Archiv der Kategorie: on the road

260604 – Donnerstag, 4. Juni – zurück nach China –

Voriges Jahr haben unsere Freunde aus Hongkong mit uns einen mehrtägigen Ausflug zum Chimelong Ocean Kingdom bei Zuhai, nördlich von Macau gemacht, und wir waren begeistert. Dieses Mal geht’s für drei Tage und zwei Nächte zum Chimelong Resort bei Gouangzhou, mit insgesamt fünf verschiedenen Attraktionen: Safaripark, Vogelpark, Zirkus, Vergnügungspark und Wasserpark. Mit dem Taxi geht es zur Grenze bei Futian, und schwupps, schon sind wir wieder in China – dabei sind wir doch gestern erst ausgereist.

Eineinhalb Stunden später checken wir im Chimelong Hotel ein – ein Riesenkasten – natürlich, wir sind ja wieder in China. Wir nehmen das Shuttle zum Safari Park und verschaffen uns erst mal einen Überblick über das gewaltige Areal. Mit der Gondelbahn schweben wir über den Park, dann gehen wir Tiere füttern, dieses Mal Giraffen, und auch die Affen, die für ihr Futter schwimmen und tauchen.

Dann starten wir wieder einen Versuch mit dem 4D Kino, diesmal für uns verständlich, mit englischen Untertiteln und einer sehr netten Story über drei Pandabär-Kinder, die ihren Papa vom Mond retten. 

Anschließend ist es bereits Zeit für die Abendvorstellung im Internationalen Zirkus – mit über 7.500 Sitzplätzen das größte permanente Zirkuszelt der Welt – allerdings leider nicht klimatisiert, also sehr heiß, und auch sehr, sehr laut. Über 300 Artisten aus mehr als 20 Ländern treten hier auf, und die Show beginnt schon einmal spektakulär, nämlich mit zwei menschlichen Kanonenkugeln – ein Zirkusakt, den wir bis jetzt noch nie gesehen haben. Außerdem gibt es eine Reitertruppe mit Tiger und Löwen in der Arena , tolle Hochseilakte, eine unglaubliche Artistengruppe aus Afrika, eine äußerst athletische Feuerwehr (wir hätten da so ein paar Ideen für die nächsten Feuerwehrbewerbe)und viele tierische Beteiligte: Hornbills schweben ein, Schweine, Gänse und Flamingos sind in der Parade ebenso mit von der Partie. Den Abschluss bilden Kunstspringer, Motorräder in der Stahlkugel (diesmal nur vier Motorräder) und das Rad des Todes. Eine tolle Vorstellung.

Thursday, 4 June – Back to China

Last year, our friends from Hong Kong took us on a multi-day trip to Chimelong Ocean Kingdom near Zhuhai, north of Macau, and we absolutely loved it. This time, we’re heading to the Chimelong Resort near Guangzhou for three days and two nights, with a total of five different attractions: a safari park, bird park, circus, amusement park, and water park. We take a taxi to the border crossing at Futian and, just like that, we’re back in China—even though we only left yesterday.

An hour and a half later, we check into the Chimelong Hotel—a gigantic complex – of course, we’re back in China. We take the shuttle to the Safari Park and first get an overview of the vast grounds. Riding the cable car, we glide above the park before heading off to feed some animals. This time it’s giraffes, as well as monkeys that swim and dive to retrieve their food.

Next, we give the 4D cinema another try. This time we can actually follow the story thanks to English subtitles. It’s a charming tale about three panda cubs who set out to rescue their father from the moon.

Afterwards, it’s already time for the evening performance at the International Circus. With more than 7,500 seats, it is the largest permanent circus venue in the world. Unfortunately, it isn’t air-conditioned, making it very hot, and it’s also extremely loud. More than 300 performers from over 20 countries take part, and the show opens spectacularly with two human cannonballs—a circus act we have never seen before.

The program also features an equestrian troupe performing alongside tigers and lions in the arena, breathtaking high-wire acts, an incredible acrobatic group from Africa, and a remarkably athletic fire brigade (we came up with a few ideas for future firefighter competitions back home). There are plenty of animal performers as well: hornbills soar into the arena, while pigs, geese, and flamingos all take part in the parade.

The grand finale includes high divers, motorcycles racing inside the steel globe (this time only four bikes), and the Wheel of Death. A fantastic show.

250511 – Tag 10 / Sonntag, 11. Mai – so viele Tempel –

Auch Regen kann uns nicht abhalten – weniger Leute unterwegs = gute Fotos. Wir beginnen unsere Besichtigungstour heute am buddhistischen Paochueh Tempel, wo uns ein 30 m hoher Buddha anlacht – angeblich einer der größten und auch best genährten, um nicht zu sagen, fettesten Buddhas auf Taiwan. Dann geht es eine Stunde nach Süden, zum Konfuzius Tempel in Changhua, der nächstes Jahr seinen 300. Geburtstag feiert (also der Tempel, nicht Konfuzius). Hier in Changhua besuchen wir auch einen großen Buddha, die Statue mit Tempelkomplex auf dem Baguashan Hügel. im Inneren der 22 m hohen Statue befinden sich etliche Dioramen, die Stationen aus Buddhas Leben darstellen.

Von Changhua ist es nur eine kurze Fahrt nach Lukang, wo wir zuerst den Longshan Tempel bewundern, den allerersten buddhistischen Tempel auf Taiwan. Es herrscht ein reges Kommen und Gehen hier, und immer wieder sehen wir auch Gläubige, die nach dem rituellen Gebet ihre Orakel Steine werfen. Dann geht es zum Matsu Tempel, und hier hören wir schon von weitem Trommeln. Wir kommen gerade zurecht zu einer Zeremonie, mit bunten Masken, Tanz und Trommelwirbel, viel Rauch und noch mehr Böllern. Wir haben zwar nicht verstanden, worum es eigentlich ging, aber Matsu hat sich sicher über die Zeremonie zu ihren Ehren gefreut.

Die „Lukang Old Street“ ist ein pittoreskes Einkaufsparadies, wir bummeln durch die engen Gässchen, wo Gewürze, Tee, Süßigkeiten, Trockenfisch, Souvenirs und Spielzeug angeboten werden, und kommen schlussendlich mit zehn neuen Ambulanzen für unsere Sammlung wieder beim Auto an. Es wird Zeit, unsere Reserve-Reisetasche auszupacken….

Dann geht es Richtung Sonne – Mond – See, wo wir zwei Nächte bleiben werden. Beim malerischen Long-Feng-Tempel legen wir einen kurzen Stopp ein, dann checken wir in unserem Bed & Breakfast ein. Zum Abendessen bringt uns Andy in ein kleines Restaurant, wo wir uns wieder durch uns bislang unbekannte Speisen durchkosten. Ada bestellt für uns alle, und wir probieren einfach alles aus … macht Spaß, gemeinsames Abendessen „chinese Style“.

Day 10 / Sunday, May 11 – So Many Temples

Not even rain can stop us – fewer people out and about = better photos. We begin our sightseeing tour today at the Buddhist Paochueh Temple, where a 30-meter-high Buddha greets us – supposedly one of the largest and best-fed (not to say fattest) Buddhas in Taiwan. Then we head an hour south to the Confucius Temple in Changhua, which will celebrate its 300th anniversary next year (the temple, not Confucius). Here in Changhua, we also visit a large Buddha – the statue and temple complex on Baguashan Hill. Inside the 22-meter-high statue are several dioramas depicting scenes from Buddha‘s life.

From Changhua, it’s just a short drive to Lukang, where we admire the Longshan Temple, the very first Buddhist temple in Taiwan. There’s a lively coming and going here, and we repeatedly see worshippers tossing their oracle stones after ritual prayer. Then we head to the Matsu Temple, and from a distance, we already hear drums. We arrive just in time for a ceremony with colorful masks, dancing and drumming, lots of smoke, and even more firecrackers. We didn’t quite understand what it was all about, but Matsu surely appreciated the celebration in her honor.

Lukang Old Street is a picturesque shopping paradise. We stroll through the narrow alleyways where spices, tea, sweets, dried fish, souvenirs, and toys are sold, and eventually return to the car with ten new ambulances for our collection. It’s time to unpack our backup travel bag…

Then we head toward Sun Moon Lake, where we’ll stay for two nights. We make a quick stop at the scenic Long-Feng Temple, then check into our Bed & Breakfast. For dinner, Andy takes us to a small restaurant where we once again dare to sample unfamiliar dishes. Ada orders for all of us, and we share and try  everything … a fun Chinese-style dinner.

250507 – Tag 6 / Mittwoch, 7. Mai – von Chimelong nach Gankeng Ancient Town –

Heute geht es noch einmal ins Ocean Kingdom, wir haben ja vorgestern und gestern nicht den ganzen Park geschafft. Wir besuchen die Manatees und die weißen chinesischen Delfine, bestaunen die riesigen chinesischen Salamander und erleben im 5D Theater die Abenteuer von Tiger Kaka, seiner Freundin Kiki und Papagei Kuku mit. Dann setzen wir uns mit einem Kaffee vor die größte Acrylglasscheibe der Welt, bestaunen nochmals die Walhaie in ihrem riesigen Aquarium und sehen Tauchern bei der Arbeit zu – Fische und Rochen mit der Hand füttern, oder auch die Aquariumscheiben von innen putzen.

Am Nachmittag holen wir unser Gepäck aus dem Hotel und nehmen den Zug über Zhuhai nach Shenzhen. Ada hat die Zugtickets für uns gebucht, am Bahnhof müssen wir tatsächlich mit dem Pass einchecken und dann die Überraschung: wir dürfen unseren Deospray nicht mitnehmen. Wir wundern uns, das ist ja ein Zug und kein Flugzeug – die Erklärung: es ist ein Hochgeschwindigkeitszug durch einen Tunnel und da darf kein unter Druck stehendes Behältnis mitgenommen werden. 

In Shenzhen geht es mit dem Taxi in unser Hotel in Gangkeng, genau gegenüber dem Hotel Vienna. Liman wartet hier schon auf uns, wir machen einen Abendspaziergang in dem liebevoll restaurierten und schön beleuchteten Viertel innerhalb der alten Stadtmauern, am Fuße eines bewaldeten Hügels. Hier wohnen auch Millionen Frösche, und so kommen wir am Abend in den Genuss einer gewaltigen Froschsymphonie – richtig romantisch, genau passend für unseren heutigen 26. Hochzeitstag. ,

Day 6 / Wednesday, May 7 – From Chimelong to Gankeng Ancient Town

We visit Ocean Kingdom one more time – we hadn’t covered everything the previous two days. We see manatees and the white Chinese dolphins, marvel at the giant Chinese salamanders, and enjoy the 5D theater adventure with Tiger Kaka, his friend Kiki, and parrot Kuku. Then we sit down with a coffee in front of the world’s largest acrylic glass panel, admire the whale sharks in their vast tank again, and watch divers feeding fish and rays by hand and cleaning the glass from the inside.

In the afternoon, we retrieve our luggage from the hotel and take the train via Zhuhai to Shenzhen. Ada booked the train tickets for us. At the station, we have to check in with our passports, and then comes a surprise: we can’t bring our deodorant spray. We’re puzzled—it’s a train, not a plane— the explanation: it’s a high-speed train traveling through a tunnel, and pressurized containers are not allowed.

In Shenzhen, we take a taxi to our hotel in Gangkeng Old Town, right across from the Vienna Hotel. Liman is already waiting for us. We take an evening stroll through the lovingly restored and beautifully lit district within the old city walls, at the foot of a wooded hill. Millions of frogs live here, and at night we’re treated to a grand frog symphony – very romantic, perfectly fitting for our 26th wedding anniversary today.

250504 – Tag 3 / Sonntag, 4. Mai – von Hongkong nach Zhuhai, China –

Beim Frühstück lernen wir Mr. Siu und seine Gattin Alice kennen – die beiden haben sich angeboten, unsere kleine Reisegruppe – Ada, Johnny, Sigi und mich – mit ihrem 7-Sitzer nach Festland-China zu transportieren. Und wir lernen „drip coffee“ kennen, die lokale Methode, den Frühstückskaffee zuzubereiten. Wir verabschieden uns von Liman, der diese Woche wieder bei St. Johns Ambulance unterrichtet und daher nicht mitkommen kann, und dann geht es nach China.

Die Brücken- und Tunnelkonstruktion, die Hongkong mittlerweile mit Macao und Festland-China verbindet, ist gewaltig; bei unserem letzten Besuch sind wir noch mit der Fähre gefahren. Auch die Besucherströme sind gewaltig, aber die Einreise nach China ist völlig problemlos, schnell und effizient. Und hier ist dann einfach alles riesig – die Shopping Malls, die Gebäude, die Brücken, die Menschenmassen. Und auch der Verkehr, jetzt wieder auf der rechten Seite.

Hier in Zhuhai erwartet uns Jane, eine Freundin von Ada – sie hat für uns Mittagessen in einem sehr guten Restaurant reserviert, anschließend bummeln wir durch die Straßen, gönnen uns ein Bubble-Desert mit Obst und Eis, schlendern am Strand entlang, schauen beim Kartenspielen und Drachensteigen zu und bewundern die kühne Konstruktion des Opernhauses von Zhuhai – die Oper von Sydney würde hier ins Foyer passen …

In starkem Kontrast dazu steht die alte Siedlung Tangjia Ancient Town, liebevoll restaurierte alte Häuser, welche nun als Shops und Cafés dienen, in engen Gassen, umgeben von einer Stadtmauer und bewacht von einem Turm – und von Katzen, im Katzencafé. Nach dem Abendessen checken wir im Chill House ein, ein Appartment-Hotel – etwas ungewohnt, mit Waschmaschine am Zimmer, aber ohne Kühlschrank, dafür mit tollem Blick über die Stadt.

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Day 3 / Sunday, May 4 – From Hong Kong to Zhuhai, China

At breakfast, we meet Mr. Siu and his wife Alice – the two have kindly offered to drive our small travel group – Ada, Johnny, Sigi, and me – to mainland China in their 7-seater vehicle. We also get to know “drip coffee,” the local method for preparing breakfast coffee. We say goodbye to Liman, who is teaching again this week at St. John’s Ambulance and therefore can’t come along, and then we’re off to China.

The bridge and tunnel construction that now connects Hong Kong with Macau and mainland China is immense; during our last visit, we still traveled by ferry. The number of visitors is also immense, but entering China is completely smooth, fast, and efficient. And here, everything is just huge – the shopping malls, the buildings, the bridges, the crowds. And also the traffic, now back on the right-hand side of the road.

In Zhuhai, Jane – a friend of Ada – is waiting for us. She has reserved a table for lunch at a very good restaurant. Afterward, we stroll through the streets, treat ourselves to a bubble dessert with fruit and ice cream, walk along the beach, watch people playing cards and flying kites, and admire the bold architecture of the Zhuhai Opera House – the Sydney Opera House would probably fit into its foyer…

In stark contrast stands the old settlement of Tangjia Ancient Town, lovingly restored old houses now serving as shops and cafés, nestled in narrow alleys, surrounded by a city wall and guarded by a tower – and by cats, in the cat café. After dinner, we check into Chill House, an apartment hotel – a bit unusual, with a washing machine in the room but no fridge, though it offers a fantastic view over the city.

231119 – Paramedics & Ambulances >

Abgesehen von der großen weltumspannenden Familie des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds gibt es noch eine zweite globale Familie. Egal ob sie Paramedics, Notärzte, Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, First Responder usw. genannt werden –  gemeinsam haben sie alle, dass sie sich um Erkrankte, Verletzte und Menschen in Not kümmern, egal unter welchem Logo, Zeichen, Slogan oder in welchem Land sie tätig sind.

Wir sind stolz darauf, Teil dieser Familie zu sein und natürlich haben wir auf unserer Reise viele dieser KollegInnen und „Familienmitglieder“ getroffen. Interessante Geschichten wurden erzählt, Einsatzfahrzeuge und Equipment hergezeigt und neue Freundschaften über die Grenzen hinweg geschlossen. Wir danken Euch für diese wundervollen Momente!

Apart from the large, worldwide family of the Red Cross and the Red Crescent, there is another global family. Whether they are called paramedics, emergency physicians, paramedic technicians, EMTs, first responders, and so on, they all have one thing in common: they care for the sick, the injured, and for people in need, regardless of the logo, symbol, slogan, or country they work in.

We are proud to be a part of this family, and during our journey, we met many of these colleagues and „family members.“ Interesting stories were shared, emergency vehicles and equipment were shown, and new friendships were formed across borders. We thank you for these wonderful moments!

231109 – Ein Dorf, das deinen Namen trägt … >

Vor einigen Jahren wurde meine Aufmerksamkeit auf die Geschichte meiner Familie gelenkt und ich begann im Internet zu recherchieren. Ich war nicht wenig erstaunt, als eines der Ergebnisse aus der Abfrage auf ein kleines Nest in Texas referenzierte. Neugierig geworden suchte ich nach Bildern und Texten zu dem kleinen Städtchen im Herzen von Texas. Seit damals war für mich klar: dort möchte ich mal hin.

Unsere Reise führte uns tatsächlich zu dem kleinen Ort etwas abseits der Hauptstraße. Ein verschlafener Ort, der aus einigen Straßen besteht und dessen beste Zeit schon lange zurück liegt. Genaugenommen besteht der Ort aus einem kleinen Rathaus, einer Kirche, einem Post-Office, zwei geschlossenen Schulen und einer Feuerwehrstation. Ganze 126 Einwohner zählt der Ort noch … und es werden immer weniger.

Über die Entstehung gibt es unterschiedliche Versionen. Die einen sagen, der Ort wurde nach einem Senator Weinert benannt, andere Quellen sprechen von einem Mitarbeiter der Eisenbahnbaugesellschaft, den man mit Land entlohnte, worauf er den Ort gründete.

Wie auch immer – es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man seinen Namen am Rathaus, am Wasserturm, am Friedhof und auf den Feuerwehrautos liest. In jedem Fall war es den Abstecher wert.

Ein Senator mit dem Namen Weinert …

In Austin/Texas besuchten wir das Capitol und fanden die Spuren des möglichen Namensgeber. Eigentlich gab es gleich zwei Senatoren mit dem Namen Weinert und den Aufzeichnungen nach dürften sie auch ziemlich erfolgreich in ihrer Tätigkeit gewesen sein.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_C._Weinert

https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolph_A._Weinert

Das Weinert Haus in der Weinert Straße …

Das Haus von Ferdinand Weinert steht in Seguin, Texas und ist heute (neben einem Historic Landmark) ein AirBnB. Aber nicht nur als Historic Landmark kennt man das Gebäude, sondern auch als Ort, an dem es spuken soll. Im Buch „The Big Book of Texas Ghost Stories“ von Alan Brown (Rowman & Littlefield, 17.07.2019 – 288 Seiten) werden die geisterhaften Aktivitäten im Weinert-Haus beschrieben.

Eine Weinflasche mit dem Namen Weinert darauf …

Und noch einmal sind wir auf unserer Reise auf den Namen Weinert gestoßen. Diesmal in der berühmten Weingegend um Mendoza in Argentinien.

Etwas außerhalb von Mendoza liegt Lujan de Cuyo – Heimat der Bodega Weinert. Die Weine – und hier besonders der Malbec – haben es zu lobenden Erwähnungen in das Forbes Magazin geschafft.

https://www.forbes.com/sites/karlsson/2020/08/24/bodega-weinert-mendoza-malbec/

Für uns ein Grund, bei der Bodega vorbeizuschauen und natürlich auch eine Flasche dieses berühmten Weins mitzunehmen.

Die Flasche haben wir dann übrigens am letzten Abend in Uruguay bei Timo und seinen Brüdern bei einem Grillabend geleert. Die leere Flasche ist aber als Souvenir mit nach Österreich gekommen.

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A village that bears your name…

Several years ago, my attention was drawn to the history of my family, and I started researching on the internet. I was quite surprised when one of the search results referenced a little town in Texas. Curiosity led me to search for pictures and information about this small town in the heart of Texas. Since then, it was clear to me: I want to visit there someday.

Our journey actually led us to the small town off the main road. It’s a sleepy place with a few streets, and its heyday is long gone. The town consists of a tiny town hall, a church, a post office, two closed schools, and a fire station. It has only 126 residents, and their number is decreasing.

There are different versions of how the town got its name. Some say it was named after a Senator Weinert, while other sources mention a railroad company employee who was compensated with land and then founded the town.

Regardless of the origin, it’s a strange feeling to see your name on the town hall, the water tower, the cemetery, and the fire trucks. In any case, the detour was worth it.

A Senator named Weinert

In Austin, Texas, we visited the Capitol and found traces of the potential namesake. There were actually two senators Weinert, and records indicate they were quite successful in their roles.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_C._Weinert

https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolph_A._Weinert

The Weinert House on Weinert Street …

Ferdinand Weinert’s house is located in Seguin, Texas; today, it’s an AirBnB (in addition to being a Historic Landmark). The building is not only known as a Historic Landmark but it’s also said to be haunted. The ghostly activities in the Weinert House are described in the book „The Big Book of Texas Ghost Stories“ by Alan Brown.

And once again, we came across the name Weinert on our journey, this time in the famous wine region around Mendoza, Argentina.

A wine bottle with the name Weinert on it …

Just outside of Mendoza is Lujan de Cuyo, home to Bodega Weinert. Their wines, especially the Malbec, have received high praise and made it into Forbes Magazine.

For us, this was a reason to visit the winery and, of course, take a bottle of this famous wine with us. By the way, we emptied the bottle on the last evening in Uruguay with Timo and his brothers at the barbecue. The empty bottle made its way to Austria as a souvenir.

230817 – (temporärer) Abschied vom Krassen Pferd >

Donnerstag / Thursday, August 17, 2023
Tag 487 / 463 – (temporärer) Abschied vom Krassen Pferd

Uruguay lässt es zum Abschied nochmal so richtig krachen, die ganze Nacht.

Es donnert und blitzt beinahe gleichzeitig, es schüttet, in der Früh ist die Wiese schlammig und neben dem Weg hinunter zu den Werkstätten könnte man Wildwasser-raften. Dennoch müssen wir in diesem grauslichen Wetter die letzten nötigen Dinge erledigen – Toilettentank reinigen, Wasser- und Abwassertank auslassen, Gasflasche ausbauen. Die Gasflasche lassen wir hier, mitnehmen dürfen wir sie ohnehin nicht, vielleicht haben andere Reisende Verwendung dafür. 

Wir verabschieden uns zum dritten und letzten Mal von Timo, Felix, Michael und Lehrling David, und von Frieda, die zitternd Schutz sucht, weil sie Angst vor dem Gewitter hat, das immer noch hier herumzieht.

Die Fahrt nach Montevideo dauert trotz regennasser Fahrbahn nicht viel länger als geplant, dafür ist die Zufahrt zum Hotel im Einbahngewirr rund um den alten Markt im historischen Zentrum ein wenig mühsam. Aber schließlich finden wir doch hin und deponieren unser Gepäck in der Lobby.

Dann geht es zum Büro der Verschiffungsagentur, wo wir die letzten Papiere unterschreiben – Parkplätze hier in der Altstadt gibt es hier keine, wir machen es wie die Einheimischen – man bleibt einfach möglichst wenig verkehrsbehindernd irgendwo stehen und schaltet die Warnblinkanlage ein. Nächster Stopp: Bei der Hafenbehörde die Genehmigung zur Einfahrt bzw. zum Betreten des Hafengeländes einholen. Auch hier keine Parkmöglichkeit, und es regnet – also stehen bleiben, Warnblinkanlage an, Motor aus, fertig. Ich lege beide Pässe vor, und bekomme überraschenderweise problemlos Genehmigungen für uns beide (obwohl angeblich nur eine Person das Fahrzeug zur Übergabe in den Hafen fahren darf). Dann suchen wir die Nordeinfahrt zum Hafen – mühsam, Baustellen, Absperrungen, Einbahnen; dort wartet Señor Nelson auf uns, der die Gasüberpüfung durchführt – Gastank leer, beim Herd kommt kein Gas mehr raus, und auch die Toilette ist gasfrei (!!), somit bekommen wir die nötige Bescheinigung. 

Anschließend fahren wir ins Hafengelände ein (die Genehmigungen will niemand sehen), wo uns schon der Shipping Agent, Señor Fernando erwartet. Wir durchqueren das gesamte Areal einmal der Länge nach, um die Ausfuhrgenehmigung vom Zoll zu bekommen – es regnet nach wie vor, niemand kontrolliert das Fahrzeug, Fernando erledigt alles für uns, wir müssen nicht mal aussteigen. Dann geht es den ganzen Weg retour bis zur Abstellfläche für die Fahrzeuge, die kommendes Wochenende mit der Grande Buenos Aires verschifft werden; ein anderes Wohnmobil steht auch hier. Und jetzt heißt es Abschied nehmen – alle Außenklappen versperren, die Durchgangstür innen mit der Stiege blockieren, das Handgepäck nehmen, die Seitentür absperren, Schlüssel abgeben – und hoffen, dass wir unser Treues Krasses Pferd Mitte September wohlbehalten und vollständig in Hamburg abholen können. 

Day 487 / 463 – Saying good-bye to our Brave Camper (temporarily)

We get a grand finale with fireworks for our last day here at Uruguay Storage – thunder and lightning all through the night, pouring rain, the campground is muddy and we could go whitewater rafting on the little creek running parallel to the path down to the workshops. Despite of the weather, we have to finish the preparations – clean the toilet tank, empty water and grey water tanks, take out the LPG bottle which is not allowed on board the ship. So, we leave it here – maybe other travelers can put it to good use.

We say good-bye to Timo, Felix, Michael and apprentice David for the third and last time; and to Frieda who is shaking like a leaf because she is afraid of the thunderstorms which is still very active above our heads. The drive to Montevideo doesn´t take much longer than anticipated, despite the rain and the bad driving conditions; but getting to our hotel near the old market in the historic part of Montevideo is a bit tricky due to the many one-ways. Finally, we find a spot to unload our luggage, leaving it at the hotel lobby.

Then, we drive to the office of the shipping agency where we have to sign the final papers. There are no parking spots here, so we do as the locals do – park without being too much of a traffic obstruction and use the hazard lights. Next stop: getting the entry permission for the harbor area at the harbor control. Same here – no parking spots, so stop, hazard lights on, motor off and go. We present both our passports and to our surprise be both get the permission for entering the harbor (usually it´s only one the person driving the vehicle who may enter). After that, we search the north entrance to the harbor – very tricky, lots of construction, blocked roads, one-ways – where Señor Nelson is waiting for us to do the gas check. The gas tank is empty (otherwise we would have had to take it out), the stove is gas-free and also the toilet (!!), so we get the necessary certificate.

Afterwards, we drive into the harbor area (no one wants to see our permissions) where Señor Fernando, the shipping agent is waiting for us; he guides us from the north end of the harbor area all the way to the south end to get the custom´s permission to export our vehicle. It is still raining, there is no car inspection, Fernando does the paper work for us, we don´t even have to get out of the car. Then we drive all the way back to the north entrance to the parking lot for all the vehicles which will be shipped with Grande Buenos Aires this coming weekend. And now we have to say good-bye. We lock all the exterior hatchets and compartments, block the inner door from the driver´s compartment into the living room with the foldable stair, take our carry-on, lock the side door and leave the keys with the harbor official. We hope and pray that we will get our Brave Camper back, in good shape and with all the contents, mid-September in Hamburg, Germany.

Route 230817

230812 – Im Gaucholand >

Samstag / Saturday, August 12, 2023
Tag 482 / 458 – Im Gaucholand

Die Entscheidung, über Nacht hier im Valle del Lunarejo zubleiben, war eine gute – herrlich ruhig, ein toller Sternenhimmel, daher recht frisch in der Früh mit 9°C draußen und 14° im Wohnmobil – und die Heizung geht schon wieder nicht. Knurr. Den angezeigten Fehlercode kennen wir nicht, die Bedienungsanleitung finden wir grad nicht, aber wir fahren ja ohnehin zu Timo – er wird´s schon richten (gut, dass wir jetzt noch draufgekommen sind, bevor wir unser Krasses Pferd heimschicken).

Zuerst geht es aber noch nach Tacuarembó, der Hauptstadt des gleichnamigen Departments ganz im Norden Uruguays und Gaucho-Hauptstadt des Landes. Wir haben im letzten halben Jahr viele, viele Gauchos gesehen, die südamerikanische Cowboy-Variante, auf Pferd (mit und ohne Sattel), mit Hund, Baskenmütze oder breitkrempigem Hut, oft silberbeschlagenen Gürteln, ein Messer im Futteral und – am Handy telefonierend. Man geht bzw. reitet mit der Zeit.

Im Museo del Gaucho gibt es nicht nur die Accessoires wie Stiefel und Kappen aus Pferde- bzw. Eselsleder, kunstvoll geschnitzte Hörner und silberne Steigbügel zu sehen, wir bekommen auch sehr viel Information von der Museumsbetreuerin – zum Beispiel über das Patria Gaucha Festival, jedes Jahr im März, wo sogar Uruguays Präsidentenpaar mitreitet, in entsprechender Tracht, natürlich.

Im Museo del Indio sehen wir dann Pfeilspitzen, Wurfgeschoße (Boleadores) und andere traditionelle Waffen, Mörser, ein handgemachtes Kanu und hören die Geschichte der letzten Indígenas Uruguays. Auch hier ist die Museumsbetreuerin begeistert, Besucher zu bekommen, und als sie hört, dass wir mit Wohnmobil auf großer Reise unterwegs sind, kennt ihre Begeisterung keine Grenzen, das ist auch ihr Traum – möge der Traum in Erfüllung gehen!

Im Gaucho-Museum hat man uns noch ein Museum in Valle Edén empfohlen, nämlich das Museo Gardel – alles über das Leben des berühmten Tangomusikers und Komponisten. Aber wir sehen eine kleine Chance, es noch heute bei Tageslicht zu Terraventura und Timo zu schaffen, also lassen wir das Museum aus. Vielleicht begegnen wir Gardel ja nächste Woche in Buenos Aires – Argentinien beansprucht den Tangovirtuosen nämlich auch für sich.

Von Tacuarembó geht es schnurstracks nach Süden, über die Ruta 5 Richtung Montevideo. Die Straßen hier sind in deutlich besserem Zustand als viele der Straßen, die wir in den letzten Wochen in Brasilien gefahren sind, und wir kommen flott voran, trotz des starken Seitenwindes – kein Wunder, dass hier Windräder stehen. Nach 5,5 Stunden und 400 km, eine Minute nach Sonnenuntergang stehen wir tatsächlich vor Einfahrt von Terraventura. Hier beginnt die letzte Etappe unserer Reise – kaum zu glauben, dass wir in knapp drei Wochen schon wieder daheim sein werden – und wieder arbeiten gehen müssen!

Day 482 / 458 – Gaucho Country

The decision to stay here in Valle del Lunarejo overnight was a good one – a peaceful night, a great starry sky, a brisk morning with 48°F outside and 57,2°F inside – and the heating won´t work. Again. We have never seen the error code on the display, we can´t find the manual, but we are going to Timo´s workshop anyway, he´ll find the problem (luckily, the error occurred now, before we send our Brave Camper home)

But first, we visit Tacuarembó, the capital of the department in the north of Uruguay and also the country´s gaucho capital. During the last six or seven months, we have seen many, many Gauchos, South American Cowboys, on their horses (with or without saddle), with their dogs, wearing berets or wide brimmed hats, belts with silver applications, a knife on the side, and – talking on their cell phone. Adjusting to the 21st century.

At the Museo del Gaucho, we get to see all these accessories and more, like boots and hats made of horse or donkey leather, ornate carved horns and silver stirrups. And we also get a lot of additional information from the museum guard, for example about the annual Patria Gaucha Festival in March, where even the president of Uruguay and his spouse take part, in Gaucho outfit, of course.

At the Museo del Indio, we get to see arrowheads, boleadores (hunting projectiles) and other traditional weapons, mortars, a handmade wooden canoe, and we hear the story about the last Uruguayan Indígenas. The lady at the museum is delighted to show us around, and when she learns that we are traveling with a motorhome, she is thrilled because that´s her dream, too – may the dream become reality!

We also received the recommendation to visit another museum, in Valle Edén, the Museo Gaudel, about the life of the famous tango musician and composer Carlos Gaudel. But we see a small chance to make it to Timo and Terraventura today before or around sunset, so we skip that museum. Maybe we´ll meet Gaudel in Buenos Aires, he was famous in Argentina, too.

So, we drive straight south on Ruta 5 direction Montevideo. The roads and highways are in far better condition here than most of the roads we have been driving the last weeks in Brazíl, and we are making good progress, despite the nasty wind from the side (small wonder that there are many windmills here). After 5,5 hours and 250 miles we actually arrive at the gate of Terraventura, one minute after sunset. Now, the last part of our journey begins – slowly, we are realizing that we will be home again in a bit less than three weeks – and that we will have to go to work again!

Route 230812