Unser Eindruck nach 3 Tagen in Xian: die Ausgrabungsstätten und Museen bieten unvergleichliches Kulturgut, teilweise auch kostenfrei zugänglich – mit dem Massenandrang von Besuchern muss man sich halt einfach abfinden. Wir sind schon sehr gespannt, wie es in Chengdu zugeht, wo wir heute mittags nach 4 Stunden Zugfahrt ankommen.
Der erste Eindruck ist sehr positiv, das Hotel ist wirklich nett, die Mitarbeiterinnen sind reizend und sprechen erfreulich gut englisch. Als erstes geht es ins Wenshu Kloster gleich gegenüber, ein aktiver buddhistischer Tempelkomplex, die Mönche sind gerade bei der Arbeit – singen und beten. Wir besichtigen die Halle der vier Himmelskönige, die Halle der drei Weisen des Westens, die Halle mit der Sakyamuni-Buddha-Staue und die 12 himmlischen Generäle, alle sehr bunt und sehr kunstvoll gestaltet.
Dann nehmen wir die U-Bahn zum Qingyang Gong, dem „Palast der schwarzen (grünen) Ziege“, einer beeindruckenden taoistischen Tempelanlage mit viel Gold und langbärtigen Statuen.
Letzter Programmpunkt für heute: der Wohou-Schrein oder Ahnentempel, ein ganz besonderer Tempel, in welchem Kaiser Liu Bei und sein Kanzler und Stratege Zhuge Liang gemeinsam verehrt werden – einzigartig in ganz China und eine wunderbare Anlage mit Bonsaigarten und Lotusteich.
Am Rückweg fällt uns eine kleine Garküche auf – somit gibt es Nudeln und Barbecue zum Abendessen. Die heutige sportliche Leistung läßt etwas zu wünschen übrig – nur 17.249 Schritte oder 11,5 km. Aber wir haben ja auch den Vormittag im Zug verbracht!
Thursday, May 14 – from Xian to Chengdu
Our impression after three days in Xian: the excavation sites and museums offer incomparable cultural treasures, some of them even accessible free of charge. You simply have to come to terms with the huge crowds of visitors. We are already very excited to see what Chengdu will be like, where we arrive today around noon after a four-hour train ride.
Our first impression is very positive: the hotel is really nice, the staff are charming and they speak English quite well. First stop is the Wenshu Monastery right across the street, an active Buddhist temple complex. The monks are currently at work — chanting and praying. We visit the Hall of the Four Heavenly Kings, the Hall of the Three Sages of the West, the hall with the statue of Sakyamuni Buddha, and the Twelve Heavenly Generals — all very colorful and beautifully crafted.
Then we take the subway to Qingyang Gong, the “Palace of the Black (Green) Goat”, an impressive Taoist temple complex with lots of gold ornaments and statues of long-bearded figures.
Last item on today’s agenda: the Wuhou Shrine, or ancestral temple — a very special temple where Emperor Liu Bei and his chancellor and strategist Zhuge Liang are honored together. It is unique in all of China and a wonderful site with a bonsai garden and lotus pond.
On the way back, we notice a small street food stall — so dinner is noodles and barbecue. Today’s not so athletic achievement: only 17,249 steps, or 11.5 km. But, we did spend the morning on the train!
Und wieder heißt es zeitig aufstehen – heute steht die berühmte Terrakottaarmee von Chinas erstem Kaiser Qin Shihuangdi auf dem Programm, etwa 30 km östlich von Xian, Fahrzeit mit den Öffis fast 2 Stunden.
Die monumentale Grabanlage aus dem 3. Jh. v. Chr. wurde erst 1974 zufällig entdeckt – inzwischen schützen große Hallen die einzelnen Ausgrabungsareale, in denen die lebensgroßen Krieger dicht gedrängt mit ihren Waffen und einigen Pferden zu sehen sind. Noch viel dichter drängen sich allerdings die Besucher – Klaustrophobie darf man hier wirklich nicht haben, und geduldig anstellen und warten für einen Platz in der ersten Reihe dürfte als Konzept hier nicht bekannt sein.
Nach dem Besuch von Museum und Grabungsstätten 1-3 (wo nach wie vor archäologische Arbeiten stattfinden) geht es mit dem Shuttle in den großen Park am Fuße des Lishan Berges, wo sich auch das eigentliche Grab des Kaisers befindet. Dieses wurde bis jetzt nicht geöffnet, einerseits aus Angst vor der Zerstörung der Artefakte durch plötzlichen Licht- und Sauerstoff Einfluss, andererseits auch als Angst vor eventuellen antiken Fallen, die Grabräuber abschrecken sollen. Hierher verirren sich deutlich weniger Besucher, obwohl hier die beiden berühmten Bronze-Pferdegespanne ausgestellt sind.
Am späten Nachmittag sind wir wieder zurück in Xian – leider ein bisschen zu spät, um noch die große Wildganspagode besichtigen zu können. Macht nichts, wird auf morgen verschoben; stattdessen „besichtigen“ wir noch zwei Kaufhäuser, wo wir die nächsten fünf Neuzugänge für unsere Sammlung finden.
Und heute waren wir auch recht brav – 23.913 Schritte oder 15,5 km.
Tuesday, May 12 – The Terracotta Army of Xian
Once again, we have to get up early – today we want to visit the famous Terracotta Army of China’s first emperor, Qin Shi Huangdi, located about 30 km east of Xian, and travel time by public transportation is nearly two hours.
The monumental burial complex from the 3rd century BC was only discovered by chance in 1974. Today, large halls protect the individual excavation sites, where the life-sized warriors can be seen standing tightly packed together with their weapons and some horses. The visitors, however, are packed even more tightly – you really shouldn’t suffer from claustrophobia here, and patiently queuing and waiting for a spot in the front row does not seem to be a familiar concept.
After visiting the museum and excavation pits 1–3 (where archaeological work is still ongoing), we take a shuttle to the large park at the foot of Mount Lishan, where the emperor’s actual tomb is located. It has not yet been opened, partly out of concern that sudden exposure to light and oxygen could damage the artifacts, and partly due to fear of ancient traps intended to deter grave robbers. Significantly fewer visitors make their way here, even though the two famous bronze horse chariots are on display.
By late afternoon we are back in Xian – unfortunately a little too late to visit the Giant Wild Goose Pagoda. No matter, that will be postponed until tomorrow. Instead, we “visit” two department stores, where we find the next five additions to our collection. And today‘s workout was quite ok, too – 23,913 steps, or 15.5 km (9.6 miles).
Gegen 7:00 Uhr früh verlassen wir unser nettes Hotel im Lishi Hutong und fahren – ganz brav wieder mit den Öffis – zum Westbahnhof von Beijing. Unser SchnellZug fährt um 8:10 Uhr pünktlich ab, und bewältigt die über 1.200 km in 4 Stunden und 20 Minuten. Es war eine angenehme Fahrt, und wir haben eine nette, vierköpfige Gruppe Individualreisender aus Deutschland getroffen – wer weiß, vielleicht sehen wir sie ja morgen bei der Terrakotta Arme wieder.
Die U-Bahn Linie 2 verbindet den Nordbahnhof von Xian ideal mit unserem Hotel in der Stadt, also stellen wir Alipay einfach auf die neue Destination um und schon können wir auch hier mit den Öffis fahren.
Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel geht es gleich los, als Erstes zur Großen Moschee von Xian. Dies ist wohl die ungewöhnlichste Moschee, die wir je gesehen haben – keine Kuppeln, keine Minarette, nur eine kleine Pagode, die dem Muezzin als Turm dient. Abgesehen von der großen Gebetshalle mit den Teppichen am Ende der Anlage, ein paar symmetrischen Mustern und ein wenig arabischer Kalligraphie wirkt die Anlage wie ein traditioneller chinesischer Tempel. Außerdem benötige ich hier weder ein Kopftuch noch eine Weste, die die Schultern bedeckt. Der lange Rock, der die Knie bedeckt, genügt völlig. Darüber bin ich sehr froh, denn es ist unglaublich heiß hier.. Aber dafür es ist ruhig und friedlich, nur wenige Touristen finden den Weg hierher. Und außerdem müssen wir hier zum ersten Mal Eintritt zahlen – den freien Eintritt für Senioren gibt es hier nur für chinesische Besucher.
Von hier geht es durchs Stadtzentrum weiter, vorbei an einem Schokolade Museum mit unglaublichen Exponaten wie zum Beispiel Terrakotta-Kriegern oder einer detaillierten Nachbildung des Trommelturms (es hat 33° hier – dass die Schokokrieger nicht schmelzen, ist ein Wunder), vorbei am echten Trommelturm und am Glockenturm zum Beilín-Museum, dem „Stelenwald“. Hier sind über 3000 Steintafeln aus mehreren Jahrtausenden in einem ansprechenden Museum sehr gut präsentiert. Zu den Prunkstücken gehört unter anderem Schriften des Konfuzius oder die Nestorianische Stele, die Zeugnis ablegt von der Ankunft des Christentums in China im Jahr 781 zur Zeit der Tang-Dynastie.
Der Weg zurück führt durch ein Kaufhaus, hier finden wir die nächsten fünf Stück für unsere Rettungsautosammlung, dann besichtigen wir eines der Wahrzeichen von Xian, den Glockenturm mit dem kleinen Museum. Die hier hängende Bronzeglocke wiegt 6,5 t (also so viel wie unser Wohnmobil), dabei handelt es sich hier nur um eine Kopie – das Original aus dem Jahr 711, welches wir im Stelenwald gesehen haben, wiegt über 10 t.
Und schließlich klettern wir auch noch auf den Trommelturm, auch hier gibt es ein nettes, kleines Museum, viele antike Trommeln, sowie gratis Kunstflug Vorführungen: ganze Geschwader von Schwalben wohnen unter den Dachschindeln und zeigen jetzt am frühen Abend ihre Kunststücke.
Es ist inzwischen dunkel, aber die Menschenmassen werden mehr statt weniger, und die Betreiber vieler mobiler Verkaufsstände wetteifern mit Megaphonen um Kunden. Es ist sehr voll, sehr laut und wir können uns der Souvenir Verkäufer und mobilen Masseure kaum erwehren. Wir flüchten in eine ruhigere Seitengasse, finden ein nett aussehendes Nudellokal, bestellen mit Hilfe der Übersetzungs-App unser Abendessen und fallen dann im Hotel nach 20.516 Schritten oder 13,4 km nur mehr ins Bett.
Monday, May 11 – From Beijing to Xian –
Around 7:00 a.m., we leave our lovely hotel in Lishi Hutong and — being good tourists — take public transport to Beijing West Railway Station. Our high-speed train departs punctually at 8:10 a.m. and covers the more than 1,200 km journey in just 4 hours and 20 minutes. It was a pleasant ride, and we met a nice group of four fellow travelers from Germany — who knows, maybe we’ll run into them again tomorrow at the Terracotta Army Museum.
Xian North Railway Station is ideally connected to our hotel in the city via Metro Line 2, so we simply switch Alipay to the new destination and can immediately use public transport here as well.
After a short break at the hotel, we head straight out again, first to the Great Mosque of Xian. This is probably the most unusual mosque we have ever seen — no domes, no minarets, just a small pagoda serving as the muezzin’s tower. Apart from the large prayer hall with carpets at the far end of the complex, a few symmetrical patterns, and some Arabic calligraphy, the site looks much more like a traditional Chinese temple. Also, for once I don’t need a headscarf or a cover for my shoulders; my long skirt covering my knees is completely sufficient — which I’m very happy about, because it’s incredibly hot here. On the plus side, it’s peaceful and quiet, with only a few tourists finding their way here. Also, this is the first place where we actually have to pay admission — the free senior entrance only applies to Chinese visitors.
From here we continue through the city center, passing a chocolate museum with unbelievable exhibits such as Terracotta Warriors and a detailed replica of the Drum Tower (it’s 33°C here — it’s a miracle the chocolate warriors aren’t melting), past the real Drum Tower and Bell Tower, and onward to the Beilin Museum, the “Forest of Steles.” More than 3,000 stone tablets from several millennia are beautifully displayed in this impressive museum. Among its highlights are writings of Confucius and the Nestorian Stele, which documents the arrival of Christianity in China in the year 781 during the Tang Dynasty.
On our way back, we pass through a shopping mall where we find the next five pieces for our rescue vehicle collection. Then we visit one of Xian’s landmarks, the Bell Tower with its small museum. The bronze bell hanging here weighs 6.5 tons (about the same as our motorhome), but this is only a copy — the original from the year 711, which we saw in the Forest of Steles, weighs over 10 tons.
Finally, we also climb the Drum Tower. Here too there is a lovely little museum, many antique drums, and even free aerobatic performances: entire squadrons of swallows live beneath the roof tiles, showing their flying skills now in the early evening.
By now it’s dark, but instead of thinning out, the crowds only grow larger. Operators of countless mobile stalls compete for customers using megaphones. It’s extremely crowded and noisy, and we can barely fend off souvenir sellers and mobile masseurs. We escape into a quieter side street, find a nice-looking noodle restaurant, use our translation app to order dinner, and then it’s back to the hotel and – after 20.516 steps or 13,4 km (8,3 miles) on foot – to bed.
Heute lernen wir Autobus fahren in Beijing – ist auch ganz easy, die Route sucht man sich mit Amap, an der Haltestelle sind die Autobusnummern am Boden aufgemalt, und den QR-Code von Alipay scannt man einfach beim Ein- und Aussteigen. Eine Fahrt kostet 1 Yuan – ca. 12,5 Eurocent.
Als erstes geht es zum Yonghe-Tempel, dem „Palast des Friedens und der Harmonie“, der eigentlich als Prinzenresidenz errichtet und erst später in einen lamaistischen Tempel umgewandelt wurde – daher auch der Name Lama-Tempel. Nicht nur Touristen finden den Weg hierher, sondern auch viele Gläubige mit Unmengen an Räucherstäbchen – es ist ein sehr aktiver Tempel, ganz besonders verehrt wird die 18 m hohe Buddhastatue, die aus einem einzigen Sandelholzbaum geschnitzt wurde.
Deutlich ruhiger und beschaulicher geht es im Konfuzius Tempel zu, zwischen den einzelnen Hallen und Pavillons mit Stelen mit konfuzianischen Texten und den Namen erfolgreicher Prüflinge spenden jahrhundertealte Zedern Schatten. Die gesamte Anlage mit klassisch chinesischer Architektur strahlt Würde und Frieden aus.
Was für ein Kontrast zu unserem nächsten Ziel – Himmelstempel und Halle des Erntegebets. Hier drängen sich unglaublich viele Besucher um die wenigen Öffnungen der Tempel, die einen Blick ins Innere erlauben – aber es ist ja auch eines der Wahrzeichen Beijings (wir kennen den kleinen Nachbau in Epcot in Walt Disney World – jetzt sehen wir endlich das Original).
Anschließend geht es gemütlich teils mit dem Bus, teils zu Fuß zurück zum Hotel (heute waren es „nur“ 21.457 Schritte oder 13,9 km). Beijing gefällt uns gut, und wir freuen uns schon auf morgen, auf die Universal Studios.
Saturday, May 9 – Three Temples in Beijing –
Today we learn how to ride the bus in Beijing — it’s actually very easy. You plan your route with Amap, the bus numbers are painted on the ground at the stops, and you simply scan the Alipay QR code when boarding and exiting. One ride costs 1 yuan — about 12.5 euro cents.
Our first stop is the Yonghe Temple, the “Palace of Peace and Harmony,” which was originally built as a prince’s residence and only later converted into a Lamaist temple — hence the name Lama Temple. Not only tourists come here, but also many worshippers carrying huge bundles of incense sticks. It is a very active temple, especially famous for the 18-meter-high Buddha statue carved from a single sandalwood tree.
Things are much quieter and more tranquil at the Confucius Temple. Between the various halls and pavilions, with steles bearing Confucian texts and the names of successful examination candidates, centuries-old cedars provide shade. The entire complex, with its classic Chinese architecture, radiates dignity and peace.
What a contrast to our next destination — the Temple of Heaven and the Hall of Prayer for Good Harvests. Enormous crowds gather around the few openings that allow a glimpse inside the temples — but it is also one of Beijing’s landmarks (we know the small replica at EPCOT in Walt Disney World — now we finally get to see the original).
Afterwards, we make our way back to the hotel, partly by bus and partly on foot (today it was “only” 21,457 steps or 13.9 km). We really like Beijing, and we’re looking forward to tomorrow’s visit to Universal Studios Beijing.
Heute ziehen wir zu Fuß los, vom Lishi Hutong Richtung Verbotene Stadt, vorbei an St. Joseph, einer schlichten katholischen Kirche.
Vor dem Tian’anmen Platz, dem Platz des himmlischen Friedens, gibt es mehrere Kontrollen, wir müssen unsere Rucksäcke durchs Röntgen schieben wie am Flughafen. Und dann stehen wir auf dem riesigen Platz, neben der Säule der Volkshelden, links die Halle des Volkskongresses, rechts von uns das chinesische Nationalmuseum (das geht sich heute aber leider nicht aus), und hinter uns das Mao-Mausoleum (derzeit geschlossen – also wieder zwei Gründe, um nochmals nach Beijing zu kommen). Und vor uns das heutige Ziel: die Verbotene Stadt. Die Tickets haben wir natürlich im Voraus organisiert und am Handy gespeichert, aber wir brauchen sie gar nicht – Reisepass und Face ID funktioniert auch hier.
Die 600 Jahre alte, riesige Anlage mit scheinbar unendlich vielen Hallen, Pavillons, Schreinen und Museen, diente 500 Jahre lang als Residenz der Ming- und Qing-Kaiser und war das Machtzentrum des chinesischen Reichs. Als erstes besichtigen wir die Schatzkammer und dann das Uhrenmuseum. Und wir kommen aus dem Staunen nicht heraus, auch wenn von den 1,6 Millionen Objekten, die die Museen hier insgesamt besitzen, nur ein paar Tausend ausgestellt sind – Kunstwerke aus Jade und Porzellan, Vasen, Schmuck und Uhren. Wir schlendern mehrere Stunden durch Hallen mit klingenden Namen wie Palast der himmlischen Reinheit, Palast der irdischen Ruhe oder Palast der Langlebigkeit. Nur den Palast des himmlischen Kaffees sucht Sigi leider vergebens.
Dann geht es durch das Nordtor zum Jingshan-Park, einer weiteren kaiserlichen Parkanlage, mit dem “Kohlehügel”. Der 45 m hohe Hügel wurde aus dem Aushub des Kaiserpalastes aufgeschüttet und bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Verbotene Stadt mit ihren roten Mauern und goldgelben Dächern.
Am Rückweg schlendern wir durch die Wangfujing Einkaufsstraße, und bei Hammleys (hier mindestens so groß wie in London) finden wir unsere ersten fünf Rettungsautos für die Sammlung.
Und übrigens: gestern haben wir 24.837 Schritte (ca. 15,9 km) zurückgelegt, heute waren es 30.034 Schritte (ca. 17,8 km).
Friday, May 8 – Forbidden City and Coal Hill –
Today we set off on foot from Lishi Hutong toward the Forbidden City, passing St. Joseph’s, a simple Catholic church.
Before reaching Tian’anmen Square, the Square of Heavenly Peace, there are several security checks. We have to put our backpacks through X-ray scanners just like at the airport. And then we stand on the enormous square, next to the Monument to the People’s Heroes; to our left is the Great Hall of the People, to our right the Chinese National Museum (unfortunately we won’t have time for it today), and behind us the Mao Mausoleum (currently closed — so that’s two more reasons to come back to Beijing). And in front of us lies today’s destination: the Forbidden City. Of course, we arranged the tickets in advance and saved them on our phones, but we don’t even need them — passport and Face ID work here too.
The 600-year-old vast complex, with its seemingly endless halls, pavilions, shrines, and museums, served for 500 years as the residence of the Ming and Qing emperors and was the center of power of the Chinese Empire. First we visit the Treasure Gallery and then the Clock Museum. And we can hardly stop marveling, even though only a few thousand of the 1.6 million objects owned by the museums here are actually on display — artworks made of jade and porcelain, vases, jewelry, and clocks. For several hours we wander through halls with resonant names such as the Palace of Heavenly Purity, the Palace of Earthly Tranquility, and the Palace of Longevity. Unfortunately, Sigi searches in vain for the Palace of Heavenly Coffee.
Then we continue through the North Gate to Jingshan Park, another imperial park complex, home to “Coal Hill.” The 45-meter-high hill was created from the earth excavated during the construction of the imperial palace and offers a wonderful view over the Forbidden City with its red walls and golden-yellow roofs.
On the way back, we stroll through Wangfujing shopping street, and at Hamleys (at least as large here as in London) we find our first five rescue vehicles for the collection.
And by the way: yesterday we walked 24,837 steps (approx. 15.9 km / 9.9 miles), and today it was 30,034 steps (approx. 17.8 km / 11.1 miles).
Wir haben unsere China-Reise selbst geplant und größtenteils auch selbst gebucht, aber die Fahrt von Chengde nach Beijing mit Besichtigung der Großen Mauer am Weg wäre mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu machen gewesen, schon gar nicht mit Gepäck. Also holen wir uns professionelle Hilfe, Cici von Top China Travel organisiert den Tag für uns, und pünktlich um 9:00 Uhr holen uns Guide Sally und Fahrer Neil im Hotel in Chengde ab.
Eine knappe Stunde später erreichen wir Jinshanling, und jetzt können wir ein lang ersehntes Reiseziel von unserer Wunschliste streichen. Dieser Teil der Chinesischen Mauer ist deutlich weniger überlaufen als die näher an Beijing gelegenen Abschnitte, und wir können Bauwerk und Landschaft in Ruhe und bei strahlendem Sonnenschein bewundern. Sally erzählt uns von dem General, an dessen Reiterstandbild wir vorbeikommen, über die Wachtürme, Tore und Abwehranlagen, und über die Geschichte dieses viele Tausend Kilometer langen, einzigartigen Bauwerks. Dieser Mauerabschnitt ist sehr gut restauriert mit vielen original erhaltenen Teilen, man könnte hier Kilometer lang wandern – aber wir freuen uns schon, dass wir es überhaupt herauf geschafft haben (und zwar mit dem Shuttle, weil die Gondelbahn leider wegen starken Windes stillsteht).
Nach einem schnellen Imbiss geht es dann weiter nach Beijing, wo wir am frühen Nachmittag bereits in unserem Hotel eintreffen. Dieses liegt etwas ungewöhnlich, nämlich in einem Hutong. einer traditionellen chinesischen Wohnsiedlung mit engen Gassen und ebenerdigen Häuschen mit Innenhöfen – wir sind hier zufrieden, es ist sehr ruhig und wir haben nicht weit zur U-Bahn. Und das nutzen wir auch gleich aus, und fahren zum kaiserlichen Sommerpalast im Kunming-Park.
Und heute lernen wir U-Bahn fahren in Beijing – mit Alipay zum Bezahlen und Amap für die Navigation eigentlich ganz einfach, auch wenn die Apps teilweise auf Chinesisch sind. Der Kunming Park ist ein wunderschönes Areal, und auch hier haben wir (so wie bereits gestern in Chengde bei allen Museen und Tempeln), aufgrund unseres knusprigen Alters von 65 Jahren freien Eintritt. Wir wandern rund um den Kunming See, bestaunen kunstvolle Brücken und Pavillons und das steinerne Boot. Die Besichtigung des Inneren des Sommerpalastes geht sich leider nicht mehr aus – macht nix, so haben wir einen guten Grund um wieder nach Peking zu kommen!
Thursday, May 7 – The Great Wall of China and the New Imperial Summer Palace in Beijing
We planned and mostly booked our China trip ourselves, but traveling from Chengde to Beijing with a stop at the Great Wall along the way would have been impossible using public transportation — especially with luggage. So we decided to get professional help: Cici from Top China Travel organized the day for us, and right on time at 9:00 a.m., guide Sally and driver Neil pick us up from our hotel in Chengde.
Just under an hour later, we arrive at Jinshanling, and we are finally able to cross a long-awaited destination off our bucket list. This section of the Great Wall is far less crowded than the stretches closer to Beijing, so we are able to admire both the structure and the landscape in peace and under brilliant sunshine. Sally tells us about the general whose equestrian statue we passed, about the watchtowers, gates, and defensive structures, and about the history of this unique construction stretching thousands of miles. This section of the wall has been very well restored, with many original parts preserved. You could hike here for miles — but we are happy that we made it up here at all (by shuttle bus, since the cable car is unfortunately not operating due to strong winds).
After a quick snack, we continue on to Beijing, arriving at our hotel in the early afternoon. The hotel is located in a rather unusual area: a hutong, a traditional Chinese residential neighborhood with narrow alleyways and single-story houses built around courtyards. We are very happy here, it is very quiet and close to the subway – so we decide to visit the Imperial Summer Palace in Kunming Park.
Today we also learn how to use the Beijing subway system. With Alipay for payment and Amap for navigation, it is actually quite easy, even though some parts of the apps are in Chinese. Kunming Park is a beautiful area and it’s free for us because of our biblical age of 65 (like yesterday in Chengde, where we got free admission to all museums and temples). We walk around Kunming Lake, admire the ornate bridges and pavilion and the famous Marble Boat.
Unfortunately, we don’t have enough time to tour the inside of the Summer Palace — but that’s okay, because now we have a very good reason to come back to Beijing!
Unser Hotel in Chengde liegt sehr günstig in der Nähe des Südeingangs des kaiserlichen Sommerpalastes, und dort starten wir auch die heutige Besichtigungstour.
Die ganze Anlage, mit einer Fläche von über 5,5 Quadratkilometer größer als die verbotene Stadt in Beijing, ist zum größten Teil hügelig. In der Ebene, an den Seeufern, befinden sich der Kaiserpalast, viele einzelne Pavillons und weitere Gebäude. Kaiser Kangxi ließ die Anlage erbauen – hier ist es im Sommer deutlich kühler als in Peking (abgesehen davon, dass es heute vormittags ein bisschen regnet).
Von den “Acht außen liegenden Tempeln”haben wir drei am Programm, als erstes geht es zum buddhistischen Xumi-Fushou-Tempel oder Tempel der Glückseligkeit und des Langen Lebens, welchen Kaiser Qianlong, Kangxis Enkel erbauen ließ. Noch viel deutlicher zeigt sich die Verbindung zum tibetischen Buddhismus beim Putuo-Zongcheng-Tempel oder Tempel der Potaraka-Doktrin – die Anlage ist dem Potala-Palast in Lhasa nachempfunden. Der
Puning-Tempel oder Tempel des Universalen Friedens schließlich, ein aktives Kloster, beherbergt eine unglaubliche, 23m hohe, goldlackierte Holzstatue eines Guanyin-Boddhisattwas.
Nach einem späten Mittagessen und einer kurzen Pause im Hotel machen wir uns – ganz brav mit dem öffentlichen Bus – auf den Weg zur “Kangxi Ceremony”, dem Hauptgrund unseres Besuches von Chengde – und das hat sich gelohnt! Eine spektakuläre Freilichtshow mit 500 DarstellerInnen und 100 Pferden erzählt Bild-und tongewaltig das Leben von Kaiser Kangxi. Ein unglaubliches Erlebnis, und ein würdiger Auftakt für unseren morgigen 27. Hochzeitstag.
Anschließend geht es – wieder mit dem Bus – zurück ins Hotel – heute haben wir über 30.000 Schritte (22,2 km) zurückgelegt, und das spüren wir…..
Wednesday, May 6 – Imperial Summer Palace, Temples, and the Kangxi Ceremony
Our hotel in Chengde is very conveniently located near the south entrance of the Imperial Summer Palace, which is also where today’s sightseeing tour begins.
The entire complex, covering more than 5.5 square kilometers and therefore larger than the Forbidden City in Beijing, is mostly hilly terrain. In the flatter areas along the lakeshores we get to see the imperial palace, numerous individual pavilions, and other buildings. Emperor Kangxi had the complex built — during the summer it is way cooler here than in Beijing (although this morning it is raining a little).
Of the “Eight Outer Temples,” we have three on today’s itinerary. First we visit the Buddhist Xumi Fushou Temple, or Temple of Happiness and Long Life, which was commissioned by Emperor Qianlong, Kangxi’s grandson. The connection to Tibetan Buddhism becomes even more apparent at the Putuo Zongcheng Temple, or Temple of the Potaraka Doctrine — the complex was modeled after the Potala Palace in Lhasa. Finally, the Puning Temple, or Temple of Universal Peace, an active monastery, houses an incredible 23-meter-high gilded wooden statue of the Guanyin Bodhisattva.
After a late lunch and a short break at the hotel, we set off — being good tourists by using the public bus — to the “Kangxi Ceremony,” the main reason for our visit to Chengde – and it was absolutely worth it! A spectacular open-air show with 500 performers and 100 horses vividly tells the life story of Emperor Kangxi through stunning visuals and sound. An incredible experience, and a fitting celebration for our 27th wedding anniversary tomorrow.
Afterwards, we return to the hotel — again by bus. Today we walked more than 30,000 steps (22.2 km), and we can definitely feel it…..
Ausschlafen – das hat gut getan heute! Von der Dachterasse sehen wir die Berge und eine riesige Ganesha-Statue. Nach dem Frühstück spazieren wir die paar Minuten zum Seeufer und besteigen die Tretboote, die uns zur Insel Tal Barahi Mandir bringen, einem beliebten Ausflugsziel mit Tempel, angefütterten Tauben und wohlgenährten Fischen. Dann geht es weiter zum Devis Wasserfall, den wir von oben besichtigen und dabei auch gleich selbst Fotomotive für andere Touristen werden. Geht’s dir gut Es gäbe auch die Möglichkeit, in die Gupteshwar Mahadev Cave hinunter zu steigen, um den Wasserfall aus der Höhle von unten und hinten anzusehen. Aber Reiseleiter Yam rät uns davon ab – rutschige Stufen, tropfende Höhlendecke, Verletzungsgefahr – also lassen wir das lieber bleiben.
Wir haben den Nachmittag zur freien Verfügung, also schauen wir uns als erstes das International Mountain Museum an. Ein sehr interessantes, sehr großes Museum, mit viel Informationen über die majestätischen Berge im Norden Nepals und die jeweils erstbesteigenden Teams – hier dürfen natürlich auch die Österreicher Reinhold Messner und Peter Habeler, Herbert Tichy und Sepp Joechler nicht fehlen. Außerdem werden die verschiedenen im Norden Nepal heimischen Volksgruppen sehr gut beschrieben, mit Alltagsgegenständen, Zeremonialgefäßen und Trachten. Eine sehr sehenswerte Fotoausstellung vergleicht Frauen in den Alpen – zu unserer Überraschung finden wir schwarz-weiß Fotos aus den vierziger Jahren aus Österreich (zB Stubaital, Tux), die Fotos aus Nepal gegenübergestellt sind.
Nach einer kurzen Mittagspause nehmen wir ein Taxi zum Gurkha Memorial Museum, welches sich mit der Geschichte dieser Eliteeinheit und ihrer Mitglieder beschäftigt. Die Anfänge gehen auf einen bewaffneten Konflikt zwischen der britischen Ost-Indien-Kompanie und dem KönigreichNepal im Jahr 1815 zurück, im Endeffekt dienten bis zu 120.000 Gurkhas sowohl in der indischen als auch in der britischen Armee, wo viele von ihnen mit dem Victoria-Kreuz ausgezeichnet wurden. Auch in der jüngsten Vergangenheit wurden Gurkhas in internationalen Konflikten, oft im Rahmen von UN- oder NATO-Mandaten eingesetzt- so etwa 1982 auf den Falkland-Inseln, im Yugoslavien-Krieg, im Kosovo, in Mazedonien oder in Afghanistan. Auf jeden Fall ein sehr informatives Museum, das man nicht verpassen sollte.
Vom Gurkha Museum nehmen wir ein Taxi hinauf zur Bergstation der Gondelbahn in Sarangkot, laufen dann noch ein Stückchen weiter bis zum Aussichtsturm ganz oben – von hier sieht man Hemaja, wo wir vorgestern Nacht im Kloster übernachtet haben. Außerdem gibt es hier einen Hindutempel und den riesigen, 5gesichtigen Ganesha, den wir vom Hotel aus gesehen haben. Mit der Gondelbahn – natürlich eine Doppelmayer-Bahn – geht es hinunter und mit einem Taxi zurück ins Hotel, wo wir unsere Koffer packen. Wir haben für morgen die Wahl, entweder mit dem Bus viele Stunden mit extrem viel Verkehr zurück nach Kathmandu zu rumpeln (das Dashain-Fest ist vorbei, alle wollen zurück in die Hauptstadt) oder zu fliegen. Wir entscheiden uns für den knapp halbstündigen Flug, weil wir dann anschließend auch die zeremonielle Verbrennungsstätte Pashupathinath, ganz in der Nähe des Flughafens in Kathmandu besuchen können.
Friday, 3 October 3025 – Nepal Day 9 – Pokhara
Sleeping in – that felt great today! From the rooftop terrace we can see the mountains and a huge Ganesha statue. After breakfast, we take a short walk to the lakeshore and board pedal boats that bring us to the island Tal Barahi Mandir, a popular excursion spot with a temple, well-fed pigeons, and even better-fed fish. Then we continue on to Devi’s Waterfall, which we view from above—while at the same time becoming photo subjects for other tourists.
We could also descend into the Gupteshwar Mahadev Cave to see the waterfall from below and behind, but our guide Yam advises against it – slippery steps, dripping cave ceiling, risk of injury – so we decide to skip that.
The afternoon is free, so we first visit the International Mountain Museum. It’s a very large and interesting museum, with plenty of information about the majestic mountains of northern Nepal and the first ascents – of course, the Austrians Reinhold Messner and Peter Habeler, Herbert Tichy, and Sepp Joechler are also featured. The various ethnic groups native to northern Nepal are well described, with displays of everyday objects, ceremonial vessels, and traditional costumes. A particularly impressive photo exhibition compares women in the Alps – to our surprise, we find black-and-white photographs from 1940s Austria (e.g., Stubaital, Tux) juxtaposed with images from Nepal.
After a short lunch break, we take a taxi to the Gurkha Memorial Museum, which explores the history of this elite unit and its members. The origins go back to an armed conflict between the British East India Company and the Kingdom of Nepal in 1815. In the end, up to 120,000 Gurkhas served in both the Indian and British armies, with many of them being awarded the Victoria Cross. Even in recent times, Gurkhas have taken part in international conflicts, often under UN or NATO mandates – for example, in 1982 in the Falklands, during the Yugoslav Wars, in Kosovo, Macedonia, and Afghanistan. A very informative museum that should not be missed.
From the Gurkha Museum, we take a taxi up to the mountain station of the cable car in Sarangkot, and then walk a bit further to the viewing tower at the top – from here, we can see Hemaja, where we spent the night at the monastery two days ago. There’s also a Hindu temple here and the enormous five-faced Ganesha which we saw from our hotel. We take the cable car – an Austrian Doppelmayr product – down again and a taxi back to the hotel, where we pack our suitcases.
Tomorrow we have two choices: either take the bus back to Kathmandu – a long, bumpy ride with extremely heavy traffic (since the Dashain festival has ended and everyone is heading back to the capital) – or fly. We decide on the short half-hour flight, which will also allow us to visit the Pashupatinath ceremonial cremation site, located near the airport in Kathmandu.
Und nochmal vor 6 Uhr aufstehen – wir dürfen bei der Morgenzeremonie der Mönche dabei sein, und hier wird dann tatsächlich neben Schalmeien und Tschinellen auch ein Muschelhorn (eigentlich ist es ja ein Schneckenhorn) verwendet – hat einen ganz eigenen, durchdringenden Ton.
Nach dem Frühstück besuchen wir die klostereigene Schule, in die Kinder ab dem Alter von fünf Jahren aufgenommen werden. Hier bekommen sie eine solide Ausbildung – viele der Kids stammen aus vielen verschiedenen der 124 nepalesischen Volksstämme, oft aus den Bergregionen im Norden, wo gar kein Nepali gesprochen wird. Hier lernen sie neben der nepalesischen Sprache auch die tibetische – die heiligen buddhistischen Schriften sind auf tibetanisch – und englisch sowie Mathematik.
Dann spazieren wir zur Jangchub Choeling Monastery, auch ein buddhistisches Kloster mit Schule, das einer anderen Richtung des Buddhismus angehört. Hier finden wir dann auch die Gebetsfahnen, die wir zuhause aufhängen wollen. Unser Reisebus holt uns ab, und wir fahren zurück Richtung Pokhara, wo wir zuerst einen hinduistischen Hochzeitstempel und dann eine ganz spezielle Manufaktur besuchen: “Yes helping hand” bietet Arbeitsplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Hier werden wunderschöne Pullover und Mützen gestrickt, Teppiche gewebt und Bilder gemalt
Im Hotel angekommen überrascht uns Reiseleiter Yam: am heutigen Festtag malen Eltern ihren Kindern das Tika und Jamara-Zeichen auf die Stirn (besteht aus Reis, roter Farbe, Zucker und Joghurt) und überreichen Grünzeug und Geld. Yam übernimmt diese Rolle jetzt für die ganze Gruppe – wir bekommen einen roten Klecks auf die Stirn, ein paar grüne Zweige und Geldscheine – die Herren 5 Rupien, die Damen 10.
Nach ein wenig Relaxen im Hotel machen wir einen Spaziergang zum See und wandern die Uferpromenade entlang. Dort laufen uns vier Neuzugänge für unsere Sammlung zu, und Sigi ist mutig und probiert eine lokale Spezialität, Chatpatte, bestehend aus Kartoffel, Gurke, Knoblauch, rohen Instantnudeln, Puffreis, Bohnen, diversen Gewürzen mit ein paarmal umrühren – fertig. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber gar nicht schlecht.
Nach dem Abendessen ziehen wir uns aufs Zimmer zurück und genießen den Abend am Balkon, mit Aussicht auf die große Weltfriedenspagode und die Shiva-Statue am Hügelkamm am anderen Seeufer.
Thursday, October 2, 2025 – Nepal Day 8 – Pokhara
And once again, up before 6 a.m. – we’re allowed to attend the monks’ morning ceremony, and here, alongside shawms and cymbals, they actually use a conch shell (technically a snail shell) which has a unique, piercing tone.
After breakfast, we visit the monastery’s school, which admits children from the age of five. They receive a solid education here – many of the kids come from different ethnic groups among Nepal’s 124 tribes, often from northern mountain regions where Nepali isn’t even spoken. Here they learn Nepali, Tibetan – since the sacred Buddhist scriptures are written in Tibetan – as well as English and mathematics.
We then take a walk to the Jangchub Choeling Monastery, another Buddhist monastery with a school, belonging to a different branch of Buddhism. There we finally find the prayer flags we want to take home. Our tour bus picks us up, and we head back toward Pokhara, where we first visit a Hindu wedding temple and then a very special workshop: “Yes Helping Hand”, which provides jobs for people with special needs. Beautiful sweaters and hats are knitted here, carpets are woven, and paintings are created
When we arrive at the hotel, our guide Yam has a surprise for us: today is the festival day, when parents paint the Tika and Jamara mark on their children’s foreheads (made of rice, red dye, sugar, and yogurt) and give them flowers and money. Yam takes on this role for the whole group – we each receive a red mark on the forehead, a few green sprigs, and some banknotes – 5 rupees for the men, 10 for the women.
After a bit of relaxation at the hotel, we take a walk to the lake and stroll along the waterfront promenade. There we come across four new additions to our collection, and Sigi bravely tries a local specialty called Chatpatte – a mix of potato, cucumber, garlic, raw instant noodles, puffed rice, beans, and various spices, stirred together a few times – and ready. A bit unusual, but actually quite good.
After dinner, we retreat to our room and enjoy the evening on the balcony, overlooking the great World Peace Pagoda and the Shiva statue on the ridge across the lake.
Und schon wieder um 6:00 Uhr aufstehen – diesmal, um mit dem öffentlichen Bus zum oberen Palast von Gorkha zu fahren, dann steile Stufen hochzuklettern und von hier aus die majestätische Anapurnakette und den Manaslu bei strahlendem Sonnenschein und ohne Wolken zu sehen.
Im Tempel des Palastes warten drei Wasserbüffel nichtsahnend auf ihr Ende – heute Abend werden sie zu Ehren der Göttin Kali geopfert. Einige Ziegen mussten gestern bereits ihr Leben lassen, und so stapfen die unerschrockenen Touristen barfuß, weil Tempelareal, durch Ziegenblut und Wasserbüffelfladen. Der Rhesusaffe oben auf der Antenne denkt sich wahrscheinlich seinen Teil.
Zurück im Hotel haben wir uns eine Dusche und Frühstück verdient, dann geht es schon weiter westwärts nach Bandipur. Die „Königin des Hügels“ ist über eine zwar recht gut asphaltierte, aber dennoch abenteuerliche Straße erreichbar.
Der Ortsteil Bandipur Bazar ist aufgeräumt und hübsch herausgeputzt, aber auch sehr touristifiziert. Man sieht aber nicht nur Ausländer, sondern auch Nepalesen in wunderschönen, bunten Trachten. Vorbei an mehreren Hindu-Tempeln wandern wir zur Seilbahn-Bergstation, die in unserem Reiseführer beschrieben ist. Aber, Überraschung: die Seilbahn ist noch gar nicht fertig.
Nach der Mittagspause fahren wir die Abenteuerstraße wieder hinunter, weiter nach Westen. Am Straßenrand warten viele Ziegenbesitzer auf Käufer und die Ziegen damit auf ihr Ende – morgen ist der Höheudes Dashain-Festes. Wir fahren durch Pokhara nach Hemaja zum Pema Ts‘al Sakya Monastic Institute, einem buddhistischen Kloster mit Gästehaus, wo wir heute übernachten. Reiseleiter Yam hat uns „einfache Zimmer“ angekündigt, und wir waren auf so etwas wie Klosterzellen eingestellt. Aber die Zimmer sind groß, hell und freundlich und durchaus auf Hotelniveau – das Gästehaus ist einfach eine Einnahmequelle für die Mönche.
Einem kurzen Rundgang durch das Areal folgt das gemeinsame, natürlich vegetarische Abendessen und dann fallen wir nur mehr ins Bett – wir wollen bei der Morgenzeremonie der Mönche dabei sein, also wieder vor 6 Uhr aufstehen …. Gähn ….
Wednesday, 1 October 2025 – Nepal Day 7 – from Gorkha to Pokhara
And once again, up at 6:00 a.m. – this time to take the public bus up to the upper palace of Gorkha, where we have to climb steep steps to admire the majestic Annapurna range and Manaslu, shining in brilliant sunshine without a single cloud in sight.
In the palace temple, three unsuspecting water buffalo are waiting for their end – this evening they will be sacrificed in honor of the goddess Kali. Several goats already lost their lives yesterday, and so the fearless tourists are walking barefoot (temple grounds!) through goat blood and buffalo droppings. The rhesus monkey up on the antenna is probably having its own thoughts about all this.
Back at the hotel, we’ve earned a shower and breakfast, and then we continue westwards to Bandipur. The “Queen of the Hill” can be reached via a road that is quite well paved but still rather adventurous.
The Bandipur Bazar district looks very nice, but at the same time heavily touristified – not only foreigners visit here, but also Nepalis in beautiful, colorful traditional dresses. Passing several Hindu temples, we hike up to the cable car mountain station mentioned in our guidebook. But surprise: the cable car isn’t even finished yet.
After our lunch break we drive the adventurous road back down and head further west. Along the roadside many goat owners wait for buyers – and the goats, in turn, wait for their end, since tomorrow is the peak of the Dashain festival. We drive through Pokhara to Hemaja, to the Pema Ts’al Sakya Monastic Institute, a Buddhist monastery with a guesthouse where we will spend the night. Our tour guide Yam had announced “simple rooms,” so we expected something like monastery cells. But the rooms are large, bright, and friendly, quite on hotel level – the guesthouse is simply a source of income for the monks.
A short tour of the grounds is followed by a communal (of course vegetarian) dinner, and then we just collapse into bed – we want to attend the monks’ morning ceremony, which means another wake-up before 6 a.m. … yawn …