrano or Wolfi, Klaus and Pub Carinthia

After breakfast our friends Renate and Peter leave, heading to a National Park in the Sierra. We have not decided if we also want to leave (and in which direction) or if we want to stay another day. We start backups for our laptops (an absolute necessity after the problems with Sigi´s MacBook), we update our blog, answer emails and pay invoices, go swimming in the huge pool, treat ourselves to another cup of coffee and chat with the nice owners of the camp site, two Germans who found their new home here 40 years ago. All of a sudden, it is noon – too late to start in any direction, so we stay another day. And we enjoy the break.

In the afternoon, we climb onto our bicycles and bike to the city center – to find half-timbered frame houses, balconies with lots of flowers, hotels and restaurants with German or Austrian names, like Edelweiß, Old-Munich, Berlin or Ottilia and Uhu. Shops named “Wolfi”, “Klaus” or “Carinthia” offer regional specialties and souvenirs like beer glasses and steins with the coat of arms of many different German and also Austrian federal states. We haven´t seen so much kitsch in a long time; seeing the “Oktoberfest” announcement is the last hint – this village (where by the way, the survivors of the “Graf Spee” were sent to), looking like a village in the German or Austrian Alps, depends on tourism and provides the  according infrastructure. But at least we find a sticker with the Argentinian flag for our brave camper, and an Austrian flag which we want to mount on our back reeling. 

In the evening, we discuss again where to go tomorrow – we mounted the map of Argentina on our whiteboard (yes, we do have and use such an antiquated device like a paper road map from time to time) – slowly, we begin to realize, how large this country really is. We have to be at the southern tip, in Ushuaia, on February 26th at the latest, and it´s almost 2.000 miles away. So, we will start driving south tomorrow.

Route 230210

230204 – Gruta del Palacio und Lago Andresito

Samstag / Saturday, February 4, 2023


Tag 293 – Gruta del Palacio und Lago Andresito


Nach einer mäßigen Nacht auf dem mäßig attraktiven Campingplatz auf der Insel von Mercedes fahren wir in den Parque Baron de Mauá, einst das Anwesen eines brasilianischen Bankers, eine schöne Anlage mit Castillo, kleinem Zoo und viel Grün. Leider macht das paläontologische Museum Alejandro Berro im Palacio erst am Nachmittag auf, und der Zoo ist wegen Renovierung geschlossen. Von draußen sehen wir zumindest ein paar Axishirsche und Carpinchos (im selben Gehege), ein Storch stelzt durch die Gegend und eine Schar Enten verfolgt den Mitarbeiter mit dem Futtereimer. Schade, dass der Park nicht offen hat – Fotos von Bambis und Riesenmeerschweinchen friedlich vereint wären sicher nett gewesen.
Statt dem Museum schauen wir uns kurz die Überreste der nach Colonia del Sacramento und Villa Soriana drittältesten kolonialen Siedlung Uruguays, Calera real del Arroyo Daca, an. Dann geht es nach Osten, zur Gruta del Palacio, einer Felsformation mit einem Labyrinth aus Säulen. Ein lustiges, gezeichnetes Video erklärt die Entstehung – das Gestein dazwischen wurde über Jahrmillionen ausgewaschen, nur die Säulen blieben übrig. Die über 20 m lange Formation sieht aus wie der Eingang zu einem Palast, und der Legende nach sollen die indigenen Charrúa hier einen Schatz versteckt haben.

Gefunden hat man diesen allerdings nie. Dafür finden wir in einem Betonrohr versteckt ein friedlich schlafendes Zorillo, ein Stinktier. Leider wacht es auf, kurz bevor ich es streicheln kann, und zieht sich tiefer in sein Rohr zurück.

Die hier auch lebenden Bisamratten lassen sich gar nicht blicken.
Wir gönnen uns einen Kaffee, plaudern mit dem netten Paar, das die Cafeteria betreibt und bekommen hier spontan Unterstützung – Señor Wilson ruft für uns bei dem Fährunternehmen an, das Uruguay mit Argentinien verbindet, und holt die nötigen Auskünfte für unsere Weiterfahrt ein, und dann hilft er uns auch, unser internet-Guthaben mit seinem handy aufzuladen. So sind sie, die Uruguayer, spontan, liebenswürdig, hilfsbereit.
Es ist 17 Uhr, immer noch heiß und strahlender Sonnenschein. Wir lassen das Touristenprogramm für heute gut sein und fahren ein paar km nach Norden, an den Lago Andresito, der eigentlich eine Ausbuchtung des Río Negro ist. Hier gibt es eine große Grünanlage am Seeufer, mit Picknick-Bänken und Tischen, Feuerstellen zum Grillen, Platz zum Campen und sogar Strom. Und das gratis. Campen und Grillen scheinen die Lieblings-Freizeitbeschäftigungen in Uruguay zu sein.
Nach einer Runde Schwimmen im See plaudern wir mit unseren Nachbarn, eine Gruppe Freunde aus Trinidad, die gerade ein Lamm auf den Griller wuchten und uns spontan zu einer Kostprobe einladen. Leider geht sich das aber nicht mehr aus, uns fallen kurz nach 22 Uhr fast die Augen zu und wir klettern in unsere Betten. Na vielleicht das nächste Mal.


Day 293 – Gruta del Palacio and Lago Andresito


After a mediocre night at the not very attractive camp site on the island of Mercedes, we drive to the Parque Baron de Mauá, the former estate of a Brazilian banker. It is a beautiful compound, with a small castle, a deer park and lots of green. Unfortunately, the palaeontologic museum Alejandro Berro in the castle is closed until the afternoon, and the deer park is closed for maintenance. From outside we can see some axis deer and carpinchos (in the same enclosure), a stork is roaming the grounds, and a flock of geese is chasing the staff member with the food bucket. Pity that the park is not open – some pictures of Bambi and the giant guinea-pigs would have been nice.
Instead of the museum, we briefly visit the ruins of the Calera real del arroyo Daca, the third oldest colonial settlement in Uruguay, after Colonia del Scaramento and Villa Soriana. Then we drive eastwards, to the Gruta del Palacio, a rock formation with a labyrinth of pillars. A funny video uses drawings to explain the origins of the formation – layers of sediments have been washed away over millions of years, until only the stone pillars remained. The more than 65ft long formation looks like the entrance to a palace, and legend has it that the indigenous Charrúa buried a treasure here long time ago. But no one ever found a treasure here. Instead, we find a sleeping Zorillo, a skunk, inside a concrete drainage pipe. Unfortunately, it wakes up and moves deeper into the pipe before I am able to touch it. And the nutrias which also live here are not showing up at all.
We treat ourselves to coffee and chat with the nice couple who run the cafeteria. Señor Wilson offers his support, calls the ferry company which ships vehicles from Uruguay to Argentina and gets the information we need to continue our journey. And then he helps us to recharge our internet sim-card, using his own phone. That´s how they are, the Uruguayans – spontaneous, kind, helpful.
It is 5 pm, sunshine and blue sky and still hot. We decide to end our tourist program for today and drive a few miles north to Lake Andresito (which is actually a bay of Río Negro). At the lake shore there is a large, green area for picknicks, barbecue and camping, even electricity is available and it´s free of charge. Camping and barbecuing seem to be the favorite leisure activities in Uruguay.
After swimming in the lake, we chat with our neighbors, a group of friends from Trinidad. They just put a lamb on the grill and spontaneously invite us to try the barbecue. Unfortunately, it´s getting too late, around 10 pm we are so tired that we climb into our beds. Maybe next time.

Route 230204

230131 – Montevideo >

Dienstag / Tuesday, January 31, 2023

Tag 289 – Montevideo

Wir beginnen den Tag in der Hauptstadt, wie es sich für wohlerzogene Touristen gehört – mit einem Foto bei den Letras (Buchstaben) de Montevideo – so wie Dutzende andere Touristen auch. Dafür sind wir dann am malerischen Leuchtturm Faro de Punta Carretas alleine mit ein paar Seeschwalben und Papageien. Dann stellen wir unser Krasses Pferd an der Rambla beim Cubo del Sur, den Resten der ehemaligen Festungsanlage, ab, und machen uns zu Fuß auf den Weg. Am Templo Inglés (Holy Trinity Church) vorbei geht es zum Teatro Solís und weiter zur Plaza Independencia. Neben dem Torre ejecutiva, im Gebäude der Uruguay Presidencia zeigt das Museo de la Casa del Gobierno bei freiem Eintritt persönliche Gegenstände wie Degen, Uniformen oder Orden, aber auch Gemälde ehemaliger Präsidenten Uruguays.

An der Ostseite des Plazes steht der Palacio Salvo mit seinem ikonischen Turm und großartigen Fresken mit Drachen, Oktopussen und vielen weiteren fantasievollen Details. Der Palacio beherbergt auch das Tangomuseum, aber wir haben eigentlich keine Lust auf noch ein Museum, zumal man hier eine Tour mitmachen müsste. Durch die Straßen zu schlendern, immer neue Details der schönen alte Gebäude – zumeist (neo) klassizistisch und Art-Déco – wie Giebel, verspielte Balkone, Fresken oder Mosaike zu entdecken, macht viel mehr Spaß. Daher sind wir auch nicht traurig, dass das Museo del Gaucho und de la Moneda im Palacio Uriarte Heber geschlossen ist.

In einer Seitengasse steht der Palacio Piria – hier starb der Gründer von Piriápolis, Francisco Piria. Ein paar Block weiter bietet der Palacio Municipal ein touristisches Highlight – der Panorama-Lift führt in den 22. Stock, auf eine Aussichtsplattform mit tollem Blick über die Stadt, im Norden sieht man den Palacio Legislativo, im Westen den Cerro Montevideo mit dem Fort Artigas.

Dann machen wir kehrt, marschieren über die Plaza Cagancha, mit der Estatua de la Libertad. Die Straße des 18. Juli, gesäumt von wunderbaren alten Gebäuden wie dem Palacio Díaz, dem Palacio Santos (Außenministerium) oder dem Palacio Rinaldi, führt uns zurück, wieder über die Plaza Independencia mit dem überlebensgroßen Reiterstandbild und dem Mausoleum von José Gervasio Artigas, dem Nationalhelden Uruguays. Am westlichen Ende der Plaza steht der letzte erhaltene Rest der Stadtmauer, die Puerta de la Ciudadela.

Zwei Blocks weiter steht das Cabildo (das alte Rathaus) an der Plaza Matriz, ihm gegenüber erhebt sich die Catedral Metropolitana mit ihrem wunderschönen Altar in altrosa und Gold. Dann spazieren wir an weiteren sehenswerten Gebäuden wie der Casa de Fructuoso Rivera oder der Casa de Lavalleja vorbei, über die Plaza Zabala zum Hafen. Das ehrwürdige Zollgebäude, die Aduana, auch ein Wahrzeichen der Stadt, steht am Eingang zum Hafen – ein riesiges Kreuzfahrtschiff liegt hier gerade vor Anker. Der Mercado de Puerto gleich gegenüber ist allerdings kein Markt mehr, sondern besteht aus Gastronomiebetrieben und Souvenirshops – passt ja für die Kreuzfahrttouristen.

Die Altstadt von Montevideo ist wirklich schön – entspannt, leicht zu erkunden, fußgängerfreundlich, viele schattenspendende Alleebäume, tolle Architektur und sehr, sehr freundliche und herzliche Menschen hier. Und so sind unmerklich viele Stunden vergangen, wir sind 12,5 km durch die Stadt gelaufen und kehren müde zu unserem Krassen Pferd zurück. Direkt an der Rambla gibt es einen ruhigen Parkplatz mit einem Treppenabgang in eine kleine Badebucht und Ausblick auf den Sonnenuntergang. Ja, Montevideo gefällt uns!

Day 289 – Montevideo

We start our tour of the capital as well-groomed tourists should – with a picture at the letters of Montevideo – same as dozens of other tourists, too. At the picturesque lighthouse of Punta Carretas on the other hand, we are alone, only a few swallows and parrots are present. Then we park our brave camper at the Rambla near the Cubo del Sur, the last remaining piece of a former fortress, and walk into the old city. We pass the Templo Inglés (Holy Trinity Church) and the Teatro Solís and arrive at Plaza Independencia. Next to the Torre ejecutiva, at the Uruguay Presidencia, the Museo de la Casa del Gobierno exhibits personal items like swords, uniforms or medals of former Uruguayan presidents, as well as large paintings.

The Palacio Salvo on the east side of the plaza has an iconic tower and fantastic frescoes with dragons, octopus and many more sea creatures. There is also the Tango Museum inside, but we are not in the mood for a guided museum tour. It´s much more fun to roam the streets and discover the details of the beautiful old buildings – most of them (neo)classicistic or Art-Déco – like gables, balconies, frescoes or mosaics. So, we don´t mind that the Museo del Gaucho and de la Moneda at Palacio Uriarte Heber is closed, too.

In a side street, we find Palacio Piria where the founder of Piriápolis, Francisco Piria, died in 1933. A few blocks further, the Palacio Municipal with its panoramic lift offers a fantastic view over the city from the 22nd floor – to the north we can see the Palacio Legislativo, to the west the Cerro Montevideo with Fort Artigas.

Then we turn around, pass the Plaza Cagancha and the Statue of Liberty, and walk down the Avenida of 18th July, with wonderful buildings like the Palacio Díaz, Palacio Santos or Palacio Rinaldi and arrive at Plaza Independencia again, with the enormous equestrian statue and the mausoleum of José Gervasio Artigas, Uruguay´s national hero, and the last remaining piece of the old city wall, the Puerta de la Ciudadela.

Two blocks further there is the Cabildo (the old City Hall) at Plaza Matriz, opposite of the Catedral metropolitana with its beautiful rose and golden altar. Then we pass even more historic buildings like the Casa de Fructuoso Rivera or Casa de Lavalleja, cross Plaza Zabala and arrive at the port. The old Aduana, the customs building, is also one of the landmarks of Montevideo; a huge ocean cruiser moored behind the building. The Mercado de Puerto is not a market anymore, there are mainly restaurants and souvenir shops.

The old city of Montevideo is really beautiful – relaxed, easy to walk, pedestrian-friendly, with lots of huge trees for shade, fantastic architecture and very, very nice and friendly inhabitants. Many hours have passed and we have walked 7,5 miles through the city. We return to our brave camper, find a quiet parking spot directly at the Rambla, with stairs down to a little beach and view of the sunset. Yes, we like Montevideo!

Route 230131

230129 – Die Costa dorada entlang >

Sonntag / Sunday, January 29, 2023

Tag 287 – Die Costa dorada entlang

Wir beginnen den Sonntag traditionell – mit länger schlafen, dann fahren wir gemütlich die „Costa dorada“, die Goldküste entlang. In Atlántida gibt es etliche Art-Decó-Gebäude, das bekannteste ist wohl das Hotel Planeta, das auch Edificio del Barco heißt, weil es aussieht wie ein Ozeankreuzer mit Kommandobrücke; das Schiff hat allerdings ein wenig Restaurierungsbedarf. Auch die Iglesia de Dieste oder Iglesia Cristo Obrero ist ein Wahrzeichen von Atlántida, und außerdem ein UNESCO-Weltkulturerbe. Würde man bei der kleinen Kirche gar nicht vermuten, aber die wellenförmige Ziegelbauweise von Wänden und Decke sind einzigartig, und wurde daher von der UNESCO mit dieser Auszeichnung bedacht.

Ein ähnlich ausgefallenes Bauwerk finden wir einen Ort weiter, in Villa Argentina, nämlich „El Águila“, ein Haus in Adlerform. Die Augen des Adlers sind große Fenster, und der Schnabel bietet Platz für den Balkon – der Ausblick aufs Meer ist sicher toll, leider ist das Haus nicht von innen zu besichtigen.

Unter dem „Arco“, dem Bogen am Eingang von Salinas durch und am Obelisken vorbei, geht es weiter nach Ciudad de la Costa, wo wir das Museo del Pan suchen, das Brotmuseum, gegründet vom deutschen Immigranten Karl Bogner. Leider hat dieses Museum mit dem Tod seines Gründers seine Pforten geschlossen und existiert nicht mehr – aber die Panadería del Museo gibt es sehr wohl noch. Und dort finden wir Apfelstrudel, Sachertorte, Cremeschnitten und noch vieles mehr. Und guten Kaffee, der in bester Wiener Kaffeehaustradition mit einem Glas Wasser serviert wird.

Dann legen wir Mittagspause ein – der Sandstrand ist einladend und das Wasser des Río de la Plata ist herrlich erfrischend. Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, um das Aeronautische Museum zu besuchen. Und auch dieses ist geschlossen, zwar nicht für immer, aber bis März, wegen Renovierung, erklärt uns der nette Soldat hinter dem Zaun.

Besichtigungsmäßig besonders erfolgreich war der Tag bis jetzt nicht – also gehen wir halt shoppen. Und die Entscheidung war gut – im großen Shopping-Center gibt es drei Spielzeuggeschäfte, und wir freuen uns über 5 Neuzugänge für die Sammlung. Dann fahren wir zurück zum Uruguay Storage, morgen werden wir wissen, ob unser Krasses Pferd neue Batterien braucht.

Day 287 – Along the Gold Coast

We start the day by sleeping in, then we drive along the Costa dorada, Uruguay´s gold coast. In Atlántida there are many Art-Decó buildings, the best known being the Hotel Planeta, also called Edifico del Barco because it looks like an ocean cruiser (in need of a bit of fresh paint and some renovation). The Iglesia de Dieste, also known as Iglesia Cristo Obrero, is another landmark of Atlántida, and an UNESCO world heritage site. The small brick building shows unique undulating walls and ceiling which was the reason for the entry in the UNESCO list.

In the next village, Villa Argentina, we find another iconic building – “El Águila”, the eagle, a house built in the shape of an eagle´s head. The eyes are large windows, and on the beak is room for a balcony. The view from up there, over the beach and Río de la Plata must be magnificent, but unfortunately the house is not open for visits.

We drive under the Arco at the entrance of Salinas, pass the Obelisk and continue to Ciudad de la Costa, where we search for the Museo del Pan, the bread museum, founded by the German immigrant Karl Bogner. Unfortunately, the museum closed its doors as the founder closed his eyes forever – but the Panadería del Museo, the bakery, still exists. And there we find Apfelstrudel, Sacher cake, and many more mouthwatering sweets and treats. And very good coffee, served in best Viennese coffee house tradition – with a glass of water.

Then we stop for lunch break at the beach – the water of the Río de la Plata is refreshing. Afterwards we drive to the airport to visit the aeronautic museum. But – it´s closed. The nice soldier behind the fence explains that the museum is under renovation until march.

What do tourist do when the museums are closed? They go shopping. And that was the right decision – there are three toy stores in the large shopping center, and we find five new additions to our collection. Then we drive back to the camping and mechanics place, Urugay Storage – tomorrow we will know if our brave camper needs new batteries.

Route 230129