Wir haben gestern Abend im Programm gelesen: 9:00 Uhr Ankunft in Beppu, und auch 9:00 Abfahrt zu unserem Tagesausflug- wir sind gespannt, wie das funktionieren soll.
Wir legen tatsรคchlich erst um 9:00 Uhr in Beppu an, am Pier werden wir von Musikerinnen und dem Hรคschen Beppyon, dem PR Manager von Beppu empfangen. Bereits vom Schiff aus sieht man auch ohne Fernglas Dampfsรคulen an mehreren Stellen aus der Stadt aufsteigen – Beppu ist berรผhmt fรผr seine โOnsenโ, die heiรen Quellen – ein Nebeneffekt der Lage Japans am pazifischen Feuerring. Uns zieht es aber nicht ins heiรe Wasser (wir dรผrften ohnehin nicht hinein, wir sind beide tรคtowiert und das wird in Japan mit Yakuza – Mafia – und somit als unrein assoziiert), sondern zu den steinernen Buddhas nach Usuki, 50 Minuten sรผdlich von Beppu. Und unser Ausflug verzรถgert sich schon mal um eine halbe Stunde. Dann gleich das erste Drama des Tages: Der Gurt reiรt, meine RotKreuz-Trinkflasche fรคllt hinunter und ist kaputt. Tief durchatmen und auf zu den Buddhas.
Die berรผhmten steinernen Buddhas von Usuki, von denen eigentlich niemand weiร, wer sie wann und warum geschaffen hat, wurden bei den Taifunen 1953 und 1954 schwer beschรคdigt. 1958 begann die jahrzehntelang dauernde Restaurierung, es wurden Pavillons und Dรคcher รผber die Figuren gebaut, Moos und Flechten abgekratzt, und abgebrochene Kรถpfe wieder aufgesetzt.
Von dort geht es zu den รberresten der Burg von Usuki, natรผrlich wieder auf einem Hรผgel, aber wenigstens nicht so hoch wie gestern in Uwajima. Anschlieรend besuchen wir ein Samurai-Haus – wie รผblich ebenerdig, und mit Tatami ausgelegt – also Schuhe ausziehen, und dann noch ein Areal mit einigen Shinto-Schreinen.
Dann geht es durch ein paar verwinkelte Gassen mit vornehmlich Bars und Cafรฉs zum Mittagessen, im lizensierten Kugelfisch-Restaurant. Leider gibt es zu wenig Plรคtze fรผr alle, und bis Ordnung ins Chaos kommt, dauert es etwas. Das Essen ist ganz gut, allerdings trifft Kugelfisch nicht unbedingt unseren Geschmack – hat nicht viel Eigengeschmack. Aber zumindest haben alle das Essen unbeschadet รผberstanden. Nachher fรคllt das Schuhe anziehen allerdings deutlich schwerer als vormittags.
Auf der Rรผckfahrt wรผrden wir gerne unterwegs aussteigen, um in den Affenpark von Takasukiyama zu gehen, aber leider, auch das ist nicht mรถglich. Aus versicherungstechnischen Grรผnden, wie uns die recht resolute lokale Reisefรผhrerin erklรคrt. Und wir kommen statt wie geplant um 15 Uhr erst um 15:45 zurรผck zum Hafen.
Also schnell ins Taxi und ab zu den Affen, die hier in den Hรผgeln und Wรคldern in verschiedenen Horden leben. Momentan sind es angeblich um die 850 Affen, fast alles Weibchen, viele davon mit Jungen. Es gibt nur ein paar wenige Mรคnnchen und da gibt es eine genaue Rangordnung. Und Nummer 1 sieht auch nicht so aus, als wรผrde er Spaร verstehen. Wir Menschen mรผssen uns an genaue Regeln halten: nicht fรผttern, nicht berรผhren, nicht รคrgern, und auch nicht in die Augen schauen โ das mรถgen die Affen gar nicht, dann greifen sie an. Und das mรถgen wir nicht. Wir kommen gerade recht zur Fรผtterung, und wir sollen uns mit gegrรคtschten Beinen an die Absperrung stellen – wenn Affen da durchlaufen, dann bringt das Glรผck. Und wir haben tatsรคchlich Glรผck – wir werden nicht angegriffen oder gebissenโฆ.
Vom Affenpark fahren wir ganz tapfer mit dem รถffentlichen Bus zurรผck, und das Fahrscheinsystem ist lustig: man steigt bei der hinteren Tรผr in den Bus ein und zieht ein Ticket. Beim Aussteigen wirft man das Ticket in einen Behรคlter beim Fahrer, dann wird der Fahrpreis angezeigt. Entweder man hat die Mรผnzen passend, oder man muss die Maschine mit einem Geldschein fรผttern, dann wirft sie den gleichen Betrag in Mรผnzen aus – und dann muร man die passenden Mรผnzen wieder einwerfen. Besonders effizient ist das nicht. Egal, wir schaffen es problemlos rechtzeitig zum Schiff, wo wir kurz nach dem Ablegen die obligatorische Zodiac-Einweisung รผber uns ergehen lassen und dann noch Informationen fรผr morgen bekommen.
Day 27 โ Cruise Day 7 โ Wednesday, May 28 โ Stone Buddhas and Pufferfish
Todayโs program announces our arrival in Beppu at 9:00 a.m., and the departure for our day trip also at 9 a.m. Curious how thatโs going to work.
We dock exactly at 9:00, and are greeted at the pier by musicians and Beppyon the Bunny, Beppuโs PR mascot. From the ship, we can already see steam rising from multiple points in town โ Beppu is famous for its โonsenโ (hot springs), thanks to its location on the Pacific Ring of Fire. But we skip the hot baths (we wouldnโt be allowed in anyway โ weโre both tattooed, which in Japan is linked to the Yakuza and seen as โuncleanโ) and head to the stone Buddhas of Usuki, about 50 minutes south.
Our trip is delayed by 30 minutes, and the todayโs first drama happens: the strap of my bag breaks, my Red Cross water bottle falls and breaks. Deep breath, relax โ onward to the Buddhas.
The stone Buddhas of Usuki โ no one knows who made them, when, or why โ were badly damaged in typhoons in 1953 and 1954. Restoration began in 1958, with pavilions and roofs built to protect them, moss removed, and broken heads reattached.
We then visit the ruins of Usuki Castle, perched on a hill of course, but thankfully not as high up as yesterday in Uwajima, and after that a Samurai residence, all on one level with tatami floors โ shoes off again. We also see a group of Shinto shrines nearby.
We stroll through alleys filled with bars and cafรฉs on our way to lunch at a licensed pufferfish restaurant. There arenโt enough seats, so it takes some time to sort everyone. The meal is okay, but pufferfish isnโt really our thing โ it has little flavor. At least everyone survived. Putting shoes back on afterwards is harder than this morning.
Weโd like to stop by the monkey park at Takasakiyama on the way back, but the no-nonsense guide says thatโs not possible, we have to return with the tour bus, for insurance reasons. We return to the port at 3:45 p.m. instead of 3:00.
So we jump into a taxi and head to the monkeys โ about 850 of them live here, mostly females with young. Males are few and strictly ranked. And the alpha male looks like he means business. There are strict rules for the humans: no feeding, no touching, no teasing, no eye contact with the monkeys โ they donโt like that, they might attack. And thatโs something we donโt like. We arrive just in time for feeding, and are told to position ourselves the barrier โ if a monkey passes between your legs, it brings good luck – and several monkeys do.
We feel brave enough to take the public bus back to our ship, in spite of the funny ticket system. You board at the back and take a ticket. When exiting, you toss your ticket into a box next to the driver and your fare is shown on a screen. You either pay the exact amount or feed a bill into the machine, which returns coins โ which you then insert. Not super efficient, but we manage and get back to the ship in time for the Zodiac safety briefing and some information for tomorrow.
