Sonntag/Sunday, September 11, 2022
Tag 147 – Hasta el año que viene, Guatemala – Buenos días, Honduras!
In der Früh machen wir uns auf den Weg Richtung Grenze, nach einer Woche verlassen wir Guatemala. Das Land hat uns sehr gut gefallen – fantastische Landschaft, Flora und Fauna; sehr nette, freundliche und hilfsbereite Menschen. Die archäologischen Stätten sind sehr gepflegt, man bemüht sich sichtlich, das kulturelle Erbe zu erhalten und gleichzeitig die Eingriffe in die Natur zu minimieren. Der Besuch der Maya-Stätte von Tikal war eines der beeindruckendsten Erlebnisse auf unserer Reise bisher. Alle Kontakte mit Polizei oder Militär verliefen korrekt, man war freundlich bis neugierig, wir hatten weder irgendwelche Probleme noch jemals Sicherheitsbedenken. Was wir leider nicht geschafft haben, war eine KFZ-Haftpflichtversicherung für unser Krasses Pferd zu bekommen – da müssen wir noch besser recherchieren, damit wir uns dann am Rückweg auch nach Guatemala City trauen. Auf jeden Fall freuen wir uns schon, nächstes Jahr die westliche Landeshälfte zu sehen.
Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Grenze nach Honduras mit etwas gemischten Gefühlen – Berichte von anderen Overlandern beschreiben lange Wartezeiten und zum Teil chaotische Szenen. Zu unserer Überraschung ist fast nichts los an der Grenze – Sonntag ist wirklich ein guter Tag für Grenzübertritte. Guatemala und Honduras betreiben an dieser Grenze einen Zollverbund und alles befindet sich in einem Raum: Impfzertifikate checken, Ausreise aus Guatemala, beim Schalter daneben Einreise nach Honduras und dann Zoll – das Krasse Pferd aus Guatemala ausreisen und in Honduras einreisen lassen (das hat am längsten gedauert – so ein Auto haben sie hier noch nie gesehen.
Ungewöhnlich für uns: ausgestattet mit Papieren und einer Zahlungsvorschreibung geht es zum Snack-Kiosk. Dort wird die erforderliche Gebühr eingezahlt und mit der Bestätigung retour ins Grenzgebäude.
Simkarte fürs Internet gibt es auch gleich und als wir nach den APN für den Router fragen, nimmt uns der Kioskbetreiber den Router aus der Hand und mit flinken Fingern ist der Code eingegeben. Nach zwei Stunden haben wir alles geschafft und reisen tatsächlich in Honduras ein.
Weiter geht es nach Copán – wir brauchen einen Bankomat. Keine große Sache – in Copán gibt es ja welche. Also abbiegen, rein in die Stadt und fast ein Verkehrschaos verursachen. Die Gassen werden immer schmaler und schmaler, Kabeln baumeln tief herab und wir streifen einige – und dann ist es aus: rechts geht nicht, weil die Fest-Girlanden auf 2,5 Meter herunterhängen, geradeaus Einbahn, links ein Gefälle, das zu einer für uns zu niedrigen Brücke führt. Also retour …. drei Straßenzüge gegen die Einbahn – der einzige Weg wieder raus aus der Innenstadt. Susa läuft vor und hält den Verkehr auf. Niemand hupt, alle schauen, die meisten grinsen – doofe Touristen!
Am Nachmittag gibt es aber endlich wieder Kultur und Geschichte – wir besuchen die berühmte archäologische Stätte Copáns, wo wir auch zum ersten Mal frei lebende rote Papageien sehen, Guacamayas, die über den beeindruckende Stelen und Pyramiden ihre Runden ziehen. Highlight hier ist die Pyramide mit der Hieroglyphen-Treppe; die Tunnels unter den Pyramiden, die zum Rosalila- und zum Jaguartempel führen, sind leider geschlossen. Und dann schlägt die Regenzeit wieder zu – unbarmherzig beginnt es zu schütten und schon nach kurzer Zeit sind wir komplett durchnässt, also flüchten wir ins Museum. Das Zentrum im Museum ist ein Nachbau des Rosalila-Tempel, der unter einer der Pyramiden fast komplett erhalten gefunden wurde. Um gefährdete Objekte zu schützen, wurden viele Originale im Museum untergebracht und an den Originalorten Replika aufgestellt – Stelen, Masken, ganze Gebäudefronten sind hier zu bewundern. Ein eindrucksvolles Erlebnis.
Day 147 – Hasta el año que viene, Guatemala – Buenos días, Honduras!
In the morning we drive direction border, leaving Guatemala after a week. We liked the country very much – fantastic landscape, fauna and flora; very nice, friendly and helpful People. The archeological sites are well maintained; the goal seems to be to preserve the cultural heritage and nature as well. The Maya ruins of Tikal were one of the most impressive sights we have seen so far on our journey. All contacts with police or military were correct, they were friendly and even curious, we never had any problems nor safety concerns. What we couldn´t get done was getting insurance for our camper- we have to do more research on that for next year so that we can drive to Guatemala City without concerns. Anyway, we are looking forward to seeing the western part of Guatemala next year on the way back!
After a few miles we reach the border to Honduras with some mixed feelings – other travelers have described long waits and chaotic scenes. But – surprise – no queues; Sunday really is a good day for crossing borders. Guatemala and Honduras work together in a border and customs union, almost everything is in one room: checking the vaccination certificates (first time!!!), exiting Guatemala, entering Honduras and then the TIP, the temporary importation permit for our camper; this took the longest – they have never seen a vehicle like this here! Then the unusual part: with papers and invoice to the snack kiosk, to pay the invoice for the car. They also have SIM cards for Honduras there, and the owner puts the necessary APN code into our router himself. After 2 hours everything is done and we may enter Honduras.
We drive to Copán Ruinas, a few miles from the border – we need cash and therefore an ATM, so we drive into town – and almost cause a traffic jam! The streets are getting smaller and smaller, cables are hanging low and we touch some of them, and then – the end: we can´t go to the right because garlands are hanging at 8 ft (and our car is 11,6 high); we can´t go straight because of a one-way; we can´t go left due to a downhill slope leading to a bridge which is too low for us to pass under. So, we have to turn and drive the one-way in the wrong direction for three blocks– with Susa running in pole position, stopping the oncoming traffic. No one honks, everybody is watching us, most of them smiling – stupid tourists!
In the afternoon it´s culture and history time again – we visit the famous Maya site of Copán, where we also see wild red Aras, Guacamayas, for the first time, flying around over the steles and temples. The highlight of the site is the magnificent hieroglyph stairway; the tunnels leading to the Rosalila and the Jaguar temple under the pyramids are closed. An then the rain sets in – after a few minutes we are soaked and flee into the museum. The center piece here is a reconstruction of the famous Rosalila Temple, which was found, almost complete, under one of the pyramids. Many original steles, masks and even whole building fronts have been brought here to save them; replicas have been put on their places on site. Very, impressive!

