
Zu der Mai-Ausgabe des ÖCC-Magazins (Österreichischer Camping Club) gibt es online auch das Interview zu unserem Abenteuer.
Ab sofort ist die Plus-Seite online! Hier geht es direkt zur Seite:
Unsere grundsätzlichen Erfahrungen:
Unter dem Motto „Heute vor zwei Jahren“ haben wir uns entschlossen, über SocialMedia unsere Abenteuer Tag für Tag neu zu erleben. Deshalb werden wir unsere Blog-Einträge noch einmal posten. Viele von Euch sind erst während unserer Reise zu uns gestossen und haben deshalb einiges versäumt. Wir hoffen, Euch damit eine kleine Freude zu bereiten und freuen uns schon darauf, wenn ihr uns von Kanada in die Antarktis folgt. Eure „Ottenweinerts“
We are planning to relive our big adventure, on social media, day by day – „Today, 2 years ago“.That´s why we will post our blog entries once more – many of you joined our blog at some point during the journey, therefore missing out on a part of the adventure. We hope you’ll have fun reading our blog and we are looking forward to seeing you following us from Canada to the Antarctic. Sincerely, the Ottenweinerts
Abgesehen von der großen weltumspannenden Familie des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds gibt es noch eine zweite globale Familie. Egal ob sie Paramedics, Notärzte, Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, First Responder usw. genannt werden – gemeinsam haben sie alle, dass sie sich um Erkrankte, Verletzte und Menschen in Not kümmern, egal unter welchem Logo, Zeichen, Slogan oder in welchem Land sie tätig sind.
Wir sind stolz darauf, Teil dieser Familie zu sein und natürlich haben wir auf unserer Reise viele dieser KollegInnen und „Familienmitglieder“ getroffen. Interessante Geschichten wurden erzählt, Einsatzfahrzeuge und Equipment hergezeigt und neue Freundschaften über die Grenzen hinweg geschlossen. Wir danken Euch für diese wundervollen Momente!
Apart from the large, worldwide family of the Red Cross and the Red Crescent, there is another global family. Whether they are called paramedics, emergency physicians, paramedic technicians, EMTs, first responders, and so on, they all have one thing in common: they care for the sick, the injured, and for people in need, regardless of the logo, symbol, slogan, or country they work in.
We are proud to be a part of this family, and during our journey, we met many of these colleagues and „family members.“ Interesting stories were shared, emergency vehicles and equipment were shown, and new friendships were formed across borders. We thank you for these wonderful moments!
Vor einigen Jahren wurde meine Aufmerksamkeit auf die Geschichte meiner Familie gelenkt und ich begann im Internet zu recherchieren. Ich war nicht wenig erstaunt, als eines der Ergebnisse aus der Abfrage auf ein kleines Nest in Texas referenzierte. Neugierig geworden suchte ich nach Bildern und Texten zu dem kleinen Städtchen im Herzen von Texas. Seit damals war für mich klar: dort möchte ich mal hin.
Unsere Reise führte uns tatsächlich zu dem kleinen Ort etwas abseits der Hauptstraße. Ein verschlafener Ort, der aus einigen Straßen besteht und dessen beste Zeit schon lange zurück liegt. Genaugenommen besteht der Ort aus einem kleinen Rathaus, einer Kirche, einem Post-Office, zwei geschlossenen Schulen und einer Feuerwehrstation. Ganze 126 Einwohner zählt der Ort noch … und es werden immer weniger.
Über die Entstehung gibt es unterschiedliche Versionen. Die einen sagen, der Ort wurde nach einem Senator Weinert benannt, andere Quellen sprechen von einem Mitarbeiter der Eisenbahnbaugesellschaft, den man mit Land entlohnte, worauf er den Ort gründete.
Wie auch immer – es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man seinen Namen am Rathaus, am Wasserturm, am Friedhof und auf den Feuerwehrautos liest. In jedem Fall war es den Abstecher wert.
























Ein Senator mit dem Namen Weinert …
In Austin/Texas besuchten wir das Capitol und fanden die Spuren des möglichen Namensgeber. Eigentlich gab es gleich zwei Senatoren mit dem Namen Weinert und den Aufzeichnungen nach dürften sie auch ziemlich erfolgreich in ihrer Tätigkeit gewesen sein.
https://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_C._Weinert
https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolph_A._Weinert




Das Weinert Haus in der Weinert Straße …
Das Haus von Ferdinand Weinert steht in Seguin, Texas und ist heute (neben einem Historic Landmark) ein AirBnB. Aber nicht nur als Historic Landmark kennt man das Gebäude, sondern auch als Ort, an dem es spuken soll. Im Buch „The Big Book of Texas Ghost Stories“ von Alan Brown (Rowman & Littlefield, 17.07.2019 – 288 Seiten) werden die geisterhaften Aktivitäten im Weinert-Haus beschrieben.







Eine Weinflasche mit dem Namen Weinert darauf …
Und noch einmal sind wir auf unserer Reise auf den Namen Weinert gestoßen. Diesmal in der berühmten Weingegend um Mendoza in Argentinien.
Etwas außerhalb von Mendoza liegt Lujan de Cuyo – Heimat der Bodega Weinert. Die Weine – und hier besonders der Malbec – haben es zu lobenden Erwähnungen in das Forbes Magazin geschafft.
https://www.forbes.com/sites/karlsson/2020/08/24/bodega-weinert-mendoza-malbec/









Für uns ein Grund, bei der Bodega vorbeizuschauen und natürlich auch eine Flasche dieses berühmten Weins mitzunehmen.
Die Flasche haben wir dann übrigens am letzten Abend in Uruguay bei Timo und seinen Brüdern bei einem Grillabend geleert. Die leere Flasche ist aber als Souvenir mit nach Österreich gekommen.







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A village that bears your name…
Several years ago, my attention was drawn to the history of my family, and I started researching on the internet. I was quite surprised when one of the search results referenced a little town in Texas. Curiosity led me to search for pictures and information about this small town in the heart of Texas. Since then, it was clear to me: I want to visit there someday.
Our journey actually led us to the small town off the main road. It’s a sleepy place with a few streets, and its heyday is long gone. The town consists of a tiny town hall, a church, a post office, two closed schools, and a fire station. It has only 126 residents, and their number is decreasing.
There are different versions of how the town got its name. Some say it was named after a Senator Weinert, while other sources mention a railroad company employee who was compensated with land and then founded the town.
Regardless of the origin, it’s a strange feeling to see your name on the town hall, the water tower, the cemetery, and the fire trucks. In any case, the detour was worth it.
A Senator named Weinert
In Austin, Texas, we visited the Capitol and found traces of the potential namesake. There were actually two senators Weinert, and records indicate they were quite successful in their roles.
https://en.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_C._Weinert
https://en.wikipedia.org/wiki/Rudolph_A._Weinert
The Weinert House on Weinert Street …
Ferdinand Weinert’s house is located in Seguin, Texas; today, it’s an AirBnB (in addition to being a Historic Landmark). The building is not only known as a Historic Landmark but it’s also said to be haunted. The ghostly activities in the Weinert House are described in the book „The Big Book of Texas Ghost Stories“ by Alan Brown.
And once again, we came across the name Weinert on our journey, this time in the famous wine region around Mendoza, Argentina.
A wine bottle with the name Weinert on it …
Just outside of Mendoza is Lujan de Cuyo, home to Bodega Weinert. Their wines, especially the Malbec, have received high praise and made it into Forbes Magazine.
For us, this was a reason to visit the winery and, of course, take a bottle of this famous wine with us. By the way, we emptied the bottle on the last evening in Uruguay with Timo and his brothers at the barbecue. The empty bottle made its way to Austria as a souvenir.
Viele von Euch haben uns nach unserer Rückkehr nach den schönsten Plätzen, den abenteuerlichsten Routen und nach den schönsten Erlebnissen gefragt. Und jedes Mal fiel uns die Antwort schwer, weil wir täglich mit –zig Eindrücken konfrontiert waren.
Aber ein Punkt zieht sich wie ein roter Faden über alle zurückgelegten Kilometer, jeden erklommenen Höhenmeter, jedes besuchte Land: die Menschen, die unsere Wege gekreuzt haben! Deshalb gibt es in unserem Blog ein Kapitel „people we met“.
Begonnen hat alles in Calais, Maine, USA, mit Ellen und Paul.
In Kanada war es beinahe unmöglich, die Wassertanks zu füllen – Mitte April war es noch viel zu kalt und alle externen Wasseranschlüsse noch geschlossen. Die Suche nach Frischwasser zum Nachfüllen und einem Plätzchen für die Nacht war nach dem Grenzübertritt von Kanada in die USA auch schwierig. Alle Picknick-Plätze waren noch geschlossen, die Saison eben noch nicht eröffnet. Auch die externen Wasseranschlüsse der Tankstellen waren noch nicht geöffnet, da es einfach noch zu kalt war. Schließlich landeten wir bei einem Walmart, wo wir hofften, in der Gartenabteilung Wasser tanken zu können. Auch dort war der Wasserhahn noch nicht in Betrieb, aber Ellen vom Customer Service rief einfach ihren Mann Paul an, weil sie „wohnen gleich um´s Eck“ – Paul kam und lotste uns die ca. 6 Kilometer zu ihrem Privathaus, wo wir unseren Frischwassertank auffüllen konnten.
Dieses Erlebnis hat uns schon am Anfang der Reise geprägt und so entstand in unserem Blog das Kapitel „People we met“. Auf den restlichen mehr als 80.000 Kilometern begegneten uns noch viele nette und freundliche Menschen aus allen Kulturen und sozialen Schichten. Mit etlichen dieser neuen Freunde und Bekannten sind wir nach wie vor in Kontakt. Ihnen ist dieser Eintrag und auch die beiden Videos gewidmet. Danke – dass ihr Teil unserer Reise wart!
Link: https://ottenweinerts.blog/people-we-met/
After our return, many people asked us about the most beautiful places we have seen, the most adventurous routes and the most impressive experiences that had happened to us. And there is no correct answer because there were just soooo many things to see and places to visit – every day!
But if we look back on all the thousands of miles we have been driving, on all the thousands of altitude feet we conquered through each and every one of the 19 countries we visited, there is something standing out: it´s the people we had the great fortune to get to know along the road. That´s the reason for the chapter “People we met” in our blog. And everything started with Ellen and Paul in Calais, Maine, USA.
In Canada, it was almost impossible to get fresh water for our tanks – in the middle of April it was still too cold and freezing, all the exterior faucets were still closed. And after crossing into the USA, the search for water and a place to stay overnight wasn´t much easier on the south side of the border. All the picknick sites still closed – it was still off-season – and the faucets at the gas stations also not open yet. Finally, we stopped at a Walmart, hoping to get water for our tank in the garden department. No luck there, either, but: Ellen from Customer Service called her husband Paul because they lived “Just around the corner”. Paul came, guided us the few miles to their house and allowed us to fill our tank.
This was a distinctive moment right at the beginning of our journey and the reason for “People we met”. On the following 50.000 miles, we met many, many nice, friendly, helpful people from different cultures and social environments. And we are still in contact with several of these new friends and acquaintances. This blog entry and also the two videos are dedicated to YOU, guys – THANK you for being a part of our journey!
Immer wieder wurden wir auch nach unserem „Logo“ am Auto und nach den einzelnen grafischen Elementen gefragt. Hier ist die Erklärung dazu:

Der Name/Begriff „ottenweinerts“ hat sich schon vor langer Zeit auf unseren Reisen ergeben und besteht aus Teilen unserer Familiennamen und so wurden aus Ottendorfer & Weinert einfach die „Ottenweinerts“.
Hinter dem Slogan „never-come-back-tours“ steckt natürlich eine Geschichte.
Unsere vergangenen Reisen mit gemieteten Wohnmobilen haben uns oft in Gegenden, auf Straßen und in Situationen geführt (zum Beispiel irgendwo im Nirgendwo mitten in Namibia), wo wir befürchten mussten „da kommen wir nie wieder heraus und nie wieder nach Haus“. So entstand der geflügelte Slogan von „ottenweinerts – never-come-back-tours“. Aber natürlich kommen wir immer wieder zurück. Österreich ist unser Zuhause.
Bei der Auswahl der Farben im Logo haben wir versucht, all jene Elemente der Natur abzudecken, die für uns schon in der Vergangenheit immer besonders beeindruckend waren.
Die Elemente in Grün spiegeln die Prärie, die Weiden und Felder sowie die Wälder.
Das Blau steht für den Himmel, die Flüsse, das Meer und die Seen.
Das Grau steht für die Berge und Felsen.
Und schlussendlich das Weiss für Schnee und Eis.
We have been asked many times about our logo and the meaning of the graphic elements. Here are the explanations:

The “ottenweinerts” happened to be born on our of our travels long time ago; it´s simply our last names put together – so Ottendorfer and Weinert became “the Ottenweinerts”.
And the “never-come-back-tours” explanation: during several of our past travels with hired motorhomes in different countries and on very special roads (for example somewhere in the middle of nowhere in Namibia), we experienced situations where we thought “we´ll never make it out of here and we´ll never get back home”. That´s how the “never-come-back-tours” were born. But of course we´ll always come back to Austria. It´s our home!
Finally, we tried to integrate all the impressive elements of nature into our logo:
Green – for prairie, pastures, meadows and woods
Blue – for the sky, for the rivers and lakes and for the ocean
Grey – for rocks and mountains
White – for ice and snow
Sicherheit ist, war und wird immer Thema bei solchen Reisen sein. Um es vorweg zu nehmen: am falschen Ort zum falschen Zeitpunkt zu sein, kann eigentlich überall passieren und kaum vermieden werden. Egal ob es jetzt eine Reise von 500 Tagen durch Nord-, Mittel- und Südamerika ist, eine Städtereise oder bei Euch um die Ecke.
Oftmals wird der Begriff „natural awarness“ verwendet, wenn es darum geht solche Reisen vorzubereiten. Und natürlich spielt auch der Hausverstand eine ganz wichtige Rolle.
„Natural awareness“ ist ein sehr dehnbarer Begriff und wird sich/sollte sich auch an Land, Leuten, Kultur und politischer Lage und den zur Verfügung stehenden Informationen orientieren. Hilfreich sind hier die Webseiten der Außenministerien, wobei wir auch hier die Erfahrung machen mussten, dass sich die Warnstufen in Österreich und Deutschland oftmals unterscheiden und z.T. auch widersprechen. Der einzige brauchbare Tipp ist ganz einfach: Augen auf, wenn möglich lokale Nachrichten hören oder schauen, auf die Bevölkerung und aufs Bauchgefühl hören.
Auf unserer ganzen Reise gerieten wir dreimal in gefährliche Situationen, das erste Mal in Kolumbien:
Die schießen – auf uns?!?!
Wir waren in Kolumbien im Süden des Departments Cauca unterwegs, am Rückweg vom Archäologie-Park Tierradentro mit den einzigartigen Felsengräbern, es war früher Nachmittag und somit Tageslicht, und es war eine – für die Gegend ganz normale – Schotterstraße. Diese war plötzlich von einem VW Amarok und einigen Männer blockiert, wir wussten anfangs nicht warum – bis einer der Männer mit einer Handfeuerwaffe auf uns zukam. Wir ersparen uns hier, den Ablauf bis ins kleinste Detail zu schildern – das Video spricht eine deutliche Sprache:
Fazit: die FARC Terroristen versuchten, uns zu überfallen und auszurauben bzw. als Geiseln zu nehmen, um Geld zu erpressen. Wir konnten entkommen und uns ist nichts passiert, aber wir haben 5 Einschusslöcher in unserem armen Krassen Pferd, unter anderem im linken Außenspiegel. Entgegen den Empfehlungen haben wir nicht bereitwillig alles hergegeben, sondern haben – solange wir im Fahrzeug hinter verschlossenen Türen saßen – alles unternommen, um zu flüchten. Die verschlossenen Türen waren die einzige – aber zu diesem Zeitpunkt wirksame – Barriere.
Bitte unbedingt zu beachten: diese Vorgangsweise hat damals, an diesem Ort, in dieser Situation funktioniert und kann/darf in keiner Weise als „DIE richtige“ Lösung angesehen werden. Im Zweifelsfall ist immer die Gesundheit und das Leben an erster Stelle zu sehen.
Was nicht mehr am Video zu sehen ist: wir sind mit der demolierten Stoßstange, einem am Vorderrad schleifenden Teil und mit viel Herzklopfen die nächsten 50 Kilometer in die nächste Stadt gerast und haben uns einmal bei einer Tankstelle hinter einigen Gebäuden versteckt, bevor wir uns zur Polizei aufmachten, um den Vorfall zu melden.
Da wir den gesamten Vorfall über zwei Kameras (Dash-Cam und GoProMax) hochauflösend auf Video aufnehmen konnten, waren die Beamten natürlich überglücklich, als wir ihnen eine SD-Karte mit den Videos und auch bereits bearbeiteten Standbildern übergeben konnten.




Die Beamten in Rio Plata verdienen unsere Hochachtung. Sie haben alles getan, um uns Sicherheit zu vermitteln. Nach der Aufnahme des Vorfalls wurde ein sicherer Platz zum übernachten gesucht, am nächsten Tag hatte man einen Mechaniker für uns organisiert, der uns einen korrekten Preis für die Reparatur gemacht hat; zum Geld abheben beim Bankomaten wurden wir begleitet und auch Wochen danach gab es immer wieder Kontakt via WhatsApp und die Frage, ob bei uns eh alles in Ordnung ist.










Tage nach diesem Vorfall fanden wir auch zwei Projektile im Heck unseres Fahrzeugs. Ein Projektil war im Sitzpolster hängengeblieben, das andere hat die Kühltruhe unter dem Sitz durchschlagen und ruiniert.







Wochen später erreichte uns via Polizei ein TV-Beitrag. Einer der Täter konnte in einer aufwendigen Aktion festgenommen werden. Da er für mehrere Straftaten gesucht wurde, gelang der Polizei hier mit Hilfe unserer Videos eine entscheidende Festnahme.
Dieser Vorfall ist der Klassiker „zur falschen Zeit am falschen Ort“. Wir wurden auf unserer Reise hinterher immer wieder gefragt, ob wir nicht an diesem Punkt die Reise abbrechen wollten. Im Nachhinein betrachtet hat sich diese Frage eigentlich nie wirklich gestellt. Und außerdem ist Kolumbien ein wunderbares Reiseland, voller großartiger Natur, hoher Berge, schöner Strände, freundlicher Menschen (die meisten jedenfalls). Es soll sich also niemand durch unser Erlebnis von einer Reise nach / durch Kolumbien abhalten lassen – bloß das südliche Stück vom Department Cauca (und eventuell auch die Gegend ganz im Nordosten an der Grenze zu Venezuela) sollte man besser meiden.
Wie haben dieses Erlebnis NICHT in unserem täglichen Blog berichtet – erstens hat uns die Polizei in La Plata gebeten, nichts zu posten, um die Ermittlungen nicht zu behindern. Außerdem wollten wir unsere Familie daheim und unsere Freunde, die unsere Reise per Blog mitverfolgt haben, nicht unnötig beunruhigen (und wir sehen jetzt gerade vor unserem geistigen Auge ein paar sehr blasse Freunde in den USA, die die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben – und wir können sie beinahe hören: „Wir haben es Euch ja prophezeit, wenn Ihr dorthin fahrt!“). Der durchlöcherte Außenspiegel und die von uns später gefundenen Projektile werden als Souvenirs einen Platz in unserem Wintergarten bekommen.
Security is always an issue on a journey like ours. Even if you prepare everything carefully and to the tiniest detail, you can never totally avoid being at the wrong place at the wrong time – no matter, if it´s a 500-days-journey through the Americas, a city trip or in your own neighborhood.
We have heard about „natural awareness” multiple times during the preparations for our journey, and of course you need common sense. „Natural awareness“ is a very flexible term, and should be used in combination with all the information you can get about the country, the people, the culture and the political situation. We used the website of the Austrian ministry of foreign affairs extensively, also the German and the US-American one (but we found out that different countries may have different, sometimes even contradictory warning levels about the same destination). The most important thing is: watch the situation carefully, watch the news, listen to the local population – and to your gut. On our journey, we experienced three different dangerous situations, the first time in Colombia:
They are shooting – at us?!?!
We spent the day at the archeological park of Tierradentro in the southern part of Department Cauca, with its one-of-a-kind rock graves; we were on our way back, it was early afternoon, therefore broad daylight and it was one of the usual gravel roads. Which we found blocked by a VW Amarok and some men, we didn´t see why – until one of the men came to our car, armed with a handgun. We won´t describe the details – the video will tell you everything:
Summary: the FARC guerrilleros tried to rob us and / or take us hostage in exchange for money. We could get away unscathed, nothing happened to us, but our poor Brave Camper now has five bullet holes, one of them in the left side mirror. In contradiction to every recommendation, we didn´t give them anything, but did everything we could to get away, as long as we were sitting in our vehicle behind closed doors and windows. The closed doors were the only barrier, but this was enough.
PLEASE take into account: how we handled this situation, worked then and there, but it was by no means “THE (only) right decision”. Your life and your health should always be top priority.
What happened next (not on video anymore): we raced for about 30 miles to the next town, with a damaged front bumper which touched our right front tire in every curve, and with a considerably elevated heart beat rate. There, we hid behind some buildings at a gas station before we contacted the police.
We were filming all the time with two high-definition cameras (a dash-cam and a GoProMax), so we could provide the police with a video and several mug shots of the guerrilleros – the police were very happy about that. All the police personnel in Rio Plata have earned our respect. They did everything to make us feel safe again. After writing down a protocol, they organized a safe overnight place for us; on the next morning, they brought us to a mechanic who did the necessary repair for a fair price; they even guided us to the ATM to get cash. For the next several weeks we stayed in contact and they made sure that we were ok.
Several days after the incident, we found two bullets in our living room – one in the seat cushion, the other one went through the deep freezer under the seat, ruining the freezer box. Weeks later, the police sent us a TV-spot of the regional news – they had been able to apprehend one of the assailants. He was wanted for several criminal offenses – our video was the decisive evidence for the police.
This incident is a classic “at the wrong place at the wrong time”. When we mentioned it to other overlanders during our journey, we were often asked if we didn´t think of returning home after this “adventure”. But astonishingly, we never thought about that. And furthermore, Colombia is a great travel destination, with wonderful nature, high mountains, beautiful beaches, friendly people (most of them, anyway). So please don´t change your plans to travel to / through Colombia – just don´t go to the south of department Cauca (and maybe also not to the northeast near the border to Venezuela).
We did NOT mention this incident on our daily blog – first of all, the police of La Plata asked us not to post anything online in order not to put the investigations at risk. And secondly, we didn´t want to preoccupy our family at home and our friends who were traveling with us, so to speak, by reading our blog. (and right now, we can see our American friends who have turned very pale, throwing their hands up in horror, and we can almost hear them – “told you so if you go to South America!”). The perforated side mirror and the two bullets we found will remain as souvenirs in our sun room at home.
Wir waren 500 Tage und 499 Nächte unterwegs – wo haben wir die Nächte verbracht:
Our adventure lasted 500 days and 499 nights – where did we spend the nights:
Besuchte Länder– visited countries: 19 (eigentlich 20, wenn man das britische Antarktis-Gebiet Port Lockroy mitrechnet – 20, if you count the British Antarctic Territory of Port Lockroy)
Grenzübertritte – border crossings:
Aufenthaltsdauer pro Land – days per country
Tage pro Land – days per country:
Zurückgelegte km – miles we have been driving:
Km pro Land – miles in each country:
Zurückgelegte Schritte: 3.740.600 – steps we walked
Zu Fuß zurückgelegte km: 2.550,56 km – 1.585 miles on foot
Geradelt: nur 68,5 km (das nächste Mal lassen wir die Räder gleich daheim) – only 42,57 miles on our bicycles (next time we´ll leave them at home)
Spritverbrauch – diesel consumption and mileage:
Nächste Woche gibt´s wieder einen Beitrag – bleibt dran!
There will be another info post next week – stay tuned!