Archiv der Kategorie: Österreich

250622 & 250623 – Tag 52 & 53 – Sonntag, 22. & Montag, 23. Juni – auf nach Hause –

Wir haben gestern alle Koffer fertig gepackt, stehen heute zeitig auf, und kurz vor 7 Uhr warten wir schon vor dem Hotel auf den Flughafen-Shuttlebus. Am Flughafen Narita klappt alles, nach dem check-in genießen wir einen Kaffee in der Lounge, als wir sehen, dass die ursprüngliche Abflugzeit von 11:10 auf 13:10 verschoben wird, und die Ankunft in Wien somit auf 20:00 Uhr Ortszeit. Na gut, ist auch kein Problem.

Die Probleme beginnen erst etwas später, als dann plötzlich „flight cancelled“ zu lesen ist – knapp 300 Passagiere, von rat- und hilflos bis leicht wütend, stürmen zum Service-Counter, der diesen Namen eigentlich nicht verdient. Zwei junge, des Englischen nur mäßig mächtige ANA-Mitarbeiter bemühen sich nach Kräften, die Meute zu bändigen, aber leider erfolglos. Wir versuchen, über die Austrian App einen anderen Heimflug zu bekommen – wir bekommen 6 verschiedene Alternativen angeboten, aber keine funktioniert.

Der Anruf beim AUA Service Center war außer vollkommen sinnlos nur teuer, aber aus unerfindlichen Gründen funktioniert die Umbuchung via App dann plötzlich, und wir ergattern mit viel Glück die letzten 2 Plätze auf der Abendmaschine nach Frankfurt. Dann trotten wir mit knapp 300 anderen, teils sehr frustrierten Passagieren, die noch kein Umbuchungsglück hatten, Richtung Immigration – wir müssen wieder in Japan einreisen, unsere schon eingecheckten Koffer wieder abholen und dann auch noch den Flughafen wechseln. Es geht zum Haneda Airport auf der anderen Seite von Tokyo, 75 km entfernt – aber es gibt zumindest einen direkten Shuttlebus.

Am Flughafen Haneda heißt es dann wieder einchecken, was hier unglaublich lange dauert. Wir verziehen uns wieder in die Lounge und hoffen, dass jetzt nichts mehr Unvorhergesehenes passiert. Kurz vor 20 Uhr dürfen wir dann endlich einsteigen, und der mehr als 14 Stunden lange Flug mit ANA verläuft ereignislos und ruhig, wir konnten gut schlafen.

Um 5 Uhr früh ist unsere Maschine die erste, die in Frankfurt landet, und die automatischen Passkontroll-Gates sind noch geschlossen. Warum eigentlich? Na weil die Kollegen von der Grenzpolizei erst um 5 Uhr Dienstbeginn haben, die sind noch nicht da … aha, wir dachten, automatische Gates funktionieren ohne menschliches Personal, aber gut.

Schlussendlich sitzen wir im AUA-Flieger nach Wien, wo wir gegen 10:00 Uhr landen; alle drei Koffer mit allen 88 (in Worten: achtundachtzig) Neuzugängen für unsere Sammlung sind auch wohlbehalten angekommen, ein UBER bringt uns nach Hause und ich kann meinen Zahnarzt-Termin um 11:30 tatsächlich einhalten. Und um 18 Uhr beginnt mein Nachtdienst … eigentlich bräuchten wir nach diesen 7,5 Wochen Abenteuer jetzt mal 2 Wochen Urlaub zur Erholung 

Day 52 & 53 – Sunday, June 22 & Monday, June 23 – Heading Home

We finished packing all our suitcases yesterday, we get up early today, and just before 7 AM we’re already waiting outside the hotel for the airport shuttle bus. Everything goes smoothly at Narita Airport, and after check-in we enjoy a coffee in the lounge when we notice that the original departure time of 11:10 a.m. has been delayed to 1:10 p.m., meaning we’ll arrive in Vienna around 8 p.m. local time. Well, that’s fine too.

The problems don’t start until a bit later, when suddenly “flight cancelled” appears on the screen – nearly 300 passengers, ranging from helpless and bewildered to mildly angry, rush to the service counter, which honestly doesn’t deserve that name. Two young ANA staff members, only modestly proficient in English, do their best to calm the crowd – unfortunately, without much success.

We try to rebook through the Austrian Airlines app and are offered 6 different alternatives, none of which work. Calling the AUA Service Center turns out to be both utterly useless and expensive – but then, for some inexplicable reason, the app finally lets us rebook, and with a lot of luck we manage to snag the last 2 seats on the evening flight to Frankfurt.

We then shuffle along with around 300 other, partially very frustrated passengers who haven’t had any luck rebooking, back to immigration – we have to re-enter Japan, retrieve our already-checked baggage, and also switch airports. We head to Haneda Airport on the other side of Tokyo, 75 km away – thankfully, there’s at least a direct shuttle bus.

At Haneda, we have to do the whole check-in procedure again – which takes an unbelievably long time. Afterwards, we retreat once more to the lounge and hope that nothing else goes wrong. Shortly before 8 p.m., we are finally boarding, and the 14-hour flight with ANA passes quietly and without incident – we manage to get some good sleep.

At 5 a.m., our plane is the first to land in Frankfurt – but the automated passport control gates are still closed. Why? Because the border police don’t start their shift until 5 a.m. – they’re not here yet. And here we thought automated gates were supposed to work without human personnel…..

In the end, we board our Austrian Airlines flight to Vienna, where we land around 10 a.m. All three of our suitcases – containing 88 (in words: eighty-eight) new additions to our collection – arrive safely as well. An Uber takes us home, and I actually make it to my dentist appointment at 11:30.

And at 6 p.m., my night shift begins… Honestly, after these 7.5 weeks of adventure, we could really use another two weeks of vacation – just to recover 😊

231214 – Niederösterreichische Nachrichten/Newspaper


Hier die pdf-Version inkl. Download-Link:

231109 – Ein Dorf, das deinen Namen trägt … >

Vor einigen Jahren wurde meine Aufmerksamkeit auf die Geschichte meiner Familie gelenkt und ich begann im Internet zu recherchieren. Ich war nicht wenig erstaunt, als eines der Ergebnisse aus der Abfrage auf ein kleines Nest in Texas referenzierte. Neugierig geworden suchte ich nach Bildern und Texten zu dem kleinen Städtchen im Herzen von Texas. Seit damals war für mich klar: dort möchte ich mal hin.

Unsere Reise führte uns tatsächlich zu dem kleinen Ort etwas abseits der Hauptstraße. Ein verschlafener Ort, der aus einigen Straßen besteht und dessen beste Zeit schon lange zurück liegt. Genaugenommen besteht der Ort aus einem kleinen Rathaus, einer Kirche, einem Post-Office, zwei geschlossenen Schulen und einer Feuerwehrstation. Ganze 126 Einwohner zählt der Ort noch … und es werden immer weniger.

Über die Entstehung gibt es unterschiedliche Versionen. Die einen sagen, der Ort wurde nach einem Senator Weinert benannt, andere Quellen sprechen von einem Mitarbeiter der Eisenbahnbaugesellschaft, den man mit Land entlohnte, worauf er den Ort gründete.

Wie auch immer – es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man seinen Namen am Rathaus, am Wasserturm, am Friedhof und auf den Feuerwehrautos liest. In jedem Fall war es den Abstecher wert.

Ein Senator mit dem Namen Weinert …

In Austin/Texas besuchten wir das Capitol und fanden die Spuren des möglichen Namensgeber. Eigentlich gab es gleich zwei Senatoren mit dem Namen Weinert und den Aufzeichnungen nach dürften sie auch ziemlich erfolgreich in ihrer Tätigkeit gewesen sein.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_C._Weinert

https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolph_A._Weinert

Das Weinert Haus in der Weinert Straße …

Das Haus von Ferdinand Weinert steht in Seguin, Texas und ist heute (neben einem Historic Landmark) ein AirBnB. Aber nicht nur als Historic Landmark kennt man das Gebäude, sondern auch als Ort, an dem es spuken soll. Im Buch „The Big Book of Texas Ghost Stories“ von Alan Brown (Rowman & Littlefield, 17.07.2019 – 288 Seiten) werden die geisterhaften Aktivitäten im Weinert-Haus beschrieben.

Eine Weinflasche mit dem Namen Weinert darauf …

Und noch einmal sind wir auf unserer Reise auf den Namen Weinert gestoßen. Diesmal in der berühmten Weingegend um Mendoza in Argentinien.

Etwas außerhalb von Mendoza liegt Lujan de Cuyo – Heimat der Bodega Weinert. Die Weine – und hier besonders der Malbec – haben es zu lobenden Erwähnungen in das Forbes Magazin geschafft.

https://www.forbes.com/sites/karlsson/2020/08/24/bodega-weinert-mendoza-malbec/

Für uns ein Grund, bei der Bodega vorbeizuschauen und natürlich auch eine Flasche dieses berühmten Weins mitzunehmen.

Die Flasche haben wir dann übrigens am letzten Abend in Uruguay bei Timo und seinen Brüdern bei einem Grillabend geleert. Die leere Flasche ist aber als Souvenir mit nach Österreich gekommen.

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A village that bears your name…

Several years ago, my attention was drawn to the history of my family, and I started researching on the internet. I was quite surprised when one of the search results referenced a little town in Texas. Curiosity led me to search for pictures and information about this small town in the heart of Texas. Since then, it was clear to me: I want to visit there someday.

Our journey actually led us to the small town off the main road. It’s a sleepy place with a few streets, and its heyday is long gone. The town consists of a tiny town hall, a church, a post office, two closed schools, and a fire station. It has only 126 residents, and their number is decreasing.

There are different versions of how the town got its name. Some say it was named after a Senator Weinert, while other sources mention a railroad company employee who was compensated with land and then founded the town.

Regardless of the origin, it’s a strange feeling to see your name on the town hall, the water tower, the cemetery, and the fire trucks. In any case, the detour was worth it.

A Senator named Weinert

In Austin, Texas, we visited the Capitol and found traces of the potential namesake. There were actually two senators Weinert, and records indicate they were quite successful in their roles.

https://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_C._Weinert

https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolph_A._Weinert

The Weinert House on Weinert Street …

Ferdinand Weinert’s house is located in Seguin, Texas; today, it’s an AirBnB (in addition to being a Historic Landmark). The building is not only known as a Historic Landmark but it’s also said to be haunted. The ghostly activities in the Weinert House are described in the book „The Big Book of Texas Ghost Stories“ by Alan Brown.

And once again, we came across the name Weinert on our journey, this time in the famous wine region around Mendoza, Argentina.

A wine bottle with the name Weinert on it …

Just outside of Mendoza is Lujan de Cuyo, home to Bodega Weinert. Their wines, especially the Malbec, have received high praise and made it into Forbes Magazine.

For us, this was a reason to visit the winery and, of course, take a bottle of this famous wine with us. By the way, we emptied the bottle on the last evening in Uruguay with Timo and his brothers at the barbecue. The empty bottle made its way to Austria as a souvenir.

231029 Tutti Fratelli – Todos Hermanos >

Viele von Euch wissen, dass wir seit mehr als 40 Jahren freiwillig beim Roten Kreuz tätig sind. Wir haben die Organisation in all den Jahren auf verschiedenen Ebenen im In- und Ausland kennengelernt und Freundschaften über die Grenzen hinweg geschlossen.

Unsere Reise durch Nord-, Mittel- und Südamerika hat uns natürlich auch wieder neue Begegnungen beschert und unsere Hochachtung vor den Leistungen unserer Kolleginnen und Kollegen bei ihrer täglichen Tätigkeit abgerungen.

Von Krankentransporten in Geländefahrzeugen über Straßen, die wir in Europa bestenfalls als Feldwege bezeichnen würden bis hin zur Flüchtlingsbetreuung, Fund-Raising-Aktionen und sozialen Projekten sind sie rund um die Uhr tätig im Sinne des Gründervaters Henry Dunant.

Viele der regionalen Niederlassungen arbeiten mit Mitteln und unter Bedingungen, die für uns hier in Österreich unvorstellbar sind. Das lässt Demut aufkommen und viele Dinge und Diskussionen in einem anderen Licht betrachten. Eines haben sie aber alle gemeinsam – den Ausspruch den der Gründer des Roten Kreuzes – Henry Dunant – geprägt hat: Tutti Fratelli!

Liebe Freunde und Kollegen – Danke, dass ihr unseren Weg gekreuzt habt und uns Einblick in eure tägliche Arbeit gegeben habt. Macht weiter so und alles Gute!!!


Tutti Fratelli – Todos Hermanos

As most of you know, we have been voluntary members of the Austrian Red Cross for more than 40 years. We have had different tasks on different levels, getting to know the organization in our home country as well as internationally, and we have made friends all over the world.

On our journey through North, Central and South America we met many colleagues from different national Red Cross societies, and we are deeply impressed and inspired by their dedication to their work.

From patient transport in off-road vehicles on roads which we would not dare to call “roads” in Europe, to work for refugees, fund raising activities and various social projects – it´s 24/7 work in the spirit of our founder, Henry Dunant.

Many of the regional branches, especially in Central and South America, have to work with very limited resources and under conditions which are unimaginable in Austria. Experiencing that made us feel humble and changed our perspective. One thing they all have in common: the sense of “Tutti Fratelli” as Henry Dunant said.

Dear friends and colleagues: THANK YOU for crossing our path and for letting us catch a glimpse of your daily work. Carry on, and God bless you!

500 Tage: Erfahrungen auf den Punkt gebracht! >

Am Anfang unserer Reisen, ab 1996, war immer ein Notizblock mit dabei. Auf den Seiten notierten wir, was uns auf den Fahrten mit (damals noch) ausgeborgten Wohnmobilen sinnvoll und nützlich erschien bzw. was entbehrlich war.

Mit all unseren Ideen und Erfahrungen begannen wir dann 2016 die Planung unseres eigenen Wohnmobils und zuletzt – vor Antritt der Reise – waren die Entscheidungen zu treffen, was wir auf diese Reise mitnehmen.

Die Erfahrung der 500 Tage durch Nord-, Mittel- und Südamerika haben uns neue Erfahrungen und auch „A-ha“-erlebnisse gebracht, die wir Euch nicht vorenthalten wollen.

Was wir grundsätzlich im Bereich Ausstattung und erforderliche Dinge auf der Reise gelernt haben:


Ausstattung

  • Wohnmobile/Reisemobile/Weltreisemobile sehen auf den Bildern der Hersteller bzw. Händler immer TOLL aus. Gehobener Luxus in der Innenausstattung zusammen mit dem Flair des 4×4, überall hinzukommen, verfehlt hier nicht die Wirkung
  • Kühlschrank, Backrohr, Gefrierbox, Klimaanlage sind Dinge, die für den beginnenden Overlander im Verkaufsgespräch sehr schnell zu einem unbedingten MUSS avancieren.
  • Neigungsmesser, Bull-Bar, Sandbleche finden rasch den Weg in die Bestellliste.
  • Merke: Nicht alles was gut aussieht, hat auch einen entsprechenden funktionellen Wert!

Fahrtechnik

  • das Fahren auf Straßen in Mittel- und Südamerika kann man im europäischen Raum nicht üben und auch nicht lernen. Auch nicht in einem Steinbruch oder Kiesgrube und schon gar nicht in zwei Tagen. Hier darf man sich nicht in trügerischer Sicherheit wiegen.
  • 4×4 ist NICHT der Garant für sicheres, unfallfreies Fahren auf jedem Untergrund, in jedem Gelände oder zu jeder Jahreszeit.
  • Allrad-Ausstatter (Zubehörhändler) wissen genau, was den Abenteurer in Dir anspricht – unabhängig vom tatsächlichen Nutzen der Teile, die sie Dir verkaufen.
  • In Europa werden zumeist Wohnmobile/Reisemobile für den durchschnittlichen europäischen Reisenden, für europäische Straßenverhältnisse, für ein europäischen Servicenetz gebaut (und für die europäischen Abenteuer-Selfies mit dem geilen 4×4, mit dem man zumeist von Campingplatz zu Campingplatz zuckelt).
  • Hinterher bist Du nach so einer Reise nicht nur um eine, sondern um viele Erfahrungen reicher – leider zahlst Du zumeist auch ein entsprechendes Lehrgeld
  • Merke: Je einfacher – desto besser (keep it simple, stupid)

Ressourcen und Vorräte

  • Lebensmittel werden nach ihrem tatsächlichen Zustand und nicht nach (zumeist) nicht vorhandenen Ablaufdaten bewertet.
  • Müllvermeidung sollte eigentlich etwas Selbstverständliches sein – möchten wir aber hier trotzdem erwähnen
  • Mülltrennung gibt es (theoretisch) in etlichen Ländern – die bunten Tonnen und Behälter sind vorhanden – jedoch wird es (vor allem in Südamerika) noch ein längerer Weg sein, bis sich die Trennung auch wirklich durchsetzt.
  • Lebensmitteleinkäufe orientieren sich immer an dem (noch) vorhandenen Platz im Wohnmobil.
  • der schonende Umgang mit den vorhandenen Ressourcen ist ein (über)lebensnotwendiges MUSS (Wasser, WC-Tank, Energie, Müll, …)
  • Von allem, was ihr in der Reisevorbereitung meint „unbedingt zu benötigen“, könnt ihr getrost mindestens 50% zu Hause lassen! Wir haben bereits in den USA begonnen, Kisten mit unnötigen Sachen nach Hause zu schicken.

Fahrzeug, Reparaturen, Werkstatt, Ersatzteile

  • In Gesamt-Amerika ist der IVECO 4×4 ein unbekanntes Auto. In manchen Teilen Mittel- und Südamerikas wird der IVECO Daily vertrieben. Baugleiche Ersatzteile sind – abhängig vom Vertriebsnetz erhältlich (mal einfacher – mal schwieriger). Spezifische Ersatzteile für den 4×4 nimmt man am besten selbst mit. Die FIN des europäischen IVECO 4×4 wird in Südamerika nicht erkannt – das bedeutet, dass für die IVECO-Werkstätten keine Möglichkeit besteht, auf die technische Dokumentation von IVECO 4×4 zuzugreifen.
  • Iveco Werkstatthandbuch: die komplette Werkstattdokumentation für den Iveco 4×4 ist in der Print-Version erhältlich – vorausgesetzt man kennt die Bestellnummern. Englisch: 60395977; Spanisch: 60395981; Portugiesisch: 60395982 – ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR!!! – Für die Dokumentationen verlangte IVECO im Jahr 2022 € 800,00 pro Exemplar + Versandkosten. Lt. Information besteht ein Exemplar aus 3 Ordnern mit rd. 2083 Seiten pro Sprache (= viel Gewicht und Platz). Auf die Online-Version haben leider nur die IVECO-Werkstätten darauf Zugriff. Der Vorteil der Online-Version ist natürlich auch, dass die Dokumentation auf Basis der FIN dargestellt wird.
  • Die europäischen Ersatzteilnummern sind nicht ident mit den südamerikanischen Teilenummern. Die Ersatzteile werden in Brasilien sowohl für den europäischen als auch südamerikanischen Markt gefertigt, unterscheiden sich aber in der Nummerierung.
  • In der Reisevorbereitung unbedingt prüfen, ob die aufgezogene Reifendimension im Zielgebiet erhältlich, verfügbar und lieferbar ist. Der Michelin XZL 255/100 R16, mit dem wir losgefahren sind, ist zwar ein guter Reifen, aber in Nord-, Mittel- und Südamerika gar nicht oder nur sehr eingeschränkt mit 3 Monaten Lieferzeit erhältlich (Achtung: in Argentinien auf Grund von Zollbeschränkungen so gut wie gar nicht!). Die Dimension 255/100 R16 ist keine gängige Dimension in diesen Ländern.
  • Ersatzteillieferungen bzw. Amazon-Bestellungen nach Argentinien sind entweder unmöglich oder aber nur mit viel Aufwand durchzuführen (Zoll).
  • Die gute Nachricht für Südamerika: die Werkstätten dort können (fast) alles reparieren!

Papiere:

  • Internationale Zulassung: die beiden Dokumente (internationale Zulassung und internationaler Führerschein) haben niemanden interessiert und wenn wir sie vorgelegt haben, hat dies nur Verwirrung gestiftet. Der internationale Zulassungsschein, ein unscheinbares graues Heftchen, wird in Österreich (Gültigkeitsdauer 1 Jahr) durch den ÖAMTC ausgestellt und die relevanten Daten werden handschriftlich eingetragen – dies führt zu Irritationen bei den Beamten an der Grenze. Hilfreicher ist hier der Original Zulassungsschein plus je eine Kopie mit den Angaben wie „Besitzer“, „Marke“, „Type“, „Farbe“ etc auf englisch / spanisch / portugiesisch. Eine Zweitausfertigung des Zulassungsscheins durch die Zulassungsstelle ist in Österreich ohne Probleme möglich, sie sollte im Bordsafe verwahrt werden.
  • Internationaler Führerschein: auch dieser wird – wie der internationale Zulassungsschein – in Österreich vom ÖAMTC ausgestellt (Gültigkeitsdauer 1 Jahr). Dieser internationaler Führerschein hat niemanden interessiert. Mit einem Führerschein im Scheckkartenformat ist man gut unterwegs. Abzuraten ist dem kontrollierenden Beamten eine Papierkopie des Führerscheins zu geben. Diese wird vom Beamten nicht akzeptiert und führt meist zu langen Diskussionen.

Grenzformalitäten, Polizei, Militär

  • Grenzübertritte und Grenzkontrollen: in iOverlander bzw. in den diversen Foren haben wir die schlimmsten Dinge über Grenzkontrollen gehört. Lange Wartezeiten, korrupte Beamten und immenser Papieraufwand. Wir haben diesbezüglich ganz andere Erfahrungen gemacht. Die Grenzwartezeiten hielten sich in Nord-, Mittel- und Südamerika in Grenzen. Die meiste Zeit nimmt der Papieraufwand für das TIP (Temporary Import Permit) in Anspruch – weil eben alles auf Papier gemacht wird. Das Innenleben des Wohnmobils hat die Grenzbeamten hauptsächlich aus Neugier interessiert und nicht, weil sie Schmuggelware vermutet hätten. Unser Tipp: sich vorab über die Grenzformalitäten und Einreisebestimmungen informieren – dann sollte alles glatt gehen.
  • An Beschränkungen bzw. Verbote bezüglich Lebensmittelein- und Ausfuhr haben wir versucht, uns zu halten und möglichst immer alles aufgegessen zw. verkocht, was auf der jeweiligen Verbots-Liste stand; tatsächlich interessiert hat das aber kaum jemanden (was keine Garantie dafür ist, dass das immer so ist); ganz selten wollte der Zoll unser Fahrzeuginneres kontrollieren, am strengsten waren die Kontrollen in Feuerland (Argentinien – Chile – Argentinien)
  • Polizei- und Militärkontrollen: Kontrollen in Mittel- und Südamerika sind etwas Alltägliches und kein Grund, in Panik zu verfallen. Grundsätzlich gilt: wie ich in den Wald hineinrufe – so kommt es auch zurück. Ein freundliches Lächeln und die Fahrzeugpapiere schon in der Hand, wenn das Fenster runtergekurbelt wird, wirkt oft Wunder. Tatsache ist, dass der durchschnittliche Beamte weder den Zulassungsschein noch den Führerschein in Deutsch wirklich lesen kann. Zumeist ist es das Frage-/Antwortspiel: Woher, Wohin, aus welchem Land und schlussendlich der Wunsch für eine gute Weiterfahrt. Wir haben auf der ganzen Reise keinen einzigen korrupten Polizisten oder Armeeangehörigen getroffen. Wir wurden überall höflich und freundlich behandelt und oftmals sogar durch Checkpoints durchgewunken.

500 days – experiences – summary

From the very beginning of our journeys (in 1996 – in another millennium), we always took notes about things which made sense to us and proved to be useful and other things which we didn´t need while traveling with a motor home (at that time we lent the vehicles from friends or rented them).

In 2016, we gathered all our notes and our ideas and started planning our own vehicle; in 2022, shortly before leaving, we had to make the final decisions about the stiff we wanted to take with us.

During these 500 days in North, Central and South America we have learned a lot and we experienced several eye-openers which we want to share with you. There are some basic rules concerning equipment and necessary items (which we sometimes had to learn the hard way):

Equipment:

  • Motorhomes / Camper vans always look perfect on the pictures in the brochures and on the websites of builders / sellers / renting companies. A bit of luxury in the interior, together with the mythical flair of the 4×4 (“getting you to any place you want”)
  • Big refrigerator, oven, deep freezer, air condition quickly become “must have items” for the future overlander during the first sales pitch
  • Inclinometer, bull bar, Marston Mat rapidly climb to the top of the wish list
  • But: not every cool looking feature is valuable or even necessary

Driving techniques

  • In Europe, you cannot learn to drive the roads (“ripios”) in Central and South America, you can´t practice it, not even on 4×4 tracks, let alone in a weekend course in an old quarry.
  • Driving a 4×4 is absolutely no guarantee for safe and accident-free driving on any surface, in any terrain and at any time of the year.
  • Special equipment vendors know exactly how to talk to your adventurous side – and you don´t think twice about the actual value of the items they are selling you
  • In Europe, motor homes / camper vans are built for the average European traveler, for European roads and for a European service network, resulting in European adventure selfies with the super 4×4 (which is used mainly to drive from campground to campground)
  • Every journey means learning and practising, you will return with a lot of experience, but you might have paid dearly for some of them
  • Keep it simple, stupid

Ressources and supplies

  • Food: the actual condition is important, not the “use before…” date (which very often was nowhere to be found)
  • Shopping for food is limited by the available space in your home on wheels, especially in your fridge.
  • Careful and restrictive use of your resources (fresh water, grey water, black water, energy) can be vital
  • Try to avoid trash – reuse paper bags for bread and bakery items, bring your own reusable shopping bag and avoid plastic bags – that is kind of self-evident, but we want to mention it anyway because it is important for us
  • Recycling during traveling through South America is difficult – in some countries there are color-coded recycling containers but it will take a long time till that system works
  • Make a list of all the stuff you think you need – and then leave at least 50% at home. After three months, we sent the first boxes with unnecessary stuff home

Vehicle maintenance and repairs, car workshops, spare parts

  • The Iveco 4×4 is an UDO (unknown driving object) in all of the Americas; some countries in South America do know the Iveco Daily, and matching spare parts might be available – but specific spare parts for the 4×4 are BYO (bring your own). The VIN (vehicle identification number) of the European Iveco 4×4 does not exist in the data banks of the South American Iveco partners – meaning they have no access to the technical documentation of the 4×4.
  • IVECO repair manual: the complete documentation for the 4×4 is available as print version – if you know the article numbers: English: 60395977; Spanish: 60395981; Portuguese: 60395982 (as far as we know). In 2022, Iveco asked for almost US $ 800.- plus postage for each version (three binders with about 2.083 pages for each language – a lot of paper, a lot of weight and a lot of space needed). The online version (no paper) is available only to Iveco car shops and partners (but not in South America because the VIN is not in the system there)
  • The good news: the car shops in South America are able to repair almost everything
  • The European spare part article numbers are different from the South American ones. Many spare parts are made in Brazíl, for South America as well as for Europe, but with different article numbers
  • Before you leave – make sure your tires are available in the countries which you are planning to visit. Our Michelin XZL 255/100 R16 was a very good and impressive tire, but hardly or not at all available in all the Americas (we could have ordered them, delivery would have taken three months – cave: almost impossible in Argentina due to custom restrictions). The tire dimension 255/100 R16 is simply very rare in all these countries.
  • Delivery of spare parts or even Amazon deliveries to Argentina are either totally impossible or very, very complicated and take a long time (customs, again)

Papers

  • International car license: in Austria issued by ÖAMTC, sister organization to the AAA – a little grey booklet, valid for 1 year, where all the vehicle data is written manually. The officials at the borders were irritated at best, and that booklet didn´t really work for us. Then we made a copy of the original car license where we translated and highlighted the important data like “owner”, “type”, “color”, in English / Spanish / Portuguese – that worked very well. In Austria you can obtain an official copy of the car license without any problems, we stored that one in our bord safe.
  • International driving license: same story – issued by ÖAMTC, valid for 1 year – no one was interested. A plastic card driver’s license is the best option – just don´t make paper copies of it, the official won´t accept these and start a lengthy discussion

Border crossing procedures, police and military

  • Crossing borders and border controls: we have heard and read some real horror stories in IOverlander as well as in several online communities, like long waiting hours, corrupt officials and lots and lots of paperwork. But – our experiences were different. Wait times were not bad, not bad at all; getting the TIP (Temporary Importation permit) took the most time because it is done on paper. If the border officials wanted to check the interior of our Brave Camper, they mostly just wanted to have a look inside out of curiosity and not because they suspected any smuggling. Most of the countries explain the immigration process online – if you get the information beforehand, you shouldn´t have any problems.
  • we always tried to comply with any restrictions on import of food, we either ate everything or prepared / cooked the food like fresh fruit, vegetables, eggs, meat. In reality, at most of the borders no one was interested (but that is not a rule, it might be different next time). Very rarely, customs wanted to check the interior, mainly in Tierra del Fuego (Chile – Argentina – Chile borders)
  • police and military controls: these controls are standard in Central and South America and no reason for panic. In principle – if you are nice and friendly, you will also be treated nicely and friendly. Smiling and having car paper and driver´s license ready in hand when you open your window, works wonders. Usually, the average officer is unable to read any of those documents in German language, so it´s mostly Q&A: from where / to where / country of origin, and finally wishing us a safe journey. In all our 500 days, we haven´t met one corrupt police officer or soldier. We have been treated friendly and with respect, and often even waved through checkpoints
  • we could (and maybe we will) continue this list ….

230831 – Tag 500 + 1 >

Donnerstag / Thursday, August 31

Tag 500 + 1

Wieder zu Hause – und doch noch weit entfernt. Die eigenen vier Wände wirken vertraut und doch haben die 500 Tage ihre Spuren hinterlassen. Vor allem bei vielen Kleinigkeiten, wie z.B. wo war noch der Einschaltknopf für die Kaffeemaschine? in welcher Lade sind die Gabeln? usw. Völlig ungewohnt, am Morgen nicht im Krassen Pferd aufzuwachen und über die Leiter aus dem Bett im Alkoven hinunterzuklettern zu müssen, dafür mit einer schnurrenden Katze am Kopfpolster.

Im ersten Stock stehen die Kisten, die wir aus den USA und Ecuador heimgeschickt haben, weil wir erkennen mussten, dass wir viel zu viel Kleidung mitgenommen haben, und dass wir nicht genügend Platz für die Rettungsautos haben werden, die sich inzwischen angesammelt haben und die, die wir hoffentlich noch finden würden. Vielleicht schaffen wir es noch heuer, die Kisten auszupacken, die Neuzugänge zur Sammlung zu administrieren und einzuräumen (wohin bloß?).

Zwischendurch fallen uns immer wieder Dinge ein, die sofort und gleich erledigt werden müssen – Termine bei diversen Ärzten (vor allem Zahnarzt!), die Nummerntafeln von unserem Krassen Pferd bei der Versicherung hinterlegen, Katzenfutter besorgen – es fällt uns schwer, bei einer einzigen Sache zu bleiben. Die Rückreise mit über zwanzig Stunden hat trotz der ruhigen Nacht über dem Atlantik auch ihre Spuren hinterlassen.

Die Waschmaschine kommt heute nicht zum Stillstand. Wir gönnen ihr nur eine Pause, wenn alle Wäscheständer belegt sind.

Dazwischen melden sich immer wieder unsere alten und neuen Freunde aus aller Welt und die Familie, via what´s App oder fb messenger, oder auch ganz altmodisch mittels Anrufes. Die meisten wollen wissen, ob wir gut angekommen sind, andere wieder – Overlander, die gerade unterwegs sind – fragen nach Infos zu Stellplätzen oder Ähnliches. Als es endlich Abend wird, sind wir beide fix und fertig. Morgen, am 1. September, werden wir beide pflichtbewusst wieder unseren Dienst antreten und an unseren jeweiligen Arbeitsstätten erscheinen, zum ersten Mal seit fast eineinhalb Jahren (wir hoffen, wir finden unsere Schlüssel und Zutrittskarten).

In den nächsten Tagen und Wochen und auch Monaten werden wir noch viel aufzuarbeiten haben. Einerseits fallen viele, viele, VIELE Arbeiten im Haus und im Garten an, andererseits gilt es noch Bilder, Videos und Texte zu bearbeiten und zu sichern. Nebenbei wird auch der Job einiges abverlangen. D.h. es wird demnächst ein wenig ruhiger auf ottenweinerts.blog, das bedeutet aber nicht, dass es nicht weiterhin den einen oder anderen Beitrag geben wird. Zum Beispiel wird es Beiträge zum Thema Statistik, Ausgaben, oder auch Plus/Minus geben – Dinge, Ausrüstungsgegenstände, Apps, etc die sich bewährt haben oder aber auch vollkommen nutzlos waren. Hier haben schon einige Overlander brennendes Interesse daran angemeldet.

Also bis demnächst!

Day 500 + 1

Home again – but still far away. We are back in our house, but there are things we simply forgot during those last 500 days. Small but important details, like – where is the “on” botton of the espresso machine? The forks are in which drawer? It feels strange to wake up in the morning, not in our Brave Camper, without having to climb down the ladder from our bed in the alcove, but with a purring cat on the pillow. 

In a room on the second floor, five large boxes are waiting for us – we sent them home from Florida and form Ecuador because we realized that we had way too much clothes on board and that we would not have enough room for the ambulances we had found so far and the ones still to come. We hope that we will find the time to unpack the boxes in the next few months, to register all the new ambulances and find a place for each and every one (we don´t know where, but we´ll see). And then there are urgent things to organize, like doctors’ appointments (dentist!), deposit the license plates of our Brave Camper at the insurance agency, get cat food – it´s difficult not to forget anything and we are a bit distracted. We also feel the more than 20 hours transatlantic journey during the last two days, in spite of the quiet night and several hours sleep in the jumbo jet.

The washing machine is working around the clock – it only gets a break when the laundry racks are full (no, we don´t have a laundry dryer, we use natural resources – sun and wind in our garden). We receive messages via Wajt´s App or fb messenger or even old school phone calls all day long, from family, friends old and new from all over the world. Most of them want to know if we made it home safe and sound; others, like overlanders on tour right now, need info about safe overnight spots. In the evening, we are completely exhausted. Tomorrow, September 1st, we will return to our regular life by visiting our work places for the first time in almost one and a half years (we hope to find our keys and access cards).

During the coming days, weeks and even months, we will have a lot to catch up. There is much, much, MUCH work to do in the house and even more in the garden; on the other hand, we have to sort through thousands of pictures, hundreds of vides and blog texts. And we will be working full time again. So, there won´t be daily entries on ottenweinerts.blog, but we will eventually post texts, like statistics, financial aspects, or our plus / minus list – equipment which proved useful for the journey and completely unnecessary things or failures, which might be interesting for fellow overlanders.

So: stay tuned!

230831 – Daheim

230830 – Finale >

Mittwoch / Wednesday, August 30, 2023

Tag 500 – Finale

Wir haben gut geschlafen und wachen irgendwo über Nordafrika auf. Beim Frühstück bemerke ich eine verlegte Nase, gestern hatte ich bereits Halsweh, heute hab ich gar keine Stimme mehr (Sigi grinst) – scheinbar habe ich mich zum Abschied in Buenos Aires verkühlt (auch wenn es sonnig und tagsüber warm war, ist es doch Winter auf der Südhalbkugel, das vergisst man als Europäer leicht, vor allem bei schönem Wetter). Aber wir haben sicherheitshalber Nasentropfen mitgenommen, und es treten bei Sinkflug und Landung keine Probleme mit dem Druckausgleich auf.

Am Flughafen in Frankfurt wandern wir durch lange Gänge mit nicht funktionierenden Rollbändern, müssen durch zwei (!) Duty-Free Zonen durch und nochmals durch eine Sicherheitskontrolle, obwohl wir den Sicherheitsbereich gar nicht verlassen haben. Und hier schlägt die deutsche Gründlichkeit zu – Kameratasche, Rucksack, Technik-Köfferchen – alles wird genau untersucht. Aber dann geht es durch die Passkontrolle und wir sind wieder in Europa. 

Worauf wir uns freuen: natürlich auf die Familie – Sohn David und Enkel Simon samt Mama Elisabeth und Oma Rosi; auf Sigis Schwestern Gitti, Susi und Ulli samt Gatten und Kids; auf Haus- und Katzensitter Julian und unsere Miezen Sisi und Bärli (die letzten beiden Verbliebenen, Moritz konnte unsere Rückkehr nicht mehr abwarten und ruht im Garten unter dem Fliederbusch); auf unsere Freunde und Kollegen; auf unser Haus, unseren Garten, unseren whirlpool; auf knuspriges, dunkles Brot; auf unser treues Krasses Pferd, das Mitte September hoffentlich wohlbehalten in Hamburg ankommen soll.

Was wir vermissen werden: kreisende Kondore und kleine grüne Krachmacher; Armadillos und Capybaras; generell die üppige Flora und Fauna; die großartigen Nationalparks und den unglaublichen Sternenhimmel; den Atlantik; die herzlichen und lebensfrohen Menschen; die Freiheit, einfach irgendwo abzubiegen, weil wir etwas Interessantes gesehen haben, oder länger zu bleiben, weil es so schön ist; und keine Pläne machen zu müssen.

Was uns gar nicht abgehen wird: die „ripios“, die furchtbar schlechten Straßen; die letscherten, weißen Laberln, die als „Brot“ verkauft werden; Reifenplatzer und andere unvorhergesehen nötigen Reparaturen, die uns einen Werkstattaufenthalt aufzwingen; bei jedem Grenzübertritt sich auf eine neue Währung einstellen, Kopfrechnen und Geld wechseln zu müssen.

Und dann landen wir in Wien; am Flughafen ist die Hölle los, auf das Gepäck müssen wir lange warten. Endlich sind wir draußen, Elisabeth, Gitti und Marcel erwarten uns schon (sicherheitshalber zwei „Taxis“, wir haben ja doch recht viel Gepäck) und bringen uns nach Wiener Neudorf. Das große Abenteuer ist vorbei. Wir sind zu Hause. 


P.S.: Geschätzte Leserin, geneigter Leser, liebe Freunde und Follower – bleibt dran! In den nächsten Tagen und Wochen schießen wir in unregelmäßigen Abständen noch einige Beiträge nach:

  • Eine Nachlese
  • Abenteuerliches und nicht ganz Ungefährliches, was wir aber bewusst nicht in den täglichen Blog geschrieben haben, um unsere Familie und Freunde nicht zu beunruhigen – wir sind wohlbehalten zurück, jetzt können wir´s ja erzählen
  • Zahlenspiele für Statistikinteressierte (wie weit, wieviel, wie oft, wie lange, wie hoch, etc)
  • Plus und Minus beim Wohnmobil – was hat sich bewährt, was war unnötig, was hat gefehlt
  • Tips für andere Overlander, die vielleicht Ähnliches planen

Day 500 – Finale

After a quiet night, we wake up somewhere above North Africa. I realize a constipated nose and my voice is gone (Sigi seems to enjoy the peace and quiet), I have been having a sore throat since yesterday. Obviously, I caught I cold as farewell present in Buenos Aires – even when is warm and sunny during the day, it´s winter down there on the southern hemisphere which Europeans tend to forget. I am glad I packed nose drops, just in case; and I am not experiencing any problems during the rest of the flight.

At Frankfurt International Airport, we walk long corridors with non-functioning conveyor belts, we have to go through 2 (!) Duty Free zones and once again through a security check, although we haven´t even left the security area. And here, we notice the proverbial German thoroughness: camera bag, backpack, all the technic stuff are subject to a very careful inspection. But then, we pass through immigrations – we are back in Europe.

What we are looking forward to: first and foremost – family: Son David and grandson Simon together with his mom Elisabeth and grandmom Rosi; Sigi´s sisters Gitti, Susi and Ulli and their spouses and kids; our house and cat sitter Julian and our cats Sisi and Bärli (the last two; Moritz couldn´t wait for our return, he is resting in our garden beneath the lilac bush); our friends and colleagues; our house and garden and the whirlpool; dark, crispy bread; our Brave Camper which we hope to see again, safe and sound, mid-September in Hamburg, Germany.

What we will miss: condors circling above our heads and little green noisemakers in palm trees; generally, the luscious flora and fauna; the great national parks and the incredible starry sky; the Atlantic; the cordial and cheerful people; the freedom to take an unplanned turn because we have seen something interesting or stay longer because the place is so beautiful; and not havening to make plans.

What we won´t miss at all: the “ripios” (bad roads); the soft, white buns which are called “bread”; damaged tires and other unexpected technical problems which make us search for and stay at a mechanic; having to adjust to a new currency after every border crossing, converting it to Euro in our heads and change money.

An then we land at Vienna International Airport; there are many, many passengers, we have to wait a long time for our luggage. Finally, we exit the luggage hall; Elisabeth, Gitti and Marcel are waiting for us (we asked for two “taxis” because of our luggage, just to make sure) and they bring us to our house in Wr. Neudorf. The Big Adventure is over. We are home.


P. S.: Valued readers, dear friends and followers – stay tuned! There will be some more info during the next days and weeks:

  • A summary / review
  • Adventures and some dangerous things which we haven´t written about in our daily blog yet in order not to make our family and friends worry about us; now we are back safe and sound, now we can tell you
  • Some numbers and arithmetic for people interested in statistics
  • Pros and cons of our Brave Camper – what worked fine, what was unnecessary, what was missing
  • Tips for other overlanders who might be planning a similar trip
Route 230830