Archiv der Kategorie: Ecuador

221121 – Von Cuenca weiter nach Süden >

Montag / Monday, November 21, 2022

Tag 218 – Von Cuenca weiter nach Süden

Die Firma Austral in Cuenca ist genauso empfehlenswert wie Austral in Quito – natürlich hilft man uns, prompt und ohne Termin – es war nur ein Bremssensor kaputt, der ist schnell ersetzt (gottseidank haben wir Ersatzteile mit, denn auch in Cuenca gibt es für unser Krasses Pferd weder Ersatzteile noch Reifen).

Dann schauen wir uns das Zentrum vom Cuenca an, mit kolonialen Häusern und Kopfsteinpflastern, über die – Überraschung – Straßenbahnen rumpeln. Die „neue“ Kathedrale, Catedral de la Inmaculada Concepción, (neu, weil erst 1885 begonnen), hat schöne, weiß-blau geflieste Kuppeln, einen vergoldeten Altar und bunte Glasfenster. Vis-a-vis steht die „alte“ Kathedrale (im Gründungsjahr von Cuenca, 1557, war Baubeginn), die schön restaurierte Iglesia del Sagrario, heute ein Museum.

Nach dem Mittagessen steht eigentlich das Museo Pumapungo am Programm – aber leider, montags geschlossen; auch das archäologische Areal dahinter ist nicht zugänglich, wir sehen die Mauerreste der Inkastadt Tomebamba nur über den Zaun. Bis morgen in Cuenca warten wollen wir nicht, daher geht es weiter Richtung Süden, vorbei an vielen Ziegelbrennereien, über Brücken über schmale Flussläufe, bergauf und bergab; leider bleibt der Sonnenschein in Cuenca, schon kurze Zeit später beginnt es zu regnen, und dann kommt auch noch der Nebel – zeitweise ist nicht mal die Straße von uns zu sehen, geschweige denn die Landschaft links und rechts. Damit geht sich die geplante Fahrt bis Loja nicht mehr aus, wir parken uns am Hauptplatz von Saraguro ein und lassen es für heute gut sein.

Day 218 – Cuenca and then south

The people at Austral Cuenca, Ecuador´s main Iveco dealer, are as nice as at Austral in Quito – of course they help us out, fast and flexible. They changed the damaged break sensor (luckily, we brought the spare parts with us from home because there are neither spare parts nor tires available for our “exotic”camper in Cuenca.)

Then we visit the historic center of Cuenca, with the colonial houses and the cobble stone streets and – surprise – tramways. The “new” cathedral (new because construction began in 1885), La Catedral de la Inmaculada Concepción has beautiful cupolas with white and blue tiles, a gold-plated altar and nice stained-glass windows. On the other side of the park there is the “old” cathedral (construction began the year Cuenca was founded, 1557), the beautifully restored Iglesia del Sagrario, serving as museum today.

After lunch we want to visit the Museo Pumapungo and the archeological area, but unfortunately both are closed on Mondays, we can only catch a glimpse of the remains of the walls of the old Inka city of Tomebamba behind the fence. We don´t want to stay in Cuenca till tomorrow, just for the museum, so we continue south; we pass a lot of brick works with kilns, narrow bridges over small creeks, up and down the mountains. The sun stays in Cuenca, soon after the we leave the city it starts raining, fog covers the landscape – at times we can´t even see the road in front of us. There is no way we can make it to Loja today, so we stop at Saraguro and stay at the central plaza of the village tonight.

Route 221121

221120 – Von Riobamba nach Cuenca >

Sonntag / Sunday, November 20, 2022

Tag 217 – Von Riobamba nach Cuenca

In der Früh werden die letzten Schrauben an unserem Krassen Pferd festgezogen, dann ist endlich alles fertig- wir machen noch Selfies mit Señor Carlos und Assistent Andres, und dann geht es wieder los. Als erstes fahren wir ein Stückchen nach Riobamba hinein, um die Basilika del Sagrado Corazon de Jesus zu besichtigen, die einzige Rundkirche Ecuadors. Drei Blocks weiter werfen wir dann auch noch einen Blick in die Kathedrale San Pedro de Riobamba, eine interessante Kirche mit Steinfassade und ungewöhnlichem, schlichten Innenraum in Holzausführung.

Bei einer Tankstelle mit Cafeteria legen wir eine Pause ein, um uns das Eröffnungsspiel der Fußball-WM 2022, Ecuador gegen Katar, anzusehen – und jubeln mit den anderen anwesenden Fans über das erste Tor, das dann auch gleich wieder annulliert wird. Egal, Ecuador gewinnt, und alles ist wieder gut.

Es geht weiter Richtung Süden, wir halten kurz an der Iglesia de Balbanera in Colta, der ältesten Kirche Ecuadors, aus dem Jahr 1534, und an der Laguna de Colta mit dem ausgedehnten Totora-Schilfgürtel. Ab Chunchi wird das Wetter schlechter, Nebel und Regen begleiten uns. In Alausí sehen wir zwar die riesige Statue des Heiligen Petrus, aber die berühmte Zugstrecke um die „Nariz del Diablo“, die Nase des Teufels, verbirgt sich im Nebel.

In El Tambo verlassen wir die Panamericana und biegen nach links ab, nach Ingapirca, der besterhaltenen archäologischen Stätte Ecuadors. Wir machen einen schnellen Rundgang, um zumindest den großen Sonnentempel zu sehen, bevor es zu schütten beginnt – sogar den Lamas ist es zu nass. Also zurück ins Auto und nach Cuenca, wo wir uns bei Austral, der IVECO-Zentrale für Ecuador einparken. Wir hoffen, hier morgen die Sensoren für unsere Bremsen reparieren lassen zu können.

Day 217 – From Riobamba to Cuenca

In the morning, Señor Carlos finishes the work on our camper – we take some selfies, and then we are on the road again. First, we visit the Basilica del Sagrado Corazon de Jesus, the only round church of Ecuador, and then the Cathedral San Pedro de Riobamba, an interesting church with a stone facade and an unusual wooden interior.

At a gas station with a cafeteria we stop for lunch – and to watch the inauguration game of the soccer world championship 2022, Ecuador against Qatar. We are as excited as the other fans about the first goal until is gets nullified – at the end it doesn´t matter, Ecuador wins.

We continue south, stop at the Iglesia de Balbanera in Colta, the oldest church of Ecuador, built in 1534, and at Lake Colta with its Totora reed belt In Chunchi, the weather gets bad, with fog and rain. In Alausí we can see the huge statue of St. Peter, but not the famous train tracks around the “Nariz del Diablo”, the Nose of the Devil, due to the fog.

In El Tambo, we turn left, towards Ingapirca, Ecuador´s best preserved archeological site. We get to see the excavations and the large Temple of the Sun bevor heavy rain sets in – it´s too wet even for the lamas, they also leave. So, back on the road, direction Cuenca, where we park our camper right in front of Austral, the central IVECO dealer for Ecuador. We hope they will be able to repair the sensors for our brakes tomorrow.

Route 221120

221119 – Noch immer in der Werkstatt in Riobamba >

Samstag / Saturday, November 19, 2022

Tag 216 – Noch immer in der Werkstatt in Riobamba

Wir schlafen etwas länger als gewohnt – der Wecker steht auf 7:30 – und draußen an unserem Auto rührt sich nichts. Ein eigenartiges Gefühl für uns, dass wir uns in einem nicht fahrbereiten Wohnmobil mitten in Ecuador befinden. Aber wir müssen wohl dem Mechaniker vertrauen, der uns versichert hat, dass er die Kupplung tauschen kann. Dann endlich eine positive Nachricht: er konnte den noch klemmenden Teil lösen.

Eine halbe Stunde später eine schlechte Nachricht: ein Teil zum Justieren der Kupplung fehlt bei der Ersatzkupplung. Wir räumen unsere Alukisten aus in der Hoffnung, dieses Teil zu finden – negativ. Aber Senor Carlos beruhigt: er macht das schon!

Und als der Tag sich dem Ende neigt, klopft der Mechaniker an die Tür: er ist bereit für eine Probefahrt! Und wenig später geht es durch die Straßen von Riobamba hinaus zu den Hügeln. Bergauf – bergab … alles funktioniert. Uns fällt ein Stein vom Herzen.

Es ist schon spät und einige Kleinigkeiten müssen noch am Auto gemacht werden – also bleiben wir noch eine Nacht in der Werkstatt.

Day 2016 – Still at the mechanic in Riobamba

We sleep in today, the alarm is set for 7:30 am, and everything is quiet – it feels strange, sitting in a camper which is not operable at the moment, in the middle of Ecuador. We have to trust the mechanic, who assured us he could get the work done and repair the clutch. After some time, a positive development: he could remove the one part which was stuck.

Half an hour later, bad news: there is a part missing which is necessary to adjust the clutch. We roam through all our aluminum boxes, hoping to find the missing part, but no luck. Señor Carlos reassures us: he´ll find a way. And really, late afternoon, our camper is ready for a test drive. We leave Riobamba, head for the hills, and everything works just fine – what a relieve! It is late, it is getting dark, and the finishing touch has to wait till tomorrow. So, we stay one more night in Señor Carlos´ backyard

Route 221119

221118 – In der Werkstatt >

Freitag / Friday, November 18, 2022

Tag 215 – In der Werkstatt

Fast pünktlich um 8:30 ist das Tor zur Werkstatt offen. Aber zuerst muss das Firmenschild weichen, da unser Krasses Pferd zu hoch für die Einfahrt ist. Die Söhne des Mechanikers haben im Nu das Firmenschild abmontiert und wir können in den Innenhof fahren.

Der Mechaniker nimmt die Kupplung auseinander. Eine Ersatzkupplung haben wir ja mit, aber die Demontage zieht sich, weil ein paar Schrauben verbogen und beschädigt sind. Die vielen schlechten Straßen in Mittel- und Südamerika, vor allem die Bergstraßen in Kolumbien, und das Anfahren auf den Steilstücken haben die Kupplung in Mitleidenschaft gezogen. Derartige steile Straßen sind in Europa eine Seltenheit – hier in Südamerika, in der Sierra, jedoch an der Tagesordnung.

Wir nutzen den heutigen Tag, um fällige Arbeiten zu erledigen – Luftfilter wechseln, Cockpit und Wohnkabine saugen und alle Flächen reinigen; sogar die Gummidichtungen der Türen und Klappen werden frisch eingelassen. Es ist schon dunkel als der Mechaniker für heute die Arbeit am Krassen Pferd beendet. Morgen geht es weiter und wir hoffen, dass wir bald weiter Richtung Peru fahren können.

Day 215 – at the mechanic

Almost on time, at 8:30, the door opens – but our camper is too high for the entrance. The sons of our mechanic take the sign over the entrance down, then we can drive into the yard of the workshop.

The mechanic takes the clutch apart. We do have the spare parts, but getting the whole thing out takes its time because several screws are damaged and torn. Those bad roads in Central and South America, mainly the mountain roads in Colombia, and the ups and downs took their toll on the clutch. We haven´t encountered steeps roads and paths like these here in South America, mainly in the Sierra, anywhere in Europe.

So, we use the day for small, but necessary stuff – we change the air filters, vacuum and clean cockpit and cabin, and even take care of the rubber around the doors and hatches. The mechanic works until after dark – he will continue tomorrow, and we hope that we will be able to continue towards Peru soon.

Route 22118

221117 – Tiefe Schluchten, Wasserfälle und hohe Berge >

Donnerstag / Thursday, November 17, 2022

Tag 214 – Tiefe Schluchten, Wasserfälle und hohe Berge

In der Früh statten wir dem „Santuario y Basílica Católica de Nuestra Señora del Rosario de Agua Santa de Baños“, also der Kirche am Hauptplatz in Baños einen Besuch ab – ein interessantes Gotteshaus mit einem schönen Altar und großen Gemälden in den Seitenschiffen, zum Beispiel von einem Vulkanausbruch.

Dann folgen wir dem Río Pastaza weiter nach Osten, die „Ruta de Cascadas“, die Straße der Wasserfälle, entlang. Nach der Agoyán-Talsperre kommen die ersten Wasserfälle, einer der schönsten ist sicher die „Cascada Manto de la Novia“, der Brautschleier-Fall. Wir fahren bis zur kleinen Ortschaft Río Verde, wo wir zur Cascada El Pailón del Diablo hinunterklettern; auf den kompletten Weg hinter dem Wasserfall verzichten wir, wir haben heute schon geduscht.

Und dann müssen wir uns entscheiden – weiter nach Osten, über Río Negro und Puyo Richtung Amazonas-Tiefland, oder zurück? Wir wollen doch lieber die Sierra weiter nach Süden fahren, außerdem hoffen wir, einen Blick auf den Chimborazo erhaschen zu können. Also fahren wir retour, durch Baños zurück zur Panamericana, und dann auf die 491, die westlich um den Chimborazo herumführt. Und wirklich, wir haben Glück, nachdem wir die Nebelzone und den Regen hinter uns gelassen haben, auf etwa 4.000m, sehen wir die schnee- und eisbedeckten Flanken des höchsten Berges von Ecuador im Sonnenschein.

Wir klettern höher und höher, wir sind echt happy über die schöne Aussicht und über die Vicuñas, die für Fotos posieren – aber unser Krasses Pferd leider nicht. Auf ca 4.250 m bemerken wir ein Motorproblem und sind zum Umkehren gezwungen. Also die 491 hinunter, eine Erholungspause für Auto und Besatzung, Kaffee in Guaranda, und dann – oops, wir müssen wieder auf 4.000 m, um nach Riobamba hinüberzukommen. Aber diesmal hat unser braves Krasses Pferd keine Einwände. Kurz nach 18 Uhr treffen wir in Riobamba bei der in IOverlander empfohlenen Werkstatt ein und vereinbaren mit Señor Carlos einen Check gleich morgen in der Früh – schau ma mal, was er finden wird.

Day 214 – deep gorges, waterfalls and high mountains

In the morning we visit the „Santuario y Basílica Católica de Nuestra Señora del Rosario de Agua Santa de Baños“, the church at the main plaza in Baños– an interesting church  with a nice altar and huge paintings in the side naves, for example one of a volcano eruption.

Then we follow the Pastaza River eastwards, driving the „Ruta de Cascadas“, the waterfall route. Shortly after the Agoyán-dam we see the first waterfalls, the “Cascada Manto de la Novia”, the Bridal Veil Falls, being one of the most beautiful. We drive till the small village of Río Verde, where we climb the path to the “Cascada El Pailón del Diablo” halfway down – the sight is beautiful enough, and going down all the way, behind the waterfall, would mean we´d get soaked – thank you, we already showered today.

And then we have to decide which way to go – east, to Río Negro, Puyo and the Amazon basin, or back? We prefer to follow the Sierra south and we also hope to catch a glimpse of the Chimborazo. So, we turn back, towards the Panamericana and continue on road 491, leading us to the west side of the Chimborazo. And we are lucky again – after passing the fog and rain, at about 13.120 ft, we see the snow and ice-covered flanks of Ecuador´s highest mountain glistening in the sun.

We climb higher and higher, and we are really happy, we get to see Vicuñas – but our camper is not. At almost 14.000 ft we experience a motor problem which makes us turn around. So we follow the 491 south, take a lunch break (necessary for vehicle, pilot and navigator), have coffee in Guaranda and then – oops, we have to go up to 13.120 ft again to get to Riobamba. But this time our brave camper has no objections. Around 6 pm we arrive in Riobamba at the mechanic which is mentioned in IOverlander; Señor Carlos promises to check our car tomorrow morning – we´ll see what he´ll find out!

221116 – Vom Cotopaxi Nationalpark nach Baños >

Mittwoch / Wednesday, November 16, 2022

Tag 213 – Vom Cotopaxi Nationalpark nach Baños

Eine ruhige Nacht, dann ein total nebeliger Morgen – die Landschaft wurde quasi aus Kostengründen eingespart, man sieht nicht mal die Ausfahrt vom Campingplatz, geschweige denn irgendein Stück vom Cotopaxi – womit wir eine hervorragende Ausrede haben, keine weitere Wanderung zu machen. Wir verabschieden uns von den Radlern und Wanderern, und ich muss natürlich unbedingt das Lama füttern, das neben der Trinkgeld-Box angebunden ist. Ich werfe ganz brav ein Trinkgeld ein, was macht das Lama? Es verschmäht die Karotten und spuckt nach mir. Na dann halt nicht. Wir nehmen die Straße zur südlichen Ausfahrt aus dem Nationalpark, treffen unterwegs nochmals Christophe und Jean-Pierre, und fahren Richtung Panamericana.

Über Lacatunga (4 neue Ambulanzen für die Sammlung in einem Spielzeuggeschäft gefunden) und Ambato geht es weiter, wir biegen nach Osten ab, Richtung Baños. Ja, der Ort heißt wirklich so (Baños spanisch = WC). Von 3.900 m noch in der Früh geht es hinunter auf 1.800 m, immer den Fluss entlang, und es ist auch deutlich wärmer. In Baños steuern wir die Thermas de la Virgen an, ein Thermalbad mit malerischem Wasserfall im Hintergrund, und verbringen den Nachmittag im warmen Wasser.

Day 213 – From Cotopaxi National Park to Baños

A quiet night, but then a totally foggy morning – the scenery has been shut down, so to speak, we can´t even see the exit from the camping area, let alone some piece of Cotopaxi. This is a fantastic excuse for not doing another hike. We say good-bye to the cyclists and hikers and of course I have to feed the Llama which is waiting next to the tip box. I put the tip in the box, but what does the Llama do? It ignores my carrots and spits in my direction. Well, no carrots for you, then. We drive towards the south exit of the National Park and meet Christophe and Jean-Pierre again on the way.

We continue on the Panamericana, through Lacatunga (where we find 4 new ambulances for our collection, in a toy store) and Ambato, and then we turn east, towards Baños – yes, that is really the name of the village (baños in Spanish means toilet). We were at almost 12.800 ft this morning, now we are at 5.900 ft, following the Pastaza River eastwards, and it is warmer, too. In Baños, we park at the Thermas de la Virgen, hot springs with a scenic waterfall in the background, and spend the rest of the day soaking in the warm water.

Route 221116

221115 – Von Quito zum Cotopaxi >

Dienstag / Tuesday, November 15, 2022

Tag 212 – Von Quito zum Cotopaxi

Nach der – für uns Wohnmobilisten – luxuriösen Nacht im Apartment der Firma Austral verabschieden wir uns von der Belegschaft und fahren ein paar Blocks weiter, zu einem Schlüsselspezialisten. Und tatsächlich, Señor Wilson kann uns nicht nur Autoschlüssel anfertigen, sondern auch programmieren – eine Sorge weniger.

Und dann verlassen wir Quito endlich, es geht in den Cotopaxi Nationalpark. Wir nehmen die Südzufahrt, registrieren uns und treffen am Parkplatz Christophe und Jean-Pierre mit ihrem Wohnmobil aus Frankreich. Nach einer netten Plauderei fahren wir weiter zum Lago de Limpiopungo auf 3.900 m. Ein gemütlicher Spaziergang führt rund um den See, es gibt viele Wasservögel zu sehen, Wildpferde und einen Fuchs (unverletzt in einer Lebendfalle – nachdem viele der Wasservögel beringt sind, nehmen wir an, dass auch der Fuchs untersucht und oder gechipt wird). Und wir haben Glück – und etwas Sonne – auch der gewaltige Cotopaxi lässt sich blicken.

Kurz vor Einbruch der Dämmerung fahren wir am Campingplatz zu, wo wir eine nette, bunt zusammen gewürfelte Radlergruppe treffen – aus Frankreich, Holland, Mexiko und Marokko, und 2 Bergsteiger aus Kanada. Die jungen Leute schlafen alle in Zelten – wir sind echt froh über unser gut isoliertes Krasses Pferd, es hat nur 8°C draußen, aber herinnen ist es mollig warm, auch ohne Heizung.

Day 212 – From Quito to Cotopaxi

After the luxurious night at Austral´s apartment we say good-bye to the lovely people from Austral and search for a special key service place a few blocks further. With some luck and a lot of patience, Señor Wilson is able to provide us with two more car keys and do the programming.

Then, finally, we leave Quito, direction Cotopaxi National Park. We enter through the South entrance, and at the registration we meet Christophe and Jean-Pierre with their camper from France. After a nice chat we continue to Lago Limpiopungo at almost 12.800 Ft. We take a walk around the lake and get to see a lot of birds, wild horses and even a fox (in a live trap – as most of the birds have rings or markings, we suppose that the fox also will get a chip). And we are lucky, we get to see the mighty Cotopaxi glistening in the sun.

Shortly before sundown we arrive at the camping area where we meet a nice, international group of cyclists (from France, the Netherlands, Mexico and Marokko) and two hikers from Canada. They spend the night in tents – we are happy to have our well insulated camper, it is only 46°F outside, but it is nice and cozy inside, even without heating.

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Route 221115

221114 – noch immer in Quito >

Montag / Monday, November 14, 2022

Tag 211 – noch immer in Quito

Vormittags geht es als erstes zu dem Reifenhändler, den uns die Firma Austral empfohlen hat. Man bemüht sich sehr, telefoniert umher und fragt auch bei anderen Unternehmen nach, aber leider – wieder keine passenden Reifen für unser Krasses Pferd aufzutreiben. Den Frust verarbeiten wir dann in der nächsten Mall, mit Shopping, Mittagessen und Donkin Donuts.

Dann geht es nochmals zur Firma Austral – wir haben ein Problem mit dem Zündschlüssel. Die Fehlersuche erfordert viel Zeit, aber Señor Fabian kann das Problem mit viel Geduld lösen. Zu guter Letzt werden wir eingeladen, die Nacht im firmeneigenen Apartment im Obergeschoss zu verbringen, da es mittlerweile schon dämmert. Nehmen wir sehr gerne an – ein richtiges Bett und eine heiße Dusche, da sagen wir nicht nein.

Day 211 – still in Quito

In the morning we drive to the tire place which Austral recommended. They try as hard as they can, make a lot of phone calls and even contact other tire places, but again – no luck, no tires for our camper. A bit frustrated, we go to the nearest mall for shopping, lunch and coffee and donuts.

Then we return to Austral, the Iveco place – we have a problem with our car key. It takes some time, but Señor Fabian is able to solve the problem, with a lot of patience. But it´s getting late and it´s getting dark, so we are invited to spend the night at the apartment above the offices. We happily agree – we won´t say no to a comfortable bed and a hot shower.

Route 221114

221113 – Quito II

Sonntag / Sunday / Domingo, November 13, 2022

Tag 210 – Quito II

Wir beginnen den Tag im Museo Nacional, aber leider ist zurzeit wegen Umbau- und Renovierungsarbeiten nur ein winziger Teil der Kunst- und Kulturschätze zugänglich. Die goldene Sonnenmaske, das wohl berühmteste Ausstellungsstück, bekommen wir nicht zu sehen. Dafür bekommen wir dann Quito von oben zu sehen, und zwar von den Türmen der Basilika de Voto Nacional. Besonders bemerkenswert sind die Wasserspeier an dieser neugotischen Kirche – wir finden Löffelreiher und Pfaue, Kondore und Pelikane, Schildkröten, Leguane und Jaguare.

Von dort geht es zum Erzbischöflichen Palais mit seinen Arkaden und Innenhöfen, wo die Restaurants wie Gemäldegalerien anmuten. Der Präsidentenpalast an der Gran Plaza kann heute leider nicht besichtigt werden, aber die wohl prächtigste Kirche der Stadt, die Iglesia de la Compagnia de Jesus, hat geöffnet. Die Jesuitenkirche beeindruckt mit ihrer verschwenderischen goldenen Pracht.

Das Museo del Carmen Alto dagegen beschreibt das einfache Leben der Karmeliterinnen; und im riesigen und sehr empfehlenswerten Museo de la Ciudad gleich gegenüber, einem ehemaligen Spital, kann man die Geschichte Quitos von den ersten Siedlern bis zur Gegenwart nachvollziehen.

Day 210 – Quito II

We start the day at the National Museum, but unfortunately, we don´t get to see the golden sun mask, the most famous exhibit – due to renovation and remodeling only a tiny part of the collections is accessible. But afterwards we get to see Quito from above, from the towers of the Basilica de Voto Nacional. The most impressive parts for us are the gargoyles – we find spoonbills and peacocks, condors and pelicans, turtles, iguanas, and jaguars.

Then we stroll through the former archbishop´s palais, with arcades and patios, where the restaurants look like picture galleries. The presidential palace at the Gran Plaza is not open for visits today, but the Iglesia de la Compania de Jesus is accessible – with all its golden interior undoubtedly Quito´s most magnificent church.

The Museum of Carmen Alto, on the other hand, describes the simple and strict life of the nuns of the Order of Carmel; and on the other side of the street, the spacious and very interesting Museum of the City of Quito, a former hospital, visualizes the history of the city from the first settlers to the presence.

Route 221113

221112 – Quito I >

Samstag / Saturday / Sabado, November 12, 2022

Tag 209 – Quito I

Am Vormittag fahren wir nach Quito, zuerst zur lokalen Iveco-Vertretung Austral, aber leider ist unser Fahrzeug hier so ein Exote, dass es keine Ersatzteile gibt, die wir kaufen und mitnehmen könnten. Señor Alex und Señora Patricia bemühen sich sehr und telefonieren herum, aber leider vergebens. Einen Hoffnungsschimmer gibt es in Bezug auf Reifen, man nennt uns eine Adresse – wir fahren hin, heute leider geschlossen, wir werden es am Montag versuchen.

Dann parken wir unser Krasses Pferd am Parkplatz der Teleferico, der Gondelbahn, ein und fahren mit einem Uber in die Stadt, ins historische Zentrum. An der Plaza San Francisco steht das größte koloniale Gebäude von Quito – Kirche, Konvent und Museum der Franziskaner. Wir bestaunen das unglaublich prunkvolle Innere der Kirche, klettern den Glockenturm hoch und genießen die Aussicht (auch wenn es nieselt) und wandern im Museum durch Säle voller unbezahlbarer Kunstschätze. Es gibt sogar eine alte Brauerei im Konvent, wo unter anderem Weißbier gebraut wurde.

Auch im Museo de Arte Colonial, einem wunderbar restaurierten Haus aus dem 17. Jhd bekommen wir einzigartige Gemälde und Skulpturen sowie kostbare Originalmöbel zu sehen. Gleich daneben steht die Iglesia de la Merced, mit vergoldetem Altar und aufwendigem Stuck an Wänden und Decke. Dann schlendern wir durch die Gassen und finden tatsächlich in einem Shop drei neue Rettungsautos für unsere Sammlung.

Zum Abschluss schauen wir noch in die Kathedrale an der Plaza Grande – zu unserer Überraschung ist hier eine riesige und sehr aufwendige Krippenlandschaft aufgebaut. Das Grab von Mariscal Sucre, dem Vertrauten und Mitkämpfer Simón Bolívars finden wir, zwei Ehrengarden in historischer Uniform halten Wache. Das Gemälde des letzten Abendmahls, bei dem die lokalen Spezialitäten cuy asado (gebratenes Meerschweinchen), chicha (Maisgetränk) und humitas (gekochter, gefüllter Maisteig) am Tisch stehen finden wir dagegen leider nicht – das wird derzeit restauriert. Schade, das hätten wir wirklich gern gesehen.

Day 209 – Quito I

In the morning, we drive to Austral, the local Iveco-dealer in Quito, but unfortunately, we can get neither spare parts nor tires for our exotic vehicle – Señor Alex and Señora Patricia are trying very hard to help us, but no luck. There might be a place where we could get tires, but it´s closed today, so we´ll try again on Monday.

Then we drive to the Teleférico, park our camper and take a collectivo down the hill and then an Uber into the historic center. At the Plaza San Francisco we find the largest colonial building in Quito – San Francisco church, convent and museum – the interior of the church is absolutely stunning, the view from the bell tower is great and the museum houses priceless paintings, sculptures and religious art. There is even a brewery, where the monks brewed beer, for example German Weissbeer.

Afterwards we visit the Museo del Arte Colonial, inside a beautifully restored building from the 17th century with fantastic paintings, sculptures and original furniture. Right next door there is the next highlight, the Iglesia de la Merced with an ornate altar and intricate stucco on walls and ceiling. Afterwards we stroll through the streets, look into shop windows, and we get lucky and find three new ambulances for our collection.

Finally, we visit the Cathedral at the Grand Plaza, finding a huge nativity scenery inside. We also find the tomb of Mariscal Sucre, who fought at the side of Simón Bolívar; two guards in historic uniforms watch over the tomb. But we don´t find the paintings we were looking for – the last supper with the local touch of cuy asado (grilles guinea pigs), chicha (fermented corn drink) and humitas (boiled and filled corn dough) – pitty, we would have loved to see that!

Día 209 – Quito I

Por la mañana nos dirigimos a Quito a Austral, el representante local de Iveco. Pero nuestro vehículo es exótico en Ecuador, por lo que no podemos conseguir repuestos ni llantas, a pesar de los mejores esfuerzos de Señor Alex y Señora Patricia. Quizás hay una otra opción en Quito, pero tenemos que esperar hasta el lunes.

Después manejamos al Teleférico, donde podemos estacionar nuestro vehículo, y tomamos un Uber hacia el centro histórico. Visitamos la hermosa Iglesia de San Francisco, el museo y el convento – vemos invaluables tesoros, pinturas y esculturas. También hay una cervecería histórica.

En el Museo de Arte Colonial, una casa bellamente restaurada, podemos ver pinturas únicas y valiosos muebles originales. Después visitamos la Iglesia de la Merced, tiene un hermoso altar dorado y estuco elaborado en el techo y las paredes. Luego pasamos por las calles y encontramos tres nuevas coches ambulancias para nuestra colección.

Finalmente visitamos la Catedral en la Plaza Grande, donde se han instalado un gran pesebre. Encontramos la tumba de Mariscal Sucre con 2 guardias de honor con uniformes históricos. Pero no podemos ver la famosa pintura de la ultima cena con cuy asado, chicha y humitas – esto está siendo restaurado – qué pena!

Route 221112