Um 7 Uhr frรผh erreichen wir die Insel Okinoerabu-Shima, eine Insel der Amami-Inselgruppe. Heute gibt es keine organisierten Ausflรผge, aber vom Pier zum nahe gelegenen Strand, zum lokalen Museum und zu den Shoryudo-Tropfsteinhรถhlen, auf die wir uns schon sehr freuen, fahren Shuttle-Busse. Der Fahrplan steht im tรคglichen Programm, aber leider – es sind nur Strand und Museum eingetragen, die Abfahrtszeiten zur den Hรถhlen fehlen. Die Erklรคrung: die Hรถhlen sind zu weit weg, das Schiff legt um 12 Uhr schon wieder ab, eine Besichtigung geht sich nicht aus. Sehr รคrgerlich, zumal diese Attraktion auf der Rรผckseite des Programms noch mal sehr ausfรผhrlich beschrieben wird, sogar mit Bild.
Einigermassen verรคrgert steigen wir in den Shuttle-Bus, und fahren halt zum Wadomari Town History and Folklore Museum, quasi das Heimatmuseum der Insel. Interessant anzusehen sind die Musikinstrumente aus Schlangenhaut und die schรถnen steinernen Graburnen. Ein paar Dinge sind tatsรคchlich auch in Englisch angeschrieben, dennoch sind wir nach etwa einer halben Stunde fertig und nehmen den nรคchsten Shuttlebus zum Strand. In den Unterlagen beschrieben sind: Tiefblaues Wasser, Korallenriffe, unberรผhrte Strรคnde und Schildkrรถten. Das Wetter lรคdt nicht zum Baden ein, es regnet zwar nicht, aber es ist trรผb, daher ist der Strand tatsรคchlich unberรผhrt. Und die Schildkrรถten sind nachts aktiv, die sehen wir natรผrlich jetzt auch nicht.
Also lassen wir den Strand, wir haben ohnehin kein Badezeug mit und nicht das richtige Schuhwerk an, und machen uns zu Fuร auf den Rรผckweg zum Schiff. Und das ist ein netter Spaziergang. Wir kommen an einem offensichtlich beim letzten Taifun unfreiwillig angelandeten Boot vorbei, das von drei Ziegen bewacht wird; martialisch aussehende Spinnen, groรe Schmetterlinge und subtropische Pflanzen und Blumen liefern immer neue Fotomotive. Wir bewundern die Pracht der weiรen Lilien auf einem Feld, da bekomme ich vom Besitzer Lilien geschenkt, und wir machen Selfies. Er spricht nicht englisch, wir nicht japanisch, also lassen wir die Blumen sprechen.
Zurรผck am Schiff lรคuft uns eine Schulklasse รผber den Weg, die grad eine Fรผhrung bekommt – und am Pier geben Sรคngerinnen in bunten Kimonos und eine Gruppe TrommlerInnen eine Abschiedsvorstellung – Kreuzfahrtschiffe legen hier kaum an, und fรผr die Hanseatic Inspiration ist es das erste Mal. Also werden wir mit Pomp und Gloria verabschiedet, und wir winken, bis wir den Pier kaum mehr sehen kรถnnen.
Am Abend gibt es noch zwei sehr interessante Experten-Vortrรคge: der Aufstieg der Samurai – Japans Wandel zur Kriegergesellschaft, und dann รผber Plattentektonik und regionale Geologie. Die Unterhaltungsmusik vom Entertainer und die Klaviermusik vom Ozeanpianisten dagegen lassen wir dankend aus.
Day 24 โ Cruise Day 4 / Sunday, May 25 โ Okinoerabu-Shima
At 7 a.m., we reach Okinoerabu-Shima, an island of the Amami islands group. No organized tours today, but shuttle buses take us to the nearby beach, the local museum, and supposedly to the Shoryudo Caves we were excited about. But the caves arenโt listed in the schedule. The explanation: too far away; the ship will depart at noon, so thereโs not enough time. Very disappointing, especially since the caves are prominently featured (with photo) on the back of the program.
Annoyed, we take the shuttle to the Wadomari Town History and Folklore Museumโessentially the islandโs local museum. The snakeskin instruments and beautiful stone urns are interesting, some exhibits even have English labels. After 30 minutes, weโre done and take the next shuttle bus to the beach. Itโs described as featuring deep blue water, coral reefs, pristine shores, and turtles. The weather isnโt greatโnot rainy, but gloomy. The beach is indeed untouched, and the turtles are nocturnalโso no sighting.
We donโt have swimwear or proper shoes, so we skip the beach and walk back to the shipโa lovely stroll. We pass a boat clearly stranded by the last typhoon, now guarded by three goats. Impressive spiders, large butterflies, and subtropical plants offer lots of photo opportunities. We admire a field of white lilies, and the owner kindly gives us someโwe take selfies. He doesnโt speak English; we donโt speak Japaneseโso we let the flowers do the talking.
Back at the pier, a school class is touring the ship, and singers in colorful kimonos and drummers put on a farewell showโcruise ships rarely dock here, and itโs the Hanseatic Inspirationโs first visit. We wave until the pier disappears from sight.
In the evening, we attend two excellent expert lecturesโone on the rise of the samurai and Japanโs transition into a warrior society, and another on plate tectonics and regional geology.
