230415 – Wanderung im Lanín Nationalpark >

Samstag / Saturday, April 15, 2023

Tag 363 / 339 – Wanderung im Lanín Nationalpark

Nach dem Frühstück brechen wir Richtung Wanderweg zum Wasserfall auf, aber wir kommen nicht weit. Die Piste wird wirklich schlecht, mit Steilstücken und riesigen Löchern, die man noch dazu auf der Strecke im Wald mit Wechsel von Licht und Schatten kaum sieht. Unser armes Krasses Pferd mit seiner stolzen Höhe von 3,50 m schwankt angsterregend hin und her. Wir lassen es daher auf dem nächsten Campingplatz stehen und gehen die restlichen 2 km zu Fuß weiter. Das verlängert zwar die geplante Wanderung beträchtlich, aber es schadet uns nicht, wir sitzen ohnehin genug im Auto und das Wetter ist schön, wenn auch noch etwas kühl.

Unterwegs gesellen sich ein paar Einheimische zu uns – ein weißer Wuschel, zwei Schwarzweiße und einer ganz in schwarz. Sie begleiten uns den ganzen Weg zum Wasserfall, jagen hin und wieder ein Kaninchen unter einem Busch hervor und verbellen ein paar Vögel. Der Wanderweg wurde vor über 10 Jahren von einer lokalen Schulklasse gemeinsam mit den Park Rangern angelegt, Hinweistafeln geben Auskunft über Vegetation und Terrain. Beim Wasserfall angelangt, muss ich die Kamera einpacken – die Gischt sprüht bis zur Aussichtsplattform.

Wir treten den Rückweg an, bestaunen die Baumriesen und das Panorama über den See und verabschieden uns dann von unseren vierbeinigen Begleitern – sie haben uns tatsächlich bis zu unserem Krassen Pferd am Campingplatz begleitet. An unserem Übernachtungsplatz von gestern legen wir eine späte Mittagspause ein und 35 km „ripio“ später verlassen wir den Nationalpark, den Vulkan Lanín sehen wir noch lange im Rückspiegel.

Dann müssen wir uns entscheiden, welche Strecke wir nach Plaza Huincul, unserem nächsten Ziel, nehmen. Die landschaftlich schöne, aber nicht durchgehend asphaltierte R23 nach Aluminé und dann die R13, auch teilweise nicht asphaltiert, oder doch die asphaltierte, wesentlich kürzere und schnellere, aber langweiligere Ruta 40? Gestern und heute „ripio“ reicht erstmal, wir nehmen die R40 und hoffen, wenigstens noch 200 km bis nach Zapala zu kommen. Aber das schaffen wir nicht mehr bei Tageslicht – in der Hälfte bremsen wir uns beim einzigen Shop an der ganzen Strecke ein und fragen höflich, ob wir hier am Parkplatz übernachten dürfen? Ja, gar kein Problem, sagt der nette Señor, der sein Geschäft gerade schließt – und wenn wir sonst irgendetwas benötigen, sollen wir einfach klopfen. Und einen Wachhund bekommen wir auch noch gratis dazu (naja, ein paar Leckerli müssen schon sein).

Day 363 -339 – Walking in Lanín National Park

After breakfast, we start towards the trail to the waterfall, but we don´t get very far. The dirt track leads through the forest, with steep slopes and huge potholes which we can barely see due to the change of light and shadows. Our poor brave camper is swaying from one side to the other, and we feel rather uncomfortable. So we drop our vehicle at the next campsite and walk the remaining distance – that was not the plan, but it doesn´t hurt, we need the exercise anyway, and the weather is beautiful although a bit chill.

On the way, we get company – some locals join us; one of the white with curls, two black and white ones and one pitch-black. The guide us to the waterfall, chasing some rabbits along the way and barking at birds. The trail was established more than 10 years ago by a local school class together with the park rangers, wooden signs offer information about vegetation and terrain. As we arrive at the waterfall, I have to hide my camera, the spray is reaching the viewing platform. 

We start the descend, admiring the huge trees and the great panorama, and then we have to say good-bye to our four-legged companions – they actually stayed with us all the way to our brave camper at the campsite. At the place where we spent the last night, we stop for a late lunch break, and 22 “ripio”-miles later we leave the National Park with the Lanín Volcano still visible in the rear mirror.

Then we have to decide which route to take to our next destination, Plaza Huincul. The nicer, but not completely paved R23 to Aluminé and then R13, also partly unpaved, or the far shorter, faster and completely paved Ruta 40 although leading through less interesting landscape? We´ve had enough “ripio” yesterday and today, so we choose Rute 40, hoping to get at least to Zapala, 125 miles north. But we are not fast enough, it is dusk already as we stop at the only store on the route, and ask the nice owner if we may stay on the parking lot for tonight? Yes, absolutely no problem – the señor is just closing his shop for the night but if we need something we should just knock on the door. Additionally, we get a guard dog free of charge (well, he works for a few treats).

Route 230415

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