Archiv der Kategorie: Relaxen

220724 – Oklahoma I >

Sonntag/Sunday, July 24, 2022

Tag 98 – Oklahoma I

Eine ruhige, sternenklare Nacht am Eufala Lake endete am Morgen mit einer Inspektion durch Donald, Daisy und Tick, Trick und Track. Daraufhin haben wir uns zusammengepackt und sind Richtung Chelsea, gefahren, wo wir Ed Galloways Totem Pole Park besucht haben. Ed Galloway, US Armeeveteran und Lehrer, war künstlerisch begabt und interessierte sich für die indianischen Kulturen. Nach seiner Pensionierung begann er, Totempfähle zu bauen, aus Stahl und Zement, Sand und Steinen; der größte Totempfahl ist 27 m hoch, an der Basis 9 m im Durchmesser und ruht auf einer Schildkröte, eine Referenz an den Schöpfungsmythos; mehr als 200 Reliefs zeigen Portraits, indianische Symbole und Tierfiguren. Am Gelände gibt es noch etliche weitere Werke sowie ein 11eckiges Haus, das durch insgesamt 25 Totempfähle getragen wird und heute als Museum und Shop dient.

Ein weiteres sehenswertes Museum ist das Will Rogers Memorial Museum in Claremore. Will Rogers war ein Phänomen – ohne abgeschlossene formale Ausbildung, aber mit Witz und Schlagfertigkeit ausgestattet, zu einem Viertel Cherokee, was er auch immer betonte, Cowboy und Lasso-Künstler, Zirkusartist und Vaudevilleensemblemitglied, Star in der Ziegfeld Follies Revue, Radiomoderator und Zeitungskolumnist, einer der bestbezahlten Hollywood-Schauspieler seiner Zeit, Weltreisender und begeisterter Hobbypilot, ein Philanthrop, der bei Katstrophen wie etwa der großen Mississippi-Flut 1927 Hilfsaktionen startete und Spenden sammelte, mit sieben verschiedenen US-Präsidenten befreundet, und dennoch immer am Boden geblieben ist. Er war ungemein beliebt, in seinen Filmen spielt er Cowboys, Kleinstadtpolitiker, Richter oder Ärzte, man konnte sich mit ihm identifizieren, und als er 1935 bei einem Flugzeugabsturz in Alaska ums Leben kam, war die Trauer entsprechend groß.

Dann kamen wir am Blauen Wal von Catoosa vorbei, der Anfang der 70er Jahre als Geschenk erbaut wurde, dann eine Zeitlang als Schwimmteich diente, Ende der 80er geschlossen wurde und dann zu verfallen drohte. Schließlich fanden sich aber genügend Freiwillige und Sponsoren zur „Rettung des Wals“, der restauriert wurde und somit wieder als eine der Attraktionen der Route 66 dient.

Der “Golden Driller” in Tulsa ist ein Wahrzeichen zu Ehren der Arbeiter in der Ölindustrie, fast 20 t schwer und 23 m hoch – so hoch, dass seine rechte Hand lässig auf einem Bohrturm liegt. Anfang der 50er Jahre von einer texanischen Firma für eine Ausstellung erbaut, steht er seit 1966 auf dem Expogelände in Tulsa und ist zum Staatsmonument von Okahoma avanciert; auch wenn er eigentlich nicht golden, sondern eher senffarben ist.

Im Stadtzentrum von Tulsa steht die Boston Avenue United Methodist Church, ein traumhaftes Art-Deco-Gebäude. Im Inneren finden sich ein halbkreisförmiges Auditorium mit fantastischer Akustik, eine lange Halle mit rosafarbenen Mosaiken und Buntglasfenstern und die Rosenkapelle.

An der Brücke über den Arkansas River steht der großartig angekündigte „Route 66 Sign Park“ – es sind zwar tatsächlich ehemalige Neon-Leuchtreklamen, die an der Route 66 standen, aber es sind nur drei Stück, und Parkplätze gibt es nicht – also umdrehen und nochmals vorbeifahren um Fotos machen zu können.

Auch von einem der braunen „Historic Route 66“ Schilder wollten wir Fotos machen, haben angehalten – und dann wurden wir buchstäblich gekidnappt. Belinda hatte uns schon einige Meilen mit ihrem PKW „verfolgt“, weil sie unbedingt wissen wollte, was das für ein seltsames Vehikel ist. Nach einer kurzen Plauderei und Führung durch unser Krasses Pferd lud sie uns zu sich nach Hause ein – Gatte Donnie hatte bereits die Steaks am Grill, und bis Ofenkartoffel und Salat fertig waren, durften wir in den Swimming Pool (eine echte Wohltat bei 43,5°C). Belinda und Donnie sind ebenfalls reisebegeistert, haben auch einen Camper, und so verging die Zeit mit Dinner und dem Austausch von Reiseerlebnissen wie im Flug.

Dann ging es zurück auf die „Mutter aller Straßen“, die nächste Sehenswürdigkeit war die „höchste Benzinzapfsäule der Welt“ in Sapulpa die zum „Heart of Route 66 Auto Museum“ gehört, allerdings nicht historisch ist, sondern erst 2018 fertiggestellt wurde. Aber sie ist eine ziemlich genaue Nachbildung der tatsächlich verwendeten Zapfsäulen.

Wir wollten eigentlich noch bis Oklahoma City fahren, aber bei „Pop´s 66“ in Arcadia haben wir dann erschöpft das Auto fallen lassen, und uns neben einer riesigen, bunt leuchtenden Flasche eingeparkt – noch eine Attraktion an der Route 66.

Day 98 – Oklahoma I

A quiet, starlit night at Eufala Lake ended abruptly in the morning, due to a very vocal inspection by Donald, Daisy, Huey, Dewey and Louie. So we left, direction Chelsea, to see Ed Galloways Totem Pole Park. Galloway, army veteran and arts teacher, was quite the craftsman, and he was very interested in Native American culture. In his retirement he began to build totem poles, made of steel and cement, sand and rock; the largest one is 90 ft high, at is base 30 ft in diameter and stands on a turtle – a reference to Native Indian mythology. More than 20 bas-reliefs show portraits, symbols and animals. Several more poles and other objects can be found on the property, including an eleven-sided house, supported by 25 carved and decorated poles which serves as museum and shop.

The Will Rogers Memorial Museum in Claremore, OK, is well worth a visit. Will Rogers was a phenomenon – dropped out of school without a degree, but full of wit, a quarter Cherokee which he was proud of, cowboy and rope artist, circus and Vaudeville ensemble member, star at Ziegfeld Follies Revue, radio talkmaster and columnist for several newspapers, one of the highest paid Hollywood actors of his time, world traveler and hobby pilot, philanthropist raising and donating money at times of catastrophes like the great Mississippi flood in 1927, friends with seven different US president, but still very grounded. In his films he portrayed cowboys, small town politicians, judges or physicians, he was immensely popular, so when he died at a tragic airplane crash in Alaska in 1935, he was mourned by millions.

Then we passed the Blue Whale of Catoosa, a structure erected as a gift in 972; it was used as a swimming pool, had to close at the end of the 80s and fell in disrepair until local volunteers and sponsors decided to “rescue the whale” -today it is again a unique Route 66 landmark.

So is the Golden Driller, a 73 feet high statue, weighing over 43.000 pounds. Built in the 1950s by a Texan oil field supply company for a trade show, he returned to the fairgrounds in Tulsa in 1966 and became Oklahoma´s official state monument, honoring the men working in the petroleum industry.

In downtown Tulsa we visited Boston Street Methodist United Church, a fantastic Art-Deco building, with a semi-circular auditorium with great acoustics, a large hallway with pink mosaics and stained-glass windows and a rose chapel.

Near the bridge over the Arkansas River we found the so-called „Route 66 Sign Park“ – these are in fact original Route 66 Neon signs, but only three of them, and no parking space available, so we had to turn around and pass the signs again to take some pictures.

We also wanted to take some pictures of one of the brown „Historic Route 66“ signs, stopped our car and then – we got hijacked. No kidding! Belinda had been following us for some miles already because she wanted to know what kind of strange vehicle that was. After showing her our camper, she spontaneously invited us to dinner, guided us to her house, where husband Donnie put some steaks on the grill. We were even allowed to use the pool – felt like heaven at an outside temperature of 105°F! Belinda and Donnie are fellow travelers, they own a camper, too, and so we had a great time exchanging travel experience over a nice dinner.

Then we headed back on the “Mother Road”; the next landmark was the “World´s tallest gas pump” in Sapulpa, OK, adjacent to the Heart of Route 66 Auto Museum. It´s not historic, built in 2018, but it is a great replica of the actually used gas pumps and it is a new landmark of the historic road.

We had planned to continue to Oklahoma City, but we were too tired – when we saw a gigantic neon soda bottle, we just dropped the car at the parking lot of Pop´s 66 in Arcadia – another landmark on Route 66.

Route 220724

220709 – EPCOT >

Samstag/Saturday, July 9, 2022

Tag 83 – WDW – EPCOT

Die Morgenstunden im Hotel sind reserviert für all die zu erledigenden Kleinigkeiten rund ums Auto und unsere Reiseausstattung. Konkret heißt es für uns, wir müssen uns von einigen Dingen zu trennen. Die mehr als zwei Monate auf der Reise haben uns eines klar gezeigt: wir haben zu viel mitgenommen! Also Sichtung der Kleidung, Zusammenpacken der bereits erstandenen Rettungsfahrzeuge für unsere Sammlung und viele Kleinigkeiten mehr. All das wird in der nächsten Woche auf das Postamt gebracht.

Den zweiten Tag in der Walt Disney World verbringen wir in EPCOT. Der Park wird gerade umgestaltet und an Stelle des großen Springbrunnens versperrt ein Bauzaun den Blick in Richtung World Showcase Lagune. Der aufregendste neue Ride ist „Guardians of the Galaxy: Cosmic Rewind“ – wieder eine technisch perfekte Attraktion mit guter Story – aber Epcot bietet neben guten Hochschaubahnen auch einen netten Spaziergang und so umrunden wir langsamen Schrittes die Lagune (schnell geht bei den herrschenden Temperaturen sowieso nicht). Das Feuerwerk am Abend lassen wir aus – es schüttet – wieder einmal!

Day 83 – WDW – EPCOT

In the morning we start to sort our clothes and rearrange our stuff – after more than 2 months on the road we have to admit that we packed way too much, most off all clothes and shoes (well, the shoes are on my account). So we pack some boxes with clothes, the ambulances we have bought or received for our collection, books, etc; we will post them in the next days.

Then it´s time for EPCOT. There is a lot of construction going on, the big fountain behind Spaceship Earth is gone. The most exciting new ride for us is “Guardians of the Galaxy: Cosmic rewind”, again a technically perfect attraction with a good background story, but EPCOT offers more than good rides – a nice walk around World Showcase Lagoon – rather slow because of the temperature and humidity. We planned to stay for the fireworks in the evening, but – heavy rain – again – changed our plans.

Route 220709

220708 WDW Hollywood Sudios >

Freitag/Friday, July 8, 2022

Tag 82 – WDW – Hollywood Studios

Durch die neuen – nicht wirklich durchschaubaren – Regeln von DisneyWorld ist es schwierig bis „nicht machbar“ die einzelnen Parks so zu besuchen, wie wir es früher gewohnt waren. Zum Glück haben wir ja einen „Travel-Agent“ vor Ort in unserer Familie. Crisanda hat für uns alles gecheckt – von Tickets über die erforderlichen Reservierungen für den Parkbesuch bis hin zum Zeitmanagement für die einzelnen Attraktionen. „The Great Movie Ride“ im Chinese Theatre gibt es nicht mehr, aber „Mickey´s Runaway Train“ ist entzückend und ein guter Ersatz, fanden wir – auch wenn wir uns an den neuen Stil, in dem die Disney-Figuren gezeichnet sind, erst gewöhnen müssen, sieht ziemlich retro aus für uns. Die neuen Attraktionen im StarWars-Land sind technisch perfekt und simulieren aufregende Flüge im Weltall – „Rise of the Resistance“ haben wir zum ersten Mal erlebt, war wirklich beeindruckend!

Den Abend durften wir dann mit guten Freunden bei einem Abendessen im Cracker Barrel ausklingen lassen – auch Charlotte und Chris haben wir seit fast 3 Jahre nicht mehr gesehen, wir hatten einander viel zu erzählen und die Zeit verging wie im Flug. Dann schnell zurück ins Hotel – Touristenstress – morgen wieder ganztags Disney geplant!

Day 82 – WDW – Hollywood Studios

The new rules and regulations at Walt Disney World made it impossible for us to visit the parks the way we were used to. But we are fortunate to have a fantastic travel agent in the family. Crisanda got us the tickets, organized the park reservations and managed our timetable for each and every attraction we wanted to see. “The Great Movie Rode” t the Chinese Theatre doesn´t exist anymore, but “Mickey´s Runaway Train”, the new ride, is very cute – although we have to get used to the current style of Disney animation – looks a bit retro to us. The new attractions at Galaxy´s edge are technically perfect, simulating exhilarating adventures in space – we final got to ride “Rise of the Resistance” – VERY impressive!

We spent the evening with good friends at Cracker Barrel – we haven´t seen Charlotte and Chris for almost three years, so we had a lot of catching up to do and time went by quickly. After dinner we hurried back to our hotel – tourist are always on a schedule – a whole day at Disney was planned for Saturday!

Route 220708

220707 – Universal Studios Orlando – noch einmal! >

Donnerstag / Thursday, July 7, 2022

Tag 81 – Universal Studios Orlando

Hochschaubahn fahren. Essen. Hochschaubahn fahren. Kaffee trinken. Hochschaubahn fahren. Essen. Schlafen. Wiederholen.

Day 81 – Universal Studios Orlando

Ride. Eat. Ride. Get coffee. Ride again. Eat. Sleep. Repeat

Route 220707

220706 – Islands of Adventure & Universal Studios Orlando >

Mittwoch/Wednesday, July 6, 2022

Tag 80 – Islands of Adventure & Universal Studios Orlando

Hochschaubahn fahren. Essen. Hochschaubahn fahren. Kaffee trinken. Hochschaubahn fahren. Essen. Schlafen. Wiederholen.

Day 80 – Islands of Adventure & Universal Studios Orlando

Ride. Eat. Ride. Get coffee. Ride again. Eat. Sleep. Repeat

Route 220706

220619 – immer noch in Indiana >

Sonntag / Sunday, June 19, 2022

Tag 63 – immer noch in Indiana: Die Nacht war sternenklar und ruhig, es ist Sonntag, es ist sonnig und der See ist warm – wir bleiben einfach den Tag über hier, gehen schwimmen und faulenzen, plaudern mit dem netten Ranger (er möchte wissen, ob wir unsere nassen T-Shirts zum Verkaufen draußen aufgehängt haben, also quasi ein Geschäft hier betreiben wollen) und einer Familie, die unseren Camper mieten möchte. Wir packen erstmals die Campingsessel aus, fahren die Markise aus und essen draußen. Sigi probiert verschiedene Einstellungen an unserem Funkgerät aus, was leider nicht so funktioniert, wie es sollte, und ich beginne – endlich – die Polster für die Armlehnen unserer Sitze vorne zu nähen – hat eh nur 2 Monate gedauert, bis der erste Polster fertig ist.

Am späten Nachmittag kommt dann die Clean-up-Crew (Truthahngeier, die sich um das kümmern, was die Touristen zurückgelassen haben), also packen wir zusammen und fahren nach Südosten, Richtung Kentucky – jenseits der Lewis & Clark-Brücke über den Ohio River erwartet uns morgen Kapitol Nummer 23 in Frankfort, der Hauptstadt von Kentucky.

Day 63 – still hanging around in Indiana: We had a quiet night under a starry sky, it is Sunday, the sun is shining and the water in the lake is warm – so we stay, go for a swim and chat with the nice ranger (who wants to know if we are trying to sell the T-Shirts which we just hung out to dry) and a nice family who would like to hire our camper. We take our camping chairs out for the first time, open the awning and enjoy lunch outside. Sigi is working on our amateur radio which doesn´t quite do what it should be doing, and I finally start sewing the cushions for the armrests of our seats in the front of the car – it took me just two months to get at least the first one done!

Late afternoon the clean-up crew arrives (turkey vultures take care of the stuff tourists left behind), so we decide to pack up and drive southeast, crossing the Lewis & Clark Bridge over the Ohio into Kentucky – State Capitol #23 awaits us in Frankfort, KY, tomorrow!

Route 220619