Mittwoch / Wednesday, August 30, 2023
Tag 500 – Finale
Wir haben gut geschlafen und wachen irgendwo über Nordafrika auf. Beim Frühstück bemerke ich eine verlegte Nase, gestern hatte ich bereits Halsweh, heute hab ich gar keine Stimme mehr (Sigi grinst) – scheinbar habe ich mich zum Abschied in Buenos Aires verkühlt (auch wenn es sonnig und tagsüber warm war, ist es doch Winter auf der Südhalbkugel, das vergisst man als Europäer leicht, vor allem bei schönem Wetter). Aber wir haben sicherheitshalber Nasentropfen mitgenommen, und es treten bei Sinkflug und Landung keine Probleme mit dem Druckausgleich auf.
Am Flughafen in Frankfurt wandern wir durch lange Gänge mit nicht funktionierenden Rollbändern, müssen durch zwei (!) Duty-Free Zonen durch und nochmals durch eine Sicherheitskontrolle, obwohl wir den Sicherheitsbereich gar nicht verlassen haben. Und hier schlägt die deutsche Gründlichkeit zu – Kameratasche, Rucksack, Technik-Köfferchen – alles wird genau untersucht. Aber dann geht es durch die Passkontrolle und wir sind wieder in Europa.
Worauf wir uns freuen: natürlich auf die Familie – Sohn David und Enkel Simon samt Mama Elisabeth und Oma Rosi; auf Sigis Schwestern Gitti, Susi und Ulli samt Gatten und Kids; auf Haus- und Katzensitter Julian und unsere Miezen Sisi und Bärli (die letzten beiden Verbliebenen, Moritz konnte unsere Rückkehr nicht mehr abwarten und ruht im Garten unter dem Fliederbusch); auf unsere Freunde und Kollegen; auf unser Haus, unseren Garten, unseren whirlpool; auf knuspriges, dunkles Brot; auf unser treues Krasses Pferd, das Mitte September hoffentlich wohlbehalten in Hamburg ankommen soll.
Was wir vermissen werden: kreisende Kondore und kleine grüne Krachmacher; Armadillos und Capybaras; generell die üppige Flora und Fauna; die großartigen Nationalparks und den unglaublichen Sternenhimmel; den Atlantik; die herzlichen und lebensfrohen Menschen; die Freiheit, einfach irgendwo abzubiegen, weil wir etwas Interessantes gesehen haben, oder länger zu bleiben, weil es so schön ist; und keine Pläne machen zu müssen.
Was uns gar nicht abgehen wird: die „ripios“, die furchtbar schlechten Straßen; die letscherten, weißen Laberln, die als „Brot“ verkauft werden; Reifenplatzer und andere unvorhergesehen nötigen Reparaturen, die uns einen Werkstattaufenthalt aufzwingen; bei jedem Grenzübertritt sich auf eine neue Währung einstellen, Kopfrechnen und Geld wechseln zu müssen.
Und dann landen wir in Wien; am Flughafen ist die Hölle los, auf das Gepäck müssen wir lange warten. Endlich sind wir draußen, Elisabeth, Gitti und Marcel erwarten uns schon (sicherheitshalber zwei „Taxis“, wir haben ja doch recht viel Gepäck) und bringen uns nach Wiener Neudorf. Das große Abenteuer ist vorbei. Wir sind zu Hause.
P.S.: Geschätzte Leserin, geneigter Leser, liebe Freunde und Follower – bleibt dran! In den nächsten Tagen und Wochen schießen wir in unregelmäßigen Abständen noch einige Beiträge nach:
- Eine Nachlese
- Abenteuerliches und nicht ganz Ungefährliches, was wir aber bewusst nicht in den täglichen Blog geschrieben haben, um unsere Familie und Freunde nicht zu beunruhigen – wir sind wohlbehalten zurück, jetzt können wir´s ja erzählen
- Zahlenspiele für Statistikinteressierte (wie weit, wieviel, wie oft, wie lange, wie hoch, etc)
- Plus und Minus beim Wohnmobil – was hat sich bewährt, was war unnötig, was hat gefehlt
- Tips für andere Overlander, die vielleicht Ähnliches planen
Day 500 – Finale
After a quiet night, we wake up somewhere above North Africa. I realize a constipated nose and my voice is gone (Sigi seems to enjoy the peace and quiet), I have been having a sore throat since yesterday. Obviously, I caught I cold as farewell present in Buenos Aires – even when is warm and sunny during the day, it´s winter down there on the southern hemisphere which Europeans tend to forget. I am glad I packed nose drops, just in case; and I am not experiencing any problems during the rest of the flight.
At Frankfurt International Airport, we walk long corridors with non-functioning conveyor belts, we have to go through 2 (!) Duty Free zones and once again through a security check, although we haven´t even left the security area. And here, we notice the proverbial German thoroughness: camera bag, backpack, all the technic stuff are subject to a very careful inspection. But then, we pass through immigrations – we are back in Europe.
What we are looking forward to: first and foremost – family: Son David and grandson Simon together with his mom Elisabeth and grandmom Rosi; Sigi´s sisters Gitti, Susi and Ulli and their spouses and kids; our house and cat sitter Julian and our cats Sisi and Bärli (the last two; Moritz couldn´t wait for our return, he is resting in our garden beneath the lilac bush); our friends and colleagues; our house and garden and the whirlpool; dark, crispy bread; our Brave Camper which we hope to see again, safe and sound, mid-September in Hamburg, Germany.
What we will miss: condors circling above our heads and little green noisemakers in palm trees; generally, the luscious flora and fauna; the great national parks and the incredible starry sky; the Atlantic; the cordial and cheerful people; the freedom to take an unplanned turn because we have seen something interesting or stay longer because the place is so beautiful; and not havening to make plans.
What we won´t miss at all: the “ripios” (bad roads); the soft, white buns which are called “bread”; damaged tires and other unexpected technical problems which make us search for and stay at a mechanic; having to adjust to a new currency after every border crossing, converting it to Euro in our heads and change money.
An then we land at Vienna International Airport; there are many, many passengers, we have to wait a long time for our luggage. Finally, we exit the luggage hall; Elisabeth, Gitti and Marcel are waiting for us (we asked for two “taxis” because of our luggage, just to make sure) and they bring us to our house in Wr. Neudorf. The Big Adventure is over. We are home.
P. S.: Valued readers, dear friends and followers – stay tuned! There will be some more info during the next days and weeks:
- A summary / review
- Adventures and some dangerous things which we haven´t written about in our daily blog yet in order not to make our family and friends worry about us; now we are back safe and sound, now we can tell you
- Some numbers and arithmetic for people interested in statistics
- Pros and cons of our Brave Camper – what worked fine, what was unnecessary, what was missing
- Tips for other overlanders who might be planning a similar trip


Was für eine tolle Reise! Willkommen zurück und ein gutes Wieder-Einleben in den grauen Alltag!
LG
Michael