Was machen brave Touristen bei über 42°C im Schatten? Sehenswürdigkeiten besichtigen natürlich, in diesem Fall den Mission Heritage Trail von San Antonio. Von den ehemals sechs Missionen gibt es noch fünf, alle noch aktive Kirchen; die nördlichste, San Antonio de Valero, haben wir bei der Besichtigung des Alamo bereits gesehen. Die Mission Concepción zeigt noch Reste der ursprünglichen Bemalung, Mission San José (die ehemalige Königin der Missionen) überrascht mit einem hellblauen Altarhintergrund, am Geländer findet sich auch eine Mühle, die älteste in Texas.
Der San Antonio River verbindet alle Missionen; an seinem Ufer steht unter anderem eine 1966 in Memoriam John F. Kennedy gepflanzte Eiche. Die Mission San Juan Capistrano profitierte so wie auch die Mission San Francisco de la Espada vom Bewässerungssystem des Aquäduktes; ohne diese bauliche Meisterleitung der Franziskaner wäre Besiedlung und Bewirtschaftung der trockenen Gegend kaum möglich gewesen.
Schließlich haben wir uns noch den Baum des Lebens angesehen, eine Kunstinstallation mit 700 Objekten aus bemaltem Ton. Schwierig zu beschreiben, aber sehr nett anzusehen.
Schlußendlich ging es dann nach Süden, Richtung Laredo und mexikanische Grenze.
Day 107 – San Antonio Missions, TX
108°F outside – what did we do? Well, being well-trained tourists, we visited the Mission Heritage Trail of San Antonio. Five of the original six missions are still there, all of them still active churches; we have seen the northernmost one, San Antonio de Valero at the Alamo, already. In Mission Concepción we find remains of the original frescoes, Mission San José (the former “Queen of the Missions) has a very nice blue altar background, and there is also a mill on site, the oldest one in Texas.
The San Antonio River links all the missions; we also found the Kenned Memorial Oak, planted in 1966 in memoriam JFK. The Mission San Juan Capistrano relied on the waters from the Espada aqueduct, as did the Mission San Francisco de la Espada. Without this irrigation system agriculture wouldn´t have been possible in this dry area.
Last but not least we visited the Tree of Life, an art installation with several hundred objects made of clay. Difficult to describe, nice to look at.
And then we headed south, direction Laredo and the Mexican border.
Tag 106 – Six Flags & Sea World San Antonio, Texas
Vormittag: Six Flags Fiesta Texas – ein wirklich netter Park! Die einzelnen Bereiche haben Themen und dementsprechend Namen – Spassburg (da hat uns Schunkelmusik und Jodeln aus den Lautsprechern und die Sängerfest Halle schon schwer getroffen), Rockville (die wilden 50er live) oder Crackaxle Canyon (wilder Westen natürlich) mit ein paar guten Achterbahnen – der Iron Rattler zum Beispiel hat es ziemlich in sich! Die ganz krassen Rides wie Superman oder Batman haben wir diesmal ausgelassen; es geht auch zahmer – eine lustige Piratenbahn, eine Kanufahrt (ja, wir sind nass geworden) oder eine gemütliche Eisenbahnfahrt rund um den Park. Zwischendurch trifft man Sylvester, Yosemite Sam oder Marvin den Marsianer. Der Park hat uns insgesamt sehr gut gefallen.
Nachmittag: Sea World – nun ja. Wir haben Jahrespässe für Sea World in Orlando, Florida und waren auch schon mehrfach in Sea World San Diego, Kalifornien, also sind wir schon mit gewissen Erwartungen hingefahren. Als erstes hat uns gewundert, dass man auch am späteren Nachmittag (wir waren nach 16 Uhr erst dort) den vollen Tagespreis bezahlen muss – reduzierte Tickets oder „Abendtickets“ gibt es nicht. Dann ist der Park deutlich kleiner als die beiden anderen, und es gibt deutlich mehr Hochschaubahnen und andere Attraktionen als Tiererlebnisse. Aquarien mit Fischen, Mantas und Stachelrochen oder Haie haben wir vergeblich gesucht; auch das Alligatorgehege war nur von Koi und Schildkröten bevölkert. Immerhin gibt es Flamingos, Pinguine und Puffins, Otter, Seehunde und Seelöwen. Die Show mit Delfinen und Beluga-Walen war neu für uns, Belugas haben wir überhaupt noch nie in einer Show gesehen. Der Park schloss um 21 Uhr mit einer halbstündigen Wasserski-Show, begleitet von einer Rockband – war nicht schlecht, und der Wassersportkünstler auf seinem PWC Flyboard (personal water craft) war sensationell, so etwas haben wir noch nie gesehen – hat uns wieder ein bisschen versöhnt mit den teuren Tickets.
Day 106 – Six Flags & Sea World San Antonio, Texas
Morning: Six Flags Fiesta Texas – a really nice park with themed areas like “Spassburg” (German Biergarten music, yodeling and other German stuff were a bit much for us), Rockville (music and buildings from the 50s) or Crackaxle Canyon (the Wild West, of course). There are several really good rides, the Iron Rattler for example was a thrilling experience. We didn´t do the totally crazy rides like Batman or Superman – we chose the more harmless stuff like a nice pirate ride, a canoe water ride (yes, we did get wet) or a fun train ride around the park. We met Sylvester, Yosemite Sam and Marvin the Marsian for a picture; all in all, we liked the park very much!
Afternoon: Sea World – well … we own annual passes for Sea World Orlando, FL, and we have been to Sea World San Diego, CA, several times, so we came with certain expectations. First of all, we were astonished that we had to pay full price although we arrived after 4 pm – there were no reduced “evening” tickets. The park is a good deal smaller than the two others, and there are more thrill rides and rollercoasters than animal exhibits. No big fish tanks, no mantas and stingrays or sharks. Alligator alley was inhabited by Koi carp and turtles only. At least we saw flamingos, penguins and puffins, otter, seals and sea lions. The dolphin and beluga whale show was new for us – we had never seen belugas in a show. The park was open till 9 pm and closed with a 30 min water ski show, accompanied by a rock band – not bad at all, the guy on his PWC Flyboard (personal water craft) did amazing stunts, we have never seen anything like that before – so the ticket price may have been worth it after all.
Im Herzen von San Antonio liegt „The Alamo“ – 1718 als spanische Mission gegründet, liegt die wahre Bedeutung im Jahr 1836, als nicht einmal 200 Texians und Tejanos die Festung 13 Tage lang gegen 2.500 Mexikaner unter General Santa Anna verteidigten. Alle Verteidiger kamen ums Leben, so auch der berühmte David Crockett – geschichtsträchtiger Boden, durch Ausstellungsstücke und einen Film gut erklärt.
„La Villita“, die kleine Stadt, liegt ein paar hundert Meter weiter und beherbergt Shops und Restaurants in originalen, schön restaurierten Gebäuden; viele Einwanderer haben hier ihre Spuren hinterlassen, so auch Deutsche, wie man auch am „Biergarten“ und am „Prost-Haus“ unschwer erkennen kann.
Von La Villita geht es ein paar Stufen hinunter zum Riverwalk entlang des Kanals vom San Antonio River. Wunderschön angelegt, mit viel Grün und vielen historischen Gebäuden, von alten Hotels bis zum einst größten Spital der Welt, kann man an beiden Ufern spazieren gehen oder auch eine nette Bootsfahrt unternehmen.
Ganz in der Nähe findet sich der „Buckhorn Saloon“ mit Museum. Von Albert Friedrich 1881 gegründet, findet sich hier mehrere einzigartige Sammlungen – Geweihe, ausgestopfte Tiere inklusive Fische, eine Sammlung von Möbeln aus den Hörnern von Rindern, ein Kuriositätenkabinett und das Texas Ranger Museum. Im Saloon haben auch Teddy Roosevelt und seine Rough Riders des Öfteren halt gemacht, einige Ausstellungsstücke zeugen davon.
Day 105 – San Antonio, TX
The Alamo lies in the heart of San Antonio. Founded in 1718 as a Spanish Mission, the historic significance comes from 1836, as less than 200 Texians and Tejanos defended the fortress for 13 days against 2.500 Mexicans under the command of General Santa Anna. All of the defenders died, including famous David Crockett. A place full of history, explained by lots of exhibits and a short film.
Just two blocks away, La Villita consists of shops and restaurants in beautifully restored original buildings. Many immigrants built a new life here, including many Germans – restaurants like “Biergarten” or “Prost-Haus” are proof.
A few steps down we find the River Walk along the beautiful San Antonio River Canal, a lot of green and a lot of historic buildings, including old hotels and the once largest hospital in the world. You can take a nice walk or a boat cruise.
Also close is the Buckhorn Saloon and Museum. Founded in 1881 by Albert Friedrich, it contains several one-of-a-kind collections – an antler collection, taxidermized animals including fish, furniture made of bull horns, a curio cabinet and the Texas Ranger Museum. Teddy Roosevelt and his Rough Riders stayed here multiple times, while deployed to San Antonio.
Der erste Besichtigungsversuch heute hat leider nicht geklappt. Obwohl im internet als offen angegeben, war das „Munster Mansion“ geschlossen, keine Klingel auffindbar und niemand hat das Telefon abgehoben. Sehr schade, das Haus ist eine exakte Kopie vom Wohnsitz von Herman und Lily Munster und ihrer Familie aus der 60er-Fernsehshow. Also müssen wir uns mit Außenfotos von „1313 Mockingbird Lane“ begnügen.
Auch der zweite Besuch ist nicht nach Plan verlaufen. Das Weinert House ist ein viktorianisches Bed & Breakfast in Seguin, Texas, in dem es spuken soll – es sind mehrfache Geistersichtungen berichtet, angeblich die früheren Bewohner. Leider hat uns das „Geisterhaus“ seine Pforten trotz mehrfachem Klingeln nicht geöffnet – auch hier steht im Internet „24 Stunden geöffnet“. Durch den Zaun waren Liegestühle und Handtücher am Pool zu sehen, aber keine Menschen. Vielleicht spukt es hier wirklich.
Dafür haben wir wenigsten die beiden riesigen Pekannuss Skulpturen gesehen. Seguin, die Pekannuss-Hauptstadt von Texas, ließ in den 60ern eine große, 1,5 m lange Pekannuss anfertigen, aber einige Zeit später produzierte ein Ehepaar in Missouri eine größere – und weg war der Titel „Größte Pekannuss der Welt“. Daraufhin hat man in Seguin eine wirklich enorme Nuss gebaut, knapp 5 m lang, die man nun vor dem Landwirtschaftsmuseum bewundern kann (das Museum war übrigens auch geschlossen).
Auf den guten Tipp einer anderen Weltreisenden sind wir dann zurück nach Austin gefahren, wo im Sommer in den Spalten der Kongreß-Brücke über den Colorado River an die 1,5 Millionen Fledermäuse leben. Jeden Abend, kurz vor bis kurz nach Sonnenuntergang, fliegen sie in riesigen Schwärmen aus, um zu jagen – ein gewaltiges Schauspiel, dem Einheimische ebenso wie Touristen beiwohnen. Ein netter Texaner hat seine drei Frettchen Gassi geführt, Freiwillige von der lokalen Fledermausorganisation haben gerettete und versorgte Fledermäuse gezeigt, ein mobiler Getränke- und Eiswagen war vor Ort – ein bisschen Volksfeststimmung unter der Brücke.
Day 104 – The Munsters, Ghosts and Bats
The first touristic point of interest today didn´t go as planned – although marked “open 10 – 5” in the internet, the Munster Mansion in Waxahatchie, TX, was closed, no door bell, and no one picked up the phone. A pity, the house is an exact replica of the home of Herman and Lily Munster and their family from the 60s TV-Show. So, pictures from the exterior of 1313 Mockingbird Lane have to do.
The second stop also didn´t go as planned. “Weinert House”, a beautiful Victorian B&B in Seguin, TX, is said to be haunted – multiple apparitions have been seen, presumably the house´s former inhabitants. We rang the bell, but no one opened, although the house should be open 24/7, according to the internet information. Looking through the fence, we saw deck chairs and towels near the pool, but no people. Maybe the place is really haunted!
But at least we got to see two “world´s largest” in Seguin – the world´s largest pecan nut sculpture, and the world´s largest original pecan nut sculpture. Seguin claims to be the pecan nut capital of Texas, so in the 60s they had a large sculpture made, 5 ft long, weighing 1000 pounds. In the 80s someone else in Missouri made a bigger one, causing Seguin to go nuts, literally, and construct a new, huge pecan, 16 ft long, which can be seen in front of the agricultural museum (which was closed, by the way).
Then we followed the tip of a fellow traveler and went back to Austin, where about 1,5 million bats live in the crevices of the congress avenue bridge during summer. Every evening, around sunset, they leave to go hunting – a monumental spectacle, for locals and for tourists. A nice Texan walked his three ferrets, volunteers of the Austin bat organization presented two rescued bats, an ice truck was also there – a bit of festival feeling under the bridge.
Nach der Übernachtung an der Picknick-Area nördlich von Weinert, Texas, sind wir nochmals zurückgefahren in die „Stadt“, wo wir Ed Murphy, den ehemaligen Bürgermeister von Weinert, und Patricia aus dem City Office kennengelernt haben.
Dann ging es nach Fort Worth, wo die ehemaligen Stockyards mittlerweile zwar viele Touristen anziehen, aber dennoch einiges an Authentizität bewahrt haben; es sind auch viele Einheimische unterwegs. Die Gebäude sind schön restauriert, natürlich gibt es viele Shops, Bars und Saloons, und den täglichen Cattle-Drive muss man einfach gesehen haben – um 11:30 und um 16 Uhr wird eine kleine Herde Texas-Longhorns über die Hauptstraße geführt, flankiert von Cowboys. Und natürlich kann man für ein kleines Entgelt auch für ein Foto auf einem dem Longhorns Platz nehmen.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist die John Wayne Experience. John Wayne braucht man nicht weiter vorstellen („er ist Amerika“ hat Schauspielerkollegin Maureen O´Hara gesagt), die 159 Filme, die er im Laufe seiner langen Karriere gedreht hat, sprechen für sich. Viele Dokumente, Fotografien, Filmkostüme, Hüte und Halstücher, und sehr persönliche Gegenstände wie sein Oscar, der Golden Globe und die Goldmedaille des US-Kongresses erzählen aus seinem Leben.
Das Stockyards Museum zu finden, war baustellenbedingt ein wenig schwierig, dafür waren die beiden Ladies drinnen umso netter und hatten zu den Ausstellungsstücken viel Information parat. Das kleine Museum präsentiert ein buntes Sammelsurium von Sätteln und Cowboy-Outfits, Büchern und Möbel. Das wohl ausgefallenste Stück ist ein Badezuber (frisches Wasser 15 Cent, gebrauchtes Wasser in dem schon mindestens einer gebadet hat, nur 5 Cent). Außerdem haben uns die beiden Damen das abendliche Rodeo empfohlen. Also – Tickets gekauft und zum Rodeo, muss man ja als braver Tourist.
Und dieses Rodeo war keine Veranstaltung rein für Touristen, sondern die TeilnehmerInnen sind echte Cowboys und Cowgirls in realen Bewerben, wo Punkte für die Reihung in der Liste des Verbandes professioneller Rodeoreiter gesammelt werden. Bullenreiten, Kälber einfangen, Wildpferdreiten mit Sattel, Tonnenrennen waren die Kategorien. Eine stimmgewaltige Country- und Westernsängerin im stolzen Alter von 12 (!) Jahren, ein Rodeoclown und ein Lassoartist zu Pferd sorgten für gute Stimmung, das größtenteils einheimische Publikum war begeistert – wir waren es auch.
Day 103 – Fort Worth, TX
We spent the night at a picnic area north of Weinert, TX; in the morning we went back to town, where we met Ed Murphy, the former mayor of Weinert, and Patricia from the City Office.
Then we drove to Fort Worth, where the former Stockyards are a tourist hotspot, but still with a lot of authenticity and a lot of locals. The buildings are nicely restored, there are a lot of shops, bars and saloons, and the Cattle Drive (twice daily, 10:30 am and 4:00 pm) is something you have to see – a small herd of Texas Longhorns walking the Exchange Avenue, guided by cowboys and cowgirls. And you can pose for a picture astride one of the Longhorns, for a small fee.
The John Wayne Experience is one of the main attractions in the area. No need to introduce John Wayne – “he is America”, as Maureen O´Hara said – his 159 films speak for themselves. Documents, pictures, film outfits, hats and bandanas and very personal items like his Oscar, his Golden Globe and the Congressional Gold Medal are on display.
Due to construction work it was a bit difficult to find the Stockyards Museum, but the two nice ladies inside made it up to us – they had a lot of information about the exhibits. The small museum presents a funny mixture of saddles and cowboy outfits, books and furniture. The oddest piece might be the old bath tub – “first water 15 cents, used water 5 cents only” …. brrrr. And the Ladies recommended tonight’s Rodeo, so – being obedient tourists – we bought tickets to the Rodeo.
And this Rodeo turned out to be the real thing, not a show event for tourists, the participants were actual cowboys and cowgirls, competing for points towards their PRCA (Professional rodeo cowboy association) score. Bull riding, Calf roping, saddle bronc riding, barrel race were the categories. They also had a fantastic twelve-year old girl singing country and western songs, a rodeo clown and a rope artist. The – mostly local – audience was enthusiastic, and so were we.
Das National Ranching Heritage Museum in Lubbock ist ein Freilichtmuseum mit fast ausschließlich Originalgebäuden von den 1780ern bis 1950, größtenteils aus Texas. Eine Kooperation zwischen der Texas Tech University und der Ranching Heritage Association machte es möglich, die Geschichte der Menschen, die diese unwirtliche Gegend besiedelten, anhand der Gebäude, die sie erbauten, nachzuerzählen. Einrichtung und Ausstattung der Gebäude, Ochsenkarren und Pferdewagen, bis hin zur Brandeisen-Sammlung ist original. Und was wir noch gelernt haben – „Cow chips“ kann man nicht essen, weil sie haben nichts mit getrocknetem Rindfleisch zu tun – man heizt und kocht damit – es sind getrocknete Kuhfladen.
Nach dem Besuch im Stacheldrahtmuseum vor 2 Tagen haben wir uns gedacht, dass es keine ausgefalleneren Sammelobjekte mehr geben kann. Aber das „American Windmill Museum“ hat uns dann doch überrascht, weil hier nicht nur Windräder, sondern auch eine Mühlsteinsammlung, eine Kollektion an Windradgewichten, eine Puppenhaussammlung und eine große Modellbauanlage zu finden sind. Die Häuser und Gebäude an der Modellbauanlage entsprechen Lubbock und Umgebung um ca 1940 – am Lubbock Hotel sind wir später vorbeigefahren, das Modell ist wirklich naturgetreu. Und der Zusammenhang zwischen Windrädern und Eisenbahn wurde uns auch schnell klar – die Windräder pumpten das Wasser, das die Dampfloks benötigten – alle 20 Meilen standen ein Windrad und ein Wassertank – mit dem voranschreitenden Eisenbahnbau wuchs auch der Bedarf an Windrädern.
Der berühmteste Sohn der Stadt ist wohl Charles Hardin Holley, besser bekannt als Buddy Holly. Das leider nur sehr kurze Leben war seit frühester Kindheit von Musik geprägt; Fotografien, Dokumente und persönliche Gegenstände inklusive Gitarren sind in diesem Museum zu sehen. Als er 22jährig bei einem Flugzeugabsturz nach einem Auftritt ums Leben kam, war das „der Tag an dem die Musik starb“.
Und dann sind wir noch über 200 km Richtung Osten gefahren, um die „Stadt“ zu besuchen, die genauso heißt wie mein lieber Mann: Weinert, Texas. Aber das ist eine andere Geschichte und verdient einen extra Blog-Eintrag.
Day 102 – Lubbock, TX
The National Ranching Heritage Museum in Lubbock, TX, is a large outdoor area with all but two original ranching structures from the 1780s to 1950, mostly from Texas. A cooperation between Texas Tech University and the Ranching Heritage Association made it possible to tell the story how early ranchers adapted to a harsh frontier environment through the structures they built. Equipment and furniture, chuck wagons and buggies, and of course the branding iron collection are original. And we learned something important: “cow chips” have nothing to do with “beef jerk”, you can´t eat them!
After visiting the Barbed Wire Museum two days ago we thought that there couldn´t be any more unusual collector´s objects. But the American Windmill Museum surprised us – there are not only windmills on display, but also a collection of millstones, a collection of windmill weights, a remarkable collection of miniature houses and a model train display. Lubbock has been modeled with correct buildings and houses as it was around 1940 – we saw the Lubbock Hotel later; the model is absolutely realistic. And the connection between windmills and trains became obvious rather fast – steam engines needed fresh water every 20 to 25 miles, and the windmills provided it. And with train tracks construction the need for windmills grew.
Lubbock´s most famous son is undoubtedly Charles Hardin Holley, better known as Buddy Holly. His unfortunately very short life revolved around music from his early days on – photos, documents and personal items including guitars are on display in this museum. The day he died at age 22 at a plane crash, was “The Day the Music died”.
And then we drove 145 miles east, to visit the town which has the same name as my husband: Weinert, TX. But this is another story, so there will be an extra blog entry.
Der Palo Duro Canyon ist mit 193 km Länge der zweitgrößte Canyon der USA, bis zu 300 m tief und weist bunte Schichtungen und dramatische Felsformationen wie zum Beispiel den Leuchtturm, auf. Der Canyon ist als State Park gut erschlossen – es gibt Campingplätze, Mountainbike- und Reittrails und Wanderwege. Einen kurzen Spaziergang zur Big Cave haben wir unternommen, für eine ausgedehnte Wanderung war es viel zu heiß, bereits vormittags 40°C; viele Wanderwege sind deswegen auch gesperrt. Eidechsen huschen herum, Coyoten haben wir zumindest gehört letzte Nacht, Roadrunner haben wir leider keine gesehen – denen ist auch einfach viel zu heiß.
Das Midpoint Café liegt genau in der Hälfte der Route 66, es sind sowohl nach Chicago als auch nach Santa Monica jeweils 1.1.39 Meilen. Die mittlerweile pensionierte frühere Besitzerin, Fran Hauser, war die Vorlage für „Flo“ und ihr Café im Disney-Pixar Film „Cars“ – das hatte dann einen gewaltigen Einfluss auf das echte Café, wie man anhand der Ausstellungsstücke und Souvenirs sehen kann. Das Essen ist gut, die Torten sind noch besser, und die Fotomotive sind toll.
Das „Panhandle Plains Historical Museum” zeichnet mit sehr sorgfältig zusammengestellten Exponaten die Geschichte dieser Region nach – Skelettfunde aus prähistorischen Zeiten, Relikte früher Siedler und verschiedener indianischer Stämme, die Besiedelung durch europäische Einwanderer, die Errichtung der ersten Städte und der Bau der Windräder (die die Wasserpumpen betrieben und somit die Viehzucht erst ermöglichten), Straßenbau inklusive der Route 66 bis hin zur Erdölförderung sind in schönen Displays zu sehen. Im Kellergeschoß findet sich der Nachbau einer kompletten Pionierstadt.
Day 101 – Texas
The Palo Duro Canyon is the second largest Canyon of the country, 120 miles long with a maximum depth of 1.000 ft, with dramatic and colorful rock formations like the lighthouse. It is a State Park, there are camping areas, a lot of trails including bike and equestrian trails – unfortunately it is way too hot for a long hike (some trails are even closed), so we just took a walk to the Big Cave which offers a great view. We saw some lizards; we heard coyotes last night, but we didn´t see any roadrunners – it´s too hot for them, too.
Midpoint Café is located exactly in the middle of Route 66, halfway between Chicago and Santa Monica, 1.139 miles in each direction. Fran Hauser, the café´s former owner, was the inspiration for the character “Flo” and her “V-8 Café” in the movie “Cars” in 2006 – which had quite an impact on the place and the merchandise. The food is good, the pies are even better, and the photo spot is great.
The Panhandle Plains Historical Museum explains the history of the region – prehistoric skeletons, relics of early settlers and various Native American Tribes, the influx of European colonists, the first settlements and construction of windmills (which made the water available for cattle ranching), road construction including Route 66, and oil rigging are explained and demonstrated in great displays. The basement houses a complete reconstructed pioneer town.
Das „Devil‘s Rope Museum“ in McLean hat unser Interesse geweckt – wir konnten uns unter einem Stacheldrahtmuseum nichts vorstellen. Es gibt tatsächlich eine „Barbed Wire Collectors Association“, und diese hat hier ein tolles Museum geschaffen. Von der Erfindung und Herstellung bis zu den verschiedenen Arten von Stacheldraht und den benötigten Werkzeugen und Maschinen ist alles erklärt und ausgestellt, und natürlich gibt es auch eine Abteilung zur Route 66. Eine absolut sehenswerte Kuriosität, wenn man auf der 66 unterwegs ist. McLean hat außerdem auch noch ein paar schöne Wandmalereien und eine liebevoll restaurierte Tankstelle aus dem Jahr 1929 zu bieten – also ein Stopp lohnt sich auf jeden Fall.
In Amarillo ging es zuerst in das „American Quarter Horse Museum & Hall of Fame“. Diese spezielle amerikanische Pferderasse eignet sich perfekt für die Arbeit auf den ausgedehnten Ranches – wendig, schnell, mit Instinkt für die Bewegung der Rinder. Der Name entwickelte sich durch die Pferderennen, die über eine Viertel Meile ausgetragen werden – eine Distanz, die die schnellsten Pferde in 21 Sekunden bewältigen.
Anschließend haben wir in „Billy‘s Backyard Classics“ nicht gewusst, welchen der Oldtimer wir zuerst bewundern sollen. Bill Prat war Rennfahrer in der Formula Atlantic und Oldtimer-Fan, seine Sammlung umfasste zu seinen Lebzeiten 179 unbezahlbare und unersetzliche Automobile. Seit seinem Tod 2020 hält seine Frau das Museum am Laufen, 102 Oldtimer gibt es noch. Und alle sind fahrbereit, dafür sorgt der hauseigene Mechaniker.
Apropos Autos: wenn in Amarillo, muss man natürlich auch die Cadillac Ranch besuchen. Haben wir vor 20 Jahren schon gemacht, damals hat es geschüttet und wir sind bis über die Knöchel im Matsch versunken. Heute hatten wir Gluthitze, und mittlerweile kann man Spraydosen kaufen und die Autos besprühen. Das Wahrzeichen eines RV – Parks in der Nähe ist, der Cadillac Ranch angelehnt, ein halb eingegrabenes Wohnmobil. Die „Legs of Amarillo“ dagegen, etliche Kilometer südlich, sind angeblich einem ähnlichen, antiken Paar Beine in Ägypten nachempfunden – leider sind sie mittlerweile genauso mit Graffiti beschmiert wie die Autos. Das war so nicht geplant.
Zur Feier des Tages gönnen wir uns und unserem Krassen Pferd heute zum ersten Mal einen Campingplatz, im wunderschönen Palo Duro Canyon, und das Texas Open Air Musical im Amphitheater gleich vis-a-vis. Das Musical wird heuer in der 56. Saison gezeigt, es geht um die Geschichte der Besiedlung von West-Texas, Native Americans, Farmer und Rancher und um den Eisenbahnbau. Ein tolles Ensemble macht gute Stimmung, und auch Esel und Pferde spielen mit. Hat uns sehr gut gefallen!
Und im Übrigen haben wir die ersten 100 Tage unserer Reise überstanden:
Km gefahren: 22.804 km
Km zu Fuß gegangen: 637
US-Bundesstaaten besucht: 33
US State Capitols besucht: 33
Schiffe & U-Boote besucht: 10
Aquarien, Zoos, Safariparks: 12
Minen und Höhlen: 7
Vergnügungsparks: 9
Museen: hab aufgehört zu zählen
Radfahren gewesen: 3x
Bei McDonalds & Burger King essen gewesen: 2x
Bei KFC: 3x
Kaffee bei Starbucks und Dunkin Donuts: längst den Überblick verloren
Strafzettel: 0
Reifenpanne: 1
Nächte auf Campingplätzen: 1
Ehestreits: 0 (an einem knapp vorbeigeschrammt)
Tag 100 – back in Texas
The “devils rope museum” in McLean piqued our interest – we could not imagine a museum about barbed wire. There actually is a barbed wire collectors association, and they made this very interesting museum possible. From the invention and the making of barbed wire to the tools and the machines necessary for fabricating it, everything is on display here. And of course, there is also a part of the museum dedicated to the route 66. So, when you are driving on route 66, this museum is well worth a visit. McLean also has some very nice murals, and a beautifully restored gas station from 1929.
First stop in Amarillo was the „American Quarter horse Museum & Hall of Fame”. This special American breed is perfect for working the cattle herds on the large ranches – fast, maneuverable, with a good instinct for the movement of the cattle. The fastest of these horses can run a quarter of a mile in 21 seconds – and that is the usual distance for horse races here, hence the name Quarter horse.
Then, in “Billy ‘s Backyard Classics“, we didn´t know where to turn first – 2 show rooms full of priceless Oldtimers. Bill Prat was a race driver – Formula Atlantic – and he loved Oldtimers. He owned 179 old automobiles, his wife keeps the museum running since he passed away in 2020, 102 cars are still here – and they all are ready to drive, the museum mechanic makes sure of that.
Talking about cars – when you are in Amarillo, you have to visit the Cadillac Ranch. We saw it on our Route 66 road trip 20 years ago, but it was raining then and we were up to our ankles in mud. Today we had scorching heat. And new for us was also that spray paint is available on site, so you can leave your mark on the cars. Two blocks away, at an RV Park, there is an RV-trailer half-buried, same as the Cadillacs. The “Legs of Amarillo” on the other hand, several miles to the south, were supposed to look like the original in ancient Egypt – unfortunately they also have graffiti all over – that was not the plan.
We decided to stay on a campground tonight for the first time on our travel, in the beautiful Palo Duro Canyon, right next to the Pioneer Stage, where we saw “TEXAS – the Outdoor Musical”. The musical, in its 56th season this year, tells the story about the struggle of the early settlers, Native Americans, farmers and ranchers. A talented cast presents a perfect show, even a donkey and horses are part of the cast. We enjoyed the show very much!
And by the way, we made it through the first 100 days of our adventure:
Miles on the road: 14.170 miles
Miles on foot: 395,8
US states visited: 33
US State Capitols visited: 33
Ships & Submarines visited: 10
Aquariums, Zoos, Safari parks: 12
Mines and Caverns: 7
Theme parks: 9
Museums: stopped counting
Went biking: 3x
Been to McDonalds or Burger King: 2x
Been to KFC: 3x
Been to Starbucks & Dunkin Donuts: lost count long time ago
Das Kapitol in Oklahoma City hat gleich mehrere Besonderheiten aufzuweisen – zwei Bohrtürme am Gelände, eine Statue eines Native American auf der Kuppel, genannt „Guardian“, und die Kuppel wurde erst 2002 fertig gestellt, 85 Jahre nach dem Bau des Kapitols. Abgeordnetenhaus und Senat sind hell und freundlich, ebenso die luftige Rotunde mit einem Rundumgemälde, das den Abendhimmel über Oklahoma zeigt, mit rosafarbenen Wölkchen. Es gibt ein gut gemachtes Museum im Untergeschoß, im ganzen Gebäude viele Gemälde zur Geschichte Oklahomas und auch von berühmten Persönlichkeiten – so haben wir hier auch Will Rogers wieder getroffen.
Und dann sind wir die Route 66 weiter nach Westen gefahren, wo immer möglich auf der alten, originalen Straße, an der wir in vielen kleinen Orten viele Zeugnisse der großen Vergangenheit der „Hauptstraße Amerikas“ gefunden haben:
El Reno – ein riesiges, dreidimensionales „66“ Zeichen
Calumet – drei Muffler Men, große Fiberglasskulpturen am Straßenrand
Clinton – das Route 66 Museum, das die Geschichte von Amerikas Hauptstraße in Jahrzehnte gliedert und sehr geschickt in historischen Kontext einbettet
Canute – das alte Hinweisschild für das Cotton Boll Motel
Elk City – das National Route 66 Museum, ein großes Freilichtmuseum, bewacht von Myrtle, der überlebensgroßen Katchina-Puppe
Erick – ein Wandgemälde von Musiker Roger Miller (den Disney-Fans als Stimme von Alan-a-Dale in „Robin Hood“ bekannt)
Texola – das aus nur einem einzigen Raum bestehende Gefängnis
Und dazwischen immer wieder verrostete Autos, verfallene Gebäude, ehemalige Neonschilder, und darüber endloser Himmel mit „Toy-Story-Tapeten“ Wolken (auch das ist etwas für Disney Fans).
Day 99 – Oklahoma II
Oklahoma´s State Capitol is special – there are oil rigs on the capitol grounds, the statue of a Native American, called “Guardian”, stands on top of the dome, and the dome itself wasn´t completed until 2002, 85 years after the construction of the building. House and Senate have elaborate ceilings and bright colors, the airy rotunda shows Oklahoma´s evening sky with pink clouds. There is a very interesting museum in the basement, a lot of paintings all over the building including the portraits of famous personalities – of course we found Will Rogers there.
And then we followed Route 66 westward, wherever possible on the old original road; in many small towns we found witnesses of the history of the “Main Street of America”:
El Reno – a huge, three-dimensional „66“ sign
Calumet – three Muffler Men, huge fiberglass sculptures along the road
Clinton – the Route 66 Museum, which tells the history of Rote 66 decade for decade, in historic context
Canute – the old Cotton Boll Motel sign
Elk City – the National Route 66 Museum, a large open air museum, guarded by Myrtle, the larger than life Katchina doll
Erick – a mural of musician Roger Miller (Disney-Fans know his voice as the voice of Alan-a-Dale in „Robin Hood“)
Texola – the single-room jail
And we also found lots of rusty old cars, buildings in disrepair, old motel or restaurant signs, under an endless blue sky with white “Toy Story Wallpaper” clouds (Disney/Pixar fans will know…..)
Eine ruhige, sternenklare Nacht am Eufala Lake endete am Morgen mit einer Inspektion durch Donald, Daisy und Tick, Trick und Track. Daraufhin haben wir uns zusammengepackt und sind Richtung Chelsea, gefahren, wo wir Ed Galloways Totem Pole Park besucht haben. Ed Galloway, US Armeeveteran und Lehrer, war künstlerisch begabt und interessierte sich für die indianischen Kulturen. Nach seiner Pensionierung begann er, Totempfähle zu bauen, aus Stahl und Zement, Sand und Steinen; der größte Totempfahl ist 27 m hoch, an der Basis 9 m im Durchmesser und ruht auf einer Schildkröte, eine Referenz an den Schöpfungsmythos; mehr als 200 Reliefs zeigen Portraits, indianische Symbole und Tierfiguren. Am Gelände gibt es noch etliche weitere Werke sowie ein 11eckiges Haus, das durch insgesamt 25 Totempfähle getragen wird und heute als Museum und Shop dient.
Ein weiteres sehenswertes Museum ist das Will Rogers Memorial Museum in Claremore. Will Rogers war ein Phänomen – ohne abgeschlossene formale Ausbildung, aber mit Witz und Schlagfertigkeit ausgestattet, zu einem Viertel Cherokee, was er auch immer betonte, Cowboy und Lasso-Künstler, Zirkusartist und Vaudevilleensemblemitglied, Star in der Ziegfeld Follies Revue, Radiomoderator und Zeitungskolumnist, einer der bestbezahlten Hollywood-Schauspieler seiner Zeit, Weltreisender und begeisterter Hobbypilot, ein Philanthrop, der bei Katstrophen wie etwa der großen Mississippi-Flut 1927 Hilfsaktionen startete und Spenden sammelte, mit sieben verschiedenen US-Präsidenten befreundet, und dennoch immer am Boden geblieben ist. Er war ungemein beliebt, in seinen Filmen spielt er Cowboys, Kleinstadtpolitiker, Richter oder Ärzte, man konnte sich mit ihm identifizieren, und als er 1935 bei einem Flugzeugabsturz in Alaska ums Leben kam, war die Trauer entsprechend groß.
Dann kamen wir am Blauen Wal von Catoosa vorbei, der Anfang der 70er Jahre als Geschenk erbaut wurde, dann eine Zeitlang als Schwimmteich diente, Ende der 80er geschlossen wurde und dann zu verfallen drohte. Schließlich fanden sich aber genügend Freiwillige und Sponsoren zur „Rettung des Wals“, der restauriert wurde und somit wieder als eine der Attraktionen der Route 66 dient.
Der “Golden Driller” in Tulsa ist ein Wahrzeichen zu Ehren der Arbeiter in der Ölindustrie, fast 20 t schwer und 23 m hoch – so hoch, dass seine rechte Hand lässig auf einem Bohrturm liegt. Anfang der 50er Jahre von einer texanischen Firma für eine Ausstellung erbaut, steht er seit 1966 auf dem Expogelände in Tulsa und ist zum Staatsmonument von Okahoma avanciert; auch wenn er eigentlich nicht golden, sondern eher senffarben ist.
Im Stadtzentrum von Tulsa steht die Boston Avenue United Methodist Church, ein traumhaftes Art-Deco-Gebäude. Im Inneren finden sich ein halbkreisförmiges Auditorium mit fantastischer Akustik, eine lange Halle mit rosafarbenen Mosaiken und Buntglasfenstern und die Rosenkapelle.
An der Brücke über den Arkansas River steht der großartig angekündigte „Route 66 Sign Park“ – es sind zwar tatsächlich ehemalige Neon-Leuchtreklamen, die an der Route 66 standen, aber es sind nur drei Stück, und Parkplätze gibt es nicht – also umdrehen und nochmals vorbeifahren um Fotos machen zu können.
Auch von einem der braunen „Historic Route 66“ Schilder wollten wir Fotos machen, haben angehalten – und dann wurden wir buchstäblich gekidnappt. Belinda hatte uns schon einige Meilen mit ihrem PKW „verfolgt“, weil sie unbedingt wissen wollte, was das für ein seltsames Vehikel ist. Nach einer kurzen Plauderei und Führung durch unser Krasses Pferd lud sie uns zu sich nach Hause ein – Gatte Donnie hatte bereits die Steaks am Grill, und bis Ofenkartoffel und Salat fertig waren, durften wir in den Swimming Pool (eine echte Wohltat bei 43,5°C). Belinda und Donnie sind ebenfalls reisebegeistert, haben auch einen Camper, und so verging die Zeit mit Dinner und dem Austausch von Reiseerlebnissen wie im Flug.
Dann ging es zurück auf die „Mutter aller Straßen“, die nächste Sehenswürdigkeit war die „höchste Benzinzapfsäule der Welt“ in Sapulpa die zum „Heart of Route 66 Auto Museum“ gehört, allerdings nicht historisch ist, sondern erst 2018 fertiggestellt wurde. Aber sie ist eine ziemlich genaue Nachbildung der tatsächlich verwendeten Zapfsäulen.
Wir wollten eigentlich noch bis Oklahoma City fahren, aber bei „Pop´s 66“ in Arcadia haben wir dann erschöpft das Auto fallen lassen, und uns neben einer riesigen, bunt leuchtenden Flasche eingeparkt – noch eine Attraktion an der Route 66.
Day 98 – Oklahoma I
A quiet, starlit night at Eufala Lake ended abruptly in the morning, due to a very vocal inspection by Donald, Daisy, Huey, Dewey and Louie. So we left, direction Chelsea, to see Ed Galloways Totem Pole Park. Galloway, army veteran and arts teacher, was quite the craftsman, and he was very interested in Native American culture. In his retirement he began to build totem poles, made of steel and cement, sand and rock; the largest one is 90 ft high, at is base 30 ft in diameter and stands on a turtle – a reference to Native Indian mythology. More than 20 bas-reliefs show portraits, symbols and animals. Several more poles and other objects can be found on the property, including an eleven-sided house, supported by 25 carved and decorated poles which serves as museum and shop.
The Will Rogers Memorial Museum in Claremore, OK, is well worth a visit. Will Rogers was a phenomenon – dropped out of school without a degree, but full of wit, a quarter Cherokee which he was proud of, cowboy and rope artist, circus and Vaudeville ensemble member, star at Ziegfeld Follies Revue, radio talkmaster and columnist for several newspapers, one of the highest paid Hollywood actors of his time, world traveler and hobby pilot, philanthropist raising and donating money at times of catastrophes like the great Mississippi flood in 1927, friends with seven different US president, but still very grounded. In his films he portrayed cowboys, small town politicians, judges or physicians, he was immensely popular, so when he died at a tragic airplane crash in Alaska in 1935, he was mourned by millions.
Then we passed the Blue Whale of Catoosa, a structure erected as a gift in 972; it was used as a swimming pool, had to close at the end of the 80s and fell in disrepair until local volunteers and sponsors decided to “rescue the whale” -today it is again a unique Route 66 landmark.
So is the Golden Driller, a 73 feet high statue, weighing over 43.000 pounds. Built in the 1950s by a Texan oil field supply company for a trade show, he returned to the fairgrounds in Tulsa in 1966 and became Oklahoma´s official state monument, honoring the men working in the petroleum industry.
In downtown Tulsa we visited Boston Street Methodist United Church, a fantastic Art-Deco building, with a semi-circular auditorium with great acoustics, a large hallway with pink mosaics and stained-glass windows and a rose chapel.
Near the bridge over the Arkansas River we found the so-called „Route 66 Sign Park“ – these are in fact original Route 66 Neon signs, but only three of them, and no parking space available, so we had to turn around and pass the signs again to take some pictures.
We also wanted to take some pictures of one of the brown „Historic Route 66“ signs, stopped our car and then – we got hijacked. No kidding! Belinda had been following us for some miles already because she wanted to know what kind of strange vehicle that was. After showing her our camper, she spontaneously invited us to dinner, guided us to her house, where husband Donnie put some steaks on the grill. We were even allowed to use the pool – felt like heaven at an outside temperature of 105°F! Belinda and Donnie are fellow travelers, they own a camper, too, and so we had a great time exchanging travel experience over a nice dinner.
Then we headed back on the “Mother Road”; the next landmark was the “World´s tallest gas pump” in Sapulpa, OK, adjacent to the Heart of Route 66 Auto Museum. It´s not historic, built in 2018, but it is a great replica of the actually used gas pumps and it is a new landmark of the historic road.
We had planned to continue to Oklahoma City, but we were too tired – when we saw a gigantic neon soda bottle, we just dropped the car at the parking lot of Pop´s 66 in Arcadia – another landmark on Route 66.