230508 – Ein tierischer Tag ohne Flamingos >

Montag / Monday, May 8, 2023

Tag 386 / 362 – Ein tierischer Tag ohne Flamingos

Kleine grüne Krachmacher auf den Leitungen begrüßen uns in der Früh, als wir unseren Nachtplatz bei den Thermen von Tinogasta verlassen. Freundlicherweise haben sie uns eine ruhige Nacht gegönnt, ganz im Gegensatz zu ihren Artgenossen in Chilecito die Nacht davor – da hatten wir das Gefühl, in Schönbrunn im Vogelhaus gelandet zu sein, die kleinen grünen Papageien haben die ganze Nacht den Schnabel offen gehabt.

Und es geht tierisch weiter – an der Ortseinfahrt von Fiambalá grüßt uns eine große Kondorskulptur, dick und fett wie ein Truthahn. Am Hauptplatz stehen ein Choique (Ñandu) und ein Kondor, kunstvoll aus alten Autoreifen gefertigt. Eine halbe Stunde später einer der Höhepunkte des Tages: ein Gürteltier quert vor uns die RN 60 auf 2.200 m Höhe. Ich bin schneller aus dem Auto als der Kleine im Gebüsch, und somit muss er für ein paar Fotos stillhalten. 100 Höhenmeter später steht eine Herde Esel? Mulis? mit etlichen weißen Tieren am Straßenrand.

Dann durchqueren wir die Quebrada las Angosturas – wieder einmal eine Fahrt wie durch ein Lehrbuch der Geologie – eine traumhafte schöne Strecke. Auf der Hochebene des Valle de Chaschuil, kurz vor der Abzweigung zum Vulkan Pissis, kreisen Geier in der Luft, Guanakos grasen. Die Strecke zum mit 6.795 m zweithöchsten Vulkan der Welt ist sicher landschaftlich mindestens genauso schön – aber 90 km „ripio“ sind uns doch zuviel.

Kurz nach der Abzweigung werden wir angehalten und müssen Maut zahlen – in Form eines Apfels, dann dürfen wir auch Fotos mit dem Esel machen.

Schließlich erreichen wir die Lagune bei Cortaderos auf 3.360m, es gibt jede Menge Blesshühner, Enten und große Gänse zu sehen, aber (außer mir) nichts in pink. Keine Flamingos weit und breit, nicht ein einziger. Schade, denn das war eigentlich der Hauptgrund für diesen Abstecher in die Berge, aber trotzdem war es eine wunderschön zu fahrende Route. Wir machen Mittagspause am See, es ist idyllisch und friedlich hier, kaum Verkehr, keine Touristen.

Dann geht es die 100 km zurück nach Fiambalá, der Esel steht 50 m abseits der Straße im Feld und lässt sich auch mit einer Birne nicht locken. Vielleicht erinnert er sich nicht mehr an die Ottenweinerts. Oder es war ein anderer Esel. Die Herde Mulis ist auch noch unterwegs, aber das Gürteltier hat scheinbar genug für heute und lässt sich nicht mehr blicken. Wir kommen gegen 18 Uhr in Fiambalá an, besorgen Abend-Tickets für die Thermen, und fahren die 16 km in die Berge. Etwa 2 km vor dem Eingang zum Thermenkomplex stehen wir vor einem Schranken – man darf wirklich erst kurz vor 20:30 hinauffahren, wenn die letzten Nachmittags-Gäste den Komplex verlassen haben – die Parkplätze oben sind einfach limitiert. Also bereiten wir unser Abendessen mitten auf der Straße zu, und dann kommt auch noch eine Lebensmittelinspektion auf vier Pfoten an Bord. Die Hühnerreste von gestern werden restlos vernichtet, dann möchte unser Gast gar nicht mehr aussteigen. Schließlich dürfen wir zum Thermenkomplex hinauffahren und versenken uns dankbar im heißen Wasser, 39° war genau richtig und angenehm entspannend nach einem langen Tag.

Day 386 / 362 – Animal Encounters but no Flamingos

Little green noisemakers sitting on the phone cables greet us in the morning, as we leave Tinogasta. Fortunately, they have been quiet during the night – unlike their relatives the night before in Chilecito – there we felt like being in the middle of a parakeet meet-and-greet. Those birds there just didn´t shut up. All night. 

A bit later, at Fiambalá we see a huge Condor sculpture, at the main plaza there are a Choique (Ñnadu) and another Condor made of old tires, and half an hour later we see an Armadillo crossing the road in front of us, on Ruta 60. The armadillo tries to run and hide but I am faster, so he has to pose for some pictures with me. Sometime later, we see a pack of donkeys or mules including some all-white specimens.

We drive through the Quebrada las Angosturas, the narrow gorge, with incredibly beautiful and colorful rock formation, arriving at the plain of the Valley of River Chaschuil. Near the turn off to Pissis Volcano, we see guanacos and vultures are circling above us. The road to the volcano, the second highest in the world at 22.295 ft, must be beautiful, but we don´t want to drive an extra 55 miles “ripio” – one way.

Shortly after the turn off, we get stopped and have to pay toll – one apple, then we are allowed to take pictures with the donkey. Finally, we reach the Laguna de Cortaderos at 11.024ft, there are lots of coots, Andean Geese and other water fowl, but nothing pink (except myself). No flamingos, not one. Pity, because this was the main reason for the drive through the mountains; on the other hand, it was a very scenic drive and it is beautiful here, quiet and peaceful, no tourists, so we stay for lunch break.

Then we drive back to Fiambalá; we see the donkey again, but he won´t come near, not even when we offer more fruit – maybe he doesn´t remember the Ottenweinerts. Or maybe it´s another donkey. We also see the pack of mules again, but the armadillo has had enough for today and is nowhere to be seen. We arrive in Fiambalá at 6 pm, get tickets for the night visit to the hot springs and then drive the 10 miles up into the mountains. But, surprise, about a mile before the entrance we have to stop – we really have to wait until the last guests of the afternoon-shift have left – there isn´t much space on the parking lot up there. So, we prepare dinner in the middle of the road, interrupted by a food inspection on four paws. She takes care of yesterday´s chicken leftovers and then settles comfortably in our living room, not intending to leave again. Finally, we are allowed to drive up to the really nice thermal complex with many pools with different temperatures. We choose the 102°F pool to relax after a long day.

Route 230508

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