Heute heißt es um 6 Uhr aufstehen, denn um 7 Uhr ist Treffpunkt an der Marina für die beiden Tauchgänge. Es geht mit dem Katamaran des Tauchcenters zur Isla Barú. Das Korallenriff sieht etwas mitgenommen aus, lange nicht so bunt wie in Puerto Lindo, Panamá, und auch Bewohner sind deutlich weniger. Die Sicht ist auch nicht besonders – kein Wunder, es hat viel geregnet in den letzten Tagen und viel Sediment ins Meer gespült. Krabbe, Flunder, Steinfisch, Muräne und Flughähne mit blau schillernden „Flügeln“ entschädigen ein wenig.
Nachmittags gehen wir einkaufen und beginnen langsam, das Auto wieder einzuräumen. Wir dürfen unser Krasses Pferd an eine Steckdose in der Rezeption hängen, die MitarbeiterInnen sind neugierig und bekommen natürlich eine Führung. Wir genießen den letzten Abend in diesem wirklich netten Hostel, mit ein paar Drinks am Pool und schmieden die Routenpläne für morgen.
Day 182 – Cartagena 3 – Diving
The alarm sounds at 6 am today because I have to be at the marina at 7 am for today´s dives. The catamaran of the dive center drives to Barú Island. The coral reef looks a bit damaged, not so colorful as in Puerto Lindo, Panamá, and there are also way less inhabitants. Visibility is low – there has been a lot of rain during the last days, and a lot of sediment has been washed into the sea. But at least I get to see a huge crab, flounders, stonefish, muray and flying gurnads with iridescent blue wings.
In the afternoon we go grocery shopping and slowly start to prepare our camper. We are allowed to connect our camper to an electric socket in the reception area, the staff members are curious and of course we show them the camper inside and out. We enjoy our last evening at this really nice hostel with some drinks at the pool while discussing our plans for tomorrow.
Einmal ausschlafen, das hat gut getan. Nach dem Frühstück spazieren wir Richtung Zentrum, der näheste Teil der Stadtmauern ist die Baluarte del Reducto, die einen schönen Blick über die Marina und auf die Halbinsel Boca Grande mit ihren Hochhäusern bietet. Das findet auch der Pelikan auf der Kuppel schön. Dann geht es vorbei an schönen alten Häusern mit blumengeschmückten Balkonen über den Pier mit den Pegasus-Skulpturen wieder durch das Stadttor mit dem Uhrturm, zum Museo del Oro Zenú. Leider ist das Gebäude gerade in Renovierung, und nur ein kleiner Teil der Sammlung kann in einem Nebengebäude besichtigt werden. Aber auch diese Exponate sind sensationell – unglaublich fein gearbeiteter Goldschmuck, vor allem die Tierfiguren sind beindruckend.
An der Plaza de Bolívar mit dem Reiterstandbild des großen Befreiers, Símon Bolívar, liegt der Palast der Inquisition. Die Ausstellung zeigt eindrücklich, wie es zu Inquisitionsprozessen kam, und auch Folterwerkzeuge sind zu sehen. Im ersten Stock kann man die Geschichte der Stadt im historischen Museum von Cartagena nachverfolgen. Über die Plaza de Santo Domingo, an einer Botero-Skulptur vorbei, schlendern wir dann Richtung Plaza de Trinidad – wir haben Hunger, und gestern Abend gab es dort ein großes kulinarisches Angebot. Aber leider nicht um die Mittagszeit. Also kehren wir bei einem netten Lokal ein, wo einige Ambulanzen vor der Türe stehen – der Wirt erklärt uns, dass diese zu einem Gesundheitszentrum an der nächsten Ecke gehören. Dann geht zurück Richtung Hostel – vor der Salsa-Stunde heute Abend wollen wir uns noch ein wenig ausruhen.
Im Hostel angekommen, bricht plötzlich Hektik aus – jetzt erst habe ich wieder Internet und sehe die Nachrichten von unserem Kontakt für die Verschiffung unseres Krassen Pferdes. Wir sollen ganz schnell mit allen Papieren zur „Policía narcótica“ laufen – zuerst Panik, dann Entwarnung – die Drogenbehörde ist bloß im selben Block wie die Zoll- und Hafenbehörde, wo ich Papiere unterschreiben muss. Es ist Freitag, bereits kurz vor 18 Uhr, aber die Behörde ist nach wie vor aktiv – nach den nötigen Unterschriften heißt es warten, wir bekommen morgen Bescheid, ob wir unser Fahrzeug doch schon morgen abholen können.
Zurück im Hostel überlegen wir dann, ob wir an der Salsa-Stunde teilnehmen oder nicht – wir müssten wieder nach Getsemani, der Unterricht findet in einem anderen Hostel statt. Schließlich raffen wir uns doch auf, und wir haben es nicht bereut. Es war eine wirklich nette Unterrichtsstunde und hat großen Spaß gemacht, die Musik fährt einem einfach schnell in die Beine, die sich seither von alleine bewegen, wenn irgendwo Salsa Musik zu hören ist.
Day 180 – Cartagena 1
We slept in, and we enjoyed it. After breakfast we walk towards the city center; the closest part of the old city walls is the Baluarte del Reducto, with a great view over the marina and the Boca Grande Peninsula with all the skyscrapers. The pelican on the rooftop seems to enjoy the view, too. Passing beautiful old houses with lots of flowers on the balconies, the pier with the Pegasus sculptures and the city portal with the clock tower, we arrive at the gold museum, Museo del Oro Zenú. Unfortunately, the building is under renovation, only a small part of the collection is exhibited in another building. But the pieces are exquisite – incredibly detailed gold jewelry and animal figurines.
The Palace of the Inquisition is located at Plaza de Bolívar, with its large equestrian statue of the great liberator, Simón Bolívar. The exhibition explains why and how inquisition worked, some “truth finding instruments” are also on display. The upper floor provides insights into Cartagena´s history. After the museum visit, we pass a large Botero-sculpture at Plaza de Santo Domingo, and stroll towards Plaza de Trinidad. We are hungry, and yesterday evening there was a great variety of food stalls at the plaza. But unfortunately, not around noon. So, we have lunch at a nice restaurant with some ambulances parked at the street – the host explains to us that they belong to a health center around the corner. After lunch we walk back to our hostel – we want to get some rest before tonight´s Salsa class.
At the hostel, all of a sudden, hectic is in the air. Having WiFi again, I notice several messages from our shipping agent. We are supposed to present all our papers at the “Policía narcótica” right now – panic, then the “all clear” – the drug police are just located in the same block as the customs and harbor authority, where I have to sign some papers in order to get our camper out of customs. It is Friday evening, but the people in the offices are still working – after signing the papers we are instructed to wait till tomorrow – maybe we will be able to retrieve our camper tomorrow instead of Tuesday.
Back at the hostel, we try to decide if we want to participate in the Salsa class or not – we would have to walk to Getsemani again, the class takes place in another hostel. Finally, we pick ourselves up – and we are glad we did. The Salsa class was great, a lot of fun, the music gets to you – and since then my legs seem to move all on their own when there is Salsa in the air.
Segeltörn von Panamá nach Kolumbien – Samstag, 8.10 – Donnerstag, 13.10
Mit der Entscheidung, von Panamá nach Kolumbien zu segeln statt zu fliegen, haben wir uns auf ein neues Abenteuer eingelassen – 5 Tage mit einer Gruppe Unbekannter auf engem Raum zusammen, mit einem kleinen Schiff auf hoher See, da gab es schon viele Fragezeichen. Aber wir haben wirklich Glück gehabt – die Crew war sensationell und höchst professionell: Gregory, der Kapitän und Seemann aus Leidenschaft, stammt aus Chile, Viña del Mar; Manuel, der Koch, hat vor einigen Jahren Venezuela verlassen; Lindsey, quasi unsere Reiseleiterin und Manuels Freundin, kommt aus Holland; Ori, der erste Maat, stammt aus Kolumbien; und Chrissy, Projektleiterin aus Regensburg, hat Job an den Nagel gehängt, um zu reisen.
Und die Gäste waren genauso bunt zusammengewürfelt: Jana, die Juristin und Gulia, die Hebamme aus St. Gallen, Schweiz; Linda und Jonas, für Siemens tätig, aus Berlin, D; Heleen und Job, beide im Finanzsektor tätig, aus Amsterdam, NL; Carlos, Ex-Restaurant-Besitzer und Carles aus Barcelona, Spanien; drei entzückende Schotten aus Edinburg und von den Nordwest Inseln mit dem entzückendsten schottischen Akzent, den wir je gehört haben – Neil, Physiotherapeut, Calum, Bauvermesser and Liam, Business School Absolvent; Sophie aus Bath; Rishi, Finanzmanager aus London; Nikki, Volksschullehrerin Südengland; Vlad, supply chain manager, aber eigentlich Tierarzt aus Rumänien; Margo, die Behindertenbetreuerin aus Australien und Chris, pensionierte Lehrerin aus Australien, deren Sohn und Enkel in Deutsch-Wagram daheim sind.
Die drei Tage bei den idyllischen San Blas Inseln vergingen mit Schnorcheln, Schwimmen, Sonnenbaden, Müll am Strand aufsammeln (um diesen in Cartagena zu entsorgen), einem Barbecue mit Lagerfeuer, Kartenspielen, Schlafen, Essen und dem Austausch von Reiseerfahrungen und Lebensgeschichten. Das Wetter war strahlend schön und heiß, die Hitze unter Deck teilweise schwer zu ertragen, trotz offener Luken und Ventilator – Schlafen an Deck war eine Alternative – sofern nicht Carlos Lektionen in Pinguin-Salsa gegeben hat.
Die letzten 34 Stunden, die Fahrt übers offene Meer waren dann eher langweilig und mühsam – teilweise Regen, der die meisten von uns unter Deck trieb – bis auf Unerschrockene wie Chris, die dafür mit mehreren Frischwasserduschen und einer Delphinsichtung belohnt wurde. Und nicht alle von uns haben den Wellengang unbeschadet überstanden, einige haben dann doch ihre letzte Mahlzeit nochmals gesehen.
Dennoch – es war eine Erfahrung, die wir nicht missen wollten – eine unglaublich liebe Gruppe von Menschen aller Altersschichten und aus aller Welt, betreut von einer aufmerksamen und immer gut gelaunten Crew. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und hatten viel Spaß!
Sailing from Panamá to Colombia – Saturday, Oct 8th till Thursday, Oct 13th
The decision to sail to Colombia instead of flying was also the decision to embark on a new adventure – 5 days with a group of strangers, in a small space, in a small vessel on the ocean – there were a lot of question marks. But we were very lucky – the crew was sensational and highly professional: Captain Gregory, a passionate sailor, is a Chileño from Viña del Mar; Cook Manuel left Venezuela some years ago; Lindsey, our “tour guide” and Manuels´ girlfriend, is from the Netherlands; first mate Ori is Colombian; and Chrissy from Regensburg, Germany, special guest of the captain, gave up her job in order to travel.
And the guest list was just as colorful and international: lawyer Jana and midwife Giulia from St. Gallen, Switzerland; Linda and Jonas, working for Siemens, from Berlin, Germany; Heleen and Job, both finance people, from Amsterdam, Netherlands; Carlos, former restaurant owner, and Carles, from Barcelona, Cataluña, Spain; three Scottish boys from Edenborough and the Northwest Isles, with the cutest Scottish accent we ever heard – physio therapist Neil, construction surveyor Calum and business school graduate Liam; Sophie from Bath; Rishi, finance manager from London; Nikki, primary school teacher from south England; ; Vlad, veterinarian turned supply chain manager from Romania; Margo, care worker for disabled, from Australia; and Chris, retired science teacher also from Australia, whose son and grandson live in Deutsch-Wagram north of Vienna, Austria.
The three days at San Blas Islands went by with snorkeling, swimming, sun bathing, collecting trash on the beach (taking it to Cartagena for disposal), a barbecue and a bonfire, card games, sleeping, eating and exchange of travel experiences and life stories. The weather was beautiful and hot, the heat below deck was sometimes hard to bear despite open windows and fans; sleeping on deck was an alternative – unless Carlos was giving Pinguin-Salsa lessons.
The last 34 hours, the crossing of the ocean, were a bit boring and tedious with rain showers which forced most of us below deck – except brave souls like Chris who received several fresh water showers in return and a dolphin sighting as a bonus. And not all of us survived wind and waves unscathed – some did see their last meal again.
Nonetheless – it was an experience we would not want to miss – an incredibly nice group of people of all ages from all over the world, looked after by a very attentive and always cheerful crew. We really felt very comfortable and had a lot of fun!
Tag 174 – Von Portobelo aufs Segelschiff nach Kolumbien
In der Früh machen wir noch einen Rundgang durch Portobelo – ein hübscher, kleiner Ort, künstlerisch angehaucht, mit großer Geschichte: 1739 fand hier eine Seeschlacht statt – die einzige Schlacht, die die Engländer in diesen Gewässern je gewonnen haben. Darauf waren sie so stolz, dass eine Straße in London danach benannt wurde – die Portobello Road. Und wir kennen diese Straße – wir waren schon dort, am Flohmarkt – und wir kennen sie aus dem Disney Klassiker „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“. Heute zeugen nur noch die Ruinen vom Fuerte San Jerónimo und Fuerte Santiago sowie der grasüberwachsene Hügel über dem Ort von den großen Ereignissen. Wir schauen noch in der Iglesia de San Felipe vorbei, und dann auch noch in der Apotheke, sicherheitshalber – 2 Päckchen Dramamine müssen mit an Bord – wer weiß, wie das mit dem Wetter wird und wir wollen die kommenden 5 Tage halbwegs unbeschadet überstehen und den Segeltörn genießen.
Und dann steht das Taxi vor der Tür, es ist Zeit, zur Linton Bay Marina nach Puerto Lindo zu fahren. Kurz vor 14 Uhr treffen wir ein und werden gebeten, im Restaurant auf unseren Captain zu warten. Nach und nach trudeln alle Gäste ein, wir verstauen unser Gepäck an Board, bekommen eine allgemeine Unterweisung, und dann geht es los. Wir sind schon sehr gespannt auf den Segeltörn. Was wir aber ziemlich sicher wissen, ist, dass wir die nächsten 5 Tage kein Internet haben werden – daher keine Blogeinträge. Wir melden uns dann wieder aus Cartagena – nächstes Land, nächster Kontinent, das Abenteuer geht weiter!
Day 174 – Sailing from Portobelo to Colombia
In the morning we take a walk through Portobelo – a nice, little village with an artistic touch and quite a bit of history: in 1737 there was a battle raging here, the only sea battle the English ever won in these waters. They were so proud of it that they named a street in London after the village – Portobello Road. Fun fact for us – we have been there, at the flea market and of course we know Portobello Road from Disney´s classic “Bed knobs and Broomsticks. Today only the ruins of Fuerte San Jéronimo and Fuerte Santiago remain, and the grassy hill high above the village. We visit the Iglesia de San Felipe, and then a pharmacy – we want to take Dramamine with us on the boat – who knows how the weather will be and we want to enjoy the sailing cruise.
And then the taxi is here to drive us to Linton Bay Marina in Puerto Lindo. We arrive shortly before 2 pm and are asked to wait at the restaurant for our captain. Slowly, all guests arrive, we put our stuff on board and get an instruction for life on board. We are looking forward to our sailing adventure; what we know for sure is that we won´t have internet for the next 5 days, so no blog. We will be back online from Cartagena, Colombia – next country, next continent, the adventure will continue!
Und wieder zeitig aufstehen, heute steht Tauchen am Plan. Wir verabschieden uns von Señora Marcella, ihrem Gatten und den tollen Wachhunden, dann geht es zur Tauchbasis Panama Reef Divers. Besitzerin Nevin und Captain Nico erwarten mich schon – Ausrüstung zusammenbauen, und dann aufs Boot – Briefing haben wir ja schon vorgestern erledigt. In Puerto Lindo gibt es nur diese eine Tauchbasis und daher auch recht wenig Taucher, das Korallenriff ist intakt, voller unglaublicher Farben und Formen, es ist ein Vergnügen, hier durch den Korallengarten zu schweben. Nevin taucht hier seit 10 Jahren, sie kennt jede Formation, weiß, wo sich welche Bewohner gerne aufhalten – von winzigen Garnelen bis zu Rochen. Die Seeschlange hat sie aber dann doch überrascht, die hat sie hier noch nicht gesehen.
Nach zwei schönen Tauchgängen geht es zurück Richtung Colón. Am Weg sehen wir ein Fahrzeug vom Roten Kreuz Panama vor einer Baustelle stehen, daneben ein junger Mann mit einem RK-Überwurf. Neugierig steigen wir aus, und Edward erzählt uns, dass das leerstehende Gebäude ein neuer Rot-Kreuz-Stützpunkt wird. Wir machen ein paar Fotos und verabschieden uns, überreichen ein paar Rot-Kreuz-Schlüsselanhänger und Kugelschreiber und Edward überrascht uns mit einem Badge vom RK Panama – kommt in unsere Sammlung!
Colón ist eine geschäftige Stadt mit viel Verkehr und erstaunlich schlechten Straßen, wir stauen uns durch das abendliche Chaos zum einzigen Campingplatz in der Umgebung, etwas außerhalb und ruhig gelegen. Letzte Vorbereitungen für morgen, alle Unterlagen nochmals checken und schnell noch ein paar nötige Kopien machen (ausgelacht hab ich meinen lieben Mann, als er vorgeschlagen hat, einen mobilen Scanner/Kopierer mitzunehmen – mittlerweile bin ich sehr froh, dass wir das Gerät haben!), und dann ist Licht aus.
Day 172 – Diving in Puerto Lindo
Scuba diving is the plan for this morning, so we have to rise early. We say good-bye to Señora Marcella, her husband and the three guard dogs, then we drive to Panama Reef Divers. Owner Nevin and Captain Nico are awaiting us already; after preparing and checking the equipment we head to the boat. This is the only scuba dive center in Puerto Lindo, there are only a few divers, the reef is intact, full of intensive colours and spectacular formations, it is a pleasure floating through the coral gardens. Nevin has been diving here for ten years, she knows every corner and she knows who lives where, from tiny shrimp to sting rays. But the sea serpent was a surprise for her, too – she has never seen one here.
After two nice dives we drive back direction Colón. On the way we see a Red Cross vehicle at a construction site, and a young man in Red Ross outfit. Curious, we stop, and Edward tells us that this empty building will be a new Red Cross building soon. We take some pictures and leave some Austrian Red Cross souvenirs, and Edward surprises us with a badge from the Panama Red Cross – we will add that to our collection!
Colón is a very busy town with a lot of traffic and surprisingly bad roads. We queue through the evening traffic jam to the only camp ground in the area, in the outskirts of town and quiet. Last preparations for tomorrow, checking all the documents again, making some more copies (I laughed at my husband when he first mentioned taking a mobile scanner / printer on board – in the meantime I am very happy that we did!) and then it is lights off!
Unser Übernachtungsplatz ist nicht nur paradiesisch, er heißt auch so – El Paraiso escondido – das versteckte Paradies. Die drei Wachhunde haben ihren Job sehr ernst genommen und die ganze Nacht auf uns aufgepasst, schlafend unter unserem Auto. Wir beschließen, heute einfach hier zu bleiben und den Tag zu genießen. Und so nebenbei unser Krasses Pferd auf die Verschiffung vorzubereiten und uns auf den Segeltörn nach Kolumbien.
Also alle Stauräume ausräumen und putzen, Kisten umräumen (es haben sich doch etliche Souvenirs angesammelt, die verstaut werden müssen), Innenraum saugen, alle Geräte aufladen, zwischendurch schwimmen gehen, Wäsche waschen, Tauchsachen für morgen herrichten, zwischendurch unsere Wachhunde streicheln. Dann verzieren wir das Auto mit Reflexstreifen – ist in Panama für Personenbeförderung, also Taxis und Busse, und für LKWs vorgeschrieben; wir sind zwar weder das eine noch das andere, aber wir ersparen uns einfach Diskussionen und zeigen guten Willen. Ein paar Boote fahren vorbei, ein Pelikan und ein paar Fregattvögel ziehen ihre Runden, ein großer Schmetterling inspiziert unser Krasses Pferd innen, im Wald hinter uns unterhalten sich die Papageien laut und deutlich, die Wellen plätschern an den Strand. Und plötzlich ist es Abend, Geckos und Kröten sind unterwegs, und wir sind müde. Eigentlich würden wir es hier noch ein paar Tage aushalten.
Day 171 – A day in paradise
Our overnight place is a little paradise, that´s why it is named El Paraiso Escondido – the hidden paradise. The three guard dogs took their job very seriously, they guarded us the whole night, sleeping under our camper. We decide to stay here till tomorrow and just enjoy the day; and to prepare our camper for shipping and ourselves for our sailing trip.
So we take out all the boxes, rearrange stuff (yes, we did buy some souvenirs and some ambulances along the way), clean the compartments, vacuum the cabin, charge all electronic devices, get the laundry done, prepare the diving equipment for tomorrow, go swimming and pet our guard dogs. Then we put some reflective strips on our camper – this is mandatory in Panamá for Taxis, busses and trucks – we are neither, but we save ourselves the discussions, and we prove our good will. A few boats pass by, a pelican and some fregate birds soar above our heads, a huge butterfly checks out the interior of our camper, parrots are chatting in the woods behind us, and the waves roll over the sandy beach. All of a sudden it is evening, geckos and toads are on the loose, and we are tired. We wouldn´t have any problem staying here for some more days!
Kurz nach dem Aufwachen aus dem Fenster zu schauen und riesige Tanker und Container-Schiffe vorbeiziehen zu sehen – nein, wir träumen nicht, wir sind wirklich in Panama, am berühmtesten Kanal der Welt. Nach dem Frühstück und einem Plausch mit unseren netten deutschen Nachbarn (neben deren Steyr Monster unser Krasses Pferd richtig niedlich aussieht), geht es in den Soberanía Nationalpark in die Gamboa Rainforest Reserve. Eine Gondelbahn bringt uns zu einem Hügel mit einem Aussichtsturm – und diese Aussicht ist wirklich gewaltig – auf der einen Seite der Chagres River, der den Panamakanal speist, an seinem Ufer, halb unter Palmen versteckt, ein Dorf der indigenen Embera, auf der anderen Seite der Panamakanal.
Dann geht es weiter Richtung Colón – oder eigentlich ein Stück zurück, denn das, was auf Google Maps wie eine Straße ausgesehen hat, entpuppt sich auf Pocket Earth als Eisenbahntrasse. Macht nichts, wir haben es nicht eilig, wir müssen nur die Mautstraße nach Colón vermeiden, weil wir keinen Panapass, die elektronische Mautplakette, haben; an der Mautstelle direkt bezahlen ist nicht möglich, und die Strafen sind teuer. Also rumpeln wir über die Landstraße nach Norden und biegen kurz vor Colón nach rechts ab. Wir müssen unser Krasses Pferd ja erst am Freitag abgeben, bis dahin wollen wir noch ein wenig Zeit an der Küste verbringen. Ich finde tatsächlich in Puerto Lindo eine offene PADI Tauchbasis und vereinbare für Donnerstag zwei Tauchgänge, und Basisbesitzerin Nevin macht gleich heute das Briefing.
Dann wird es Zeit, ein Plätzchen für die Nacht zu suchen. Bei der Tauchbasis könnten wir eventuell bleiben, wir schauen uns trotzdem noch ein wenig um und finden in ein paar km Entfernung den perfekten Übernachtungsplatz: direkt am Strand, ein paar Cabanas und ein Fleckchen für unseren Camper, keine anderen Touristen, nur drei „Wachhunde“, die uns so begeistert begrüßen, als hätten sie uns jahrelang nicht gesehen und schrecklich vermisst – ein kleines Paradies.
Day 170 – From the Canal to the Caribbean Coast
Waking up to see giant freight and container ships pass by the window – no, we are not dreaming, we really are in Panamá, at the world´s most famous canal. After breakfast and a chat with our nice German neighbors (whose giant Steyr truck makes our camper look really cute), we head towards Soberanía National Park to the Gamboa Rainforest reserve. An aerial tram transports us to the top of a steep hill, where an observation tower offers a fantastic view: on one side the Chagres River, which provides the water for the Canal; on the river bank, hidden under palm trees, a village of the indigenous Embera; and on the other side the Panama Canal.
Then we continue towards Colón – but first we have to turn around because the road we saw on Goggle Maps, turns out to be a train track (Pocket Earth knew….). No problem, we are not in a hurry, we just can´t take the toll road because we don´t have a Panapass, the electronic toll system. It is not possible to pay at the toll booth, and the fines are expensive. So, we take the country road north and turn right before reaching Colón. We have to deliver or camper in Colón on Friday, so we have two more days and we want to spend some time at the Caribbean coast. In Puerto Lindo I find a PADI scuba dive center; owner Nevin will take me diving on Thursday and we do the briefing right away.
Then it´s time to find a place for the night. We could stay near the dive center, but we decide to look around a bit. A few miles north we find the perfect spot: right at the beach, a few cabanas and a spot for us and our camper, no other tourists, just three “guard dogs” who great us so enthusiastically as if they hadn´t seen us for years and missed us terribly. A little paradise!
Welch ein Erlebnis! Fausto händigt uns Schwimmwesten aus, erklärt uns die Strecke und dann geht es los – durch Wiesen und Waldstücke, immer den Fluss entlang. Am Weg sehen wir Türkis-Motmots, die hier Guardabarranca heißen (Nationalvogel von Nicaragua), etliche Oriolen, Kingfischer und auch viele große Morphos, die wunderschönen blauen Schmetterlinge. Nach einer knappen Stunde erreichen wir das Boot, das uns noch ein Stückchen flussaufwärts rudert, dann geht es über felsiges Gelände zu Fuß weiter. Dann heißt es stopp – weiter flussaufwärts in der Schlucht sind Strudel, zu gefährlich für Canyoning. Also gehen wir hier ins Wasser und lassen uns einfach treiben. Ein unvergessliches Erlebnis – steile Schluchtwände, Bäume und Büsche, Frieden und Stille, nur die Laute der Vögel und des Wassers.
Am Nachmittag besuchen wir in Somoto die Iglesia del Apostol Santiago, die älteste Kirche Nicaraguas mit einem schwarzen Christus am Kreuz und einem Taufbecken aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Dann schaffen wir es, mittlerweile hundemüde, gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Estelí, wo sich die Herbergssuche etwas schwierig gestaltet. Der erste Versuch ist ein kompletter Fehlschlag, weil Baustelle; zwei Tankstellen liegen auf der Hauptstraße mitten im Verkehr und haben auch keinen Platz. Schließlich finden wir Unterschlupf im Hof der regionalen Rot-Kreuz-Dienststelle – es ist ja doch eine weltweite Familie!
Day 155 – Somoto Canyon
What an adventure! Fausto has life vests for us, explains the tour and then we start walking – over meadows and through wooded areas along the river bank. We get to see turquois-browed Motmots (Guardabarranca, the Nicaraguan national bird), Oreoles, Kingfisher and also a lot of huge Morphos, the beautiful blue butterflies. After about an hour we reach a boot and get transported further upstream, then we continue on foot over rocky terrain. And then we have to stop – further upstream in the Canyon there are vortices, too dangerous for canyoning. So, we get into the water and just float. An unforgettable experience – steep canyon walls, trees and bushes, peace and silence, only the sounds of the birds and the water.
In the afternoon, we visit the Iglesia del Apostol Santiago in Somoto, Nicaragua´s oldest church with a black Christ on the Cross and a baptismal font from the middle of the 17th century. Then we make it just before nightfall to Estelí; very tired, we try to find a place for the night which proves to be difficult – the first attempt leads us to a construction site where we can´t stay; two gas stations are right at the main street, very noise and not enough room for us. Finally, we find refuge at the local Red Cross Station – it really is a worldwide big family!