250527 – Tag 26 – Kreuzfahrt Tag 6 – Dienstag, 27. Mai – Uwajima –

Am Vormittag sind wir noch immer unterwegs zum nächsten Ziel. Einige Passagiere spielen tatsächlich Shuffleboard auf Deck 9. Wir machen einen Besuch auf der Brücke, wo sich mittlerweile Plaketten und Blumengebinde sammeln – in jedem Hafen, wo die „Hanseatic Inspiration“ zum allerersten Mal einläuft, werden Gastgeschenke ausgetauscht. Gegen Mittag erreichen wir dann Uwajima auf Shikoku – Boote mit Flaggen schwingenden Japanern begleiten uns in den Hafen, wo wir allerdings nicht am Pier anlegen, sondern auf Reede liegen und erstmals mit dem Tendern das Ufer erreichen. Auch am Pier werden wir herzlich empfangen.

Den Besuch der Burg Uwajima muß man sich echt verdienen – es ist ein schweißtreibender, mühsamer Aufstieg über hohe, schiefe und unebene Stufen, der sich aber lohnt. Die Burg ist eine der insgesamt nur mehr 12 originalen Burgen aus der Edo-Zeit in ganz Japan. Dementsprechend gehegt und gepflegt wird sie auch, Schuhe ausziehen ist mittlerweile selbstverständlich. Der Ausblick von ganz oben ist tolll, aber die Stufen in der Burg haben‘s auch in sich.

Gleich neben dem Busparkplatz sehen wir zwei Rettungsautos im Feuerwehrgebäude, die Kollegen üben zwar gerade, aber sie unterbrechen gerne für ein Foto mit den beiden Touristen, die unbedingt die Ambulanz von innen sehen wollen.

Von dort geht es dann zum shintoistischen Taga-Schrein, bekannt durch den riesigen Holzphallus neben dem Schrein, der dort verehrt wird. Und dieses gute Stück ist beileibe nicht das Einzige – das ganze Museum nebenan beschäftigt sich mit dieser Thematik, teilweise sehr explizit. In der Nähe finden wir einen Friedhof mit typischen Gräbern und buddhistischem Schrein. 

Letzter Stopp für heute: die Steilterrassenfelder von Yusumizugaura – jeder verfügbare Platz für Obst- und Gemüseanbau wird ausgenutzt, aber ohne die umliegenden Wälder abzuholzen, obwohl Holz hier nach wie vor das bevorzugte Baumaterial ist. Dann geht es mit dem Bus retour zum Pier, wo wir von fast echten Samurai verabschiedet werden. Außerdem bekommen wir zum Abschied 40 kg Seebrasse geschenkt – morgen gibt’s Fisch zum Abendessen.

Die heute Abend angebotene Bespaßung „In der Bar zum Krokodil“ mit Swing der 20er und 30er vom Pianoentertainer ersparen wir uns und unseren Trommelfellen, wir sitzen lieber auf Deck 8, sortieren Fotos, schreiben an unserem Reisetagebuch und geniessen die Fahrt.

Day 26 – Cruise Day 6 – Tuesday, May 27 – Uwajima

We’re still at sea in the morning. Some passengers are actually playing shuffleboard on Deck 9. We take a tour of the bridge, where plaques and bouquets have started to pile up – every time the Hanseatic Inspiration enters a port for the first time, gifts are exchanged. Around noon, we reach Uwajima on Shikoku where we anchor offshore, using the tender boats in for the first time.

Climbing up to Uwajima Castle is a real workout – uneven, high, slanted steps, but it’s worth it. It’s one of only 12 remaining original Edo-period castles in Japan, lovingly maintained. Removing shoes is standard for us by now. The view from the top is excellent, but we have to earn it – the stairs inside the keep are steep too.

Next to the bus parking, we spot two ambulances at the fire station. The EMTs are training but pause for photos with two curious tourists, eager to see the inside of the ambulance.

We continue to the Taga Shrine, known for the enormous wooden phallus that is venerated there – and it’s not the only one. The adjacent museum is dedicated entirely to this theme, some parts quite explicit. Nearby we find a small cemetery with typical gravestones and a Buddhist shrine.

Our final stop: the Yusumizugaura terraced fields, where every inch of land is used for crops, without cutting down the surrounding forests – even though wood is still a preferred building material here. Back at the pier, some almost authentic-looking samurai are waiting to bid us farewell. We also receive 40 kg fish as a farewell gift – that will be our dinner tomorrow.

Tonight’s show, “In the Crocodile Bar” with 1920s–30s swing music performed by the piano entertainer, is a pass for us. We relax on Deck 8, sort photos, write our journal, and enjoy the ride