
Zu der Mai-Ausgabe des ÖCC-Magazins (Österreichischer Camping Club) gibt es online auch das Interview zu unserem Abenteuer.
Ab sofort ist die Plus-Seite online! Hier geht es direkt zur Seite:
Unsere grundsätzlichen Erfahrungen:
Viele von Euch haben uns nach unserer Rückkehr nach den schönsten Plätzen, den abenteuerlichsten Routen und nach den schönsten Erlebnissen gefragt. Und jedes Mal fiel uns die Antwort schwer, weil wir täglich mit –zig Eindrücken konfrontiert waren.
Aber ein Punkt zieht sich wie ein roter Faden über alle zurückgelegten Kilometer, jeden erklommenen Höhenmeter, jedes besuchte Land: die Menschen, die unsere Wege gekreuzt haben! Deshalb gibt es in unserem Blog ein Kapitel „people we met“.
Begonnen hat alles in Calais, Maine, USA, mit Ellen und Paul.
In Kanada war es beinahe unmöglich, die Wassertanks zu füllen – Mitte April war es noch viel zu kalt und alle externen Wasseranschlüsse noch geschlossen. Die Suche nach Frischwasser zum Nachfüllen und einem Plätzchen für die Nacht war nach dem Grenzübertritt von Kanada in die USA auch schwierig. Alle Picknick-Plätze waren noch geschlossen, die Saison eben noch nicht eröffnet. Auch die externen Wasseranschlüsse der Tankstellen waren noch nicht geöffnet, da es einfach noch zu kalt war. Schließlich landeten wir bei einem Walmart, wo wir hofften, in der Gartenabteilung Wasser tanken zu können. Auch dort war der Wasserhahn noch nicht in Betrieb, aber Ellen vom Customer Service rief einfach ihren Mann Paul an, weil sie „wohnen gleich um´s Eck“ – Paul kam und lotste uns die ca. 6 Kilometer zu ihrem Privathaus, wo wir unseren Frischwassertank auffüllen konnten.
Dieses Erlebnis hat uns schon am Anfang der Reise geprägt und so entstand in unserem Blog das Kapitel „People we met“. Auf den restlichen mehr als 80.000 Kilometern begegneten uns noch viele nette und freundliche Menschen aus allen Kulturen und sozialen Schichten. Mit etlichen dieser neuen Freunde und Bekannten sind wir nach wie vor in Kontakt. Ihnen ist dieser Eintrag und auch die beiden Videos gewidmet. Danke – dass ihr Teil unserer Reise wart!
Link: https://ottenweinerts.blog/people-we-met/
After our return, many people asked us about the most beautiful places we have seen, the most adventurous routes and the most impressive experiences that had happened to us. And there is no correct answer because there were just soooo many things to see and places to visit – every day!
But if we look back on all the thousands of miles we have been driving, on all the thousands of altitude feet we conquered through each and every one of the 19 countries we visited, there is something standing out: it´s the people we had the great fortune to get to know along the road. That´s the reason for the chapter “People we met” in our blog. And everything started with Ellen and Paul in Calais, Maine, USA.
In Canada, it was almost impossible to get fresh water for our tanks – in the middle of April it was still too cold and freezing, all the exterior faucets were still closed. And after crossing into the USA, the search for water and a place to stay overnight wasn´t much easier on the south side of the border. All the picknick sites still closed – it was still off-season – and the faucets at the gas stations also not open yet. Finally, we stopped at a Walmart, hoping to get water for our tank in the garden department. No luck there, either, but: Ellen from Customer Service called her husband Paul because they lived “Just around the corner”. Paul came, guided us the few miles to their house and allowed us to fill our tank.
This was a distinctive moment right at the beginning of our journey and the reason for “People we met”. On the following 50.000 miles, we met many, many nice, friendly, helpful people from different cultures and social environments. And we are still in contact with several of these new friends and acquaintances. This blog entry and also the two videos are dedicated to YOU, guys – THANK you for being a part of our journey!
Am Anfang unserer Reisen, ab 1996, war immer ein Notizblock mit dabei. Auf den Seiten notierten wir, was uns auf den Fahrten mit (damals noch) ausgeborgten Wohnmobilen sinnvoll und nützlich erschien bzw. was entbehrlich war.


Mit all unseren Ideen und Erfahrungen begannen wir dann 2016 die Planung unseres eigenen Wohnmobils und zuletzt – vor Antritt der Reise – waren die Entscheidungen zu treffen, was wir auf diese Reise mitnehmen.
Die Erfahrung der 500 Tage durch Nord-, Mittel- und Südamerika haben uns neue Erfahrungen und auch „A-ha“-erlebnisse gebracht, die wir Euch nicht vorenthalten wollen.
Was wir grundsätzlich im Bereich Ausstattung und erforderliche Dinge auf der Reise gelernt haben:
Ausstattung

Fahrtechnik







Ressourcen und Vorräte





Fahrzeug, Reparaturen, Werkstatt, Ersatzteile















Papiere:




Grenzformalitäten, Polizei, Militär


















500 days – experiences – summary
From the very beginning of our journeys (in 1996 – in another millennium), we always took notes about things which made sense to us and proved to be useful and other things which we didn´t need while traveling with a motor home (at that time we lent the vehicles from friends or rented them).



In 2016, we gathered all our notes and our ideas and started planning our own vehicle; in 2022, shortly before leaving, we had to make the final decisions about the stiff we wanted to take with us.
During these 500 days in North, Central and South America we have learned a lot and we experienced several eye-openers which we want to share with you. There are some basic rules concerning equipment and necessary items (which we sometimes had to learn the hard way):
Equipment:
Driving techniques

Ressources and supplies
Vehicle maintenance and repairs, car workshops, spare parts

Papers
Border crossing procedures, police and military
Wir waren 500 Tage und 499 Nächte unterwegs – wo haben wir die Nächte verbracht:
Our adventure lasted 500 days and 499 nights – where did we spend the nights:
Besuchte Länder– visited countries: 19 (eigentlich 20, wenn man das britische Antarktis-Gebiet Port Lockroy mitrechnet – 20, if you count the British Antarctic Territory of Port Lockroy)
Grenzübertritte – border crossings:
Aufenthaltsdauer pro Land – days per country
Tage pro Land – days per country:
Zurückgelegte km – miles we have been driving:
Km pro Land – miles in each country:
Zurückgelegte Schritte: 3.740.600 – steps we walked
Zu Fuß zurückgelegte km: 2.550,56 km – 1.585 miles on foot
Geradelt: nur 68,5 km (das nächste Mal lassen wir die Räder gleich daheim) – only 42,57 miles on our bicycles (next time we´ll leave them at home)
Spritverbrauch – diesel consumption and mileage:
Nächste Woche gibt´s wieder einen Beitrag – bleibt dran!
There will be another info post next week – stay tuned!
Mittwoch /Wednesday, August 16, 2023
Tag 486 / 462 – Letzte Vorbereitungen für die Verschiffung
Wir haben nochmals Glück mit dem Wetter heute, es ist warm und sonnig. Und wir sind wirklich froh über den extra Tag, der uns noch zur Verfügung steht, um unser Krasses Pferd gut auf die Verschiffung vorzubereiten – wir sind gestern einfach nicht fertig geworden. Dafür können wir heute in Ruhe das Handgepäck herrichten, und die beiden neuen Koffer mit all den Sachen füllen, die wir entweder in Buenos Aires noch benötigen oder auf gar keinen Fall verlieren wollen, falls unser Krasses Pferd aufgebrochen und ausgeräumt werden sollte. Also werden die wunderschönen Antarktis-Daunenjacken ebenso eingepackt wie die guten Trekking-Schuhe oder Souvenir-T-Shirts von der Reise.
Nebenbei machen wir Notizen von Dingen, die sich bewährt haben – zu Beispiel die chinesischen Reifen mit den handgeschnitzten Felgen aus Paraguay – wir waren 37.000 km damit unterwegs und hatten bis auf ein Loch im Schlauch keine Probleme (wir müssen unbedingt noch Señor Jaime Gomez in Asunción informieren, dass das so gut funktioniert hat). Und eine Liste von Dingen, die wir reparieren, ersetzen oder neu installieren müssen, wie etwa den Kühlschrank, der rinnt und nicht mehr richtig schließt; oder die Zusatzscheinwerfer, die nie richtig funktioniert haben; oder die „Grableuchte“ im Heckkompartment, die wir durch eine LED-Lichtleiste ersetzen wollen. Unser Backrohr haben wir kein einziges Mal verwendet – entweder wir lernen bis zur nächsten Reise Brot backen, oder wir schmeißen das Backrohr raus. Geschirr müssen wir um mindestens die Hälfte reduzieren, Kleidung um zwei Drittel; und Schuhe – aber das ist ein anders Kapitel.
Dann beschließen wir, das Auto zu waschen – wir wollen unser treues Krasses Pferd nicht schmutzig und staubig nach Hause schicken. Timo kommt vorbei, wir müssen noch die Abrechnung machen, und ich darf eine Runde am Motorrad mitfahren. Am Abend sind wir erledigt – wir essen die letzten Vorräte auf, und fallen ins Bett. Kaum zu glauben, dass das schon unsere letzte Nacht in unserem Heim auf Rädern ist.
Day 486 / 462 – Final shipping preparations
We are in luck with the weather again, it´s warm and sunny. And we are quite happy about the one additional day we got due to the delayed arrival of our ship because we couldn´t finish the preparations yesterday. Today, we have time to pack the carry-on and fill the two new suitcases with all the stuff we either need for Buenos Aires or we don´t want to lose in case someone breaks into our brave Camper and cleans it out during the Atlantic passage. Therefore, we take the nice and warm parkas from our Antarctic adventure, the good trekking shoes and the souvenir T-shirts which we bought our journey.
And we make a list – about the things which worked out well, like the Chinese tires and the handmade rims from Paraguay which carried us for 23.000 miles with only one minor problem (we remind ourselves to email Señor Jaime Gomez in Paraguay and thank him again). And we also make a list about things we have to repair, replace or change; like the leaking refrigerator with the broken part; or the additional head lights which never worked how they should; or the insufficient light in the back compartment which we want to replace by LEDs. We haven´t used our oven even once – either we learn how to bake bread for our next journey, or we kick the oven out. We have to reduce the dishes and all the kitchen stuff by at least 50%, clothes by two thirds, and shoes – well, that´s another story.
Then we decide to wash the vehicle – we don´t want to send our Brave Camper home all dusty and dirty. Later, Timo drops by, we have to settle the bill, and I get a lift on his motorbike. At the end of the day, we are done – we eat our last supplies and fall into our beds. We can hardly believe that this is the last night in our home on wheels.

Dienstag /Tuesday, August 15, 2023
Tag 485 / 461 – schon wieder Putzen
Nach dem Frühstück geht es weiter mit den Vorbereitungen für die Verschiffung unseres treuen Krassen Pferdes. Wir müssen den Gastank komplett leeren, daher wird das Ventil geöffnet, das Gas strömt aus und das Ventil vereist relativ rasch. Es geht weiter mit Putzen und sortieren, die Badezimmerschränke müssen ausgeräumt werden, es dürfen keine Spraydosen im Auto verbleiben (Deosprays, etc.) und auch keine Putzmittel. Der Wohnteil unseres Krassen Pferdes gleicht einem Schlachtfeld, und wir schwören uns, für die nächste Reise weniger Unnötiges mitzunehmen – ich denke, ich werde vor allem bei den Schuhen reduzieren, auf so ca. 20%.
Die Lamas kommen vorbei, um nach dem Rechten zu sehen, aber wir sind viel zu beschäftigt mit Aufräumen und Putzen, um mit ihnen zu plaudern – beleidigt ziehen sie von dannen. Nach dem Mittagessen machen wir kurz Pause und buchen unsere Schiffspassage nach Buenos Aires. Es gibt pro Tag drei direkte Verbindungen von Montevideo nach Buenos Aires – den Buquebus mittags schaffen wir nicht, weil wir ja mittags erst unser Fahrzeug im Hafen abgeben, und die Abendfähre ist uns zu spät, da würden wir erst spät in der Nacht in Buenos Aires ankommen. Also entschließen wir uns kurzerhand, erst am Freitag zu fahren und buchen für Donnerstag ein Hotel in der Nähe vom Hafen.
Am Abend sind wir zum Grillen eingeladen – wir nehmen die zweite Flasche Wein von der Bodega Weinert aus Mendoza, die wir für eine besondere Gelegenheit aufbewahrt haben, und gehen vom Campingplatz Richtung Werkstätten und Wohnhäuser der Brüder. Wir suchen einen Grillplatz oder ein Lagerfeuer – nein, gegrillt wird im Poolhaus, mit einer riesigen offenen Feuerstelle. Das Ribeye ist köstlich, der Salat auch, und die Knoblauchsoße erst recht. Wir plaudern, erfahren einiges über den Werdegang der drei Brüder Timo, Felix und Michael, die selbst noch gar nicht so lange in Uruguay sind (erst seit 2009), aber hier mit UY-Storage ein erfolgreiches Full-Service Unternehmen für Overlander aufgebaut haben und unter dem Namen TerraVentura großartige Wohnmobile komplett selbst bauen. Sollte es uns jemals wieder nach Uruguay verschlagen, kommen wir auf jeden Fall wieder hierher.
Day 485 / 461 – Cleaning, again
After breakfast, we continue the preparations for shipping of Brave Camper back home. The fixed gas tank has to be completely empty – we open the valve; the gas evaporates and the valve ices up rather fast. Then the bathroom cabinet has to be cleaned out, there are no sprays and no cleaning supplies allowed during the ship passage. Our living room and our kitchen look like a battle field, and we swear to take way less stuff with us for the next journey – I even might reduce the number of shoes – to maybe 20%.
The resident Llamas walk by to check on the guests, but we don´t have time today to talk to them – they seem to be a bit offended and leave. After lunch, we take a break to book our ship passage to Buenos Aires. There are three departures a day directly from Montevideo to Buenos Aires – we won´t be able to catch the one at noon because at that time we have to deliver our vehicle at the port, and the one in the evening is rather late – we would arrive very late at night in Buenos Aires. So, we decide to leave Uruguay a day later and book a hotel near the port for Thursday night.
In the evening, we are invited to a barbecue; we grab the second bottle of wine from the Bodega Weinert in Mendoza, which we saved for a special occasion, and walk from our camp site towards the barbecue place, expecting an open fire place somewhere outside. But no, there is a very large pool house with a very large open fire place indoor. The ribeye is to the point, the salad is delicious and the garlic sauce, too. During the dinner conversation, we get to know more details about the career of the three brothers Timo, Felix and Michael, who have moved to Uruguay with their parents, not so long ago (2009). Since then, they built their very successful companies – UY-Storage, a full-service place for overlanders, and TerraVentura, the camper construction company, producing extravagant motorhomes. If we ever come back to Uruguay, we will definitely check in here again.

Montag /Monday, August 14, 2023
Tag 484 / 460 – Ein letztes Mal in der Werkstatt
Nach einer ruhigen Nacht unter klarem Sternenhimmel vergeht der Vormittag mit Sortieren, Putzen, Räumen und Schlichten und Kisten füllen. Zwischendurch wird schnell Wäsche gewaschen – hier ist zwar Winter, aber heute ist es sonnig und warm und dazu recht windig, die Wäsche trocknet schnell; für Buenos Aires brauchen wir noch saubere Kleidung für alle möglichen Wetterlagen für 10 Tage.
Nach der Mittagspause holt uns Timo in die Werkstatt – zuerst wird der Fehler bei unserer Dieselheizung gesucht und schnell gefunden, es war nur eine lose Kabelschelle, das ist schnell repariert. Inzwischen wechseln wir die Luftfilter, wir haben noch Original-Ersatzteile und sind froh über jede Schachtel und jede Verpackung, die wir nicht wieder einräumen und mit heimnehmen müssen. Dann werden die Sandbleche abmontiert – wir haben sie nie verwendet, und diese außen befestigten Teile gehören zu den am häufigsten gestohlenen Dingen während der Schiffspassage; Timo kann sie außerdem gut brauchen, er hat sie bereits für einen anderen Kunden verplant.
Es ist warm und sonnig, die Sonne macht schläfrig. Die ungeplante Nachmittagsruhe im Lkw-Reifen wird dann von den Wachhunden Helmut und Frieda unterbrochen, die sich für Schoßhunde halten und sich als chronisch unterfüttert und unterstreichelt darstellen – somit haben wir dankbare Abnehmer für das restliche Hundefutter, das wir noch über haben (nein, wir haben keinen Hund mit, aber wir hatten immer Hundefutter für hungrige Straßenhunde).
Am späten Nachmittag sind alle Kleinigkeiten am und im Auto erledigt, wir können die Werkstatt verlassen und wieder zum Campingplatz hinauf fahren. Frieda, die riesige Terrierdame, kommt mit, um sich zu vergewissern, dass wir sicher ankommen (und um nachzuschauen, ob noch irgendwo ein paar Brösel Hundekeksi zu finden sind).
Day 484 / 460 – One last time at the mechanic
After a quiet night und a starry sky, we spend the morning sorting, cleaning and rearranging stuff and filling the big silver boxes; in between, we get some laundry done – it´s winter here, but today it´s warm and sunny with some wind, so the laundry dries real quick; we need clan cloths for all kinds of weather in Buenos Aires for 10 days.
After lunch, Timo asks us to drive down to the workshop. First, he and Felix try to find out why our diesel heating didn´t work last week. The reason was just a loose cable clamp – easy to fix. In the meantime, we change the air filters, we still have original IVECO parts, and we are glad about every box and every package we don´t have to take home again. Then, we take the sand sheets off; we have never needed them, and those exterior parts very often get stolen during shipping; and Timo can put them to good use, mounting them on one of the vehicles they are building here.
It´s warm and sunny, I am feeling sleepy. But the unplanned afternoon-nap on a truck tire gets interrupted by Frieda and Helmut, the two guard dogs who think they are lapdogs, chronically underfed and never getting enough attention. So, they are happy to take care of our last remaining dog food (no, we don’t have a dog, but we always carried dog food with us for the hungry street dogs).
Late afternoon, all the necessary work on our Brave Camper is done, we leave the work shop and return to our camp site – accompanied by Frieda, the huge Terrier, making sure that we arrive safely (and checking if there are some dog treats left somewhere in our camper).

Sonntag / Sunday, August 13, 2023
Tag 483 / 459 – Hausputz, Tag 1
Es ist Sonntag, wir können ausschlafen – aber natürlich sind wir bei Sonnenaufgang munter, eh klar. Für unser braves Krasses Pferd gibt es jetzt drei Ruhetage mit Mani-Pedi und Spa – wir müssen ausräumen, Kleinigkeiten reparieren, umräumen, putzen, wieder einräumen und alles für die Verschiffung nach Hause vorbereiten. Irgendwie haben sich sehr viele Rettungsautos angesammelt, insgesamt sind es auf dieser Reise über 200 gewesen – und das Abenteuer ist noch nicht ganz vorbei. Einen Teil haben wir ja bereits heimgeschickt, aber dennoch sind viele, viele Autos zu verstauen.
Und zwar möglichst so, dass sie nicht geklaut werden, denn das Auto darf für die Verschiffung nicht versperrt sein, alle Ladeklappen müssen offen und für die Inspektion zugänglich sein. Nach der Inspektion wird der Wohnteil versperrt, und wir hoffen natürlich, dass unser Fahrzeug so wie die Reise von Hamburg nach Halifax auch die Heimreise gut übersteht und nicht aufgebrochen wird (wir haben in diversen Foren Schauergeschichten über aufgebrochene und komplett leer geräumte Wohnmobile gelesen). Also wird eingeschachtelt und Tetris gespielt, und jedes verfügbare Fleckchen Platz genutzt, auch im „Keller“, dort, wo sich einst unsere Klimaanlage befand.
Dann erstellen wir auch einen Essensplan für die nächsten Tage – es dürfen keine Lebensmittel an Bord sein während der Verschiffung, das heißt wir sollten alles aufessen; aber wir sind hier bei Timo meilenweit vom nächsten Ort und damit auch von der nächsten Einkaufsmöglichkeit entfernt; also die Vorräte sollten genau bis zum Morgen der geplanten Abgabe des Fahrzeuges im Hafen von Montevideo halten.
Und dieser Termin hat sich gerade nach hinten verschoben, unser Schiff hat Verspätung, und wir haben ein oder zwei Tage mehr Zeit bis zur Abgabe. Gut, dass wir unseren Heimflug erst für Ende des Monats gebucht haben. Wir sind hier bei Timo und seinen Brüdern Felix und Michael bestens aufgehoben, am Campingplatz haben wir nette Gesellschaft – ein belgisch-polnisches Camperpaar und ein Paar Deutsche in ihrem Riesenmobil. Am Abend fliegen kleine, grüne Krachmacher über uns hinweg, Bronze-Kiebitze laufen schimpfend über die Wiese, Rosttöpfer bessern ihr Nest oben am Lampenmast aus und Graukardinäle suchen hektisch Futter. Und die beiden „Wachlamas“ schauen auch noch vorbei – die Tierwelt hier wird uns sehr abgehen, wenn wir wieder daheim sind.
Day 483 / 459 – Cleaning the house, Day 1
It´s Sunday, so we could sleep in – but of course, we are awake at dawn, although we have three days to take care of our Brave Camper – manicure, pedicure and Spa, so to speak, to get the vehicle ready for shipping. We have to empty all the compartments, get some minor repair work done, sort stuff out, clean and put all our belongings back in the vehicle. Somehow, lots of ambulance models and toys for our collection have accumulated – more than 200 so far, and the adventure isn´t over yet. We have already sent several boxes home, nevertheless we still have many ambulances to stow.
As the vehicle has to be unlocked for shipping with hatches and compartments accessible for inspection, we try to stow as best as possible to prevent getting robbed. After the inspection, the living room will be locked, and we hope that our Brave Camper will have a safe journey home, same as from Hamburg, Germany, to Halifax, Canada, last year without getting broken into (we have read some horror stories in several online travel groups about campers forcefully opened and robbed). So, we play “Tetris”, using every inch of available space, even in the basement, where our air condition once was located.
Then, we create a menu plan for the next days – there mustn´t be any food on board during shipping, so we should finish all our provisions. On the other hand, Terraventura, Timo´s place, is miles away from the next village and therefore any supermarket, so the supplies should last exactly till breakfast on the morning of the planned delivery date.
And that date just changed – our ship is delayed, and we have one or two extra days till delivery. Luckily, we booked our flight home for end of August. We are well taken care of by Timo and his brothers Felix and Michael, and we have some nice company at the campsite – a Belgium-Polish pair of campers, and a German couple with their monster truck. In the evening, some little, green racketeers fly over our heads, southern lapwings run across the meadow, clamoring loudly, rufous horneros work on their house high up on the lamp pole, and grey crested cardinals are looking for food. And the two local “guard llamas” are also passing by – we will miss the local fauna very much, when we are back home!
