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230619 – Wo die Steine vom Himmel fielen >

Montag / Monday, June 19, 2023

Tag 428 / 404 – Wo die Steine vom Himmel fielen

Es war eine ruhige Nacht unter einem tollen Sternenhimmel, von dem auch nichts heruntergefallen ist. Kurz vor 10 postieren wir uns vorm Museum, aber wir sind zu früh – die nette Señora erklärt den verdutzten Touristen, dass das Museum dann aufsperrt, wenn mehr Besucher da sind. Bitte?!? Und was passiert, wenn keine weiteren Besucher kommen? Ach, es werden sicher welche kommen, heute ist ja Feiertag – was, schon wieder ein Feiertag?

Um 11 Uhr öffnen sich dann tatsächlich die Türen, es sind mittlerweile doch ein Dutzend Interessenten eingetrudelt. Im Erdgeschoß gibt es einen kurzen geschichtlichen Überblick – die lokalen Indígenas wussten immer schon um die Präsenz der himmlischen Steine, deren Fragmente in ihrer Religion eine wichtige Rolle spielten. Die Spanier fanden, vermassen und dokumentierten einige der Meteoriten, dann geriet das „Feld des Himmels“ für 200 Jahre in Vergessenheit. Erst im vorigen Jahrhundert begannen Landvermesser und Geologen mit Unterstützung der Einheimischen mit der wissenschaftlichen Erforschung des Gebiets, und auch in den letzten Jahren wurden immer noch Meteoriten hier gefunden.

Die Ausstellung wird im Untergeschoß fortgesetzt, wo außerirdische Gesteinsbrocken in Reih und Glied in den Regalen liegen. Und zum Abschluss gibt es einen sehr gut gemachten Film – Zusammenfassung: 2036 könnte der Meteorit Apophis, der Zerstörer, auf die Erde stürzen und wir werden alle sterben. Aber eine Chance haben wir noch – 2029 kommt er schon so nahe, dass man versuchen wird, seine Bahn zu verändern und die Apokalypse zu verhindern. Wenn Hollywood zur Realität wird, Stichwort „Armageddon“.

Mit leicht gedämpfter Stimmung ob der endzeitlichen Aussichten verlassen wir das Museum und machen uns auf die Suche nach Einschlagstellen. Wir finden ganz in der Nähe Krater 1, Rubín de Celis und dahinter Krater 2, La Cañada. Beide sind Explosionskrater, heute im Prinzip von Vegetation überwachsene annähernd kreisrunde Senken, die wir nie im Leben mit einem kosmischen Ereignis in Verbindung gebracht hätten. Wir schauen noch bei Krater 13 vorbei, „La Sorpresa“- die Überraschung, wo der 27.000 kg schwere Meteorit „William Cassidy“, nach einem der Wissenschaftler benannt, an seinem Auffindeort ruht.

Dann machen wir uns auf den langen Rückweg nach Osten. Wieder einmal finden wir bei einer YPF Tankstelle ein Plätzchen für die Nacht, bevor es morgen an Resistencia vorbei und durch Corrientes Richtung Misiones geht, der letzten Provinz, die wir bei diesem Aufenthalt in Argentinien noch besuchen wollen. 

Day 428 / 404 – Where stones fell from the sky

The night under the brilliant starry sky was quiet, and nothing fell down. Around 10 am we show up at the museum, but we are too early – the nice Señorita explains to the baffled  tourists that the museum will open as soon as more visitors show up. Come again?!? And what will happen if no one shows up? Oh well, there will be visitors, after all today is a public holiday! Again?? Another public holiday??

At 11 am the museum doors finally open, around a dozen visitors have gathered in the meantime. The exhibition on the ground floor explains a bit a local history – the indígenas have always known about the presence of the stones which fell from the sky – the fragments have played an important part in their religion. The Spaniards found some of the meteorites, measured and documented them, but for the next 200 years no one cared about the “field of the sky”. Mid-20th century, systematic research began, carried out by        and geologists with the help of locals who know where to look. And even in recent years, more meteorites have been discovered.

The exhibition continues in the basement where the extraterrestrial stones are neatly presented in show cases. The museum tour concludes with a – very well done – movie; the message in a nutshell: in 2036, the asteroid “Apophis” (the Destroyer) will collide with earth and we will all die. But we have one shot (literally) in 2029, when the asteroid will pass by so close to our home planet that NASA and ESA will try to alter its course and prevent the apocalypse. Reality catching up with Hollywood (“Armageddon”).

We leave the museum with somewhat dampened spirits due to the apocalyptical vision and search for meteorite craters. In close vicinity, we find crater #1, Rubín de Celis, and crater #2, La Cañada. Both of them are explosion craters, today just shallow depressions in the ground, grown over with vegetation; we would never have identified any of them as the site of a cosmic event. Finally, we visit crater #13, La Sorpresa – the surprise, where the almost 60.000 lbs meteorite “William Cassidy”, named after one of the scientists, is exhibited on its original discovery site. 

Then we start the long drive back direction east. Once again, we find shelter for tonight at a YPF gas station. Tomorrow, we want to continue past Resistencia and through Corrientes towards Misiones, the last province we want to visit in Argentina for now.

Route 230619

230618 – Zum Campo del Cielo >

Sonntag / Sunday, June 18, 2023

Tag 427 / 403 – Zum Campo del Cielo

Wir stehen zeitig auf und kommen tatsächlich relativ früh vom Campingplatz im Nationalpark weg, der Ranger winkt zum Abschied. Es geht die Ruta 16 nach Nordwesten und dann die Ruta 89 nach Südwesten – eine ereignislose, gut ausgebaute Strecke. So gut, dass ich sogar während der Fahrt eine lästige, lang aufgeschobene Arbeit erledigen kann – Nähzeug auspacken, kleinere Reparaturen an unserer Kleidung durchführen und Westen mit Schlingen zum Aufhängen versehen. Señorita Rosita aka Princesa Alpinka Llama ist begeistert, sie profitiert auch davon – sie hätte inzwischen beinahe ihren Kaktus verloren, jetzt wird er in seiner Schale befestigt.

Ab der Ruta 89 sehen wir beidseits der Straße weiße flaumige Bällchen und Klümpchen liegen, die fast wie Wattebäuschchen aussehen. Ein paar mit „Watte“ vollbeladene LKWs sind dann des Rätsels Lösung – es ist Baumwolle, jetzt ist Erntezeit. Die Baumwolle ist das weiße Gold des Chaco und neben dem begehrten Hartholz des Quebracho colorado-Baumes das wichtigste Produkt der Provinz.

Nach 300 km kommen wir am Nachmittag endlich am Campo del Cielo, am Himmelsfeld an, auf dem vor etwa 4.000 Jahren ein circa 600 t schwerer Meteorit, in viele, viele Einzelteile aufgebrochen, niederging. Das Museum, das von außen toll aussieht, sollte eigentlich bis 18 Uhr offen haben, ist aber leider geschlossen – heute finden Regionalwahlen statt, wie wir später herausfinden, und alles hat zu. Gut, dann besuchen wir das Museum morgen, und können dafür ausschlafen, denn es öffnet erst um 10 Uhr. Also gehen wir im Freigelände spazieren und bestaunen die Meteoriten, die hier in der Gegend gefunden wurden. Die meisten davon sind Eisen-Nickel-Meteoriten wie „El Chaco“, 1969 entdeckt, der größte der hiesigen außerirdischen Brocken und der zweitgrößte je gefundene Meteorit, er wiegt unglaubliche 37.000 kg. Schwer vorstellbar, das Steinchen ist grade mal ein Stück größer als wir und kleiner als ein VW Käfer.

Es ist noch hell, wir gehen noch einen kurzen Wanderweg und stellen analog zu gestern fest: die weitaus meisten gefiederten Fotomotive sind rund um Parkplatz und Campingplatz zu finden, egal ob Sittiche, Graukardinäle, Specht oder Täubchen. Im Park integriert sind gratis Campingareale – wir plaudern mit der netten Parkaufseherin, ja natürlich dürfen wir hier übernachten, und ihr Hund „Negra“ ist auch einverstanden, würde aber gern vorher unser Heim auf Rädern inspizieren. Wir schlagen unser Nachtlager auf, hoffen, dass die unglaublich lauten kleinen grünen Krachmacher irgendwann schlafen gehen und dass uns, frei nach Asterix, der Himmel nicht auf den Kopf fällt.

Day 427 / 403 – To Campo del Cielo

We manage to get up and leave the campsite early, the friendly park ranger waved us good-bye. We follow Ruta 16 northwest and then Ruta 89 southwest – a rather unexciting road, well paved. The road is in such god condition, that I am able to do something I have been postponing for some time because that is work I don´t like to do – but I take out the sewing kit, do some minor repair work on our clothes and add loops to our jumpers so that we can hang them properly on hooks. Señorita Rosita aka Princesa Alpinka Llama is enthusiastic because she is also getting something out of it – she almost lost her cactus, now it is fixed properly in its pot on her back.

On Ruta 89 we see lots of little white fluffy balls lying on both sides of the road. At a gas station we see some trucks loaded with the white stuff – it´s cotton, it is harvest time here right now. Cotton is the “white gold” of the Chaco region and together with the hardwood of the Quebracho colorado tree the most important product of the province.

186 miles and several hours later, we arrive at Campo del Cielo, the Field of the Sky, where about 4.000 years ago a meteorite weighing about 600 metric tons arrived – fortunately he separated into many pieces before the impact. The museum which looks great from the outside should be open until 6 pm, but unfortunately it is not – today is a regional election day and everything is closed. Well, then we will visit the museum tomorrow and we get to sleep in because it won´t open before 10 am. We take a walk around the grounds and look at the meteorites which were found in this area. Most of them are iron-nickel-meteorites, like “El Chaco”, discovered in 1969, the second largest of all the meteorites found on earth so far, weighing an astonishing 81.585 pounds. Which is really hard to imagine, that rock is just a little bit taller than we are and smaller than a VW Beetle.

We still have an hour until sunset, we walk a short trail and find out that most of our feathered photo motives – parakeets, red-crested cardinals, woodpeckers or doves, are to be found around the parking lot and the campground, same as in the other parks. There are also areas for camping, free of charge. We talk to the nice park ranger – yes of course we may stay here, her dog “Negra” is ok with it but would like to inspect our home on wheels first. We find a spot between the trees, hoping that the incredibly loud little green noisemakers will go to sleep soon and that nothing will fall from the sky tonight.

Route 230618

230617 – Parque Nacional Chaco >

Samstag / Saturday, June 17, 2023

Tag 426 / 402 – Parque Nacional Chaco

Der Morgenspaziergang hat uns wirklich ein paar tolle Vogelsichtungen und Fotos eingebracht. Neben den funkelnd blauen Kappenblauraben sehen wir auch Purpur-Blauraben, Graukardinäle und Weißmantelspechte. Galleriewaldrallen sind hier ebenso zuhause wie Chacotschatschalakas und kleine grüne Krachmacher, Mönchs-Sittiche – und ihre großen Cousins, wunderschöne, leuchtend grüne (und sehr laute) Blaustirnamazonen.

Im Laufe des Tages erkunden wir sämtliche offenen Wanderwege des Parks, erklimmen alle Aussichtstürme und besuchen Abuelo (Großvater) Quebracho, den bald 400 Jahre alten Hartholzbaum. Zwei Lagunen im nördlichen Teil sind fast ausgetrocknet und völlig überwachsen, an der südlichen Lagune treffen wir auf ein paar Hobbyornithologen, die uns helfen, einen Braunhaubenschnäpper und einen Kurzschwanzbussard zu identifizieren.

Am Rückweg läuft uns ein Reh über den Weg – die Parkranger erklären uns später, dass es ein Corzuela war und schreiben uns sogar den lateinischen Namen auf, Mazama gouazoubira – wir sind beeindruckt. Google bestätigt das, es war ein Graumazama aus der Gattung der Spießhirsche. Abgesehen von einem Gecko und einem streunenden Hund war das aber der einzige Vierbeiner, den wir hier gesehen haben, ansonsten waren nur geflügelte Wesen unterwegs – Vögel, Käfer, Schmetterlinge und Moskitos. Viele Moskitos! Hätten wir um diese Jahreszeit nicht erwartet, es ist schließlich fast Winter hier.

Wir sind bis Sonnenuntergang im Park unterwegs und übernachten dann nochmals hier. Morgen in der Früh geht es weiter Richtung Campo del Cielo, wo Meteoriten auf uns warten.

Day 426 / 402 – Parque Nacional Chaco

The morning walk paid off – lots of pretty birds and nice pictures. We see dazzling blue plush-crested jays and purplish jays, red-crested cardinals and cream-backed woodpeckers. Wood-rails live here and Chaco Chacalacas, and also the little green racketeers, the monk parakeets and their big cousins, the bright green (and very vocal) turquoise-fronted parrots.

During the day, we explore the trails in the park, climb up all the view towers and visit Abuelo (grandfather) Quebracho, the almost 400 years old hardwood tree. Two lagoons in the northern part of the park are almost dry and completely grown over, at the large southern lagoon we meet some hobby ornithologists who help us identify a brown-crested flycatcher and a short-tailed hawk.

On the way back to the campsite we see a deer – later, the park rangers tell us the Spanish name, a Corzuela, and they even know the latin name, Mazama gouazoubira – we are impressed. Google confirms, it was a grey brocket. But this was the only four-legged creature we saw in the park (if you don´t count the gecko and the stray dog) – all others had wings – birds, bugs, butterflies. And mosquitos. A lot of mosquitos! We didn´t expect that at this time of year, it is almost winter here!

We are roaming through the park all day, return to our camp site at sunset and stay here for one more night. Tomorrow morning, we want to continue towards Campo del Cielo to see some large meteorites.

Route 230617

230616 – Chaco >

Freitag / Friday, June 16, 2023

Tag 425 / 401 – Chaco

In der Früh haben wir von unserem Übernachtungsplatz an der Costanera tatsächlich einen schönen Blick auf den Río Paraná und die 2,5 km lange Brücke, die Corrientes mit der Provinz Chaco verbindet, und uns kurze Zeit später in die Provinzhauptstadt Resistencia führt. Die Stadt ist äußerst geschäftig, viel Verkehr, viele Mopeds, eine Eisenbahnlinie läuft mitten durch die Stadt. Wir finden trotzdem einen Parkplatz genau vor dem Museo Ichoalay, wo uns Señora María Elena begrüßt. Das interessante Regionalmuseum erzählt schlaglichtartig die Geschichte der Provinz, von den ersten Bewohnern über die spanischen Konquistadores und die europäischen Einwanderer bis zur Gegenwart (unter den ersten europäischen Siedlern in Resistencia waren übrigens Österreicher aus Tirol).

Das Museo del Hombre chaqueño ist auch ein Regionalmuseum, aber mit Schwerpunkt auf der Geschichte der „Pueblos originarios“ wie Qom, Wichi oder Moqoit. Ein Ausstellungsteil beschäftigt sich mit Religion und Glauben – hier treffen wir unter anderem wieder auf Difunta Correa und Gauchito Gil – und mit der Mythologie der Indígenas – erinnert uns an das Museo mitológico Ramón Elías in Capiatá in der Nähe von Asunción, Paraguay, wo wir bereits auf die Wesen aus den Legenden der Guaraní wie etwa Jasi Jateré, Kurupi oder Pombero gestossen sind. 

Die Kathedrale an der Plaza 25 de Mayo sieht von außen eher schlicht aus, das Innere können wir nicht beurteilen – geschlossen. Dafür stehen auf der Plaza viele hübsch gestaltete, bunt bemalte Sitzbänke – von der lokalen Fauna und Flora über historische Figuren und Schlachten bis zu Comicfiguren finden sich viele Motive. Und überhaupt – Resistencia scheint die Hauptstadt der Skulpturen zu sein – wir fahren an unzähligen Kunstwerken vorbei, an Straßenkreuzungen, in Grünstreifen und Parks.

Nach der Mittagspause (praktischerweise nach dem Einkauf gleich am Carrefour-Parkplatz) suchen wir dann noch die Locomotora Hardy, eine der Schmalspur-Dampfloks, die zur Blütezeit der Eisenbahn auf einem 250 km langen Schienennetz unterwegs war. Wir finden sogar zwei, eine davon vor „La Estación“, dem ehemaligen Bahnhof, der gerade restauriert wird und irgendwann ein Museum sein soll. Und eine neue Ambulanz für die Sammlung finden wir auch.

Inzwischen hat sich das Wetter deutlich gebessert, blauer Himmel, Sonnenschein und viel wärmer als am Vormittag. Wir beschließen, in den Chaco-Nationalpark zu fahren, das sind nur 100 km – es geht sich gerade noch bei Tageslicht aus. Der Ranger begrüßt uns freundlich, ja natürlich können wir hier am gratis Campingplatz übernachten, es gibt Strom und heiße Duschen – perfekt. Wir parken unser Krasses Pferd neben dem einzigen anderen Wohnmobil, ein IVECO aus Belgien und nehmen uns vor, morgen zeitig aufzustehen und gleich in der Früh auf Fotopirsch zu gehen. Beim Parkeingang hat uns bereits ein hübsches, buntes Curassow-Pärchen begrüßt (auf deutsch: Nacktgesicht-Hokkos!!), und wir hoffen auf viele tolle Fotomotive.

Day 425 / 401 – Chaco

Looking out from our “living room” window in the morning, we can see the 1,5-mile-long bridge, spanning the Río Paraná and connecting Corrientes with its neighbor province Chaco. A bit later, we arrive at the capital Resistencia, a very busy town – lots of traffic, lots of motorbikes, a train line runs through the city. We find a parking lot right in front of the Museo Ichoalay, where Señora María Elena greets us. The very interesting regional museum tells the story of the province from the fist inhabitants to the Spanish Conquistadores and the European immigrants to the present (one of the first European colonists in Resistencia by the way came from the Tyrol in Austria)

The Museo del Hombre chaqueño is also a regional museum, with highlights on the „Pueblos originarios“ like Qom, Wichi or Moqoit. In the “religion and faith” part of the exhibition we meet Difunta Correa and Gauchito Gil again. And a separate room, “mythology of the indígenas” reminds us of the Museo mitológico Ramón Elías in Capiatá near Asunción, Paraguay, where we heard about legendary Guaraní beings like Jasi Jateré, Kurupi or Pombero for the first time.

The plain white cathedral on Plaza 25 de Mayo doesn´t let us see its interior – it is closed. But on the plaza, we see a lot of very nicely decorated benches – local fauna and flora, historical persons and battles, comic figures, many nice paintings. By the way, Resistencia seems to be the Capital of Sculptures – we see numerous monuments and sculptures, on street corners, at lawns and in parks.

We go shopping – we are so hungry that we decide to spend our lunch break right here at the Carrefour parking lot. Afterwards, we search for the Locomotora Hardy, one of the narrow-gauge steam engines which was working during the railway´s haydays on a 155-miles-long railway net. And we even find two of them, one standing in front of “La Estación” the old railway station which is being renovated right now and will be turned into a museum soon. And then we find anew ambulance for our collection in a nearby toy shop.

In the meantime, the weather looks promising, blue sky, sunshine and much warmer than in the morning. We decide to drive to Chaco National Park, that´s only 62 miles, and we make it shortly before sunset. We register at the ranger station, and of course we may stay at the free camp ground with electricity and hot showers – perfect! We park our Brave Camper right next to the only other motorhome, also an IVECO, from Belgium, and plan to get up early tomorrow. At the park entrance we have seen a pair of beautiful bare-faced Curassows, there seem to be lots of birds around – many photo opportunities waiting for us.

Route 230616

230611 – El Palmar Nationalpark >

Sonntag / Sunday, June 11, 2023

Tag 420 / 396 – El Palmar Nationalpark

Der Campingplatz im Nationalpark ist fast leer, außer uns sind nur noch drei Zelte und ein Wohnwagen zu sehen, es ist wirklich Nebensaison hier. Die Nacht war dementsprechend herrlich ruhig, bis auf das Grunzen, Quieken, Schnauben und Knurren der Vizcachas. Die Nacht war kalt, unsere neue Heizung hat die Bewährungsprobe auch bestanden; zumindest wissen wir jetzt mal, dass sie mit Strom einwandfrei funktioniert. 

Die Sonne scheint, es ist ein strahlender, wenn auch kalter Spätherbsttag, ideal zum Wandern. Es gibt verschiedenste Trails im Nationalpark El Palmar, wir folgen einem Pfad entlang des Ufers des Río Uruguay, der an Ruinen historischer Bauwerke vorbeiführt und immer wieder schöne Ausblicke auf den mächtigen Fluss bietet, und dann weiter durch den Wald. Wir sind die einzigen Wanderer unterwegs, keine Touristen – herrlich.

Die hier heimischen Hirsche bekommen wir zwar nicht zu Gesicht, aber jede Menge Capybaras, denen wir herzlich egal sind – solange die unverschämte Touristin nicht zu nahe kommt beim Versuch, doch endlich mal ein Wasserschwein zu streicheln. Und es gibt Vögel, jede Menge. Am Campingplatz haben wir bereits einen blitzblauen Kappenblauraben gesehen, im Laufe des Tages sichten wir verschiedenste Arten von Drosseln, Ammern und Waldsänger, und am frühen Abend, beim letzten Trail hinunter zum Arroyo El Palmar gibt’s noch große, bunte Galeriewaldrallen und einen wunderschönen Eisvogel, einen Grünfischer. Eine tolle Fotoausbeute, die mit meiner Bird ID App noch mehr Spaß macht.

Mittlerweile ist es schon wieder kurz vor 18 Uhr und die Sonne geht orangerot hinter den Palmen unter. Der Wald erwacht, vielstimmige Geräusche begleiten uns am Rückweg zu unserem Krassen Pferd, Vogelstimmen und auch ein heiseres Heulen. In einigen Metern Entfernung sehen wir Bewegung in der Dämmerung – es sind zwei Füchse, und jetzt wissen wir auch, wer so heiser heult. Noch mehr Bewegung sehen wir am Rand der Piste zurück Richtung Parkausfahrt, zwei junge Füchse und zwei Gürteltiere wühlen in den Innereien eines toten Tieres, vermutlich ein Capybara, und lassen sich auch von uns nicht stören. Wir filmen und machen Fotos, solange wir es aushalten – der Kadaver stinkt entsetzlich.

An der Ausfahrt vom Nationalpark gibt es einen großen, grasbewachsenen Parkplatz. Der Ticketschalter ist geschlossen, also können wir niemanden fragen, aber wir stören sicher auch niemanden – also bleiben wir heute Nacht hier, mit Sternenhimmel über den Palmen. Morgen müssen wir uns entscheiden, wie wir weiterfahren.

Day 420 / 396 – El Palmar National Park

The campground inside the National Park is almost empty, there are three tents and one camper, and us – it really is off season. We had a very quiet night, only heard the Vizcachas grunt and squeak, snort and growl. The night was cold and we had to turn the heating on – now we know that that is works perfectly, at least while we are plugged into electricity. 

The sun is shining, it is a clear but crisp late autumn day, ideal for hiking. There are various trails inside the park; we follow one route along the banks of the Río Uruguay, passing historic ruins on the way and several lookouts, offering nice views over the mighty river. We are the only hikers, no other tourists – great!

We know that a lot of deer are living here, but we don´t see any – but we see many families of Capybaras. They don´t care about us at all – as long as the impertinent tourist doesn´t get too close, attempting to finally pet one of the giant guinea pigs. And there are birds, lots of them. At the campsite, we have already spotted a beautiful, white and blue plush-crested jay. During the day we get to see different kinds of thrushes, sparrows and warblers, and on the last trail, near Arroyo El Palmar, there are colorful giant wood-rails and even a green kingfisher. The photographer is happy, even more so with the Bird ID App which makes identifying the feathered friends rather easy.

Meanwhile, it is late afternoon, and we witness an orange-red sunset behind the palm trees – what a picture. The wilderness awakes, we hear lots of different sounds and calls on our way back to our Brave Camper, mostly birds, but there is also a hoarse sort of howling. Then we see movement in the shadows, two foxes – now we know whose voices those were. There is even more movement roadside on the way out of the park – two young foxes and two armadillos are feasting on the remains of a dead animal, most likely a capybara. We take pictures as long as we can stand the stench – the carcass is emitting a rather strong odor.

At the exit of the national park there is a large grassy parking lot. The entrance booth is closed, so we can´t ask anyone but we also won´t disturb anyone – we decide to stay here for tonight, under palm trees and a starry sky. Tomorrow, we have to decide where to go next.

Route 230611

230610 – Ein rosa Palast, eine Windmühle und eine Dose Corned Beef >

Samstag / Saturday, June 10, 2023

Tag 419 / 395 – Ein rosa Palast, eine Windmühle und eine Dose Corned Beef

Wir beginnen heute mit einem Traum in Rosa – im Palacio San José wohnte dereinst Justo José de Urquiza, der erste verfassungsmäßige Präsident Argentiniens. Das Anwesen hat unzählige um zwei Innenhöfe angeordnete Räume, zwei Türmchen, eine Kapelle, einen großen Teich und viel Grün rundherum, und heute wohnen hier hauptsächlich kleine grüne Krachmacher.

In Colón, von Urquiza gegründet und nach Columbus benannt, machen wir an der Hafenpromenade Mittagspause. Bevor die internationale Brücke General Artigas über den Río Uruguay gebaut wurde, legten hier die Schiffe aus Puerto Paysandú an – ein altes, rostiges Wrack erinnert noch daran. Jetzt gibt es hier eine Flaniermeile, und einen kleinen Hafen für Segelboote und Ausflugsschiffe.

Ein paar km weiter nördlich befindet sich ein historisches Denkmal, der Molino Forclaz,

die möglicherweise einzige Windmühle Argentiniens. Von einem Schweizer Müller nach holländischem Vorbild erbaut, hat die Mühle aber nie richtig funktioniert, weil es hier zu wenig windig ist. Also wurden die Flügel wieder abmontiert, man griff auf den bewährten vierbeinigen Esel-Antrieb zurück, und das hölzerne Gerüst der Mühlenflügel dient den allgegenwärtigen Sittichen als Basis für ihre Nester.

Ein anderes ungewöhnliches Denkmal befindet sich in Puerto Liebig. Eine riesige Corned Beef – Dose erinnert an Schlachthof und Rindfleischproduktion in dem Ort, der nach dem deutschen Chemiker Justus von Liebig benannt wurde.

Und schon wieder ist es später Nachmittag, wir beeilen uns, noch vor Sonnenuntergang in den Nationalpark El Palmar zu kommen, ein Schutzgebiet für Yatay-Palmen, die einst das argentinische Zwischenstromland und das westliche Uruguay bedeckten – vor der Ankunft der Siedler und der Abholzung der Wälder um Platz für Viehweiden zu machen. Und es ist auch ein Schutzgebiet für allerlei Getier – am Weg zum Campingplatz sehen wir bereits einen Fuchs, jede Menge Capybaras, die wasserliebenden Riesenmeerschweinchen, und Vizcachas, die neugierigen Chinchillas. Und die Vizcachas mit ihren lustigen schwarzen Schnurrbärten sind auch am Campingplatz daheim und lassen sich bereitwillig fotografieren. Mal schauen, was uns morgen sonst noch vor die Kamera läuft.

Day 419 / 395 – A pink palace, a windmill and a can of corned beef

Pretty in pink – that´s Palacio San José, the former home of Justo José de Urquiza, the first constitutional president of Argentina. The “palace” consists of two nice patios with many rooms around them, two towers, a chapel, a large pond and lots of gardens and park areas. Today, the park is the home of many, very vocal green parakeets.

In Colón, founded by Urquiza and named after Columbus, we take our lunchbreak at the harbor promenade. Before the international bridge General Artigas was built, boats crossing the Río Uruguay from Puerto Paysandú arrived here – an old, rusty ship wreck is still visible. Now, there is a nice promenade and a small harbor for sailing boats and tour boats.

A few miles further north there is a historic monument, the Molino Forclaz, a dutch windmill, possibly the only one in Argentina. Built by a Swiss miller, it never worked properly because there is not enough wind here. So, they took the wings down and used the previous, far more reliable four-legged power source again – donkeys. The remaining wooden construction was put to good use again by the ubiquitous parakeets.

In Puerto Liebig, a village named after the German chemist Justus von Liebig, we find another unusual monument – a giant can of Corned Beef, symbol for the local beef production since 1903.

And then it´s late afternoon, and we hurry north to reach El Palmar National Park before sunset. This is a protected area for the huge Yatay palms which once covered most of the land between the rivers and western Uruguay before the arrival of the colonists and the deforestation to make room for cattle farming. And it is also home for a lot of different species – on the way to the campground we see a fox, groups of Capybaras, the giant guineapigs and Vizcachas, the curious Chinchillas. And the Vizcachas with their funny, black moustaches also rule the campsite and pose for pictures. We´ll see what else our camera will find tomorrow.

Route 230610

230504 – Von Ischigualasto nach Talampaya >

Donnerstag / Thursday, May 4, 2023

Tag 382 / 358 – Von Ischigualasto nach Talampaya

Nach dem gestrigen Abendausflug haben wir uns ausschlafen wirklich verdient. Am späteren Vormittag besuchen wir noch das Naturwissenschaftliche Museum hier im „Parque Triassico Ischigualasto“, und hier wird deutlich, wieviel Spaß die Paläontologen in diesem Tal haben müssen. Die hier ausgegrabenen Knochen von Dinosauriern als auch Reptilien- und Säugetier-Vorgängern, sind unvorstellbare 220 Millionen Jahre alt – die ältesten bisher gefundenen Fossilien. Auch die aktuelle Fauna im Park wird nochmals vorgestellt – der Größenvergleich ist eindrucksvoll, ein ausgewachsener Kondor ist etwa 1,40 m hoch, bei einer Flügelspannweite von 3 Metern.

Die rötliche, bis zu 1850 m hohe Sierra aus Sandstein, die das „Mondtal“ im Osten begrenzt, ist zugleich die Trennlinie zwischen den Provinzen San Juan und La Rijoa und die Westgrenze für den Parque Nacional Talampaya auf der anderen Seite. Und das ist auch unser nächstes Ziel. Wir kommen am Nachmittag dort an, Julie und Peter sind auch schon da. Wir erkundigen uns beim Personal – ja, das beste Licht zum Fotografieren in der Talampaya-Schlucht ist am Vormittag, so wie es im Buch steht. Also verschieben wir den Besuch des Canyons auf Morgen und erlauben uns einen Nachmittag ohne touristisches Programm – gestern war ein bisschen stressig. 

Wir haben trotzdem genug zu tun – Blog schreiben, Fotos sortieren, Ölstand kontrollieren, Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen, Dichtungen einlassen, Türscharniere wieder mal festziehen bzw. Schrauben ersetzen – und hin und wieder mit der Kamera aufspringen, wenn Berg-Karakaras im Tiefflug über uns hinwegsegeln oder Weißbrauen-Spotdrosseln sich fotogen postieren und ihre unglaublich variablen Arien zum Besten geben. 

Die Abenddämmerung zaubert einen rosa Wolkenschleier hinter den über 6.000 m hohen Cerro General Belgrano im Nordosten. Wir brauchen uns heute nicht ums Abendessen kümmern, wir bringen nur eine Flasche Rotwein aus der Weinert Bodega von Luján de Cuyo mit zu unseren lieben Nachbarn – Julie serviert ein köstliches chinesisches Dinner mit Huhn, Chow Mein und chinesischem Gurkensalat. Sogar mit Blumenvase am Tisch. Wir sind tief beeindruckt!

Day 382 / 358 – From Ischigualasto to Talampaya

After yesterday´s night tour, we sleep in – we have earned it. Late morning, we visit the Museum of Natural Sciences here at „Parque Triassico Ischigualasto“, and now we realize how much fun the paleontologists must have here. The bones they dug up, from dinosaurs as well as from predecessors of reptiles and mammal, are incredible 220.000.000 years old, the oldest fossils found so far. There is also information about the actual fauna in the park – an adult condor can reach 4,6 ft of height and a wingspan of almost 10 ft.

The reddish, up to 6.070 ft high sandstone Sierra which limits the “Valle de la Luna” in the east, is the border between the provinces of San Juan and La Rijoa, and also the western limits of the Parque Nacional Talampaya on the other side. And this is our next destination, we arrive late afternoon, Peter and Julie are there already. We ask at the tourist information – yes, the best time to take pictures in the Talampaya gorge is in the morning. So we postpone the visit to the canyon till tomorrow and allow ourselves an afternoon without a touristic schedule – yesterday was a bit stressful. 

But we still have a lot to do – write the blog, sort the pictures, check the oil, fill up on windscreen cleaner, take care of the window and door seals, tighten loose screws of the door hinges (again) or even replace them – and grab the camera, when mountain Caracaras are flying low over our heads or chalk-browed mocking jays pose in front of us, singing their incredibly variable songs.

The sunset paints am array of pink clouds behind the snow-caped Mt. General Belgrano, more than 20.00 ft high, northeast of us. We don´t have to cook dinner tonight, we just take a bottle red wine from the Bodega Weinert from Luján de Cuyo over to our lovely neighbors – Julie has prepared a delicious Chinese dinner with chicken, chow mein and Chinese cucumber salad. There is even a vase with flowers on the dinner table. We are really impressed!

Route 230504

230503 – Difunta Correa und Ischigualasto >

Mittwoch / Wednesday, May 3, 2023

Tag 381 / 357 – Difunta Correa und Ischigualasto

Wir haben in den letzten Tagen viele kleine Schreine und Mini-Kapellen entlang unserer Route gesehen, die mit gefülltem Plastikflaschen verziert waren, konnten aber keine Erklärung dafür finden. Heute in Vallecito haben wir die Auflösung des Rätsels bekommen. Im Jahre 1841 machte sich Señora Deolinda Correa zu Fuß auf die Suche nach ihrem in den Krieg gezogenen Gatten. Sie war hochschwanger, gebar ihren Sohn in der Wüste und verdurstete – das Neugeborene überlebte an der Mutterbrust wie durch ein Wunder. Die sterblichen Überreste von Señora Correa wurden hier beigesetzt, die Geschichte entwickelte sich zur Legende, die Grabstätte zum Wallfahrtsort, mittlerweile mit der entsprechenden Infrastruktur mit Shops, Restaurants, Picknick- und Campingplatz und sogar einem Hotel – das argentinische Mariazell quasi.

Die katholische Kirche hat ihre liebe Not mit der Begebenheit, die nicht als offizielles Wunder gilt, Difunta Correa (die verstorbene Correa) ist daher auch nicht als Heilige anerkannt. Aber man hat sich zumindest dazu durchgerungen, von einem Symbol der Hoffnung und des Glaubens zu sprechen. Kreuze und Rosenkränze zieren die unzähligen Devotionalien, von Miniaturhäuschen über Nummerntafeln und Schutzhelmen bis zu LKW-Modellen. Difunta Correa hat sich zur Schutzpatronin der Lastwagenfahrer und der Hausbesitzer entwickelt, und an einem bunt bemalten Tanker kann man seine Plastikflaschen füllen, die dann bei einem der Schreine deponiert werden. Was wir nicht herausbekommen haben: das Kind hat ja überlebt – gibt es heute noch Nachfahren der Señora Correa?

Wie dem auch sei, wir machen uns auf den Weg, 250 km durch das Valle fértil, das fruchtbare Tal, liegen vor uns bis zum nächsten Ziel, dem Parque Provincial Ischigualasto. Die Straße ist in sehr gutem Zustand – wahrscheinlich auch deshalb, weil es kaum Verkehr gibt – aber ein auf und ab wie auf einer Hochschaubahn (Motto: „bei Disney zahlst´dafür“). In Villa San Augustin wollen wir Diesel und Wasser auffüllen – und bemerken gerade noch rechtzeitig, dass das Dach über den Zapfsäulen nur 3 m hoch ist, zu niedrig für unser stolzes Krasses Pferd. Aber auf der Rückseite gibt es die Zapfsäule für die LKWs, dort haben wir kein Problem. Ansonsten ist in Villa San Augustin alles geschlossen – kein Wunder, es ist 14 Uhr – Siesta time.

Je weiter wir nach Norden kommen, desto trockener und heißer wird es. Kakteen tauchen auf, wir sehen Hinweise auf Fossilienfunde auf den Ortsschildern und unübersehbare Dino-Skulpturen. Um halb vier am Nachmittag erreichen wir endlich die Einfahrt zum Parque Provincial Ischigalasto, wo Julie und Peter schon auf uns warten. Sie haben heute früh einen Platz am Campingareal und die Nachmittags-Tour für uns mitgebucht – allein darf man nicht in den Park. Man fährt zwar mit dem eigenen Auto, aber der Guide fährt voraus. Und so fährt ein kleiner Konvoi durch eine wundersame Landschaft: durch das „Valle Pintado“, das bemalte Tal, zur Cancha de Bochas, wo Jahrmillionen alte Steinkugeln wie ein Bocchia-Spiel in der Gegend liegen, dann zum „Submarino“, einer Felsformation, die mal wie ein U-Boot aussah, bevor vor ein paar Jahren ein Stück abgebrochen ist, dann zum Museo William Sill, dem herausragenden Paläontologen gewidmet, der sich der Erforschung von Ischigualasto verschrieben hatte, und schließlich zu „El Hongo“, dem ikonischen pilzförmigen Felsen, der auch das Symbol des Parks ist. Das Mondtal ist ein komplettes Lehrbuch des Trias und ein Disneyland für Paläontologen, ständig werden neue Dinosuarier-Skelette gefunden. Dafür gehen aber auch Dinge kaputt – die Erosion und seismische Aktivität haben etwa „Aladdins Wunderlampe“ völlig zerstört, und wie lange El Hongo noch zu sehen sein wird, ist auch nicht vorhersehbar.

Nach dreieinhalb Stunden und über 40 km Rundfahrt sind wir wieder zurück am Campingplatz – wir gerade Zeit für einen schnellen Salat zum Abendessen, dann geht schon die Abendtour los. Also – eigentlich hätten wir ja gemütlich kochen können, weil statt um 20 Uhr geht´s erst um 21:30 los … man will warten, bis der Mond richtig hoch steht und genug Licht gibt. Südamerika halt. Dabei haben wir ja noch Glück, dass es diese Tour heute überhaupt gibt, weil die Nachtexkursion nur an 5 Nächten pro Monat rund um Vollmond stattfindet, und bei Bewölkung überhaupt abgesagt wird. Wir fahren wieder hinter dem Guide her, diesmal fast 20 Autos, 10 km bis zu einem Parkplatz und stapfen dann im Mondlicht durch kleine Canyons, über den Sand und an wundersamen Felsformationen vorbei. Wir bekommen Informationen über die Entstehung der geologischen Schichten und die Sternbilder über uns, die zur Orientierung dienen. Nach zweieinhalb Stunden sind wir zurück am Campingplatz und fallen todmüde ins Bett.

Day 381 / 357 – Difunta Correa and Ischigualasto

During the last days, we have seen a lot of small shrines and miniature chapels along the road, with lots of plastic bottles on all sides. We had no explanation for this extravagant decoration, today in Vallecito the mystery got solved. In 1841, Señora Deolinda Correa left her home – on foot – in search for her husband who had gone to war. She was pregnant, gave birth in the desert and died of dehydration – but the baby miraculously survived on her breast. Her remains were buried here, the story became a legend and the place a pilgrim site – in the meantime with a complete touristic infrastructure like shops, restaurants, picknick areas and campground and even a hotel.

The catholic church didn´t know what to do with that story, which is not recognized officially as a miracle, so Difunta Correa (dead Correa) doesn´t get to be a Saint. At least, they acknowledged it as a symbol of faith and hope. Crosses and rosaries decorate the numerous gifts – little houses, license plates, helmets and truck models. Difunta Correa evolved into the patron saint of truck drivers and house owners. And a water tank truck supplies the water for the plastic bottles which are then offered at one of the shrines. The only thing we couldn´t find out: the baby survived – are there any descendants of Señora Correa?

Anyway, we are off to our next destination, 155 miles through Valle fértil, the fertile valley, to Parque Provincial Ischigualasto. The road is in very good condition, maybe because there is hardly any traffic, but is a funny up and down like a roller coaster (Disney would make you pay for the fun). In Villa San Augustin we want to fill up on diesel and water, noticing just in time that the roof over the diesel pumps is lower than our proud Brave Camper. So, we use the truck pumps on the back, no problem there. Almost anything else in San Augustin is closed – it´s Siesta time.

The further north we get, the hotter and drier the landscape gets, the cacti are getting larger, there is information about fossil findings on the signs along the road and even large dinosaur sculptures. At 3:30 in the afternoon, we finally arrive at the entrance to Ischigualasto park, where Julie and Peter are already waiting for us. They have booked a site at the campground and a spot on the afternoon tour for us – you can´t visit the park on your own, although your drive your own car. At fixed times, a guide leads the car convoy through a miraculous landscape: through the “Valle pintado”, the painted valley, to the Cancha de Bocas, where millions-of-years-old round stones are lying around just like boccia balls, to the “Submarino”, a rock formation which once looked like a submarine before – a few years ago – some parts just broke off. The convoy continues to the Museo William Sill, named after the leading paleontologist who dedicated his life to the exploration of Ischigualasto, and finally to “El Hongo”, the iconic Mushroom Rock which is also the park´s symbol. The “Valle de la Luna”, the Moon Valley, is a complete guide book about the Triassic period and sort of Disneyland for paleontologists, new and exciting findings are made permanently. But, things also get lost – erosion and seismic activity have destroyed the famous formation “Aladdin´s Lamp” completely, and no one knows how long we will be able to enjoy the view of “El Hongo”.

After three and a half hours on a 25 miles circuit we are back at our camp site; we barely have time to fix a quick salad for dinner before the night tour starts. Well, actually we would have had way more time because the tour doesn´t start at 8 pm, but a 9:30 pm – the guides want to wait till the moon is in the right position and we have enough moonlight. Welcome to South America. But we in luck that we can do this tour at all because it takes place only on five nights per month around the full moon and only if there are no clouds. So, a convoy, this time about 20 vehicles, follows the guide car for about 6 miles to a parking lot. Then, we walk over the sand through small canyons, passing rock formations which look totally different in the moonlight. We get information about the geology of the park and about the stars above our heads. After two and a half hours we are back at the campsite, falling asleep almost immediately.

Route 230503
Route Parque Nacional

230430 – Sonne, Mond und Sterne >

Sonntag / Sunday, April 30, 2023

Tag 378 / 354 – Sonne, Mond und Sterne

In der Früh strahlender Sonnenschein und nur mäßig windig, die Gletscher der Anden leuchten grellweiß zu uns herüber. Wir besichtigen vormittags das Carlos CESCO Observatorium auf 2.330 m, wir sind die einzigen Besucher und bekommen so eine private Tour von Julieta und Bruno, zwei Astronomie-Studenten. Vor der Station steht ein Teleskop zur Sonnenbeobachtung, man sieht Sonnenflecken und Eruptionen. Innen sehen wir den großen Doppel-Astrografen unter dem tunnelförmigen Dach, das sich als Ganzes wegschieben lässt. Wir bekommen die Technik erklärt, und staunen, dass die etwas antiquiert aussehende Kontrollstation noch immer funktioniert (es gibt natürlich auch einen modernen, computerisierten Kontrollraum). Anschließend fragen wir nochmals nach, ob wir vielleicht heute an einem Abendbesuch teilnehmen können – wir hinterlassen unsere Kontaktdaten und hoffen einfach.

Dann geht es ein Stückchen weiter in den Nationalpark hinein, wir machen einen Spaziergang zur Cascada El Rincón, einem hübschen Wasserfall in einem kleinen Canyon. Da wir am Nachmittag die andere astronomische Einrichtung besichtigen wollen, fahren wir die Straße weiter hinauf, um dort am Parkplatz des Observatoriums Mittagspause zu machen, auf 2.550 m Höhe mit großartigem Rundumblick. Aber nach einigen wenigen km stehen wir vor einem verschlossenen Gatter – man öffnet erst um 14:30, umdrehen können wir hier nicht, also bleiben wir vor dem Tor stehen, es gibt keine andere Option. Hinter uns reihen sich dann noch ein paar PKWs ein, die aus der Not eine Tugend machen – Tischchen und Sessel, Plastikboxen und Thermosflaschen werden ausgepackt, und die ganze argentinische Familie macht hier Mittagspause.

Um 14:30 ist es soweit, das Tor geht auf und wir fahren zum CASLEO hinauf, zum Complejo Astronomico El Leoncito. Hier ist das mit 2,15 m Durchmesser größte Spiegelreflex-Teleskop Argentiniens daheim, und es sitzt genauso wie das Cesco-Teleskop auf einem Sockel, der etwa 11 m tief ins Gestein reicht – die argentinischen Präkordilleren sind eine seismisch aktive Zone, da muss das teure Stück schon fest verankert sein. Die Kuppel mit dem Beobachtungsfenster ist 360° drehbar, und das Teleskop selbst kann in alle Himmelsrichtungen gekippt und geschwenkt werden. Der Spiegel wird alle vier Jahre komplett gereinigt und dann mit einer neuen Reflexionsschicht bedampft, der ganze Prozess dauert eine Woche. Und es ist kühl hier – flüssiger Stickstoff sorgt für die notwendige Kühlung der temperaturempfindlichen Elemente.

Nach diesem interessanten Besuch kehren wir zum Parkplatz beim Wasserfall zurück und machen Pause, der Mond steht bereits am Himmel. Und dann kommt eine What´s App von Julieta – ja, wir können um 21 Uhr am Abendbesuch teilnehmen. Gegen 18:30 fahren wir los – wir wollen nicht nochmals im Dunklen diese Strecke fahren müssen. Heute haben wir Glück, es ist wolkenlos, fast windstill und nicht kalt, und der Sternenhimmel ist einfach toll. Zwei Teleskope warten auf die etwa 40 Freizeit-Sterngucker, Julieta und Bruno stellen die Geräte auf verschiedene Konstellationen ein. Wir bekommen zuerst Omega Centauri, dann den Doppelstern Alpha Centauri zu sehen, anschließend einen offenen Sternenhaufen namens „Jewel Box“, und zum Abschluss den Mond. Es war ein großartiger Abend, wir plaudern noch mit Julieta und Bruno, und bedanken uns nochmals herzlich dafür, dass die beiden den Besuch möglich gemacht haben – ein nachträgliches Geschenk zu meinem gestrigen Geburtstag.

Day 378 / 354 – Sun, moon and stars

In the morning, bright sunshine and only little wind, in the west the glaciers of the Andes are glistening bright white. We visit the Carlos CESCO observatory at 7.644 ft, we are the only visitors – Julieta and Bruno, two astronomy students, give us a private tour. In front of the station there is a telescope view the sun, sun spots and some eruptions are visible. Inside, there is the large double astrograph under a vault ceiling which opens up completely by sliding aside. We hear a lot of technical details and we are astonished the control board is still working – looks older than we are. (Of course, there is also a room with modern equipment). At the end of our visit, we ask if we might join tonight´s star gazing – we leave our contact number and hope for the best.

Then we proceed a bit further into the national park, taking a nice walk to the Cascada El Rincón, a pretty waterfall in a small canyon. As we are planning to visit the other astronomical complex in the afternoon, we continue on the only road inside the park, planning to have lunch break at the observatory´s parking lot at 8.366 ft with a great view around. But after a few miles we have to stop in front of a closed gate. The gate won´t open before the next schedule visit time at 2:30 pm, we can´t reverse with our big Brave Camper here, so we have to stay right where we are, there is no other option. Later, some more cars arrive, stopping behind us, making the best of the situation – a small table and some chairs appear, lunch boxes and thermos bottles are put on the table, and the whole large Argentinian family enjoys lunch.

At 2:30 pm, the gate opens and we drive up to CASLEO, the Complejo Astronomico El Leoncito. The telescope is Argentina´s largest … with a diameter of more than 7 ft, sitting on a concrete base reaching deep into the mother rock – this is a zone of seismic activity, so the valuable equipment has to be mounted securely. The cupola with the observation window can be rotated 360°, and the telescope itself can me moved in every direction. The large mirror gets cleaned completely every 4 years, receiving a new reflecting layer; the whole process takes about a week. And it is a bit cold in here – liquid nitrogen keeps the temperature-sensitive elements nice and cool.

After this interesting visit, we return to the nice spot at the waterfall and take a break; the moon is already visible. And then we receive a What´s App message from Julieta – yes, we may come back to the CESCO observatory for the night visit at 9 pm. At 6:30 pm we drive up the mountain – we want to arrive there before sunset, avoiding to drive in the dark. We are in luck – no clouds, almost no wind and not too cold, and the night sky is impressive. Two telescopes are waiting for our group of 40 hobby star gazers; Julieta and Bruno adjust them to look at different constellations. First, we see Omega Centauri, then the double star Alpha Centauri, afterwards an open star cluster named “Jewel box” and finally the moon. It was a great evening, we chat a bit more with Julieta and Bruno, thanking them again for making the visit possible – it felt like a birthday present to me.

Route 230430

230424 – Parque Nacional Sierra de las Quijadas >

Montag / Monday, April 24, 2023

Tag 372 / 348 – Parque Nacional Sierra de las Quijadas

Wir verlassen San Luis in der Früh, fahren Richtung Nordwesten unter einer geschlossenen Wolkendecke, erst kurz vor der Sierra de las Quijadas gibt es dann doch blauen Himmel und Sonnenschein. Der hiesige Nationalpark ist keiner der berühmten großen Parks, obwohl hier bedeutsame Funde gemacht wurden – die versteinerten Überreste eines Pteroaustral, eines prähistorischen Flugreptils sowie Dinosaurierspuren wurden hier gefunden. Abgesehen davon ist der Park landschaftlich wunderschön, rötliche Erde, rote Felsen und Formationen, die uns wieder an säulenbeflankte Eingänge zu Felsentempeln erinnern (danke, Indiana Jones).

Es sind nur ganz wenige Touristen im Park, auf unserem Rundgang sind wir ganz allein, und sobald wir stehen bleiben und der rote Sand nicht mehr unter unseren Schuhen knirscht, herrscht ohrenbetäubende Stille. Zwei Kondore kreisen hoch über uns, große schwarze Geier sitzen auf den Felsen und die Guanakos hier wissen, wie man sich den Touristen zu präsentieren hat, nämlich genau beim Schild „Achtung, Guanakos“. Ein Mara-Baby wieselt durchs Gebüsch, und schwarzglänzende Käfer kreuzen unseren Weg. Mit einem Stückchen trockenen Holz wollen wir einen Käfer in eine fotogene Position dirigieren, als das Holzstück plötzlich eilig das Weite sucht – es war eine Stabschrecke, die damit nicht einverstanden war. 

Zurück am Parkplatz, kommt es dann – ausgerechnet in diesem weniger bekannten Nationalpark – zu einem DACH-Treffen. Drei Wohnmobile mit den Länderkennzeichen D, A und CH stehen einträchtig nebeneinander, und wir tratschen mit Ines und Carsten aus Westerwald, Deutschland, und Geni und Conny aus der Nähe von Zürich, Schweiz. Carsten trägt einen Gips, bei einer Brücke am Weg nach Villa Aguas Calientes, auf der furchtbaren Ripio-Piste, hat es ihm das Lenkrad verrissen und den Unterarm zertrümmert. Wir sind diese Strecke auch gefahren, mir wird noch im Nachhinein ganz schlecht – an so einen Unfallmechanismus hätte ich nie gedacht. Aber Carsten ist jetzt stolzer Besitzer einer Titan-Platte und mehrerer Schrauben im Unterarm und lenkt den Monstertruck bereits wieder selbst, trotz Gips.

Später, am Parkplatz bei der Ausfahrt aus dem Nationalpark, trinken wir gemeinsam Kaffee, und Ines fragt, ob ich eventuell die heute fällige Nahtentfernung durchführen würde? Die OP-Wunde ist bland verheilt, es ist der 10. postoperative Tag, es spricht nichts dagegen. Das nötige Equipment ist vorhanden, die beiden Nähte sind schnell entfernt, und Carsten und Ines sparen sich die Fahrt ins Krankenhaus.

Dann beratschlagen wir, wie wir weiterfahren. Morgen wollen wir uns die Gruta de Intihuasi nordöstlich von San Luis anschauen, das sind etwa drei Stunden Fahrzeit. Die Hälfte davon könnten wir heute noch bei Tageslicht hinter uns bringen, also verabschieden wir uns von den deutschen und schweizer Overlander-Kollegen und brechen auf. Wieder fahren wir auf einer wie mit dem Lineal gezogenen Strecke durch Busch- und Grassteppe, vorbei an Orten mit Namen wie „Pampa Grande“ – ja, der Name passt haargenau. Im Licht der Abendsonne fahren wir auf die Sierra de San Luis zu, in Luján suchen wir einen Platz für die Nacht. In der Nähe vom Krankenhaus befindet sich das Busterminal, gleich daneben die Polizeistation, wo gerade die gesamte Mannschaft heraussen steht, alle Blaulichter blitzen. Wir fragen höflich nach, ob es hier ein Plätzchen für uns gibt – ja, genau hier, am Busbahnhof neben der Polizei dürfen wir für die Nacht stehen bleiben – ein sicherer Platz.

Day 372 / 348 – Parque Nacional Sierra de las Quijadas

In the morning, when we leave San Luis direction northwest, we are driving under a blanket of grey clouds. A few miles before we turn left to the Sierra de las Quijadas, it´s blue sky and sunshine again. The national park in the Sierra is not one of the famous ones although important discoveries were made here – like the fossilized remains of a Pteroaustral, a prehistoric flying reptile or dinosaur tracks. The park itself offers a beautiful scenery, red earth, red rocks and some rock formations which again remind us of portals to temples like in Indiana Jones movies.

There are only a few tourists in the park, during our hike we don´t meet anyone, and as soon as we stop, there is no noise, it is completely quiet. Two condors are circling high above us, two black vultures are sitting on top of the rocks and the Guanacos here are well trained, they know they are expected to appear right next to the sign “Attention, Guanacos!” A baby mara is hiding in the bushes, and shiny, black bugs cross our path. As we try to position one of the bugs into a picture-perfect spot with a piece of dry wood, the wood suddenly jumps away – it was a stick insect, a very uncooperative one.

Back at the parking lot, we meet two other German speaking Overlander couples – Ines and Carsten with their big MAN truck from Westerwald, Germany, and Geni and Conny with their Iveco from the Zurich region, Switzerland. Carsten is wearing a cast on his forearm; crossing a bridge on the bad “ripio” road to Aguas Calientes, the steering wheel hit him and shattered the bones. I am feeling a bit wobbly, we have been driving there, too – I would never have imagined such a trauma mechanism. But Carsten is now the proud owner of a titanium plate and some screws in his forearm, and he is already able to drive his monster truck again, in spite of the plaster.

Later, at the exit of the park, we stop for coffee, and Ines asks if I would be willing to remove the sutures? The operation wound looks very good, it is the 10th day post-op, the removal is due today, so no problem. We have the necessary equipment, a few minutes later the stitches are gone, and Ines and Carsten don´t need to go to the hospital today.

Then we have to decide how to continue. Tomorrow, we want to visit the Gruta de Intihuasi

northeast of San Luis, that means about 3 hours driving. We could conquer half of the distance today before sunset, so we say good-bye to our fellow German and Swiss Overlanders and get going. The RP 20 is a dead-straight road again, leading through bush and grass land, passing villages with names like “Pampa Grande” – very aptly named. In the light of the evening sun, we drive towards the Sierra de San Luis; in Luján we look for a place for tonight. Close to the hospital, we find the bus terminal right next to the police station where a lot of police officers are standing outside, the lights on the motorbikes are flashing. We politely ask if we could stay somewhere around here – of course, no problem, right here between bus terminal and police station – a safe place.