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230104 – In Asunción, aber nur beim Reifenhändler >

Mittwoch / Wednesday, January 4, 2023

Tag 262 – In Asunción, aber nur beim Reifenhändler

Am Weg nach Asunción mehren sich die Zufahrten zu Haciendas und wir sehen große Rinderherden zu beiden Seiten der Route. Die Gegend ist nicht mehr staubig, sondern grün, zwischen den Chaco-Palmen wächst Schilf. An kleineren und größeren Tümpeln und Teichen sitzen Reiher, Rosalöffler und ganze Storchenkolonien, und die Karakaras sind sowieso überall.

Etwa 45 km vor der Hauptstadt kommen wir durch die ersten Dörfer – auch hier alles aufgeräumt und sauber, kein Müll. Ein großes Schild „El Austríaco – Taller mechanico“ zwingt uns förmlich zum Stehenbleiben. Wir gehen hinein, um Hallo zu sagen – der Besitzer ist spanisch-sprachiger Paraguayer, der „Austríaco“ war der Großvater, die Firma heißt aber immer noch so. 

Wir fahren von Villa Hayes über die einzige Brücke über den Río Paraguay Richtung Asunción, und suchen den Reifenfachhändler, den uns Larry aus Filadelfia empfohlen hat. Im ersten Moment sieht es gut aus, aber dann stellt sich heraus, dass die vorgesehenen Reifen doch nicht auf unsere Felgen passen. Also müssen andere Felgen her. Señor Jaime telefoniert den ganzen Nachmittag für uns, kurz vor Feierabend kommt dann jemand mit 2 Felgen zum Probieren, aber auch die passen nicht. Jaime hat auch noch Kontakt nach Brasilien, er sagt uns morgen Bescheid, ob sich da etwas machen lässt.

Wir sind mittlerweile etwas entnervt, und beschließen, Steffens Einladung anzunehmen. Wir haben Steffen, der vor 40 Jahren aus Deutschland nach Paraguay gekommen ist, heute hier beim Reifenhändler kennengelernt. Er führt eine Pizzeria in Villa Hayes, direkt am Ufer des Río Paraguay, und er freut sich, wieder einmal Deutsch reden zu können – es gibt nämlich keine nennenswerte deutschsprachige Gemeinde hier. Es ist total gemütlich hier, wir sitzen lange auf der Veranda, essen köstliche Pizza und Steffen erzählt uns von Paraguay und von seinem bewegten Leben. Paraguay sei das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sagt er. Na schauen wir mal, ob es morgen möglich sein wird, unser Reifenproblem zu lösen!

Day 262 – In Asunción, at the tire shop

On the way to Asunción we see more and more driveways to haciendas and large cattle herds on both sides of the road. The scenery is not dusty anymore, but green, the Chaco-palms are surrounded by reed grass, and the many small water holes are surrounded by herons, spoonbills and whole colonies of storks. And the caracaras are everywhere.

About half an hour before we reach the capital, the first villages appear – and they also seem to be very tidy and clean, no visible garbage along the road. A large sign „El Austríaco – Taller mechanico“ (The Austrian – Mechanic) makes us stop, and we go in to say hello. But the owner is a Spanish speaking Paraguayan, the “Austríaco” was his grandpa, and the shop still carries this name.

From Villa Hayes, we use the only bridge crossing the Río Paraguay to Asunción, looking for the tire place recommended by Larry from Filadelfia. At first, things are looking up, but then it turns out that the tires Señor Jaime had in mind don´t fit on our rims. So, we have to get other rims. Señor Jaime is on the phone for us, the whole afternoon. In the evening, someone arrives with two rims – but they don´t fit, either. Jaime has contacts in Brazil, he might be able to tell us more tomorrow.

We are a bit unnerved by now, so we decide to follow Steffen´s invitation – we met Steffen, who immigrated to Paraguay 40 years ago, today right here at the tire place. He owns a nice pizzeria in Villa Hayes, at the banks of Río Paraguay, and he is happy to be able to talk in German again because there is no real German community here. It´s a beautiful evening, we sit on the veranda, eating delicious pizza and Steffen talks to us about Paraguay and about his interesting life. Paraguay is the country of endless possibilities, he says. Well, let´s hope it will be possible to solve our tire problem tomorrow!

Route 230104
Route 230104 – Detail Asuncion

221109 – Immer noch in Tulcán >

Mittwoch / Wednesday / Miercoles, November 9, 2022

Tag 206 – Immer noch in Tulcán

Die Nacht in der Werkstatt war ruhig, und am Morgen wird weitergearbeitet – beim Querstabilisator links vorne ist ein Teil abgerissen, das wird geschweißt. Unsere Zusatzscheinwerfer machen auch Probleme, aber der Autoelektriker von Automondo bringt alles in Ordnung. Zwischendurch fährt René junior mit uns zu seinem Onkel, einem Reifenhändler, sicherheitshalber mit einem Reifen von uns als Muster, aber leider hat auch er nicht die Reifendimension, die wir benötigen. Vielleicht in Quito, oder in Peru. Oder in Chile.

Dann gönnen wir unserem tapferen Krassen Pferd einmal Waschen und Shampoonieren, und es glänzt wieder. Auch sonst haben wir bei Automundo full service bekommen, wir durften uns an den Strom hängen, Wasser auffüllen und Tank entleeren – wir können diese Werkstätte mit bestem Gewissen weiterempfehlen!

Schließlich verabschieden wir uns von Anna, René und der Werkstatt. Wir machen noch einen Sprung am Friedhof von Tulcán vorbei – der steht wegen seinen Zypressenhecken sogar im Reiseführer. Die Bäumchen sind kunstvoll zurechtgeschnitten, wir finden Gesichter, Tiere, Totems und geometrische Muster. Es beginnt zu regnen, es ist kalt; eigentlich wollten wir ja bereits Richtung Ibarra fahren, aber langsam wird es dunkel und wir bleiben außerhalb von Tulcán bei einem netten Café stehen – ja, wir dürfen gerne hier übernachten, und morgen in der Früh müssen wir außerdem nicht selber Kaffee kochen.

Day 206 – Still in Tulcán

We had a good night´s sleep in the workshop, and in the morning the crew starts working on the front stabilizer – they are able to weld the torn off part, and the electrician repairs the auxiliary headlight. In the meantime, René junior drives us (and one of our tires) to his uncle who owns a tire shop – unfortunately we can´t find the correct tire dimension there, either. Maybe in Quito. Or in Peru, or Chile

Then our camper gets a luxury wash, we fill up on water, empty the greywater and charge the battery – full service at “Automundo” – we can recommend this place whole heartedly!

Finally, we say good-bye to Anna and René and the team of Automundo. We visit the cemetery of Tulcán, famous for its cypress topiary hedges – faces, animals, totems and geometrical figures. Then it starts raining, it is cold and it is getting dark. Instead of driving direction Ibarra as planned, we pull into the parking lot of a nice café outside Tulcán and stay for the night. And tomorrow morning we won´t have to make coffee ourselves.

Día 206 – Todavía en Tulcán

Después una noche muy tranquila en el taller, los mecánicos reparan la barra estabilizadora y también los faros auxiliares. Mientras tanto René junior nos transporta (y una de nuestras llantas) a su tío qui tiene una llantería, pero aquí tampoco podemos encontrar la dimensión de llanta correcta. Quizás en Quito. O en Perú. O en Chile.

Luego, tratamos nuestro vehículo a un lavado; podemos llenar el tanque de agua, vaciar el tanque de agua usada y podemos cargar electricidad. ¡Podemos recomendar este taller 100%, muchas gracias!

Finalmente nos despedimos de Anna, René y el taller “Automundo”. Visitamos el cementerio de Tulcán, famoso por sus setos recortados artísticamente – vemos rostros, animales, tótems y formas geométricas. Llueve otra vez, y hay frío – y en lugar de manejar hacia Ibarra hoy, vamos a pasar la noche en el parqueadero de un café afueras de Tulcán. Y mañana por la mañana no tenemos que hace café nosotros mismos.

Route 221109

221108 – Automundo in Tulcán >

Dienstag / Tuesday / Martes, November 8, 2022

Tag 205 – Automundo in Tulcán

Nach einer erstaunlich ruhigen Nacht am Parkplatz bei der Einreise nach Ecuador finden wir – dank IOverlander – in Tulcán, ein paar km hinter der Grenze, die Werkstatt Automundo. Anna, die Schwiegertochter von Firmenchef René senior und Gattin von dessen Sohn, der auch René heißt, ist aus Gleisdorf in der Steiermark, und freut sich, wieder einmal Österreicher zu treffen. Wir dürfen ohne Termin unser armes krankes Krasses Pferd einfach in die Werkstattbox stellen und man beginnt, die Bremsen auseinanderzunehmen. Die Bremsbeläge sind vorne fast völlig verbrannt – vielleicht waren wir doch ein wenig zu schwungvoll unterwegs und zu sorglos beim Bremsen. Dafür sind die Bremsen hinten in Ordnung.

Während das Werkstatt-Team arbeitet, gehen wir Obst und Gemüse einkaufen, besorgen SIM-Karten fürs internet in Ecuador, nehmen die Wäscherei in Anspruch und erledigen emails und räumen das Auto ein bisschen auf. Am Abend sind wir bei Anna und René zum Essen eingeladen, und wir plaudern noch lange. Dann übernachten wir in unserem Haus auf Rädern in der Werkstatt; die Bremsen sind zwar fertig, aber es wurden noch andere Schäden festgestellt, die morgen behoben werden. Diese Werkstatt war wirklich ein Glücksgriff.

Day 205 – Automundo in Tulcán

After a quiet night at the Ecuadorian immigration parking lot, we drive a few miles to Tulcán to “Automundo”, a car workshop (mentioned in the IOverlander App), owned by René senior. His son, René junior, is married to Anna, an Austrian from Gleisdorf in Styria, who is happy to meet fellow Austrians. The team of Automundo takes care of our poor, sore camper – the front brake pads are almost completely burned – we might have been driving down the mountains a bit too careless – and too fast. The rear brakes are ok, though.

In the meantime, we go grocery shopping, buy sim cards for internet access in Ecuador, bring the laundry to the lavandería, write emails, and reorganize stuff in the camper. Anna and René invite us to dinner at their home, and we have a lot to talk about. Then we spend the night in our camper at the car workshop; the work on the brakes is done, but there are some more damages which will be fixed tomorrow. We are lucky to have found this place!

Día 205 – Automundo in Tulcán

Después una tranquila noche en el estacionamiento de la inmigración ecuatoriana manejamos algunos kilómetros hasta Tulcán donde encontramos el taller “Automundo” (gracias, IOverlander App). El dueño, René senior, tiene un hijo, René junior, quien está casado con Anna, una austríaca – ella está feliz encontrar austríacos. Los mecánicos desmontan nuestros frenos – los frenos delante están casi completamente quemados. Quizás bajamos las montañas demasiado rápido. Pero los frenos traseros están bien. Mientras tanto vamos a comprar frutas y verduras, obtenemos tarjetas sim, y llevamos la ropa a la lavandería. Anna y René nos invitan a cenar a su casa, y tenemos mucho de qué hablar. Luego pasamos la noche en nuestra caravana en el taller – los frenos están listos, pero se

Route 221108